Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1856
- Date
- 1856-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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11 Beispiel gab der grosse König, der Preussen auf den Gipfel seiner gegenwärtigen Grösse erhob! Und dieses Recht wird von Friedrich Wilhelm dem Vierten mit frommem, gottergebenem Sinne überwacht; darum Ihm der Segen des heiligen Sängers: „Füge hinzu Tage zu den Tagen des Königs, seine Jahre über mehrere Geschlechter hinaus!" Noch bleibt eine angenehme Pflicht zu erfüllen: für manche Beweise des Wohlwollens und der ehrenden Theilnahme verbindlichen Dank auszusprechen. Herr J. Cohn von hier bereicherte die Seminarbibliothek mit einem arabischen Manuscript der Responsen des Maimonides und dem Werke: Apike Jehuda. — Herr H. Joachimssohn von hier übergab der Bibliothek: Flavius Joseph. Traduit par Amauld d'Andilly. 2 Tomes. — Herr M. Lehren aus Amsterdam: einen Pentateuch, Amsterdam. Schene Luchot Haberit. Jefe Mare. Maadane Melech zu Nesikin. Azmoth Joseph. Peer David. Bene Ahuba. — Herr R. Kirchheim zu Frankfurt a. M.: Taam Sekenim. Sefer Harikma von Jona ben Ganach. — Herr Bankier J. Prinz von hier legte auch in diesem Jahre durch ein bedeutendes Geschenk seine wohlwollende Gesinnung an den Tag. — Herr Med. Dr. J. Lobethal von hier lässt dem Seminar monatlich einen bedeutenden Geldbeitrag zur Unterstützung mittelloser Seminaristen zukommen. Mit ähnlicher Unterstützung bezeigten die Herren J. Lehmann aus Glogau, S. Frankel aus Prag, A. G. Itzig aus Nakel, M. B. Friedenthal von hier ihre Theilnahme. Interimistische Stipendien mit der wohlwollenden Versicherung, sie bald in stehende umzuwandeln, wurden errichtet: von mehreren Privaten in Prag ein Stipendium von 100 Gulden C. M. für einen am hiesigen Seminar studirenden Prager. — Von dem Verein Tiferet Bachurim zu Hannover ein Stipendium von 20 Thalern für einen am Seminar studirenden Hannoveraner. — Die isr. Gemeinde zu Oppeln übersandte auch dieses Jahr durch ihren Rabbiner Herrn Dr. A. Wiener einen Geldbeitrag für mittellose Seminaristen. Der Magistrat zu Hildesheim bewilligte dem von dort gebürtigen Seminaristen M. Güdemaiin für das Jahr 1855 ein Stipendium von 30 Thalern. Von Seiten des Curatoriums der Commercienrath Fränckel'schen Stiftungen wurden im Seminargebäude Wohnungen für vier Seminaristen errichtet. Breslau, im December 1855. Dr. Z. Frankel, Director. >