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Die neue Welt · 1938-02-18 · Heft 728 (18.2.1938) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
12 (1938)
Issue
Heft 728 (18.2.1938)
Date
1938-02-18
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 728 vom 18. Februar 1038 DIE NEUE Seite T JndMsgatsjttflend ■•■■•■^■■■■■i Dienstag* den 22. Februar, um halb DUhrabonds Im Zentralheim, II, Pratcrstraßc 30, spricht Df. Oftktf KafbltH über ..ANALYSE DER GEGENWART" ncutrnuicun n, irraier- » , » «*» Sf&^JÄib'e'ft Akfidemt und Tah* Mitwirkend Esther Scnächter u. a. Gäste willkommen!' Jüdischer Klub der lungen Das Veranstaltungsprogratnm: Samstag, 19. Februar, 5 Uhr nachmittags: Empfang für Jacques Jefroykin (Paris), Generalsekretär des Weltverbandes der jüdischen Jugend. — Sonntag, 2(>. Februar, Chajes-Saal, 4 Uhr nachmittags: Kinder jause im JKJ. für Kinder von 6 bis 13 Jahren. Mit Programm wnjrt vielen Ueberraschungcn. Eintritt inklusive Jause S 1.10. Herzl-Saal, 5 Uhr: Tanz-Tee. Herzl-Saal, 8 Uhr: „Pfe*ferfisch", das lustige Kabarett des JKJ. Mitwirkend: Fr. Fischer-Weith, Grete Weiler, Ernst Duschy, Bobby John, Gideon May, Martin Miller. — Montag, 21. Februar, 8 Uhr abends: Univ.-LeRtorin Esti Freud: „Jüdische Dichter aus Oesterreich" (Richard Beer-Hoffmann, Arthur Schnitzlcr, Stefan. Zweig und andere). — Dienstag, 22. Februar, 8 Uhr abends: Versammlung der jüdischen Jugend Wiens. Es sprechen: Jacques Jefroykin (Paris): .;Der Weg einer jüdischen Politik"; Dr. Rudolf Biencnfeld: „Jüdische Jugend und Weltkongreß". — Donnerstag, 24. Februar, halb 8 Uhr: Klubseminar für neue Mitglieder: Josua Torczyner: „D i e Zionistische Tribüne", halb 9 Uhr: Erster Vortrag Oberbaurat Ing. Robert Stricker, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde: „Zionismus — die Lösung der Judenfrage?" Der hiraderttauseiidste Passagier/ <3eh der RiesetH*ampfcr „Queen Mary" über den Atlantischen Ozean befördert, schiffte sich gestern (Mittwoch) in Southampton auf ihm nach New York ein. Als die „Queen Mary" vergangenen Montag von New York kommend in Southampton eintraf, betrug die Zahl der bisher beförderten Fahrgäste 99.584. Auf seiner jetzigen Fahrt mit fast 1000 Passagieren an Bord, wird der Dampfer die Gesamtbeförderungszahl auf nahezu 100.500 bringen. Seit ihrer Indienststellung im Mai 1936 war die „Queen Mary", von kurzen Unterbrechungen wegen Ueberholung abgesehen, ununterbrochen im Dienst und , macht nunmehr ihre dreiundsiebzigste Ueberfahrt über den Atlantik innerhalb, von achtzehn Monaten. Der Dampfer, hat damit bisher an die 219.000 englische Seemeilen zurückgelegt. Jacquos Jefroykin in Wien. In den nächfiten Tagen weilt Herr Jacques Jelro y 'k i h, der Generalsekretär der -3'ii^e,ritl»bhjnuiVR' lies :.TiVdischenl Weltkongresses (Paris)i in Wien. Au» diesem Anlaß findet am Samstag, den 19< d. 'M.'i um 17 Uhr im J, K~ J,-Heim, I., Kai 3,. eine Konferenz aller jüdischen Jugendorganisationen statt. Herr Jefroykin wird hierbei das Referät über „Jüdische Jugend und Weltkongreß" erstatten. Ferner werden referieren: l)r. Rudolf Biencnfeld, Dr. Otto Schirn und Josef Frankel. ~ Am Dienstag, den 22. Februar, um 20 Uhr wird im groUen Saal des J. K. J. eine Versammlung der jüdischen ■Jugend .Wiens abgehalten, bei der Jacques Jefroykin über das Thema „Der Weg einer jüdischen Politik4* und Dr. Rudolf Bieuonfeld über das Thema „J ü'd i s c h e Jugend n n'd Weltkongreß" sprechen werden. Wir bitten für unsere alten u. arbeitsunfähigen BLINDEN um Spenden. Für die blinden Musiklehrer, Klavier. Stimmer, Korbu. Sesselflechtersowie Bürstenmacher bitten wir um Arbeit etem dm $äkdm Bünden Wien II, Rembrandtstraße 18 — Telephon A-47-2-77 Postsparkassen-Konto A133.213 Dsis Ta Iiis tin»-Amt Wien teilt mit: Die Zertifikat« aus dem laufenden Sehedule — Kapitalisten-, Verwandten-, Schüler-Zertifikate u. a. inbegriffen — Haben eine Gültigkeit bis 81. März 1988. Die Einwanderungnach Palästina muß bis zu diesem Zeltpunkt erfolgen, wahrend die Visa nur bis 30. März 1938 entnommen werden können. Laut Verordnung der palästinensischen Regierung ist eine Verlängerung d©r Gültigkeitsdauer der Zertifikate diesmal nicht zulässig. Personen, weiche Einreisezertiflkate besitzen und diese aus welchen Gründen immer nicht ausnützen können, werden dringend ersucht, die Zertifikate unverzüglich entweder .direkt an die Palästina-Regierung, Jerusalem, zurückzusenden oder aber sie dem Palästina-Amt Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5 (Telephon U-28-3-78), zwecks Welterleitmig an die Regierung zu übergeben. Durch die rechtzeitige Retournierung nicht in Anspruch genommener Zertifikate (bis spätestens Ende Februar 1938) besteht einerseits die Möglichkeit, sich selbst die Einwanderung für ciuen späteren Termin zu sichern, andererseits die zurückgestellten Zertifikate für andere Bewerber umzu- tausohen. Werden die Zertifikate weder ausgenützt noch zurückgestellt, besteht für die einzelnen Zertifikatbesitzer diu Gefahr, bei neuerlicher Einreichung nicht mehr berücksichtigt au werden, . . , Zum Tode des Professors Emauuel Löwy. Sin vernehmet1 Gelehrter und ein liebenswürdiger Mensch war. er, der uns am 11. Februar ednundachteigjahrig in Wien starb. Unter seinen Schülern war er als der Sokrates der Wiener Universität bekannt' und Überaua beliebt.' Löwys Fachgebiet war die . gr i echisen e. A r chäolo gle. Er erkannte, daß die Ergebnisse der vergleichenden: Kunstforschung, der Reltglonsfprschung und Kulturi'orschurig überhaupt, von größter Wichtigkeit für das engere Fachgebiet sind, und unterzog noch in seiner letzten Arbeit, in der er das wichtige Problem der Chronologie der griechischen Kunst weit ausgreifend behandelte, zum . Dogma erstarrte Lehiroeinun<gen einer gründlichen Kritik. Er war ein 'Führer der Forschung. Schon aweiunddreißigjährig, organisierte er in modernem Sinne den akademischen Unterricht in der, klassischen Archäologie an der Universitätiifeo m'•- wo' die Königin Märgherita zu seinen Hörern zahlte. Sie Vielfalt seiner geistigen. Interessen verband Löwy in Freundschaft mit Marie Ebner-Eschenbach, mit dem Kuristhistoriker Wickhoff, mit Siegmund Freud. Viele wichtige Leistungen sind' Löwy zu danken und groß war auch die Zahl der ihm dargebrachten Ehrungen. Jeder aber, der Löwy persönlich kennenlernen durfte, wird ihm ein hereliches, gerührtes Angedenken bewahren. Dr. G. B. SMtoftü erschienen! JHe Juden im keuett$$*akm I Erhältlich nach Einsendung Von 70 g beim Verfasser: I Rabb. Dr. I. 7. Kanner. Wien II, ObermUllnerstr. 7/18 Filme der Woche Ungarn: Die entführte Braut. Frankreich: La grande Illusion — Dun ja — .Ün Carnet de Bai — Die Ltyge der Nina Petrowna Gribouiile. Amerika: Das unbekannte Mädchen — Die große Stadt — Küsse am Broadway -- Gräfin Walewska — Der Gefangene von Zenda — Der dritte Grad — Stage door. — Nichts ist ihnen heilig Lügen, ein Vergnügen — Faustrecht am Rio Grande Buccaneer — Das Tagebuch des Todes — Hurrikan — Grenn Pastures — Am großen Strom. Filme unte« Ar|erpa*«i<?rdph Fledermaus — Meine Freundin Barbara — 2 x 2 im Himmelbett — Musik ftir dtch> ~ Abenteuer In Warschau — Der Berg ruft — Der' LieUIlhg der1 Matrosen — Streit um den Knaben .To — Die Landstreicher — Brillanten — Gasparbiie —' Tartgo Notturno — ToggCr — Der Tiger von Eschnapur — Immer wenn ich glücklich bin —Die Dame von Malakka — Urlaub auf Ehrenwort — Das Indische Gräbmal — Gewitter im Mai — La Habänera — Die Umwege des schönen Karl —Finale — Das Geheimnis um Betty Bonn. SCHONE KLUBSALE fallweise in seriösem Klubhelm zu vermieten* Zuschriften. unt. ^Jüdischer Klubf' an die Redaktion der „Neuen Welt«; ( . \ . t,. . Der „Dybuk/'jFiliii in Wien Demnächst- 'ersbhfeintMii-'Wien'■im Anschluß an'das i Gastspiel der.,, „HabimahV: der, größte jiddische' . Film: „D y b u k", nach,.. dem .. .berühmten.,; Theaterstück ,.,'Von : An-rki. Während die „Habimah" bei ihren Aufführungen', das künstlerische, Moment .herausarbeitet,., erscheint im': Film das menschliche Schicksal in den ^Vordergrund. ge-, rückt. Die Tatsache! ' däft der Film "in jiddischer; Sprache; mit deutschen'Fußtiteln herauskommt;''istfür i die Besucher, die die hebräische Sprache-nicht verstehen, j leicht verständlich* Interessant ist auch die Besetzung. dieseshervorragenden Films. Es spielen den Zaddik: i Morewsky; den Kutscher Nute: Bozik; Lea: i Lilianä. Künstlerische Berätung: Universitätsprofessor ( Df. Meir Balaban; Tänze: Judith Berg;' Tempel-' gesang: Oberkantor Gerson Si-r o t a; Musik: Henrik K o n. \ «Das verlorene Paradies" — der aktuellste Film des Jahres. „Pas verlorene „.Paradies", gilt , als der; aktuellste Film des Jahres. Hier würde; ein Thema' bewältigt, an das sich nur ein'-'Mahn'vom Range und dem Können eines. Frank Capra wenden durfte/Das, Filmwerk führt;uns nach China, mitten in die blutigen Auseinandersetzungen, deren Schauplatz gegenwärtig der Ferne Osten ist, um uns hernach ein jenseits des Transhimalaya gelegenes Land schauen zu lassen. Die männliche Hauptrolle dieses einzigartigen Films, einen Diplomaten-und Schriftsteller, verkörpert Ronald Colmah. Wiener Polizei bei „Die Lüge der Nlh'a Petröwria". Die,.in. dem Solar-Film „Die Lüge der Nina Petrowna" vorkommende. Dragoner-Eskadron wurde von Mitgliedern der berittenen Wiener. Polizei in, den echten kaiserlichen Dragötaeruniformen verkörpert. Die Außenaufnahmen zu diesem Film, dessen Hauptrollen Isa .Miranda und Fernand Gr avey spielen und der heute seine Uraufführung erlebt, wurden in Wien und . Umgebung gedreht. Bobby Breen — die sensationelle' Neuentdeckung Amerikas.' Bobby Breen ist der' zehnjährige Hauptdarsteller des R. K. O.-Radiö-Films „Am großen Strom" (Rainbow on tihe River), der jetzt im Rotenturm- und 'Votlvpark-Kino uraufgeführt wird. Bobby Breen ißt der Junge mit der schönsten Stimme und. zugleich' ein bezaubernder Schauspieler. Seine Partner sind May Robson, Benita Hume, Charles Butterworth, Alan- Mowbray, Marilyn Knowlden und der Hall-Johnson-Chor. KINO.PROCRAMME Kreuz-Kino I, Wollzehe 17 DER ARZT DER UNTERWELT Barbira Stanwyck Jo«l MacCrca Telephon R-24-2-16 öaiproor.: Popeye boaleflt Ali flaba v«rtt€iiunMn: %t, wio und die 40 RSubor IOiWEDEN QretD OarUo, Ctiörleiloycr Ät2:;^ .»SHIll-- Ulif""^" . ,; 4. Woche V o r v e r k ä u i «b 10 Uhr vormittags ununterbrochen ResUuUaki Bittet m •If wwwnwinwwww wrvwwwfw "1^3 Besti-enomm lei ie Küche ^3 REICHHALTIGE MENÜS von S 1.90 aufwärts iCHW H H a I L l> ti l< A U I^Hdmmcr.PurgstoH.Cäftc 3 (nidist SaWürtrBdn) •Tel.Hi-0-25 Abschluß der Chajes-Aktion. Das Präsidium des Keren-Kajemeth hat beschlossen, die Chajes-Aktion endgültig mit Ende Februar 1938 abzuschließen. Bis zu diesem Tage .müssen sämtliche Sammelbögen und die aufgebrachten Gelder an das Büro des K. K. L. abgeführt werden. — In den ersten Tagen des Monates März wird laut Präsidialbeschluß eine Rede des verewigten Oberrabbiners mit einem genauen Ausweis der von den einzelnen Gruppen für die .Goldbucheintragung Chajes' aufgebrachten Beträge herausgegeben werden. Zum Fall Obcrrabblners Dr. Carlcbach. In unserer Ausgabe vom 8. Februar berichteten wir, daß der Badner Oberrabbiner Dr. Carlebach fristlos entlassen worden sei. Wie uns nun mitgeteilt wird, hat im Zusammenhang damit Oberrabbiner Prof. Dr. Heinrich Weiß aus Wiener Neustadt vor dem .ehrwürdigen Rabbinat in Wien folgende Erklärung abgegeben: Vor mehreren Wochen teilte mir der Vorstand der Badner Kultusgemcinde mit, daß Herr Oberrabbiner Dr. Carlebach um einen sechsmonatigen Urlaub angesucht hat.. Ich möge daher während dieser Zeit die rabbinischen Agenden in der Badner Kultusgemeinde übernehmen. Um der Gemeinde einen Dienst zu erweisen, habe ich zugesagt. Es wurde von diesem Urlaub kein Gebrauch gemacht. Am 1. Februar teilte mit der Präsident der Badner Kultusgemeinde mit, daß am Abend eine Sitzung stattfindet, in welcher die Entlassung des Herrn Oberrabbiner Dr. Carlebach beschloasen werden soll. Ich betonte, in diesem Falle keine Vertretung zu übernehmen, schickte überdies noch vor der Sitzung einen Boten mit einem Brief, um meinen Standpunkt zu präzisieren. Ich bin auch meinem Standpunkt treugeblieben und habe eine am 6. Februar 1938 in Baden stattgefundene Trauung trotz wiederholter Urgenz nicht vorgenommen. Empfehlenswerte Firmen RESTAURANTS, CAFfiS «etc. . Cafe Atlashof, I.. Franz-Josefs-Käi 1, Tel. R-2S-2-28. Cafe Augartenhof, IL. Untere Augartenstraßo 46, Telephon A-44-0-75. Cafe Buchsbaum, II., Kleine Pfarrgasse 21. Bürgerliches Familiencafe. 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