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Die neue Welt · 1937-11-12 · Heft 701 (12.11.1937) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 701 (12.11.1937)
Date
1937-11-12
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 701 vom 12. Növemfier ltfft GRABSTEINE F RlEDLÄHDER & DEV1ÜCH 'ien, I. Bez., Seitenstettengasse 2, III Samstag Xl„ Zenitaltriedhof, neb, d. 7. 7qr. Iii geschlossen Der Sdiwi'mmklub Hakoah in Breslau Dreifach war die Aufgabe, welche dte jungen Schwimrtlerinnen und Schwimmer der Wiener Hakoah in Breslau zu erfüllen hatten. Da.war iuerst der sportliche Teil: Es mußte den jüdischen Sportlern in Deutschland, die durch die für uns Gott sei dank unfaßbaren Schwierigkeiten in den Trainingsmöglichkeiten und durch den' Mangel jeder W e 11- W& mpferfahrung gegen die jüdischen Sportler Oesterreichs und der Tschechoslowakei weit zurückbleiben mußten, gezeigt werden, welche Leistungen erreichbar sind. Die Wiener Makkabim, die den Sinn ihrer Reise verstanden, haben diesen Reisezweck großartig erfüllt und die überhoch gespannten Erwartungen der Breslauer Juden und der Kameraden aus ganz Deutschland nicht enttäuscht. Sie gewannen joden einzelnen Bewerb mit großer Ueberlegenheit, besetzten, wo mehrere von ihnen antraten, auch die folgenden Plätze und erzielten dabei zum Teil noch bessere Leistungen als in Wien. Bei den Herren taten sich die Kraulschwimmer Kulka, Haber. Fischer und F e i n g o 1 d, der Rückenschwimmer E 1 u t s t ein und der. Brustschwimmer El bogen hervor, während bei den Schwimmerinnen Hedy W e r t h e im e r und Liesl Lustig als Brustschwimmerinnen und die Rückenschwimmerin Renate Kreindler besonders erwähnt sein mögen, was aber nicht "etwa , heißen soll, daß die vielen anderen — es nahmen 24 aktive Sportler teil — nicht ebenfalls Ausgezeichnetes leisteten. Die Wasserballer der Hakoah schlugen ihre Gegner, eine Auswahlmannschaft des Sportverbandes „Schild", aus ganz Deutschland gar mit 18 : 1. Aber trotzdem ließen die jüdischen Schwimmer, die aus ganz Deutschland gekommen waren, um durch den Kampf zu lernen, erkennen, daß auch sie trotz der Verhältnisse viel leisten und daß eine Reihe schöner Talente unter ihnen zu finden ist. Eine zweite, nicht minder wichtige Mission wurde ebenfalls erfüllt. Der jüdische Sport in Deutschland ist durch die Zweiteilung in den zionistischen Ma k k abi-Verband und den nichtzionistischen Schi ld- Verband, die einander heftig befehden, in sich zerrissen und es mußte wegen der Schwierigkelten, die die Frage der Teilnahme.von „Schild'VSportlern an einem Makkabi-Meeting hervorrief, d*s ursprünglich für d-n Sommer geplante Fest schon eihmal abgesagt werden. Da ergriff der Schwimmklub Hakoah und für ihn der Präsident des österreichischen Makkabi-Kreises, Dr. Llfczis, die Initiative und seinen Bemühungen gelang es, eine Einigung zu erzielen, so daß nunmehr das Breslauer Schwimmfest allen jüdischen S c h -w immern Deutschi an d s offenstand und alle an den Leistungen der Wiener sich erfreuen und lernen konnten. "Und damit ist auch schon die dritte Aufgabe dieser Reise bezeichnet: Alle jüdischen Sportler, nicht nur die Makkabim in Deutschland sollten die Erfolge der zionistischen Hakoah aus Wien sehen und die Wurzeln solcher Leistungsfähigkeit verstehen lernen. Trefflich waren Ausführungen Dr. H a r n 1 k s, des Präsenten des Schw. Kl . Hakoah, der bei der Preisverteilung das Wort ergriff, um für die vorbildliche Gastfreundschaft der Brflauer Juden zu danken..Dr. Harnik betonte, daß die leichteren Arbeitsmöglichkeiten und geringeren Widerstände wohl vieles von d-n Erfolgen erklären, daß aber die besten Trainer und schönsten H->.'lenbäder nicht genügen: Geist und Makkabl-Gesinnung allein können jenen Rückhalt geben, den ein Verein braucht, um seine Sportler zu Hochleistungen zu bringen. Ringmeisterschaft von Wien steht vor der Entscheidung. Hakoah führt derzeit mit. 2 Punkten vor Bundesbahn und mit 4 vor der Polizei-Sportvereinigung, dem vorjährigen Meister. Hakoah und Bundesbahn treten. Mon tag, den i6. ds., t(m-20 Uhr tttt. ää;al des Hotels'Post, I., Fleischmärkt 24, gegeneirfander an. Gewinnt Hakoah, so ist ihr die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Verliert sie, fällt die Entscheidung eine Woche später gegen Polizei. Hakoah, hat einewesentliche Verstärkung dadurch erfahren, daß Fritz Oberlände r,, Meister von Paris, derzeit wieder in Wien weilt und Montag antreten wird. v>: Vereinsnadt^iditen Misrachi-Landesverbänd. Freitag, 12. ds., %9 Uhr abends, spricht im Rahmen unseres Oneg. Schabbath im Heime, n., Praterstraße 60, Herr Dr. Koppel B1 u m ül.-v das Thema: „Entstehung und Werdegang der Wiener jüdischen Gemeinde". Der Verein „Ohel Rachel" zur unentgeltlichen Ausspeisung jüdischer Notleidender (Obmann Heinrich Keßler) und das Damenkomitee des Vereines (Präsidentin Henriette Fuchs) veranstalten am Sonntag, den 14. d., halb 9 Uhr abends, im G r o ß e n Festsaale des M i 1 i t ä r k a s 1 n o s, I.; Schwarzenbergplatz Nri 1,-eine Akademie mit Tanz mit folgendem Programm: Marcell Nöe. Kammersänger, Volksoper: am Klavier: Kapellmeister Beck; Paul Morgan, der Meister des Humors, Scala; Grete Winkler, Konzertsängerin; am ■>Klavier: .Fritz Kurzweil: Kurt Bryv Chansonnier, Revueschreiber, Parodist, Kabarett 6. Himmel;'• Roman und Terry, musikalische Sensation; Bleich Franzi mit ihrer Grüppe, Tanz;- Rosenfeld Lotte, Klavier; Blatt Gisa, Ernstes und Heiteres, Jüdischer Gesang; Conference: Maria West (Deutsches Volkstheater): Tanzmusik: Kapellmeister Wolfsthal mit seiner Jazzkapelle; Tanzleitung: H. Birkenfeld. Karten an der Abendkassa und bei Frau H. -Fuchs (A-17-9-61) und Herrn H. Keßler (U-25-3-16). Chajes-Gcdenkfeier der Histadruth Iwrith. Samstag, den 13. d., 8.30 Uhr abends,, veranstaltet, die Histadruth im Featsaal des Cafe ,,Central,", II., Taborstraße 8, eine Chajes-Gedenkfeler anläßlich der Wiederkefir des zehnten Todestages, Die- Gedenkrede hält Rabb. Prof. Dr. B.. Murmelstein. Oberkantor G. Margolies verrichtet das Andachtsgebet. Könzertsänger Regal-Rosenbach singt Palästina-Lieder. Am Klavier: Frl. Riegler. — Seminare der Histadruth: Samstag, den 13. d., 7.30 Uhr abends, Bibelseminar. Der jüdische Angestelltenverband „Emonah" veranstaltet am Samstag, den 13. d., um 8 Uhr abends, im Festsaaie des Hotel ,.Stefanie", Wien, IL, Taborstraße 12, eine-F e s t.a k a d e m i e mit anschließendem Tanz unter Mitwirkung beliebter Kunstkräfte. Conference Hugo Knepler; Jazzkapel.le Hans Kaufmann. Reinerträgnis fließt zur Gänze den Wohlfahrtseinrichtun-. gen des Verbandes zu. Karten im Vorverkauf im Verbandsheim, Wien, II.. Praterstraße U, von 3 bis 8 Uhr abends, R-40-1-56-U. „Neguneh HatefHah." Herausgegeben von, Gerson Herz M a r g o 1 i e s. Dieser, erste Teil gesammelter synagogaler Gesänge für den Freitag-Abendgottesdienst hat mit-voller-Berechtigung Eingang in-- unsere liturgische M u sd k gefunden. Schon die äußere Form, die die Einteilung und Behandlung des Textes in ein „Milel", „Milra", ..Chataf"' und ..Chewa" genau beachtet, ist dem Verfasser als Verdienst anzurechnen. Unter dem Mangel dieser korrekten Diktion^hat nämlich die synagogale Liturgie viel zu leiden gehabt, Margolies ist daher al3 einer der Verbesserer und Wegweiser auf diesem Gebiete zu betrachten, — Aber auch in musikalischer Beziehung ist das Heft sehr beachtenswert. Der traditionelle Gesang tritt vollkommen in seine Rechte. Ich finde als besonders wertvoll und ihresgleichen suchend die Stücke „Weschomru I" und ,,Kiddusch II", Die Fortsetzung dieser musikalischen Sammlung wird in Fachkreisen zweifellos begrüßt werden. — I. L. M ü 11 e r. ,; .. Oberkantor M. Kusewicki (Warschau) singt in Wien. Der Zionistische Landesverband für Oesterreich veranstaltet aus Anlaß des zehnjährigen Todestages von* öberrabblner Prof. Dr. Zwl Perez Chajes eine C hajes-Gedenkf eierim Großen Muslkvereinssaal/ am Dienstag, den 16. d., um präzise halb 9 Uhr abends, bei welcher Herr Staatsrat Dr. Desider Ffledmann die . Ged°nkrede halten wird. Bei dieser Feier singt der weltberühmte Oberkantor M. Kuaewickl liturgische Gesänge, sowie moderne jüdische und hebräische Volkslieder. Der Chor des Stadttempels unter Leitung von Kapellmeister Kurt Fuchsgejb wirkt ebenfalls mit. Karten erhältlich im Zionistischen Landesverband, I„ Marc-Aurel- Straße 5. U-22-2-11, und in sämtlichen Zionistischen Bezirkasektionen. Jüdischer Verein „Nord-O«t", IL, Taborstraße 21a, ver- '■; anBtaltet am 22. November in den Jüdischen Künatlerapielen eine VereinßvorstelluVig von ,,0'haskel •Kolbolnllc". mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle. Karten hei sämt);cj~en Vorstandmitgliedern und bei Herrn Qrünberg.XCAff National» JI„. Tabprstraß6-78)i' . ' „200 Jahre jüdische Musik." Bei der am 2. Dezember Im Großen Musikvereinssaal stattfindenden. M a k k a b ä e r f e i e r des Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs wird unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Dr. Kurt Pahlen unter Mitwirkung namhafter Solisten ein Konzert unter dem Titel „200 Jahre jüdische Musik" Musik jüdischer Komponisten durch das Symphonleorchwter (to? S, 3, F, zur Aufführung gebraeött Wallace Beery in //Das Sklavenschiff" Der große Sensations- und Abenteuerfilm der 2Öth Century Fox „Das Sklavenschiff" gibt einen Ausschnitt aus der Zeit des Sklavenhandels. Der Film zeigt Warner Baxter als mutigen Abenteurei', Wallace Beery, der den Mäßnahmen des Kapitäns widerspricht, Mickey Rooney als Schiffsjungen und Elisabeth Allan als junge einzige Frau an Bord. „Das Sklavenschiff" läuft im Elite-, Opern- und Votivpark-Kino. 9. Woche „Jidl mit'n Fidl". Die Sensation der Saison, der Mäli-Picon-Film „Jidl mit'n Fidl", läuft nach wie vor mit unvermindertem Erfolg. Ueber 30.000 begeisterte Zuschauer haben in dieser kurzen Zelt diesen erfolgreichen Film im Augarten-Kino gesehen. Predigten in den Synagogen. Freitag, den 12. November 1937, werden bei den um 4 Uhr 15 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: VI., Schmalzhofgässe 3, Rabbiner Dr. J. Drobjnsky; XVIII., Schopenhauerstr. 39, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (innen): Samstag, den 13. November 1937, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im IL, IX., und XX. Ber z.irk: Samstag, den 13. November 1937, um %5 Uhr nachmittags im Leöpoldstädter Tempel, II., Tempelgasse Nr. 5, und in den Bezirkssynagogen IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. 3. Gottesdienst für die reifere Mittel Schuljugend. Freitag, den 12. November 1937, um ^7 Uhr abends für die reifere Mittelschuljugend (IV. bis VIII. Klasse) im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. Amtliche Verlautbarungen der IfraeL Kulfusgemeinde Wien« Im Spitnl der israel. Kultusgemcinde, .Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangen zur Besetzung: - 1, An der Merzstation eine Assistenten- und eine Sek undararztensstellc, 2. an der der matolog i sehen Abteilung eine Sekundararztcnsstelle. Zur Anstellung sind erforderlich: Die österreichische Bundes!) ürgersehaft, lediger Stand, die B erechtigung zur Ausübung der Heilkunde im österreichischen Bundesgebiete, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primarärzte des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Kultusgemeindo vorgesehenen Bezug die volle Vcrköstigung verbunden. Für diese werden die Eigenkosten vom Monatsbezug in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel des Monatsbezuges nicht überschreitet. Mit den Pcrsonaldoktimcnten (Geburtsschein, Heimatschein, Ledigkcitszeiignis, Doktordiplom, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind beim Vorstand der Israel. Kultusgcmeindo Wien (Anitsdircktion), I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, b.i ,s längstens2 5. Novembcrl93 7, 12UIirmIttags, zu überreichen. Kundmachung. Der Vorstand der. Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß die Gebühr für das Schächten von Enten im Geflügels-c-h 1 a c h 11 o k a 1 der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, II., Im Werd 1, von S 0.15 auf S 0.20 mit der Wirksamkeit ab 10. November 1937 erhöht wird. fosüukakl Bittet ßestrenommierie Küche «ups REICHHALTIGE MENÜS & S 1.90 UNO 2.60 &CHWECHATEK BRÄU ll,Hammer-Purgstall-Gasse 3 (nädist SalztfltbtDdta) t8l.HMl»25 WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5698 November VbOD rrmn Kislew Freitag 12 8 Sabbateingang 4*20 Samstag 13 9 Sonntag 14 10 Montag 15 11 Dienstag 16 12 Mittwoch 17 13 Donnerstag 18 14 Eigentümer, Verleger, Herausgeber: Oberbaurat Robert Stricker. Verantwortlicher Redakteur: Fritz Kolb. —-■ Druck: Druckerei- und Verlags-A.rG. Ignaz Steinmann, alle Wien, IX., Universitätsstraße 6-8. 00 Für das Kmd Matrosen-Mäntel <m gefüttert, iür Mädchen |T oder Knaben, Größe 55 S (laut Bild) Knaben Sportanzüge mit Knickerbocker aufwärts von S Schulstiefel schwarz. . . ab S Stoffe u. Seide: VornribergerWinter- DlrnfllstoffelÄgute i-80 Markenware, per m S 1 WoII-Tweeü *-50 für Kleider .S Crepe Satin <K,Seide> r alle Modefarben . ■ . 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