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Die neue Welt · 1937-06-15 · Heft 663 (15.6.1937) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 663 (15.6.1937)
Date
1937-06-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite.* DIE NEUE WELT Nr\ 663 Vom 15. Juni 1937 grober bei der VerwfrWiel*uaä ihrer Bemühungen Selbständigkeit nur ein Hindernis sein." im Ausgewiesener Journalist »hält Italienischen Regierungspqeten Aus Jerusalem; De* wegen aufhetzerischer Tätigkeit aus Palästina auegwtesene Redakteur der arabischen Zeitung „AI Islamk", der aus Syrien stammt, hat die italienische Staatsangehörigkeit erworben und erhält eine Anstellung in der Rundfunkstation Bari, die täglich arabische Programme ausschickt. Terror Aus Jerusalem: In ein arabisches Kaffeehaus ba Haifa sind Schüsse gegen einen Araber abgegeben worden, der Kronzeuge in dem Jacobi-Mordprozeß in Na-?»a?al (Ermordung des Juden Jacobi und seines fünfrigen Sohnes) war und der Polizei auch Mitteilungen über die Pläne der arabischen Terroristenbanden gegen arabische Polizeioffiziere gemacht hat. Eine Kugel streifte den Araber am Arm und traf dann einen zweiten Araber ins Herz, der auf der Stelle tot blieb. IndusfrieffAussfellung In Haifa Aus Jerusalem (Palcor): Am 15. Juni d. J. wird in Haifa eine Industrieausstellung unter dem Namen „Erste Industrie-Ausstellung Haifa 193 7" eröffnet. Die Ausstellung wird Ausstellungsgegenstände ausschließlich palästinensischer Herkunft enthalten und drei Abteilungen umfassen: eine Abteilung zur Darstellung der Architektur palästinensischer Häuser. In dieser Abteilung wird das Modell eines aus palästinensischem Material erbauten Hauses gezeigt werden. Die zweite Abteilung bildet eine Ausstellung palästinensischer Lebensmittel, und es wird in ihr gezeigt werden, wie man sich in Palästina in den verschiedenen Jahreszeiten ernährt und kleidet, wenn man ausschließlich Landesprodukte kauft. Der dritte Teü der Ausstellung ist der palästinensischen Industrie gewidmet. An der Ausstellung werden sich alle großen Unternehmungen Palästinas beteiligen. Das Direktorium des „Marine Trust" Aus Tel-Aviv: Die Herren Hoofien, Rokach, Komoroff und Remez, die von sämtlichen Parteien des Jischuw mit Ausnahme der Revisionisten gemeinsam als Kandidaten zum Direktorium des Marine Trust (Gesellschaft zur Entwicklung des Hafens Tel-Aviv) aufgestellt wurden, sind als Direktoren der Gesellschaft wiedergewählt worden. Der von den Revisionisten aufgestellte Kandidat wurde nicht gewählt. (Palcor.) Badehotel am Toten Meer Aus Jerusalem: In Kallia, am Nordufer des Toten Meeres, ist mit dem Bau eines Hotels, das 20.000 Pfund -kostet, begonnen worden. Mit der Fertigstellung des Hotels wird der Plan, der dia ScbaftOQg eines m odernen Seebadeortes in Kallia endiifet, der Verwirklichung nähergekommen sein. Religiöses Jugenddorf in Palästina Aus T el - A v i v: Am 10. Juni 1937 fand die Grundsteinlegung für das religiöse Jugenddorf „Kfar N o a r D a t i" bei Kfar Chassidim in der Nähe von Haifa statt/ Seit langem schon besteht ein immer stärker werdendes Bedürfnis zur Schaffung neuer Unterbringungsplätze für Jungen und Mädchen, die in religiösem Sinne erzogen werden sollen. Nach Ueberwindung zahlreicher Schwierigkeiten konnten allmählich von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder und 'Jugendalija (Deutschland) in Zusammenarbeit mit dem „Arbeitsausschuß für religiöse "Jugendalija" die erforderlichen Geldmittel hiefür zur Verfügung gestellt werden, an deren Aufbringung sich auch die amerikanische Frauenorganisation Hädassä großzügig beteiligt hat. Das neue Jugenddorf wird zunächst 60 'Jungen und Mädchen aufnehmen können. Man wird die Anlage jedoch so gestalten, daß sie in absehbarer Zeit für die Unterbringung weiterer zwanzig 'Jugendlicher ausgebaut werden kann, g Autobusbetrieb in Tel-Aviv. Aus TeJ-Aviv! Die Tel-Aviver Autobusgesellschaft, die „Hamaavic Cooperative Society Bus Service Tel-Aviv-Jaffa Ltd.", macht folgende Mitteilungen über das letzte Betriebsjahr; Es stehen zur Zeit 15 L i n i e n im Betrieb, die vom 344 Mitgliedern der Kooperativgesellschaft und sonstigen Arbeitern bedient werden. Die Jahreseinnahmen sind von 1935 bis 1936 um 1,7%, von 144.563 auf 147.015 Pfund gestiegen. Es wurden 1936 4,500.000 Kilometer gefahren und 32,350.00 0 Passagiere be- KINO'PROORAMME f CHWEDEN A 49 GO VonlOUhr vorra.bis 7 Uhr abends DIE LEBENDE ZEITUNG Nur x/<8 Uhr und Yt10 Uhr abend3 Es geschah zu Siluester fördert Die Löhne der Mitglieder und Arbeiter sind von 77.562 Pfund i. J. 1935 auf 59.840 Pfund i. J. 1936; gefallen. Sie machten nur noch 40,7 Prozent der Gesamtausgaben gegenüber 46,7 Prozent im vorangegangenen Jahr aus. Diese Ersparnis wurde dadurch erzielt, daß das Monatseinkommen der Mitglieder um 3 Pfund gekürzt wurde. Im letzten Jahr wurden vier neue Linien eröffnet; eine Linie konnte während der Unruhen nicht betrieben werden, was einen schweren Schaden bedeutet hat, da gerade diese Linie die einträglichste war und 13 Prozent der früheren Gesamteinnahmen erbrachte. Nach den Unruhen ist der Ertrag der Linie um 75 Prozent gegenüber dem Ertrag des vorangegangenen Jahres gefallen. Andererseits ist infolge der Arbeit im neuen Hafen von Tel-Aviv der Ertrag der Linie 4 gestiegen. 92 Autobusse verkehrten i. J. 1936 auf den fünfzehn Linien der Kooperative gegenüber 80 i. J. 1935. Im ersten Vierteljahr 1937 ist die Zahl der Autobusse auf 104 gestiegen. Das Kapitel der Genossenschaft ist im Laufe des Jahres von 79.506 auf 82.858 Pfund angewachsen. Der Wert des Inventars, d. h. der Autobusse und der Garagen in Tel-Aviv beträgt 94.425 Pfund. Die Einnahmen der Genossenschaft waren in den ersten vier Monaten des Jahres 1937 ebenso hoch wie in dem gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Ausgaben waren dagegen höher, weil zwölf neue Autobusse in Dienst gestellt worden sind, während der Verkehr nicht zugenommen hat. Das Brauereigewerbe in Palästina Aus Jerusalem: Bei einer Presseführung durch die Anlagen der Brauerei „Nesher" in Rischon le Zion wurde mitgeteilt, daß das Unternehmen an jeder Flasche Bier nur ein M i 11 (2Va Groschen) verdient, während die Palästina-Regierung per Flasche 7 Mill Steuer bekommt. In dem ersten Jahre des Bestehens der Brauerei wurden über eine halbe Million Gallonen Nesher-Bier abgesetzt. Der Reinertrag betrug fast 300.000 Pfund. Der Import ausländischen Bieres ist von 650.000 Gallonen i. J. 1935 auf 230.000 Gallonen i. J. 1936 gefallen. Eine drückende Konkurrenz für das palästinensische Brauereigewerbe bildet das zollfrei eingeführte syrische Bier, für das in Syrien keine Steuer zu entrichten ist. Es wird vielfach in Palästina in Flaschen mit hebräischer Aufschrift verkauft. Palästina-Pavillon unter der Flagge des British Empire Aus London: In ihrem Bericht über die Eröffnung des Palästina-Pavillons der Pariser Weltausstellung hebt „Morning Post" hervor, daß der Pavillon der erste war, der unter der Flagge des Britischen Weltreiches eröffnet wurde. „Der Pavillon", heißt es, „ist ganz das Werk eines jüdischen Komitees, nicht der britischen Verwaltung Palästinas; aber auch ein Brite kann einen gewissen Stolz empfinden, daß seine politischen Institutionen ein derartig energiegefülltes selbständiges Leben einer nichtbritischen Gemeinschaft innerhalb des Empires ermöglichen." Waffen und Munition beschlagnahmt Au3 Jerusalem: In einem Dorfe bei Herzlia hat die Polizei bei einem Araber 5 KilogrammDynamit und eine größere Menge Munition beschlagnahmt. Der Araber wurde verhaftet. Bei einem Araber, der an einem Ueberfall auf ein Beduinendorf in der Nähe von Chedera teilgenommen hatte, fand die Polizei ein deutsches Gewehr und zahlreiche Patronen, 5iir «H0e, die imrcf) giinfttgen (Hntauf — ®efo flwren to ollen! Ä.sSeiben^e^fjofen 98 g, £unftferben*£nieftrümpfe, 2. SBohl 98 g, Ctjarmeufe^ofen, mafdjenfeft, alle ©röfcen unb garben S 1.25, 3)amen=2:rifotsSportMufen S 1.50, DamensStranbfiofen S 1.98, ©amen^oppenoabetrifots mit 9iücfenträger S 2.50, 2>amett*S#aftno&4Babes anaüße, moberne Srägerfafton S 4.90, JBabcanjüflC für ftarie grauen, mit Slotfert S 5.90, (Efjarmeufe* 9to<ffomomaiion S 2.90, Damen * Soucle * Sßutloocr S 2.50, Sfdjler 2Beften für 2)amen, fdjön geftitft, S 3.90, glatt S 2.90, »atift*3>itnM*93tufe S 1.60, moberne Sommer*23Iufen S 2.80, CC$atmeuJe*Stteif* Hufen S 3.80,ftoijfeiben*Sportölufen S 3.90, (Seinufterte ÄretonsÄlevber s 2.90, Sradjten^irnbtn mit 6d)ürae S 3.90, ©eBIumte Sommet*6ä)tafröd'e S 4.90, leinemSennisfleiber S 5.90, ä.*Geibens3niptim6*Äleü>et S 7.90, ßomoin. 3ept}ir*Dirnbtn mit' Stufe unb itsSeibensScfjürae S 7.90, £ofenröcfe S 8.90, iugenbtidje Soppen > Sportftetber S 9.80, s Seiben * SJtongoI« 3mpiim6*Äletbcr S 9.80, &*Seiben<$mprime*93oIero* Kleiber S 9.80, 9labfatjr*$)trnbln ober Spottfleiber mit £ofenfdjo& S 9.80, 5tsSeiben^ongot*3mprtmeVftafaf ober 9ieinietben*(5eorgettes£teib S 9.80, ftleiber für ein menschenwürdiges nichts mehr von dem Assimilation in Sowfetrul Die von einer Rei3e au3 Sowjetrußland zurückgekehrte zionistische Sozialistin Fini Brada schreibtu.a.: „Der Jude ist hier der Verfassung dankbar, die ihm die Möglichkeit gegeben hat, Dasein zu führen, das sich seiner Umwelt unterscheidet. Aus dieser Dankbarkeit aber und aus dem neue» klassemäßigen Bewußtsein kommt nun die neue Assimilationstendenz des russischen Judentums. Hier wird uns klar, daß alle Bemühungen der russischen Regierung durch Gründungen von jiddischen Schulen, Theatern, Klubs unfehlbar versagen müssen, da die Juden selbst sich nicht als Volk, sondern als ein Ganzes fühlen. Selbst dort, wo die Juden in kompakten Massen leben, selbst in der Ukraine, sehen wir, daß das russische Lebenselement immer tiefer und tiefer in das jüdische Bewußtsein eindringt und alles überwuchert. Einige Beispiele sollen diese Tatsache erläutern: Im Moskauer Jüdischen Theater: Der Zettel an der Litfaßsäule, der die Ankündigung trägt, ist in russischer Sprache gedruckt. Das Programm und die Eintrittskarte — sind russisch. Die Menschen neben uns sprechen, bis auf einige Ausnahmen, nur russisch. Im Büro der „Oset", Gesellschaft für die Ansiedlung der Juden in Biro-Bidschan: Der Leiter sitzt uns gegenüber, gibt uns alle gewünschten Auskünfte. Er braucht für uns Material, er ruft seinen Sekretär; die Verhandlungssprache ist — russisch. Auf meinen erstaunten Einwurf, daß ich doch hier, wo man sich sozusagen die Pflege des Jüdischen zur Aufgabe gemacht hat, vor allem die jiddische Sprache vorzufinden hoffte, ist man etwas verlegen und meint, nun in Moskau, ja überhaupt in den großen Städten der Union, finde man eben diese Tendenz der sprachlichen Assimilation, in den kleinen Städten aber, gehe eher eine Vertiefung des jüdischen Elements vor sich. Charkow: Jüdischer Arbeiterklub: Es ist ein warmer Abend. Viele Menschen sitzen diskutierend auf den Bänken im Garten. Man lädt uns ein, weiterzugehen, es spiele eben eine Wandertruppe hier, die von der Regierung subventioniert werde und in der Ukraine diejenigen Städte besuche, die kein ständiges jüdisch"* Theater haben. Der Theatersaal, ein früherer Tempel. Man spielt „Tewje, der Milchhändler". — In. der Pause — spricht alles wieder russisch. Der Arbeiterklub wird von 8000 bis 9000 Arbeitern besucht. Aber — so merkwürdig dies nun auch klingen mag — auch hier sprechen die meisten Anwesenden russisch. Hier treffe ich auch die Leiterin einer jüdischen Schule in Charkow, eine junge Frau, die mich über den Lehrplan, über die neue Ideologie, über ihre Methode unterrichtet. Auf meine Frage, ob die Kinder etwas aus der Bibel oder über die Bibel erfahren, ist man sehr verwundert und zweifelt sofort an meiner sozialistischen. Einstellung. Die Bibel sei zwecklos, eine unnötige Belastung, hier brauche man die Lehre Marxens und Lenins, gibt mir ein Chawer ziemlich scharf zur Antwort. So wird man denn als Zionist immer' trauriger, wenn man immer wieder hört: Hier gibt e's keine Judenfrage mehr. Ja, es gibt aber auch ohne Frage bald kein Judentum!" Während der kritischen Wechsclzeit werden mit dem natürlichen „Franz-Josef "-Bitterwasser Stauungen'in den Unterleibsorganen nebst träger Verdauung beseitigt, sowie Kongestionen nach dem Hirn und dem Herzen abgeleitet. Es wird ärztlich bestens empfohl. E ftarfe grauen am ÄunftfetbensSmprime S 9.80, £.=Seiben*^ongoI*3mprimesÄteiber ober SDBoIlftoff= Paletots S 12.90, (Engt, gemufterte «ßaletotsGompleis (Scfjop unb Sßaletoi), bas Getiefte S 29.—, gflomiffll- 3mprtmes$8oIeros£Ieiber {n retaenben ß.sSeibes2>efjms S 29.—, 9kufyIeber*2Beefenb;Sa)ufjc (Spalt) für Herren S 10.90, für 3)amen S 9.90, Sänufcfi^amenfdjulje, 33inbe*$umps ober mit SrfjnaUc, S 14.90. Sommers SB a f dj ft o f f e, fcfjöne Seffins, per Steter 89 g, <5e» Btumte Strnblftoffe, aafdj* ccfjt, 70—80 Breit' 98 g,, Sftobe * ßunftfetben » 3nu prime für Kleiber unb SBIufen S 1.39, Ä.*Seibe'n*. 3)irnbl 3epljire S 1.50, Ä. * Seiben * Xolebo, für 2Bäftt)e unb Stufen S 1.98,. Ä.*9Kattfcibe, Sljourbeffins S 2.90, „2Btftra"5ftoppen* ftoffe für Kleiber unb Stufen S 2.90, Ä.*(£rßpe*be< (Efjine^mprime S 2.90, „SonnengoIV^mprime, bte bufttge Sommerfeibe, Eeffins I936 s 3-50- — S'ü* Herren: 3Jcobe*Socfen mit Seibeneffcft 98 g, Sport^uttooer S 1.50, $t*Seibenljemben mit §aI6* ärmetn ' S 3.90, £radjtensßoben*3oppen S 10.90, fieberfyofett (Rammet) S 19.50, Sportanzüge aus. Darristtoeebartigen Stoffen S 39.—. et t. ♦ Eigentümer, Verleger. HerausgQbee und terjmtÄOttltch« Redakteur: .Oberbaurat Robert Stricker. — Drucki Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wien* Kniyeraitätsstiaßa 6—8,

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