Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 11 (1937)
- Issue
- Heft 672 (16.7.1937)
- Date
- 1937-07-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 672 vom 16.- Juli 1937 DIE NEUE WELT Seite t Wie sieht die heutige Wirtschaftslage Palästinas aus! 2« der Darstellung Am Institütk für Wlftschaffeforftchttng. Obwohl bereits zahlreiche Darstellungen der palästinensischen Wirtschaftslage nach den Unruhen gegeben würden, wird der Bericht des Instituts für Wirtschaftsforschung bei ,der Jewish Agency wegen seiner Sachlichkeit großem Interesse begegnen. v Für laufenden den Zeitabschnitt der ersten vief Monate des Jahres sind zwei Momente charakteristisch; 1. ein Rückgang im Umfang der wirtschaftlichen Expansion gegenüber dem Jahre der Prosperität 1935; 2. das Anhalten der wirtschaftlichen Aktivität fast auf einem stabilen Niveau. Der Kapitalaustrom aus dem Ausland ist um die Hälfte gegenüber dem Jahre 1934/35 zurückgegangen. Dagegen zeigen die Einnahmen der Regierung, die Depots Iii de»~ Banken und der Geldumlauf im Lande eine liquide Aktivität und bleiben auf der Höhe des Jahres 1935. Die Ursachen dieser entgegengesetzten Entwicklung auf den beiden genannten Gebieten sind klar und verständlich. Die beiden Faktoren, die die bedeutsamsten für das Wachstum der palästinensischen Wirtschaft sind — die jüdische Einwanderung und der Zustrom jüdischen Kapitals — litten im Jahre 1936 bedeutend. Die Kräfte, die das jüdische Kapital und die jüdische Arbeit in Europa zur Auswanderung drängen, sind heute mindestens genau so stark wie früher. Die Beschränkungen auf dem Getafet der Geldausfuhr in den meisten europäischen Ländern und die Unruhen in Palästina haben jedoch zu einer Verminderung der Einwanderung und dea' Kapi* tÄteustroftUW geftmrt. Der Prozeß der Anpassung an die neuen Verhältnisse verursachte große Schwierigkeiten. Die Zahl der Bauarbeiter mit hohen Löhnen verringerte sich und die Abwanderung von Arbeitern aus dem Dorfe in die Stadt hörte auf. Als Ergebnis dieser Aenderung sank die Kaufkraft und der Lebensstandard in einem bedeutenden Teile der Bevölkerung. Geldzustrom und Investitioner. Der Zustrom ausländischen Kapitals nach Palästina : hörte nicht auf, wenn er auch gegenüber dem Jahre 1934 um die Hälfte gesunken ist. Die Beschränkungen für die Ausfuhr von Devisen in Polen führten zu einer bedeutenden Einschränkung des Kapitalzustromes aus einer .der wichtigsten Quellen Palästinas. Das neue Clearing-1 Abkommen mit Polen kann jedoch in einem gewissen Maße die Situation bessern. Auch die Klärung der politischen Lage des Landes, kann zu einem verstärkten Zustrom "neuen Kapitals führen. Die Depositen; in den Banken sind in den letzten sechs Monaten stabil geblieben. In der Tendenz, der in der jüngsten Zeit gemachten. Investitionen ist eine deutliche Wendung eingetreten. Das Kapital ist von direkten Investitionen in Boden, Häusern, in der Industrie usw. zu indirekten Investitionen, in der Fotm von Kauf von Wertpapieren übergegangen! Ein 'deutlicher Beweis dieser neuen Richtung: der Kurs der palästinensischen, Aktien und Wertpapiere ist bedeutend gestiegen. Die Lage in der Zitruswir tschaft In der Zitruswlrtschaft hat sich eine depressive: Stimmung ausgebreitet. Die Plantagenbesitzer sind im Gefolge einer sehr schlechten Saison auf ernste wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten gestoßen. Die Gründe, der niedrigen Preise für Zitrusfrüchte, die dieses Jahr auf dem Weltmarkt erzielt wurden, sind die ungünstigen W e t t e r v e r h ä i t n i s s e und die Uebersättigung einiger Absatzmärkte.Die Ernte erreichte dieses Jahr lO1/-.» Millionen Kisten Zitrusfrüchte. Die Zitrusproduktipn sucht jetzt nach Mitteln,. um diese Schwierigkeiten in der Zukunft zu vermeiden. Das Hauptproblem besteht darin, die Hilfe der Regierung sicherzustellen, und zwar entweder dadurch, daß, man den Plantagenbesitzern die Steuern erläßt, oder dadurch, daß man das - importierte Material (Kisten und Kistenholz) vom Zoll befreit. Ferner kommt die Frage des f,Prinzips der offenen Tür" und der „Imperial Preference" in Betracht. Die Industrie Die hohe Wirtschaftskonjunktur in der Welt, das Steigen der Preise k industrieller Produkte in den meisten Ländern und die Aufhebung der Exportprämien für eine Reihe von Artikeln, haben die Ueberschwemmung des paJä^taensischen Marktes mit ausländischen Waren verringert. Diese Tatsache allein hätte in der Richtung einer Besserung der Lage der palästinensischen Industrie wirken können, wenn nicht das Stelgen der Preise für Rohstoffe gekommen wäre. Einige Monate hatte die palästinensische Industrie no/Jh eine Reserve an Rohstoffen, die zu den früheren, niedrigeren Preisen gekauft waren. Heute jedoch ist es nicht leicht, gewisse Rohstoffe, selbst; zu hohen Preisen zu kaufen, obwohl das weitere Stelgen der Rohstoffpreise in der jüngsten Zeit aufgehört hat. Das Haupthindernis für eine allgemeine Besserung im Bereiche der Industrie ist die dauernde Stagnation in der Baufoewegung,» für die ein Drittel der palästinensischen Industrie arbeitet, sowie das Sinken der Kaufkraft eines Teiles der Bevölkerung. Eine bedeutende Besserung ist auf dem Gebiete des 9)qsgi^r4»e>»-jk«l-ä^tf■»«-nai ss!b;er Indus triepro-* d u k t e zu verzeichnen. Der Export von Pottasche, Brom, Metallprodukten und Süßigkeiten zeigt eine Zunahme, der Export künstlicher Zähne und Wein ist stabil geblieben. Die Baubewegung Die Einschränkungen in der Baubewegung haben ernste wirtschaftliche Folgen gehabt, die im Sinken der Arbeitslöhne und in der Abschwächung der Kaufkraft des Jischuw zum Ausdruck kamen. Es litten darunter auch die Industriezweige, die mit der Baubewegung verbunden Sind. Die zukünftige Entwicklung der Baubewegung hängt vor allem von der Höhe der Einwanderung, ab. Inzwischen traten Erleichterungen bei der Finanzierung von Bauarbeiten durch Hypothekenkredite ein. Die Allgemeine Hypothekenbank Palästinas gewährt Darlehen zu' bequemen Bedingungen, und die Tätigkeit einer Reihe englischer Versicherungsgesellschaften, die bedeutende Beträge in Hypothekenkrediten investieren, haben eine sehr günstige Wirkung in der Richtung einer Verbilligung des Bäukredites gehabt. Es ist zu erwarten, daß all dies zu einer Verbilligung der Mieten in Palästina führen wird. (P, a 1 c o r.) Die Schaffung neuer Siedlungspunkte in der leisten Zeit Aus Palästina wird uns; geschrieben: Ein Beweis für die Entschlossenheit des Jischuw sind die neuen Siedlungspunkte, die als eine Art Vorposten in den letzten Monaten auf K.-K.-L.-Boden entstanden sind. Ihnen kommt angesichts der politischen Lage eine •besondere Bedeutung zu. Die Böden wurden in langwierigen Verhandlungen vonder P. L. D. C. für den K. K. L. erworben und vorbereitet. Auch den Boden bei B eis an, auf dem in diesen*5 Tagen der Kibbuz Rodges, eine Gruppe des Misrachi, angesiedelt wurde, hat die P, L. D. C. mit erheblichen Schwierigkeiten mitten in den Unruhen von ein*e.r sehr vornehmen arabischen Familie erworben. In Kürze wird die Besiedlung eines Punktes erfolgen, wc es der P; L, D. C. in mühseligen Kampf mit Bodenspekulanten gelungen ist, dem K. K. L. nach und nach 6000 Dunam zur Verfügung zu stellen. So geht in aller Stille das Ringen um jeden Dunam Boden weiter. Die wichtigste Vorarbeit leistet die P. L. D. C, die Fonds stellten-die Mittel zur Verfügung. Weltrekord auf dem Gebiet der neuerlichen Bevolkerungsvermehruncj Aus Jerusalem wird gemeldet: Nach den letzten statistischen Untersuchungen betrug ..die Geburtenziffer unter der mohammedanischen Bevölkerung Palästinas im Jahre 1986 53,14 Promille. Dies ist ein Weltrekord auf dem Gebiet der natürlichen Bevölkerungszunahme. Die Geburtenziffer. Tunter der jüdischen Be-, völkeruhg Palästinas betrug im gleichen Jahre 29,74 Promille gegenüber 17 Promille, die die Durchschnittsziffer bei. den Juden der Diaspora bilden. Da die Säuglingssterblichkeit sowohl bei den Juden Palästinas wie bei den Mohammedanern verhältnismäßig sehr niedrig ist (8,82 Promille neugeborener Kinder bei den Juden und 19,97 Promille bei den Mohammedanern), hat Palästina den Weltrekord auf dem Gebiet der natürlichen Bevöikerungszu« nähme, geschlagen, der bei Mohammedanern 38,17 Promille netto und bei den Juden 20,92 Promille beträgt. (Pälcor). Palästinensisches Bankengesetz abgeändert Aus Jerusalem: In der „Palestine Gazette" wurde bereits der Gesetzentwurf veröffentlicht, durch den das Ban k en g e s e t-z in Palästina abgeändert werden soll. Zur Beseitigung unerfreulicher Erscheinungen im Bankengewerbe, die auf die Tätigkeit der Zwergbanken mit unbedeutendem Kapital zurückzuführen sind, sieht das Gesetz vor, daß zur Gründung einer Bank ein M i n d e s t k a p i t a"l von 50.000 Pfund erforderlich ist; 25.000 Pfund müssen bar eingezahlt werden. Ausländische Bankinstitute können in Palästina Niederlassungen errichten, wenn ihr Kapital mindestens 100.000 Pfund beträgt. Der High Commissioner hat das Recht, Ausnahmen von diesen Bestimmungen zu gewähren. Die Gesetzesnovelle sieht schließlich Beschränkungen in der Verwendung von vorbestraften Personen auf leitenden Posten vor. (J. T. A.) Besserung des palästinensischen Geschäftslebens Aus Washington: Die vom amerikanischen Handelsdepartement wöchentlich herausgegebenen „H a fidel s b e ri cht e" enthalten in ihrer letzten Ausgabe einen Wirtschaftsbericht des amerikanischen Konsuls in Jerusalem, Albert W. S c o 11, in dem dieser feststellt, daß im. Geschäftsleben Palästinas, welches durch den vorjährigen arabischen Generalstreik schwer beeinträchtigt worden war, nach der Beendigung des Streiks im Oktober eine w e s e n 11 iche Besserung eingetreten ist. Die. Zahl der Touristen und Einwanderer ist in den ersten elf Monaten des. Jahres 1936 auf etwa die Hälfte der vorjährigen Zahl gefallen. Die Verringerung des Touristenverkehrs hat sich, schreibt der Konsul, im Binnenhandel stark bemerkbar gemacht und die Verringerung der Einwanderung führte zu einer starken Abnahme der Kapitaleinfuhr. In den ersten zehn Monaten des Jahres 1936 ist der Import von 14,722.000 um 25 Prozent auf 11,045.000, der Export von 3,529.000 um 28 Prozent auf 2,544.000 gefallen. Die Einfuhr aus. den Vereinigten Staaten machte in diesem Zeitraum 823.080 (im vorangegangenen' Jähre 1,279.000), der Export 16.780 (im vorangegangenen Jahre 12.940) Pfund aus. Am stärksten betroffen war die Einfuhr von Kraftwagen. "(J. T. A.) Bau der Medizinischen Falkultät an der Jerusalemer Universität •Aus Jerusalem:, Auf dem Skopusberg haben die Vorarbeiten für den Bau des zweiten Gebäudekomplexes der medizinischen Fakultät begonnen. Die Kosten des vierstöckigen Gebäudes belaufen sich auf 30.000 Pfund. 23.000 Pfund werden vom Amerikajftisch-Jüdischcn Aerzte-Komitoe geduftet* während die restlichen 7000 Pfund von der Universität selbst beigestellt werden. Das Institut für medizinische Ergänzungsäusbüdung diplomierter Aerzte, dessen Bau. zuerst in Angriff genommen wird, wird Laboratorien für Hygiene, Bakteriologie, Hormonenforschung und medizinische Chemie umfassen. Die Forschungsarbeiten werden unter besonderer Berücksichtigung der tropischen und subtropischen Krankheiten, die in Palästina und im Nahen Orient aufzutreten pflegen, geführt werden. Es wird den praktizierenden Aerzten möglich sein, die jüngsten Forschungen und Errungenschaften der Medizin in den entsprechenden Spezialgebieten kennenzulernen. Die Paramount wieder in Fronf Was die Paramount in der kommenden Saison bringt Mit dem diesjährigen Produktionsprogramm, das mehr als zwanzig Filme umfaßt, die mit einem Kostenaufwand von Insgesamt 31 Millionen Dollar hergestellt wurden, stellt sich die Paramount wieder an die S p 11 z e d e r f u h r e n d e n a m c r ikanischen Produktionsgesellachaf.ten. Durch Ihre neugewonnene Kapitalskraft war die Produktionsleitung, die sich aus den besten Namen des amerikanischen Films zusammensetzt, in den Stand gesetzt, Ihr großzügiges Produktionsprogramm, das unter anderem zehn Filme der Millionen-Klasse aufweist, restlos zu verwirklichen. Ein Blick In die Regisseur- und Darstellerlistc, aus der wir nur Namen wie Ernst Lubitsch. Cecll B. de Min, Hathaway. Frank Lloyd, Rouben Mamoullah, Marlene Dietrich, Dorothv Lamour, Carole Lombard, Irene Dünne, Frederic March. Gary Cooper, Oskar Homolka, Herbert Marshall, Franziska Gaal, CJaudette Coibert herausgreifen wollen, beweist zur Genüge, daß die Paramount in der kommenden Saison voranmarschiert. Das größte Interesse wendet sich allenthalben dem neuen Marlcne- Dietrich-Film, „Engel", zu, den Ernst Lubitsch inszenierte. Nur einem Meister wie Lubitsch konnte man einen solch gewagten Stoff anvertrauen, dem das vielgespielte Bühnenwerk von Melchior Lengyel zugrunde liegt. Der Schauplatz des neuen Dietricn- Lubitsch-Films ist ein modernes Pariser Malson de rendezvous. Der zweite Marlene-Dletrlch-Fllm, „Mitternach t". behandelt: gleichfalls ein gewagtes Thema, das der verführerischesten und zauberhaftesten Frau des amerikanischen Films Gelegenheit gibt, sich an einer abseits ihres bisherigen Rollenfachs gelegenen modernen Frauengestalt zu versuchen. Der zweite Lubitsch-Film, „Blaubarts achte Frau", eine Delikatesse für Feinschmecker des Films, In Milieu, Atmosphäre, Witz und Aufbau an „Trubel im Paradies" erinnernd, bringt die entzückende Claudette- Colbert in der weiblichen Hauptrolle, diezugleich die Hauptdarstellerin des von Frank Lloyd inszenierten Monumentalwerkes „I m K r e u z v e r h ö r" ist und des witzigsten und geistvollsten Lustspiels des Jahres „Man triff t 8 ic h i n P a r 1 s' . Eine der faszinierendsten Erscheinungen des amerikanischen Films ist augenblicklich Dorothy Lamour, die zu den meistbeschäftigtcn Filmdarstellerinnen zählt. Vier großangelegte Flimwerkc, tci s ernateren, teils heiteren Inhalts, sind mit ihr in der Hauptrolle angekündigt: „D er letzte Zug aus Madrid", ein Film, der vierundzwanzig Stunden vor Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges spielt und. die Schrecknisse schildert, von der die geängstigte Zivilbevölkerung ergriffen wird; der zweite Film ist ein musikalisches Lustspiel, „Havanna" betitelt. „Panama" ist eine zürn Schreien lustige Gesellschaftskomödie, in der die charmante Carole Lombard die zweite weibliche Hauptrolle verkörpert. Der vierte Film ist „M ä d e I, paß auf!", Regie Rouben MamouUan,-rder aus der Schule Lubitsch stammt. Die Musik zu diesem Film schrieb der bekannte Jazzsymphoniker Jerome Kern, der Schöpfer des unvergänglichen „Ol'man river". Die Herste!« lungskosten dieses Films beliefen sich auf 1,800.000 Dollar. Der erste amerikanische Franzlska-Gaal-Fllm, „B u c c a n;e e r", mit Frederic March in der männlichen Hauptrolle, würde von Cecll B. de Mill, dem Altmeister des .amerikanischen. Films, inszeniert. Der .neue H a r o l d - L 1 o y d - F 1 I m, dessen- Titel vorläufig noch nicht feststeht, wird ein Quell ungetrübter Heiterkeit sein, denn an diesem Lustspiel haben die bekanntesten amerikanischen Humoristen mitgearbeitet. Oskar Homolka spielt die Hauptrolle }n.,,Ebb,e", dem neuesten Farbenfilm, der.auf Grund der bisher gewonnenen "Erfahrur/gen gedreht würde und in'farberitechhischer Beziehung weitere Fortschritte aufweist. Jean Arthur, seit „Mr. Deeds" einer der beliebtesten Lustspielstars, ist die Hauptdarstellerin der mondänen Komödie „L achende Lippe n". Das Manuskript zu diesem Film stammt übrigens vom gleichen Autor wie der unvergeßliche „Mr. Deeds". Gary Cooper ist mit zwei Filmen vertreten, der eine ist „Schrecken der Meere", ein gewaltiges Abenteurerdrama, In seinen Ausmaßen an „Bengalin" erinnernd, der zweite ist ein reizendes Lustspiel, „Der Ritter aus Amerlk a". In dem sich ein smarter Amerikaner plötzlich den romantischen Verlockungen Europas gegenübersieht. „Barrier e", ein Abenteurerfilm, der unter Pelzjägern und Fischern . spielt, der Kriminalfilm „Der große Ga m.b in i" und zwei weitere Detektivfilme ergänzen das diesjährige Jublläums-Programm der Paramount, das noch um die reizenden Popeye-Trlckfilme und die. . beliebte Paramount-Wochenschau vermehrt wird. Harry Baur als Jean Valjean. Harry Baur, der berühmte französische Charakterdarsteller, der in Wien durch eine Reihe großer Filmwerke, wie David Golder", „Taras Bulba" u. a. bekanntgeworden ist, spielt in dem Film „Menschen unter Mensche n", nach dem Roman von Viktor Hugo „Les Miserables", die Gestalt des Galeerensträflings Jean Val-jean, der'nach seiner Entlassung aus dem Bagno durch die gütige Tat eines Priesters eine innere Wandlung durchmacht und dann unter verschiedenen Namen, verfolgt von seinen Widersachern, ein Leben der Nächstenliebe führt, bis er schließlich bei der Rettung eines Verwundeten während einer Revolte in Paris tödlich verwundet, wird. Der Film, den der bekannte französische Regisseur Raymond Bernard mit einem Millionenaufwarid in Szene gesetzt hat, erscheint am 16. d. im Gartenbau-, Kärntner-, Busch-, Haydn- und Kolosseum-Kino. Filme der Woche (Nachdruck nur mit Genehmigung des Blattes) Tschechoslowakei: Tanz unterm Galgen. Frankreich: Roman eines Schwindlers — Die Perlen der1 Krone — Der geliebte Vagabund — La belle Equipe — Menschen unter Menschen. Amerika: Die Insel ohne Sünde Kopf in der Schlinge — Drei kleine Gangster — Hochverrat — Sonnenmädel — Motiv unbekannt — Verfluchtes Gold — Es geschah zu Silvester —• Golddiggers 1937 — Safari — Hokuspokus — Liebe nicht genügend — Susy — Held von Texas — Die gute Erde — Drei süße Mädels. Filme unter Arierparagraph Zurück in die Heimat — Die ganz großen Torhelten — Amtsschimmel — Entführung an der Riviera — Schwindeln ist keine Sünd'... — Etappenhase — Ich bleib* nicht Junggeselle — JDie Göttliche — Das Mädel vom Ballelt — Abouteder in Lissabon — Heiratsinstitut Ida Wüst & Co. — Wie der Hase läuft — Die un-erhörto Frau — Der lustige Witwenball — Stärker als Paragraphon. Vereuisnadhriditen Hund Jüdischer Frontsolduten. Anläßlich der Wiederkehr des Todestages weiland Bundeskanzler Dr. Engelbert D o I 1 f n ß, veranstaltet der Bund Jüdischer Frontso'daten Oesterreichs in dem vom Präsidium der türk.-israel. Gemeinde zur Verfügung ge-neuteu Tempel (II. Zirkusgasse 22) Samstag, den 2-1. d., präzise 20 Uhr 40 einen Gedenkgottesdienst. Misrachi-Landesverband. für Oesterreich. Wir geben allen unseren Mitgliedern bekannt, .daß die Wahl der zwei Delegierten für die am 27. d. in Zürich Stattfindenden Weltkonferonz des M i s r a c h i am Mo.nf.pg.. 19. Juli 1937, inder Zeit von halb 9 bis 10 Uhr abends im Heime, II.. Praterstraße 60. stattfindet. Wahlvorachläge müssen bis längstens 18. d., 10 Uhr abends, im Sekretariat eingebracht werden. Jüdischer llochHchulaiinschuß. Die „Judäa" veran.staltnt am 1. August eine.Reise nach Paris, mit eventuell ansehließei:- dem Aufenthalt in der Bretagne. Auskünfte und Anmeldungen täglich von 12 bis 1 Uhr und 3 bis 4 Uhr, Wien, IX., Alscrstraß» Nr. Üü, T«l. A-25-2-28. . . . .