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Die neue Welt · 1937-12-21 · Heft 711 (21.12.1937) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 711 (21.12.1937)
Date
1937-12-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Settel DIB NEUE V7WC Nr. 711 vom 21. Dezember 193? i&W Für Bekleidungs-Aktionen - Sonderpreise! Kommen Sie, biffe, om Vormittag! schärfer und kritischer. Hiebei helfen gar nicht die besten Argumente Dr. Weizmanns und die persönliche Propaganda seiner Freunde und Mithelfer. Es ist Tatsache, daß in London das Mißtrauen gegen das „skandalöseste Projekt" (so nannte es Lloyd George) wächst. Es vergrößert sich die Zahl derjenigen, die zu Vorsicht, zu weiterer Prüfung mahnen. Bloß die Zionistische Exekutive drängt und treibt. Sie allein hat keine Zeit. Sie hat ja den „Judenstaat" für nicht später als für das Jahr 1938 zugesagt. Das Aergate bei diessr Propaganda der Jasager im Ausland — einer Propaganda, für welche der Apparat, die Fonds, die Beamten, die Presse ausgenützt werden — besteht darin, daß sie mit dem Predigen des Defaitismus und des Pessimismus eng verbunden ist. Um zu beweisen, daß ein geteiltes Palästina der einzige Ausweg aus der gegebenen Lage ist, schildert man unseren ökonomischen und politischen Zustand in den schwärzesten Farben. Vor allem bemüht man sich, zu beweisen, daß das Mandat tot, unbedingt tot sei. Gleichzeitig sucht man die englische Welt zu überzeugen, daß keine Hoffnung auf ein friedliches Zusammenleben mit den Arabern besteht. Dann bringt man Beweise dafür, daß der heutige Zustand wirtschaftlich unhaltbar sei. Kurzum, man gibt eine Expertise, über unsere Leistungen und Möglichkeiten, die mit der Feststellung der Agonie gleichbedeutend ist. Damit spielt man vor allem das Spiel des Colonial Office und all derjenigen, die jahrelang behauptet haben, das Mandat sei ein Ding der Unmöglichkeit, ein Wahnsinn, eine Sache voller Widersprüche. In der Hitze der Propaganda werden alle jüdischen Leistungen und alle zionistischen konstruktiven Argumente verkleinert. Eine funkelnagelneue zionistische Theorie, verbunden mit einer Unterminierung aller zionistischen Grundlagen, enthüllt sich vor den Augen der nichtjüdischen Welt. Und all das wird getan, damit man fremde Sympathien für den Teilungsplan gewinne —■ ein gefährliches und kurzsichtiges Spiel, für das wir noch teuer werden zu zahlen haben. Aber man geht noch weiter. Um nach außen und innen die notwendige Stimmung zu erzeugen, wird die Lage' in Palästina so dargestellt, daß auch gute Zionisten jede Hoffnung zu verlieren beginnen, Die Agitatoren haben vielleicht gute Absichten. Sie wollen zwei Dinge erreichen: die Brieftaschen der Juden für die Fonds öffnen und ihre Herzen für die Teilung gefügiger machen. Ein Irrtum! Das einzige positive Resultat wird sein, daß man sich vom Zionismus entfernen, den Unglauben an die Verwirklichung der nationalen Ideen verstärken wird. Man wird, auch kein Geld geben. Wer interessiert sich denn an einer Liquidierung? Wer bringt denn Opfer für eine Sache, die man zum Untergang verurteilt? Die Konsequenzen der Teüungspropaganda können sich an der außenpolitischen Front sehr tragisch auswirken. Ein jüdisches Palästina, mit , der Aussicht, im Verlauf der Zeit am Rande des i Mittelländischen Meeres Millionen Juden auf einer ge-] sunden wirtschaftlichen Basis anzusiedeln, steht vielleicht England dafür, Opfer zu bringen. Darin liegt viel Positives, sowohl nach [ der strategischen wie nach der wirtschaftlichen Seite i — für das britische Imperium. Selbstverständlich müssen an diesen Plan, damit er Verwirklicht werde, vor allem die Juden glauben. Sie müssen die Menschen, das Geld, die Führer stellen. Eine .schwere, mit Kampf verbundene Aufgabe, aber wert, Opfer zu: bringen. Wenn jedoch die Juden selbst zugeben, der Plan sei nicht durchführbar, daß die •Schwierigkeiten zu groß, die Willenskraft des jüdischen Volkes gebrochen, die Lage katastrophal sei, weshalb . man sich mit einem Zw-ergstaat begnügen rajBsse, fragt sich der englische Staatsmann: „B^ht die schwere An Streuung mit all den ständigen Zwistirrkeiten, mit all den menschlichen Leiden Überhaupt dafür? Lohnt es sich?" ' . i , . (Schluß in der Freitagnummer.) Baal BrW: England und Israel. Verlag R. Löwit, Wien-Jerusalem. Die krisenhafte Entwicklung der Weltlage und des Palästina-Problems macht diese Schrift zu ' einer politischen Notwendigkeit ersten Ranges. In klarer, überzeugender Form werden die weaenüichen Fragen der jtionieüsc&en England- und Araberpoditüs befaandeit, Schlafröcke, Kleider, Blusen: Flanell-Schlafröcke mit Streif- oder Bhtmenrevers Moderne Westenblusen ans Schotten-Flanell . . , Winterdirndln oder Schottenflancll-Kleider .... Jugendliche Streif-Winterdirndln mit Rüsche . . . 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Dezember Geschäftszeit täglich 9—7 Uhrl Neuer Winter-Katalog auf Verlanger? gratis I Protest der akademischen Wefll Aus New York: Die amerikanische Sektion der internationalen „Liga für akademische Freiheit" richtete im Namen von 944 Gelehrten, die an 110 Universitäten tätig sind, an den polnischen Unterrichtsminister Prof. Swientoslawski ein Schreiben, in welchem dieser aufgefordert wird, Schritte zu unternehmen, um dem Hochschulghetto ein Ende zu machen. Es wird erklärt, daß das Bestehen eines solchen; Ghettos dazu angetan ist, diepolnischen Hochschulen von der ganzen akademischen Welt zu isolieren. * „Warszav/ski Dziennik Narodosvy", das Hauptorgan der National-demokratischen Partei, schreibt dazu, es sei schwer zu versteheen, warum Intellektuelle in England, Frankreich und Amerika und jüngst auch in Belgien die Einführung von Ghetto-Bänken in Polen als „schändliches Mittelalter" verurteilen, Mittelalter als Schimpfwort sei, schreibt das Blatt, eine „jüdische Erfindung", solche Proteste, von wo immer sie kommen mögen, machen in Polen nicht den geringsten Eindruck, sie seien nur dazu angetan, eine Intensivierung des antijüdischen Kampfes herbeizuführen. — Der nationaldemokratische Professor und frühere Sejm-Vorsitzende Glombinski sagte in einer Versammlung in Lemberg: Wie weit die Frechheit der Juden geht, ist daraus zu ersehen, daß die jüdischen Weltorganisationen versuchen, einen Druck auf Polen auszuüben. So z. B. habe der Präsident der Zio« nistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, an den Rektor der Lemberger Universität, Prof. Kul* czinski, ein Telegramm gesandt, in welchem er ihn ersucht hat, in seiner Opposition gegen die Ghetto-Bänke zu beharren. (Anm. der Red.: Erlogen und nur dazu bestimmt, den Rektor als „Judenknecht" hinzustellen. „Hochzeitsreise" im Stadttheater. Das amüsante Lustspiel „Hochzeitsreise", das seinerzeit im Theater in der Josefstadt viel belacht wurde, hat jetzt im Stadttheater eine originelle Auffrischung erfahren. Die bewährten und erfolgsicheren Textdichter Lengstfelder und Tisch haben gemeinsam mit dem Komponnisten Carlo de Fries eine musikalische TJntenmalung geschaffen, die dem Stücke das Tempo und Christi Marday.n. Gelegenheit gibt, ihre einzigartige Kunst des Chansonvortrages glänzen zu lassen. Irene Hußlik sowie die Herren Wilienz und Donath zeichnen charmante Typen und machen die so oft gestörte, aber schließlich in Ordnung gebrachte Hochzeitsreise zu einer angenehmen Unterhaltung für das beifallfreudige Publikum. Ein voller Erfolg. e. kr. Skikurse des Touristik- und Skiklubs Hakoah. Für unsere Skikurse in Zell am See, Kosten für acht Tage S80.—, sowie auf dem Semmering (Hakoah-Hütte), Dauer drei bis acht Tage, Kosten S 24.—, bzw. S 56.— ('S 64.—)'„ sind noch einige restliche Plätze frei. Anmeldung Dienst tag oder Donnerstag ab 8 Uhr abends oder Tel. R-25-0-10 im Klubheim, I., Wiesingerstraße 11. Bei Dickleibigkeit regen ein bis zwei Glas natürliches „Franz-Josef"-Bitterwasser, während drei-vier Wochen täglich des Morgens auf nüchternen Magen getrunken, die Darmtätigkeit kräftig an, vermindern den Fettansatz und machen den Körper schlank* Fragen Sie Ihren Arzt. CHWEDEN Ritter ohne I B*flinn: %<,, A6, »e, Furcht und Tadel %10 Uhr. Tel. A>«9«0>60 mmmm^mmmormmmmmpi Slan Laurel, Oliver Hardy Vorverkauf ab 10 Uhr vormittags ununterbrochen usdrtGit* Bis Freita&'don 24, DezeniDe?:i Kino DasJteku. H II, Untere Augartenstraße 28 Telephon A-40-5-98 Beginn: VA VA.1/.», VJOUhr tmle Iotas mit Paul Muni in der Hauptrolle 1. KINO A,,e,Bouf,Uhri,,,o|Ur w|en EGETTH0FF Mali Picon im Planetarium am Praterln dem großen HJ r f O J g s f U m stern Telephon R-41-Q-26 ■ 1 ■■ I Wochentage: 9, 7, 9 Uhr Sonn- und Feiertage: Vh2, V»4, VaB, Vs8, 'A10 Uhr Jim mim FIdl Eigentümer, Verleger, Herausgeber: Oberbaurat Robert Stricker. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kolb. —. Druck; Druckerei- und Verlaga-A.-G. Ignoz Steinmann. ailQ Wien, JX.» UnivereitätestraßQ 6-8* h

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