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Die neue Welt · 1938-03-04 · Heft 732 (4.3.1938) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
12 (1938)
Issue
Heft 732 (4.3.1938)
Date
1938-03-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite | DIE NEUE WELT Nr. 732 vom 4. März 1938 EHfoftharafi-EcIfe OoMes Wohnung „Da s;\r;ich Schlomoh: Der Ewige hat zwar gesagt, im Gewölk wolle er wohnen. Aber dennoch habe ich ein Haus Dir gebaut als Wohnung, eine Stätte zu Deinem Sitz für Ewigkeiten." I. Könige vm. 12—13. Obgleich Schlomoh erkannte, daß die ganze Natur Gottes Heiligtum sei, so baute und weihte er Gott doch eine besondere Stätte der Anbetung. Denn die Vielfalt und die Pracht der Natur könnte uns von einem inbrünstigen Gebet ablenken. Auch die Natur ist Gottes Tempel, aber erst in dem von uns erbauten Tempel spendet die Religion ihren vollsten Segen. Schlomoh baute die Tcmpelatelle für alle Zeiten in Jerusalem. Denn bis zu seiner Zeit gab es ein wanderndea Stiftszelt, das abwechselnd in Gilgal, Schiloh, Now und Gibeon aufgeschlagen wurde. Die letzte Station war Jerusalem und nach ihr sind auch die Augen aller Betenden gerichtet. Jerusalem gilt als „Wohnung Gottes" für alle Zeiten. DR. I. Z. K. Lasar Kresftui <ge§*orben Im Alter von fast 70 Jahren ist Lazar Krestin, der Maler der ostjüdischen Welt, in Wien gestorben. Zu einer Zeit, da sich so viele jüdische, in Wien lebende Maler verpflichtet fühlten, ihre „unmittelbare Umgebung" und die modischen Dinge des Alltags im Bild festzuhalten, folgte Lazar Krestin seiner inneren Natur: er malte die Gestalten des Ostjudentums, die träumenden Jeschiwah-Knaben, das jüdische Heim, die Schul mit den inbrünstigen Betern, die schwärmerischen jüdischen Köpfe vor den Brokat-Altardecken, die blitzenden Ritualgegenstände und die schummrige Stimmung des Golus-Menschen. Vor ein paar Jahren gaben Freunde des Künstlers eine Krestin-Mappe heraus, die das Werk des Malers bald populär machte. In den. letzten Jahren seines Lebens wurde Krestin von einer Augenkrankheit befallen, die ihn arbeitsunfähig machte. GRABSTEINE FR1EDLÄHDER & DEUTSCH &ien, 1. Bez., Seitensteitengasse 2, III S arüiiäg Xl„ Zeni'att™%ll*j^^ Jüdisches Kulturiheatei I., Kai 3, R-28-2-36. Täglich, 20 Uhr (sonn- und feiertags auch' als Nachmittagsvorstellung bei kleinen Freisen), Scholem Alejchems Volksstück „Das große Los" in der deutschen Uebersetzung und Bearbeitung von Dr. Jakob Bosenthal. Regie: Fritz Links. Jüdische Volkshochschule, I.. Kai 3. Beginn neuer Kurse, Sprachen, Vorträge. Anmeldungen und Auskünfte ganztägig im Sekretariat, I., Kai 3. Jüdische Volkshochschulbücherei, . ' * .. : I.. Kai 3. Belletristik und Wissenschaft, Judaica, Kinderbücher, Neuerscheinungen für Mitglieder gegen mäßige Gebühr entlehnbar. Veremsnadiriditen Jüdischer Klub der Jungen Sonntag. 6. März, V>3 Uhr: Kindernachmittag (Kinder von 4 bis 13 Jahren); 5 bis 7 Uhr: Tee; 8 Uhr: Kabarett „Pfefferflsch". 2. Abend. Künstlerische Leitung: Martin Miller. — Montag, 7. März, 8 Uhr: Vortrag Dr. Siegfried Schmitz: „Schalom Asch, vom Uebersetzer gesehen." — Dienstag. 8. März: Klubabend; Bridge, Schach usw. — Mittwoch, 9. März, 8 Uhr: Primarius Dr. Wilhelm Schloß: „Moderne Behandlungsmethoden bei Krebsleiden." — Donnerstag, 10. März. 8 Uhr: Palästina- Bilder-Reportage. — Samstag, 12. März: „J. K. J..kontra Haman". 3. Runde, der Purimball des J. K. J. Mitwirkend: 3 Meloparodi3ten usw. (Siehe noch separate Mitteilungen.) Histadruth Ivrith. (Im Festsaal des Cafe' Central. Taborstraße.) Samstag, den 5. März, V£ Uhr abends, spricht Schlomoh Auerbach über „Meschorer-metaken olam" (Tolstoi). Vorher Seminare. Jüd.-hum. Verein „Nord-Ost", IL, Tabörstraße 21 a (Tel. R-47-0-54). Purim-Ellte-Ball im Schwarzenberg-Kasino. Samstag, den 19. März, zu wohltätigem. Zweck. Großes künstlerisches Programm. Elite Kiddies. Eintritt S 4.—, Studenten S 3.—. ChuK Tvrl (in der Sektion IX,' Hörigasse 2). Dienstag, den 8. März, »ft8 Uhr abends, Schlomoh Auerbach: Neuhebräische Prosa; '/|9 Uhr, Prof. Kästenbaum: EJn-Jaakow (Agada). Obel Shem (Polnischer Tempel), II., Leopoldsgasse 29. Freitag, den 4. März I. J„ >/.8 Uhr abends. Semesterschluß. Es spricht Herr Jakob M. Frostig Uber: „Einheit und Friede." Anschließend: ,,Or Hachajim" und ,,Oneg Sabbath". Amtliche Verlautbarungen der IfraeL Kultusgemeinde Wieiw Konkursausschreibung Im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, XVIII., Währingergürtel 97, gelangen an der gynäkologischen Abteilung eine Assistenten- und eine Sekundärarztensstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: Die österreichische Bundesbürgcrschftft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde im österreichischen Bundesstaate, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Naturalwohnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung, sowie die volle Verköstlgung verbunden. Für die letztere werden die Bigenkosten von den Monatsbezügen in Abzug gebrächt, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatscheln, Dnktordinlom, Zeugnisse Uber die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind in der Amtsdirektion der Israelitischen I ultosgetneinde Wien, I., 8eitenstettengasse 4, W.vStock, bis längstens 3 1. März 19 38,-12 Uhr mittags, zu über« ttAtatSIl* Kundmachung Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat in Gemäßheit der §§ 91 und 16 des Kultusgemeinde-Statuts die Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehenden Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1938 in allen Einnahmen- und Ausgabenposten geprüft und festgestellt. Gemäß § 91 des Statuts liegt dieser Voranschlag durch 14Tage, vomTagederKundmachunggerechnet, zur Einsichtnahme der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion der Kultusgemeinde, I., Seltenstettengasse 4, III. Stock, auf. Die Gemeindemitglleder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstand schriftlich zu Uberreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Diese Kundmachung wurde unter e<nem im amtlichen Teil der „W uner Zeitung" verlautbart. Kundmachung. Das Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß die Weinhandlung des Herrn Markus B a r t f e 1 d. IL, Sebastian-Kneipp-Gasse 3, auch weiterhin unter seiner rituellen Aufsicht steht. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 4. März 1938, bei dem um 5 Uhr 35 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in der Synagoge: XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). Samstag, den 5. März 1938, beim Vormittagsgottesdienst. Schrifterklärung: XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann); um 3/.|4 Uhr nachmittags Vortrag aus dem Schulchan Aruch: XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. H. J. Zimmels). Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-rinn en). Samstag, den 5. März 1938, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im IL, IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 5.. März 1938, um &6 Uhr nachmittags im Leopoldatädter Gemeindetempel, IL, Tempelgasse 5, und in den Bezirkssynagogen, IX., MUllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. 3. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend. Freitag, den 4. März 1938, um 7 Uhr abends im Stadttempel, L, Seitenstettongasse 4. Gymnastikschule Adele Steiner-Else Scharf, II., Malzgasse 7. Kurse für Damen. Mädchen und Kinder. Ermäßigte Früh- und Vormittagskurse. Kalte und warme Duschen. Alle bevorzugen die mit Recht so bwliebten „Schmidl-Mazzot h". Dieses österreichische Qualitätserzeugnis ist mit anderen Mazzoth nicht zu vergleichen, weil diese sie in Hygiene, Bekömmlichkeit und erlesenem Geschmack nicht erreichen. Der ausgezeichnete Ruf, den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität und Beliebtheit gesteigert, die nicht nur alle Bezirke Wiens, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des neuen Inhabers der „Schmidl-Mazzoth"-Fabrik, Herrn Nathan Brodetzky, den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jahrzehnten als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebensmittelhandlung, II., Leopoldsgasse 43, bekannt. Herr Brodetzky hat seine große Fachkenntnis und vielseitige Erfahrung in den Dienst des neuen Unternehmens gestellt. Neue Rezepte, Verwendung nur erstklassiger Mehlsorten, Veredlung des Erzeugnisprozesses, neue maschinelle Vorrichtungen, strengste Reinlichkeit und Ausnützung der modernsten Errungenschaften haben dazu geholfen, ein Produkt zu schaffen, das an Qualität, Geschmack und Bekömmlichkeit einfach unübertrefflich ist. Elegante neue Badeanlagen, eine durchgehende Reinigung und Adäptierung der Fabriksräume bieten Gewähr für unbedingte Reinlichkeit und einwandfreies Kaschruth. Die religiösen Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiners Babad strenge eingehalten. Die Wiener Juden werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten Spezialmarke „N. B.-Mazzoth"- Grieß und -F a r v e 1, besonders zufrieden sein. G. W. Eigentümer, Verleger, Herausgeber: Oberbaurat Robert Stricker. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kolb. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, alle Wien, LX., Universitätsstraße 6-8. Wie die Warschauer Zeitungen berichten, hat Herr Oberkantor Salomoin Kreitstein im dortigen sogenannten Noschik-Tempel, wo schon lange Zeit eine Stelle für einen erstklassigen Oberkantor vakant ist, einen Probevertrag mit ganz großem Erfolg abgehalten. Zum Beispiel schreibt „Der Moment": Herr Oberkantor Kreitstein ist ein glänzender Chasen und großer Sugur mit einer ausgezeichneten Diktion, besitat einen lyrischen. Tenor und ist technisch auf der Höhe. Wie uns mitgeteilt wird, sind bereits Sohallplatten im Musikhaus ..Exzeligpr", Wien, I., Franz-Josefs-Kai 15, erhältlich. M Austritte aus dem Judentum Gorta Herlinger, geb. 18. Juli 1908 in Wien, ledig, V.. Bräuhausgaese 11. — Ottilie Schweinburg, Private, geb. 8. Juni 1895 in Wien, ledig, III., Custozza^asse 3. — Elsa Eitelbcrg, geb. Bülitz, geb. 26. Mai 1894 in Wien, ger. geschieden, II., Obere Donaustraße 107. — Siegfried Mases, Auskunfteibesitzer, verheiratet, geb. 26. Jänner 1887 in Wieselburg, XLX., Barawitzkagasse 6. — Berta Schlesinger, Verkäuferin, ledig, geb. 7. Jüni 1912 in Wien, IX., Liechtensteinstraße 58. — Otto Elbeschütz, Privatbeamter, geb. 19. September 1890 in Wien* verheiratet, XVI., Thaliastraße 138. — Gisela Basso, geb Oestreicher, Kanzleibeamtin, verheiratet, geb. 25. Juli 1914in Wien, I., Wollzeile 27. — Niko Cohen, geb. 23. Februar 1881 in Turn Severin, Rumänien, verheiratet, XIII., Einwanggasse 20. — Frieda Retter, geb. Münster, geboren 28. Juni 1896 in Wischau, verheiratet, XIH., Fierroi> gaage 7, _ Hans Beran, geb. 5. Oktober 1901 in Wien, verheiratet, II., Große Sperlgasse 12. — Hertha Mayer, Verkäuferin, ledig, geb. 2. Februar 1914 in Wien, I.» Rotenturmstraße 12. — Theresia Sommer, geb. Heller» geb. 15. Mai 1901 in Braila, ger. geschieden, Wien, VII. — Karl Zerner, geb. 14. September 1913 in Frankfurt a. M., ledig, VIII., Wickenburggasse 16. — Lissie Ruth JakI geb. Meyer, Private, geb. 13. Oktober 1908 in Charlottenburg, verheiratet, IH., Gottfried-Keller-Gasse 13. Austritte aus dem Judentum. In unserer Ausgabe vom 25. Februar war unter den Ausgetretenen ein Herr Kurt Kraus, ledig, geb. 29. Jänner 1910 in Wien, X., Landgutgasse 10, angeführt. Wir werden um die Feststellung ersucht, daß Herr Redakteur Kurt F. Kraus, Wien, V., Franzensgasse 155, mit dem Genannten weder identisch noch verwandt ist. JUstaütoklBittet ßestrenomm ler te Küche REICH HALTICE M E N O S von S 1.90 aufwärts H W El H A I t l< öRAU II, Hamme r-Purgstall-Gasxe 3 (nächst Salitorhtiidt8)« Tel. ft-41-0-25 WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5698 März '2 -m mnn Adar 2 Freitag 4 1 Sabbateingang 5.30 Samstag 5 2 Sonntag 6 3 Montag 7 4 Dienstag 8 5 : Mittwoch 9 6 Donnerstag 10 7 . : -V! ■■■ 6d)ott oor mdjt als 30 3afyren fünften SnorFöme — (P^thUhnannj^Rat&n! 3ct}t ijt bte 3eit ber fleinften greife. fauftert Sparfamc — Scfjiffmann>-2Barcrt! & leine 51ti jeigen großer Dffaftonen Urteilen Sic [elöft Um 10 Groschen Bestickte Wäsche-Motiv« aus K.-Selden-Georgettt — 4 Knäuel Stopfgarn mit Seidenglanz in Cellophanpackung, vorgeiruckte Tassen-Deckerl aus Seidenwebe. Damenstrümpfe 98 g ius Kunstseide, fehlerlos, Modefarben, bei SchiTfmann Damen-Schuhe a. schwarz., o. braun. Leder ab S 9.90 bei Schiff mann Damen-Slipper ider Mäntel, engl, genust., in neuen Dessins, S.-Seide gef. 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