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Die neue Welt · 1937-04-30 · Heft 652 (30.4.1937) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
11 (1937)
Issue
Heft 652 (30.4.1937)
Date
1937-04-30
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 652 vom 30. April 1937 GRÄBST EINE FRIEDLÄNDER & DEUTSCH Wen, 1. Bez., Seitenstettengasse 2, III Samstag XL, Zentraltriedhof, neb, d. 1. 7or. ||| seäihlossen Filme der Woche (Nachdruck nur mit Genehmigung: des Blattes) England: Melo. Frankreich: Schlafwagen Paris —Toulon Samson. Amerika: Romeo und Julia — Swing Time Drei süße Mädels — Rausch einer Nacht — Maria Stuart — Weltmeister der Dummheit — König des Lachens — Süßer kleiner Fratz — Zum Tanzen geboren — Guillotine — Wir marschieren um Mitternacht — Brutal — Tarzans Flucht — Frisco. Stadt ohne Gesetz — Matura — Tanzende Piraten — Die Glückspuppe, — Mord in Sing-Sing — Gier nach Gold. Filme unter Arierparagraph Ernte — Der Mann, von dem man spricht — Premiere — Sein größter Erfolg — Truxa — Frauenliebe- Frauenleid — Ball im Metropol — Das schöne Fräulein Schragg — Kinderarzt Dr. Engel — Der Mitternachtskönig — Das Veilchen vom Potsdamer Platzr — Sein bester Freund — Der Herrscher — Die Kreutzersonate — Vor Liebe wird gewarnt — Der Hund von Baskerville — Sein Modell — Der verkannte Lebemann — Männer im Dunkel — 3Ian spricht über Jacqueline — Der Scheidungsgrund — Susanne im Bade — Condittteri — Zurück in die Heimat — Die ganz großen Torheiten. Jüdische Kulturstelle Wien, 1., Franz-Josefs-Kai 3, Tel. B-28-2-36 Jüdisches Kulturtheater: Täglich 8 Uhr abends: „Jud Süß", Schauspiel in fünf Bildern (nach dem Lion Feuchtwangerschen Roman) von Ashlev Dukes, deutsch von L. Dämmert. Regie: Rudolf Weiß. Bühnenbilder: Gottfried Berger. — Sonn- und feiertags Nachmittagsvorstellung um Vi 4 Uhr: ,,Schwer zu sein ein Jud'" von Scholem Alejchem, deutsch von Jakob Rosenthal. Jüdische Volkshochschule: Hebräisch- und Englischkurse. Vorträge über jüdisches Brauchtum und jüdische Kulturgeschichte. Kunststelle: Ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Leihbücherei: Neuerscheinungen. Allgemeine Belletristik und Judaica. Neue jüdische Kinderbücher. Sektion für bildende Kunst: Sonntag, den 9. Mai, 11 Uhr vormittags, in der Jüdischen Kulturstelle: Zusammenkunft der Interessenten für die Reise nach Paris zur Weltausstellung. Jeder Jude zahlt als Mitglied der Kulturatelle nur S 1.50 jährlich. Neu renoviert! Restaurant „Zum Braten II, Negerlegasse 2 / Tel A-4?-110-2 1^3 ■ streng orthodox Reichhaltige Menüs S —.90 bis S 2.30 Gute Küche / Billigste Preise Cft //Die Sendung Semaels" Leo Beuß in den „Jüdischen Künstlerspielen" Samstag, den 1. Mai, findet in den „Jüdischen Künstlerspielen" die bereits angekündigte Premiere der jüdischen Tragödie „D ie Sendung Semaels" von Arnold Zweig (Uebertragung ins Jiddische von A. Meisrls) statt. Das Wagnis der Direktion, dieses umfangreiche und an symbolischen Szenen reiche Stück aufzuführen, findet seine Erklärung in dem Umstand, daß Leo Reuß-Brandhofer für sein Gastspiel an den „Jüdischen Künstlerspielen" eine Bolle wählte, die ihn nicht im Glanz eines Helden, sondern als schuldige Kreatur zeigen soll. Leo Keuß- Brandhofer spielt in der Zweitschen Bitualmordlegende (Fall Tisza-Eszlar) den Untersuchungsrichter Bary, während Jenny Ii o v i c die seinerzeit von Elisabeth Bergner gespielte Bolle des Knaben Moritz Scharf übernommen hat. In größeren Rollen sind Lore Glücksmann, Minna Deutsch, M. Klaron und die Herren Sigal, Tunis, Nachbar, Bell beschäftigt. Die reiche musikalische Untermalung hat den Zweck, vom Symbolischen durch Stimmungselemente zum Irdischen hinüberzuführen. Die Aufführung erfordert einen großen szenischen Aufwand. — Da das Gastspiel Leo-Beuß-Brandhofer nur für kurze Zeit bemessen ist, erscheint rasche Kartenversorgung zweckmäßig. Verband jüdischer Ingenieure und Techniker für den Aufbau Palästinas. Montag, den 3. Mai, 8 Uhr abends, kleiner Vortragssaal des „Ringes der Alten Herren zionistischer Verbindungen", Wien, I„ Kohlmarkt S, Dr. Alfred Eisenstein: „Zwischen den Gegensätzen." Ausstellung-Ann y Katz-Taussky. In der „Jüdischen Kultur stelle", I., Franz-Josef s-Kai 3, ist zur Zeit eine Ausstellung von Graphiken der Malerin Anny Katz-Taussky zu sehen, die hlemit zum erstenmal vor d,i« Öffentlichkeit tritt.'. Neben Landschaften und Kinderbildnissen findet sich auch eine Reihe dramatisch bewegter Szenen, die* für das Konipositionstalent der jungen Künstlerin zeugen. Zu den reizvollsten Blättern gehört „Jüdischer Friedhof" (Secgassc) und „Jüdische Frau", zwei charakteristische Arbeiten, wie denn fa6t alle Blätter durch dio klare Zeichnung und plastische Durchbildung fesseln. Die Ausstellung erfreut sich eines regen Besuches. Der „Jüdischen Kulturstelle" muß der Dank für Ihre Tätigkeit auf ausstellcrlschem Gebiet ausgesprochen werden. Jüdischer Spott Schwimmen und Wasserball Von dem Sonntag, den 25. d., im Dianabad abgehaltenen Wasserballabend der Hakoah-Schwimmer wären folgende Leistungen erwähnenswert: Ein zweiter Platz von None Winter und ein dritter von. Ery Kremenezky im 200-Meter-Jungmädchen-Brustschwimmen. Ferner ein zweiter Platz der Meisterathletin Gerda G o 111 i e b im. 200-Meter-Damen-Brustschwimmen. Gerda Gottlieb ist nicht nur die einzige Sportlerin Oesterreichs, die sowohl in der Leichtathletik, als auch im Schwimmen hervorragende Leistungen erzielt, sondern sie ist die einzige Dame, die tden kraftvollen Butterfly-'Stil wirklich beherrscht. Hervorzuheben wäre noch die Zeit, die Hans Schi,nko und Annemarie Strauß in den Staffeln erreichten. Der vielversprechende Brustschwimmer schwamm 100 Meter Brust in 1 :18,8, die ausgezeichnete Mädchenschwimmerin crawlte 100 Meter in 1 : 22,5. Einen ganz großen Erfolg konnten die Wasserballer erreichen. Sie schlugen den vorjährigen Meister Schwarz- Rot 3:2. Aus der hervorragenden Mannschaft hoben sich zwei Spieler besonders hervor: Der unüberwindliche Tormann Ornate in, der so manchen, scheinbar unhaltbaren Schuß abwehrte, und der ausgezeichnete Stürmer Wien, der zwei Tore erzielte. Das dritte Goal schoß Fischer. Die siegreiche Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Ornstein; Josefsberg, Oscheroff; Haber, Klug, Wien, Fischer. TTtTTT 0SEF LEITHANN vorm. Paul Planer A. G., Wien II, PraterstraGe 17, Telephon R-47-5-10 Elektromateriai / Radioapparate / Beleuchtungskörper / Dauerbrandöfen / 'Gasapparate / Sprechmaschinen / Elektrok03metik / Elektroapparate ' Glühbirnen in allen Starken stets lagernd / Befugte Radio-Reparaturwerkstätte ' Günstige Tauschgelegenheit , Bequemes Teilzahlu'ngssystem i Sonntag nachmittags fand' auf dem Hakoah-Platz eine interne Veranstaltung der Jugendgruppe der Leichtathleten statt. Dieses Meeting erfüllte einen doppelten Zweck: erstens wollte man die Früchte des bisherigen intensiven Traininga feststellen,: zweitens den Gästen, Gelegenheit geben, in einem Gästekampf . ihr Können zu zeigen. Die Veranstaltung erfüllte, ihren zweifachen Zweck in jeder Beziehung. Resultate: 100 Meter Jugend A: Heilpern 12; Jugend B: Mondschein 12,4; 300 Meter: Wiener 43; 1000 Meter: , S ch.w ar z II 2:56,6; Weitspringen Jugend A: Schwarz II 5,36 Meter, Jugend B: Mondschein 4,90 Meter; Hochspringen: Schwarz n 1,55 Meter; Kugelstoßen Jugend B: St au der 9,52 Meter; Diskuswerfen: Wiener 28,31 Meter; 60 Meter Jugend C: Herskow i t z 8,6. Für Saisonbeginn sind die erzielten Leistungen sehr beachtlich. Bei dem am 6. Juni stattfindenden „T a g der jüdischen.Jugend" werden diese tüchtigen jüdishen Jungen ihr Können vor der gesamten Oefferitliohkeit unter Beweis stellen. r V.Te. Touristikand Skiklub Hnkoah, Wien, I., Wiesingerstraßo 11, Tel. R-25-0-10. Klubabend jeden Freitag (Feiertage ausgenommen) von 9 bis 11 Uhr. Tourenprogramm für 1. und 2. Mai: a) Wienerwaldtouren nach Vereinbarung; b) Semmerlng (Abfahrt Freitag, Führer: Ing. Prinz); c) Dachstein (Ski-; tour, Abfahrt Freitag, Führer: Zug); d) Schneeberg ((Skitour, Abfahrt Freitag mit Autobus, Führer: Schwarz-; Anmeldung bis 29. April. Tel. R-27-1-14). Jüdischer Sport- und Schützenverein llaganah. Die Uebungsabende der Haganah finden jeden Montag ab 8 Uhr abendä im Holm, IX., Hörigasse 14, statt. Auskünfte und Neuanmeldungen ebendaselbst jeden Montag und Donnerstag abends. Der Jüdische Hochschulausschuß veranstaltet vom 6. bis 10. Mai eine Reise nach Budapest zu besonders günstigen Bedingungen. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariat täglich von 1 bis 3 Uhr, IX., Alserstraße 26, Tel. A-25-2-28. — Der Jüdische Hochschulaüsschuß hat mit einer Reihe von Tennisplätzen für seine Mitglieder besonders günstige Abschlüsse getroffen. Anmeldungen und Auskünfte im Sekretariat täglich von 1 bis 3 Uhr, IX., Alserstraße 26. Tel. A-25-2-28. Israelitische Kiilcusgemeiitde Wien Die Fürsorgekommission Brlglttenau hat anläßlich des Abschlusses der Ausspeiseaktion beschlossen, den Leitern dieser Aktion, insbesondere den Herren Moritz Richter und Moritz Landesberg, für die ausdauernde Tätigkeit seit Oktober 1936 bis April 1937 sowie für die namhaften-Sammlungen und Spenden den Dank auszusprechen. „Um unserer Zukunft willen." Ueber Einladung und unter dorn Patronat der ehrwürdigen Herren Oberrabbiner Dr. Taglicht. Rabbiner S. Fürst, Rabbiner Josef Babad und Großrabbiner Abraham Heschel fand eine Konferenz der Vertreter der österreichischen Kultusgemeinden und der Repräsentanten der Tempel- und Bethausvereine statt, die sich mit der katastrophalen Lage der thoralernendcn Jugend befaßte. Die versammelten Repräsentanten proklamieren den kommenden Schtbbos Parschas Bamidbor, den 15. Mai d. J., zu einem Tag der Sammlung für das Studium der Thora und ihre Jünger. In sämtlichen Tempeln und Bethäusern Oesterreichs soll an diesem Tag oder am 2. Tag Schwuos für den „Tif eres Bachurlm" ge3pe:.det werden. Jüdisch-kultureller Elternbund. Dienstag, den 27. April, Vj9 Uhr abends, findet im Klubsaal des Cafe1 City, IX., Porzellangasse 1 (Ecke Berggasse). eine Elternversammlung statt. Redner: Herr Richard S t ö s s e 1, „Der Jüdisch-kulturelle Elternbund". Herr Professor Dr. Emil Lehmann, „Jüdisches Kind iu dieser Zeit". Israelitische Jugendgottesdienste. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler und -Schülerinnen: Samstag,' den 1. Mai, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. — Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. und XX.-Bezirk: Samstag, den 1. Mai," um '45 Uhr nachmittags im Leopoldstädter, Teirlpel. II., Tempelgässe 5. undin den Bezirkssynagogen, IX., * MUllriergasse 21, und XX., Khickygasse 11. Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien macht die jüdische Bevölkerung darauf aufrrierk-. sam, daß es nach den Vorschriften unserer' Religion im Interesse der Taharath Hamischpachah dringend geboten erscheint, das rituelle Bad der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, das sich im II. Bezirk, Floßgasse 14, befindet, regelmäßig aufzusuchen. Es wird zur Kenntnis gebracht, daß der Wiener jüdischen Bevölkerung in dieser Einrichtung ein modernes Bad zur Verfügung steht. Die Mikwah sowohl für Männer als auch für Frauen ist täglich geöffnet, und zwar für Männer: täglich von Vfi bis %10 Uhr vormittags, außerdem an Freitagen von 12 Uhr mittags bis Sabbateingang, für Frauen: derzeit täglich von Vj2 Uhr nachmittags bis V-9 Uhr abends (Kassaschluß 8 Uhr). Badepreise: füi* Männer: täglich und Freitag bis V?1Q Uhr vormittags S —.20. Freitag nachmittags ohne Wäsche S —.50, Freitag nachmittags mit Wäsche S —.80; für Frauen: I. Klasse S 3.—, II. Klasse S 2.50, III. Klasse S 1.50. In berUckslchtigungswürdlgen Fällen besteht die Möglichkeit, für die III. Klasse der Frauenmikwah ermäßigte und bei nachgewiesener vollständiger Mittellosigkeit auch Gratiskarten zu erhalten. Zur Bequemlichkeit des männlichen Publikums ist der Beginn der Badezeit für die Männermikwah während der wärmeren Jahreszeit von 6 Uhr auf >:>6 Uhr früh \-orverlegt worden. Der Kassenschluß der FrauCnmikwah wird bis auf weiteres mit 8 Uhr, der Badeschluß mit M>9 Uhr abends für Wochentage festgesetzt und für Freitag mit der Zeit des AnbrucTis des Sabbats. Israelitischer Festgottesdienst aus Anlaß des Stafttsfeiertn?res am 1. Mal. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet Freitag, den 30. April, um %7 Uhr abends im Stadttempcl, I., Seitenstettengasse 4, aus Anlaß des Staatsfeiertages am 1. Mai einen feierlichen Gottesdienst. Die Festrede hält Herr Oberrabblncr Dr. Taglicht. Einzeleinladungen werden nicht ausgesendet. Bei den am Samstag, den 1. Mai, in allen Gemeinde- und Bezirksäynagogcn stattfindenden Jugendgottesdiensten wird die Schuljugend Uber die Bedeutung d*es Staatsfeiertages belehrt werden. Predigten in den tjemeinde- und IJezirkssynagogen. Freitag, den 30. April, werden bei den um 7 Uhr beginnenden Abendgottesdiensten in nachbonanhten Bezirkssynagogen Predigten abgehalten: III.. Untere Vladukt.Eassc 13 (Rabbiner D. K. Kupfer); XIII.. Eitclbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). Samstag", den 1. Mai, beim Vormi'tagsgottosdienst Schrifterklftrungen: II., Pazmahitengasse 6 (Professor Dr E. Lehmann); XV;, Turnergasse 22 (Rabbiner Dr. IT. J. Zlmmels); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Schwarz). \\ tfesiieriommieiie Küche REICHH ALTIOEMEWÜS ä S 1.90 UNO 2.60 : L- H W t UM I t l< «RAI il,Hammer-Purgstall-Gasse 3 fnächs* MIorbttltkB) 6 Tel. MM WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5697 April-Mai 7"a fmn Ijar Freitag 30 19 Sabbateingang 7*05 Samstag 1 20 Sabbatausgang 7*55 Sonntag 2 21 Montag 3 22 Dienstag Mittwoch 4 23 5 24 Donnerstäg 6 25 Eigentümer, yerleger, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur; Oberbaurat Robert Stricker. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ignaz Steinmann, beide Wien. TSt Utalveraitätsatraß* 6-~8,

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