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Die neue Welt · 1938-02-04 · Heft 724 (4.2.1938) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
12 (1938)
Issue
Heft 724 (4.2.1938)
Date
1938-02-04
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 124: vom >. Februar 1938 GRABSTEINE FRIEDLÄNDER <S DEUTSCH Wien,!. Bez., Seitenstettengasse 2, III Samstag XlvJZentwW Eine Gründung Theodor Herzls jubiliert. Wiens älteste Mittelschulverbindung, die Z. M. V. G i s k a 1 a, feiert am Sonntag, den 6. Februar, das Fest ihres 70semestrigen Bestandes. Die Giskala wurde am 7. Februar 1903 auf Anregung Theodor Herzls, der — selbst ehemaliger Farbenstudent — auch die Mittelschuljugend in diesem Sinne erzogen wissen wollte, von dessen Neffen Prof. Paul Diamant, ferner von Aurel Gonda, Max Bierer, Leon Jäger und Max Pollack gegründet. In einem Brief an Prof. aPul Diamant, der sich noch heute im Besitze des Adressaten befindet, gibt Herzl der Hoffnung Ausdruck, dereinst seinen Sohn Hans in der Giskala korporiert zu sehen. Die Giskala verfügt Uber eine große Altherrenschaft, der u. a. der Fabrikant Max Blaustein, der Industrielle Alexander Kremenezky, der Fabrikant Wilhelm Z w e c k e r. sowie die Industriellen Ernst Z e i s e 1, Siegfried M e h 1 e r und Hans Hacker angehören. Präses des Altherrenverbandes ist der Bankler Ing. Kurt Hecht. Auf der Bude des Giskala, I.. Elisabethstraße 5, findet Donnerstag, den 3. Februar, ein Festkonvent statt. Die eigentliche Feier, ein Kommers mit anschließendem Ball, wird Sonntag, den 6. Februar, im Parkhotel H 1 e t z i n g abgehalten werden. Chamischa-Assar-Feier der Talmnd-Thora in der Kaschl- Schtil. Sonntag, den 16. d., veranstaltete die genannte Talmud- Thora (Leitung Rabb. Dr. David Ochs) eine Chamischa-Assar- Feier für die Zöglinge. Eine große Schar von Kindern war samt ihren ^lterti erschienen. Rabb. Dr. Ochs wies in großartiger Rede auf die Bedeutung des Festes hin, wobei er zum Schluß die Eltern, insbesondere die M ü t t e r der Kinder, ermahnte, den jungen Bäumen (Kindern) eine jüdische, der Tradition der heiligen Thora angemessene Erziehung, angedeihen zu lassen. — Mit der Vertonung'von Fr u c h t p a k e t e n an die Kinder fand die würdige Feier ihr Ende. Histadruth Iwrit. Bistritzky- Abend .Tom ha- \?L1 mA Samsta&- den 5. Februar. 8 Uhr abends, im Festsaal des Caf<S ..Central". II.. Taborstraße 8. Nathan-Bistritzky-Abend und Jörn haivrim. Eröffnung: Prof. J. Gelernter: Der Dichter Bistritzky: Dr. Ch. Tartakower. Hebräische Lieder: Hilde Dulitzkaja. Nathan Bistritzky: Hechaluz haivri ajeka? Diskussion. \rnn^wV^Peln-7d^,^ikolsJ>nl^ser in Wlen' IL- Schüttelstraße lßa/22. rtlonnff*dIm7, F£?.ruarT193£ "m 8 Uh«- abends, im Goldenen Saal des Cafö.S 11er. Wien. I., Schwedenplatz, Lichtbildervortrag des Herrn Medlzinalrat Dr. Siegfried Fehl über: Das jüdische Zentralmuseum für Mähren-Schlesien in Niko'.sburg. „Ohel Shem" (Polnischer Tempel), II., Leopoldsgasse 29. Mtfr ,den t F«brua.r- 8 ,Uhr abends, Vortrag Herr Jakob m! Oneg Sabbath mlt °r Hachajim- Anschließend Chug Ivri. (Im Heim der Sektion IX, Hörigasse 2.) Leitung Prof. Kästenbaum. Dienstag, am 8. Februar, präzise a/48 Uhr abends: Schlomo Auerbach: Moderne hebräische Dichtung; 3/.,o, uhr: Prof. Kästenbaum: Tnach: Jubiläum des Wiener ftfakkabi Eis war im Jahre 1898, als die Wiener jüdische Studentenschaft, einerseits unter dem wachsenden Druck des in der deutschen Turnerschaft fußfassenden Antisemitismus, andererseits aber unter dem Eindruck der faszinierenden Persönlichkeit Dr. Theodor Herzls und aeiner Ideen, dem Gedanken nähertrat, der eigenen körperlichen Ertüchtigung hinfort besonderes Augenmerk Zuzuwenden. Es entstand bald darauf der Turnverein jüdischer Hochschüler, dessen Tätigkeitsgebiet dann zum Allgemeinen Ersten Wiener jüdischen Turnverein erweitert wurde. Trotz der anfangs unzulänglichen Förderung seiner Bestrebungen durch den wohlhabenden Teil des Wiener Judentums, das seine Verbindungen mit der deutschen Turnerschaft nicht lösen wollte, gelang es dem Verein, der später den Namen „Makkabi" annahm, das Interesse der breiten jüdiaeihen. Oeffentlictukeit derartig zu gewinnen, daß die .Wiener jüdischen Turnvereine — es gibt deren heute fünf — aus dem Wiener Judentum heute nicht mehr wegzudenken sind. Tausende jüdischer Jünglinge und Mädchen smd in den vier Jahrzehnten des Bestandes des Makkabi durch diese Vereine gegangen, haben hier gediegene körperliche, bzw. sportliche Ausbildung genossen und darüber hinaus auch vielfache geistige Belehrung und Anregung empfangen. Bedeutende Persönlichkeiten des Wiener Judentums sind im Laufe dieser vier Jahrzehnte in der Leitung der Makkabi-Turnvereine tätig gewesen. Die Wiener Kultusgemeinde bat, die überragende Bedeutung dieser Institution würdigend, den Bestand des Vereines nach Kräften gefördert. Der Erste Wiener jüdische Turnverein Makkabi bat während seines Bestandes eine Reihe glänzender Turnfeste veranstaltet, die weit über den Rahmen einer bloßen turnerischen Veranstaltung hinaus das Judentum Wiens im Geiste der Solidarität mit seiner Jugend vereinigten. Wenn die Wiener jüdische Turnerschaft ihr 40jähriges Bestandsjubiläum am Sonntag, den 13. Februar 1938, begeht und ihre Freunde aus diesem Anlaß in die Sofiensäle zu einem großen Schauturnen einladet, so wird dieser Anlaß ohne Zweifel neuerlich die große Anziehungskraft einer Organisation beweisen, die alle ihre Kräfte daransetzt, die jüdische Jugend Wiens trotz der Schwere der Zeit lebensfreudig und gesund zu erhalten. Hüte IIUIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IIIIIII1 Heue titodette HENRIETTE ROSENFELD-KLEIN _Wien I. KarntnerstraBe 21 Predigten In den Synagogen. Freitag, den 4. Februar 1938, bei den um 4.55 ,Uhr beginnenden Abendgottesdiensten in den Synagogen: II., Fazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. S. Margulies); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). — Samstag, den 5. Februar 1938, beim Vormittagsgottesdienst Schrifterklärung: XXI., Holzmeistergassc 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). —• Samstag, den 5. Februar 1938, lim s/14 Uhr nachmittag» Vortrag aus dem Schulchan Aruch: XV., Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. H. J. Zimmels). Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für- Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Innen): Samstag, den 5. Februar 1938', um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und 3eeirkßsynagogen. — 2.Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -«Schülerinnen der Unterklassen im IL, IX. und 3CX. Bezirk: Samstag, den 5. Februar 1938, um 3 Uhr nachmittags im Leopolidata^ter-Teimpel, Iii Tempelgaaso 5, und in den, Bedrtasyn&gogerji, LX., fcjtillnergasse 21, und XX.» Kluckygasse 11. — 3. Gottesdienst für die reifere Mittelschuljugend: Freitag, den 4. Februar 1938, um halfb 7 Uhr abends im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. Alle bevorzugen die mit Recht so beliebigen „Schmidl-Mazzoth". Dieses österreichische Qualitätserzeugnis ist mit anderen Mazzoth nicht zu vergleichen, weil diese sie in Hygiene, Bekömmlichkeit und erlesenem Geschmack nicht erreichen. Der ausgezeichnete Ruf, den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität und Beliebtheit gesteigert, die nicht nur alle Bezirke Wiens, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des neuen Inhabers der „Schmidl-Mazzoth"-Fabrik, Herrn Nathan Brodetz ky, den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jahrzehnten als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebensmittelhandlung, IL, Leopoldsgasse 43, bekannt. Herr Brodetzky hat seine große Fachkenntnis und vielseitige Erfahrung in den Dienst des neuen Unternehmens gestellt. Neue Rezepte, Verwendung nur erstklassiger Mehlsorten, Veredlung des Erzeugungsprozessen, neue maschinelle Vorrichtungen, strengste Reinlichkeit und Ausnützung der modernsten Errungenschaften haben dazu geholfen, ein Produkt zu schaffen, das an Qualität, Geschmack, und Bekömmlichkeit einfach unübertrefflich ist. Elegante neue Badeanlagen, eine durchgehende Reinigung und Adaptierung der Fabriksräume bieten Gewähr für unbedingte Reinlichkeit und einwandfreies Kaschruth. Die religiösen Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiners Babad strenge eingehalten. Die Wiener Juden werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten Spezialmarke „N. B.-Mazzoth"- G r i e ß und -F a r v e 1, besonders zufrieden sein. G. W. Austritte au§ dem Judentum Heinrich Alfred VVestphal, Kaufmann, geb. 4. Februar 1870 Budapest, verh,. I., Kohlmarkt 16. .— Gerti Weishut, geb. 14. November 1921 Wien, ledig, IX., Garnisongasse 3. —> Marianne Weishut geb. Heller, geb. 12. September 1898 Prag, ger. getr., IX., Garnisongasse 3. — Eugen Franz, Fabrikant, geb. 8. Februar 1869 Mainz, verh., VI., Getreidemarkt 1. — Emil Lang, Ing., geb. 27 Februar 1897 Wien, verh., XIX., Gatterburggasse 0 — Josefino Wahrlich geb. Fischhof, geb. 8. Dezember 1899 Wien, verh., XV., Schweglerstraße 41. — Albert Schwarz, Bankbeamter, geb. 26. Juni 1894 Wien, verh., IL, Untere Donaustraße .35. — Josek (Jozef) Frydman, Privater, geb. 22. April 1871 Radom, verw., I., Franz-Josephs-Kai, Hotel Metropole. — Robert Krauß, Elektroingenieur, geb. 20. April 1891 Wien, verh., VI., Stumpergasse 23. — Friedrich' Schiller, geb. 31. Mai 1916 Wien, ledig, XX., Pappenheimstraße 8. — Elsa Raubicek, geb. 24. April 1914 Wien, ledig, XX., Wallensteinstraße Nr. 20. — Pepi Krarnmer, geb. 22. Jänner .1905 Jasina, ledig, IX., Wilhelm-Exner^Gasse 23. ,r. Gisela; Wohlfeld, Geschäftsfrau^! geb. l6i Oktober }1894 Przijm'ysV ledig, IV.;' Taubätummengass^ 'M ■■' tC^ > Haftharah'Ecke Moriah „Und es geschah im 480. Jahre nach dem Auszug der Kinder Israels aus dem Lande Mlzrajim, im vierten Jahre, im Prachtmonat, das ist der zweite Monat, da Schlomoh über Israel regierte, da baute er ein Haus dem Ewigen.«* (I. Könige VI, 1.) * * Der Osthügel Jerusalems führt zwei Namen: Moriah und Zion. Hier befand-sich der Tempel und südlich von ihm der Königspalast. Moriah wird mit Vorliebe für den Tempel, Zion für den Palast angewendet. Der Berg Moriah, auf welchem der Tempel erbaut wurde, war ein steil abfallender Felsen, dessen Spitze so wenig Raum darbot, daß sie-keine hinreichende Basis für das heilige Gebäude ,mit den Zubauten und Höfen gewährte. Um diesem Uebelstande, abzuhelfen, ließ Schlomoh eine Mauer aus Quadersteinen, ringsum errichten und den Raum zwischen Mauer und dem Hügel mit Erde ausfüllen, so daß auf diese Weise die Fläche des Gipfels vergrößert wurde. An der Stätte des salaftionischen Tempels wurde zweifellos der zweite Tempel erbaut. An der Stätte des zweiten Tempels erhob Sich später der herodianische und der von Hadrian erbaute Tempel Jupiters. Heute steht dort die Omajaden-Moschee, der zweitheiligste Ort des Islam. Dr. L Z. K. 1 WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5698 Feber •wm« rmn Adar 1 Freitag 4 3 Sabbatelngarig 4-50 Samstag 5 4 Sonntag 6 5 - Montag 7 6 Dienstag 8 7 Mittwoch 9 8 Donnerstag 10 9- : •: '.«-'■. ( 1 Eigentümer, Verleger,. Herausgeber: Oberbaurat Robert Stricker. Verantwprttf&har .RedakteurFritz Kolb. — Drück : Druckerei " und Verlags-A..-G. Xgnaz Steinmann, 4 fi # alte Wien; IX,, ynW^s^ätss^raße' 6-8. 3ii5 erriöiiis nrs Solms... irte „Söetfce 9ieftett*2Bo<!üe" frei @d>iffittittw «Ätet»ett %mmm™&X Ab 2 Groschen lOOOe Spitzen-Reste für Wäsche und Vorhänge per Meter oder Valencienne-Spitzen und Einsätze in 11-Meter-Coupons per Meter. — Klöppelspitzen, weiß, ecrü und bunt 5 Groschen per Meter, Organdy-Resterl f. Kragerl oder Rüschen, in Pastellfarben, per Stück 5 Groschen _bei Schiffmann. Eine Leistung Nur 98 Groschen 1 Meter K.-Seiden-Inda'nthren- Zephir oder schottischer Diagonal-Klelderstoff od. bunter Pepita-Voile. Ia Markenfabrikat — bei Schiffmann._ Reste in Weiß Wäsche-Webe, 72 cm br. (1 bis 4 m). per Meter 49 Groschen, farbiges Bettzeug, 80 cm breit (4 bis 10 m), per Meter 79 Groschen. Bettwebe für Tuchente u. Deckenkappen, 140 cm breit, gute Qualität (1 bis 6 m), per Meter nur 98 Groschen. — „Llllen"-Weben u. 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' 9teffeljett erregen Hie greife in Her Iabotftr.48 für Wefte in «Seife nnD Sunt Seiden« Reste Kunstseiden-Satins und -RlpBe, per Meter nur 59 Groschen, K.-Selden- Marqulsette für Dlrndlblusen, weiß, 90 cm br., oder Dirndl-K.-Seide in Streifu. Schottendess., per Meter 98 Groschen, K.-Selden-Imprlme' 81.18, VIstra-Selde, indanthrenfarbig S 1.25, Relnseiden- Georgette clre\ 90 cm breit S 1.98, K.-Selden- Bouclö, 90 cm br. S 1.50, Relnaelden-Satin, 90 cm breit S 2.50 bei Schiffmann. Reklame-Webe per Meter 45 Groschen, Polster-Webe, 120 cm breit 98 Groschen, 80 cm breit 65 Groschen, Baby- Linnen-Webe oder Chiffon, 80 cm breit, per Meter 74 Groschen. — Selden-Llnnen, 80 cm breit, per Meter 79 Groschen. — Inlett oder farbiges Bettzeug, 80 cm breit, per Meter 89 Groschen. — Mode-Damast- Gradel, 80 cm breit, per Meter 8 1.25. — Bettuchwebe, 140 cm breit, S 1.29 —bei Schiffmann. Für Ihr Heim Tupfbatiste f. 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Spltzen-Deckerl aus modernst gemusterten Gitterstoffen m. Klöppelspitze nur 59 Groschen bei Schiffmann. Taborstraße 48. ■ Um 10 Groschen vorgedruckte Tassendeckerl aus Selde'nwebe — Organdy-Reste, 40 mal 40 cm, per Rest 15 Groschen. Tasserdeckerl mit Buntspitze, vorgedruckt, 19 Groschen per Stück; bei Schiffmann. Porzellanwaren Kaffeetöpte,. dekoriert, 39 Groschen und 33 Groschen, Kaffeeschale mit Tasse, dekor. 69 Groschen. Festpn-Teller, tief od. flach, mit Silberrand, 9 Groschen, Kaffee- oder ,Tee-Servlce, dekoriert, lBtellig, S 8.90 und S 7.50 bei Schiffmann.

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