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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1860-01-01 · 1860 · p. Seite 1

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1860
Date
1860-01-01
Page
Seite 1 (sequence 51)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720907--0314-2721556
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Das Seminar begehet die sechste Gedächtnissfeier seines Stifters und wird in zwei Jahren den Cyclus der, in dem im J. 1853 veröffentlichten Programm angegebenen, dem wissenschaftlich gebildeten jüd. Theologen unentbehrlichen Studien vollendet haben. Es bHckt mit tiefgerührtem Danke zu dem höheren Schutze auf, der es von seinem Beginn bis hierher leitete; dem grösseren Theile der Aufgabe ist Genüge geleistet, und es wird mit Zuversicht die Hoffimng genährt, die Vorsehung werde Lehrer und Lernende an das in zwei Jahren zu erreichende Ziel leiten, an welchem angelangt das Seminar in einigen, mit der Reife des theologischen Wissens und der allgemeinen wissenschaftlichen Bildung entlassenen jungen Männern den Beweis liefern wird, dass es der Absicht des hochherzigen Stifters und dem ihm seit seinem Entstehen von vielen Seiten entgegengekommenen schätzbaren Vertrauen entsprochen, sowie den an eine Pflanzstätte für jüd. Theologen aus gereifter wissenschaftlicher Anschauung hervorgehenden Anforderungen nachgekommen sei. Das Seminar hat auch seine andere Aufgabe, Lehrer für den Religionsunterricht der Jugend heranzubilden, verfolgt. Die Lehrerabtheilung — Lehrerseminar — zählt zwei Jahre des organischen Bestehens-, ein Jahr war der Organisation gewidmet. Es haben nun zu Ende des vor. Sommersemesters zwei junge Männer das Seminar, mit dem Zengniss der Reife für den Religionsunterricht, verlassen und bereits Anstellungen gefunden. Dem Willen des Stifters gemäss ist dem Lehrerseminar die Aufgabe gestellt, junge Leute mit den religiösen Kenntnissen auszustatten, die sie befähigen, der Jugend die Lehren der Religion beizubringen. Diesem-Willen soll nach dem im vorjährigen Jahresberichte mitgetheilten Plane nachgekommen werden; das Zeugniss zählt folgende Rubriken auf: Religionslehre, Pentateuch in der Ursprache, Historische Propheten und Psalmen in der Ursprache, He- ■=» bräische Grammatik, Verständniss der älteren Pentateuchcommentatoren (Raschi, Ibn Esra, Raschbam, Ramban), Verständniss hebräisch-ethischer Schriften, Biblische und jüdische Geschichte, Fertigkeit den Religionsunterricht katechetisch beizubringen. — Durch die dem jüd. Lehrer bisher nur in sehr verkümmerter Weise dargebotene Ge-

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