Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 11 (1937)
- Issue
- Heft 639 (12.3.1937)
- Date
- 1937-03-12
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 639 vom 12. März it9Sft Dn^NiJüii:^BiT- Seite T AUS PALÄSTINA 19 Revisionisten in TehAviv verurteilt Aus Tel-Aviv: Vör dem Gericht in Tel* Aviv hatten sich 19 revisionistische Arbeiter zu verantworten, die vor einigen Wochen versucht hatten, In das Gebiet des Hafens von Tel-Aviv einzudringen, um wegen ItkrerNichtbeschKftigung zu protestieren. Fünf der Angeklagten wurden zu je zwei Monaten Arrests oder je 10 Pfund Geldbuße, die übrigen zu je einem Monat Gefängnis oder je 6 Pfund Geldbuße verurteilt. Selbstmorde unter flwitschen Juden Aus Jerusalem: Die hebräische presse teilt mit, daß unter d<m aua Deutschland nach Palästina eingewanderten Juden Selbstmorde aehr häufig sind". Fast täglich weiß diti Presse über den Selbstmord einek deutsch-jüdischen Einwanderers zu berichten. Meist handelt eA sksh um Menschen Im Alter von etwa 40 Jahren. Vier jüdische Abgeordnete im Parlament des Irak; Aus Jerusalem: Wie aus Bagdad berichtet wird, wurden in das neue Parlament des Irak vier jüdische Abgeordnete gewählt. K. K. L. fordert die Siedler zur Einhaltung der Sabbat-Klausel auf Aus Jerusalem (J. T. A.): Das Direktorium des Keren Kajemeth Lejisrael hat die auf Nationalfondsboden angesiedelten Kolonisten aufgefordert, sich streng an die in den Pachtverträgen enthaltene Sabbath- Schutzklausel zu halten, da sonst die in den Verträgen vorgesehenen Strafen verhängt werden müßten. Für Landesverteidigung die Hälfte des Budgets Aus Jerusalem: „Palestine Gazette" veröffentlicht die Budgetausgaben der Palästina-Regierung für das Finanzjahr April 1936 bis März 1937. Die Ausgaben für die militärischen Streitkräfte mit Ausnahme der Polizei und des transjordanischen Grenzkorps belaufen sich auf 1,303.000 Pfund; zusammen mit Polizei und Grenzkorps belaufen 3ich die Ausgaben für Verteidigung auf 2,291.526 Pfund. Die Gesamtausgaben der Palästina-Regierung im vergangenen Budgetjahr betragen;5,907.3S8^Pfund. Preisindex in Palästina gesunken Aus Jerusalem: Aus dem von dem Regierungsamt für Statistik veröffentlichten Bulletin ist zu ersehen, ,daß der Index der Kleinhandels- und Lebensmittelpreise im Monat Februar um 1,4 Punkte gegenüber dem vorän- , gegangenen Monat gesunken ist. Er ist abernoch immer um 7,7 Punkte höher als im Februar 1936. Prozentual ausgedrückt, bedeutet dies, daß die Lebensmittelpreise im Februar 1937 um 14/4 Prozent höher waren ais in demselben Monat des vorangegangenen Jahres. Für 18,979.000 Pfund Waren eingeführt Aus Jerusalem: Der Wert der Wareneinfuhr nach Palästina im Jahre 1936 betrug 13,979.000 •Pfund. Im Vergleich zu dem vorangegangenen Jahr ist der Wert der Einfuhr um 3,874.000 Pfund gesunken. Fertigwaren wurden im abgelaufenen Jahr für 6,551.000 Pfund (1935: 10,790.000 Pfund), Lebensmittel und Getränke für 3,939.000 Pfund (um 292t000 Pfund mehr als 1935) und verschiedene sonstige Waren für 2,516.000 Pfund (1935: 2,094.000 Pfund) eingeführt. Neue Motorboote im Hafen von Tel-Aviv Aus Jerusalem: Im Hafen von Tel-Aviv sind zwei neue große aus Metall gebaute Motorboote für den Hafendienst eingetroffen. Die bisher benützten Motorboote werden außer Dienst gesetzt. Das Eintreffen der neuen Boote wurde von hunderten Hafenarbeitern mit Begeisterung begrüßt. Achtung, Chaluxim! Die Chaluzimorganlsation des Verbandes der Juden- »taatszlonisten „Hechaluz Haleumi" teilt auf diesem Wege ihren Mitgliedern mit, daß die Haclischorahsaison 1937 in kurzem beginnt. Es ist für ausgezeichnete Hachscborahplätze bei jüdischen Gutsbesitzern gesorgt. Die Arbeitsbedingungen sind die gleichen, wie die -der slowenischen Arbeiter (Hainzen) uncj beinhalten neben Beistellung von Quartier und dem Deputat, S 2.20 pro Kopf und Tag. Die Anmeldung für die Hachschorah muß in den nächsten Tagen erfolgen. Chaweroth und Chawerlm melden sieh täglich zwischen 6 und 7 Uhr abends im Stadtkibbuz, II,, Rotensterngasse 12. Massenkundgebung aller Verbände der Neu-Zionistischen Organisation Dienstag, den 16. März, V49 Uhr abends, im Großen Festsaal des Hotel Continental, II, Taborsiraße 8 Thema: Sturm Uber Palästina Redner: Red. Paul Haller, Or. Willy Perl, J. U. C. Erich Wolf, Dr. Edmund Schachter WARUM nur STRUM-MAZZOTH? D 1 E WUNDE R BARE MARKENWARE■ STRUH-HAZZOTH dftlESS UNO HMHL ( STRUM-MAZZOTH dttiESS UND FARVEL STRUM-MAZZOTH GRIESS UNO MEHL sind in ßekömmlichkeit Und5 Im wunderbarer* detchmack nicht zu erreichen und mit keinem anderen Erzeugnis zu vergleichen. Sie sind bekannt und; beliebt als vorzügliche Delikatesse. 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Ma.zzot h- Bäckerei SUbttcdui lüdisdte Kullurstelle , I.» Franz-Josefs-Kal 3,x.Tel. ft-28-3-36 Jüdisches Kulturtheater. Täglich, 8 Uhr: Juschkewitsch' Groteskkomödie „Sonkin und der Haupttreffer". Musik: Hans Holevy. Chansontexte: Viktor Schlesinger. Regie: Joachim Laatz. Sonn- und feiertags um \>*\ Uhr nachmittags „Die Grenze". Jüdische Volkshochschule. Hebräisch- und Englischkurse. Vorträge: Professor Dr. Artur Bogner: Jüdische Weltanschauungslehre (Mittwoch }<:28 bis *j.9 Uhr); Professor Dr. K. Kupfer (im Zyklus „Alltags- und Festtagsbräuche im Judentum"): „Die Zeremonien der Pessach-Feiertage. Der Sederabend" (Donnerstag 7 bis 8 Uhr); Professor Dr. M. Papd; „Jüdische Kulturgeschichte in Zeit- und Charakterbildern" (Donnerstag 8 bis 9 Uhr). Sektion für bildende Kunst. Sonntag, den 14. März: „Fersönlichkeiten der Wiener Judengemeinde." Führung durch die Porträtsammlung der Wiener Kultusgemeinde. Leitung: Dr. Else Hofmann und Architekt Ing. Leopold Ponzen. — Anschließend Besichtigung des Kornhäuselturmes7,Beginn: y^ll Uhr vormittags. Treffpunkt: I., Seitenstettengasse 4.ij Kunststelle. Neuanmeldungen ganztägig. Ermäßigte Karten für sämtliche Privat-, Bundestheater und Konzerte. Leihbücherei (Jüdische Voikshochschulbücherei). Neuerscheinungen. Allgemeine Belletristik und Judaica. Neue jüdische Kinderbücher. " - ■'- Jeder Jude zahlt als Stamm^Mitglied der Jüdischen Kultursteile nur S 1.50 jährlich. '• pwweh TOZSRETM HAAREZ Palästina-Mazzoth, Karmel-Weine und Cognac, -<? •->•« * <Jaffa^Oratigea und> törap^sEy-uit, Shemen-Oliven. untf SalatuT sowi,e^^chmidi^V^azzoth, inländische Weine,,Sliwowitz ü))d.sämtliche Spezereiwaren rtDD 3w-wa lieiert'zu sehr billigen Preisen SAMUEL HALPERN Wien II, Förstergasse 6< lÄ^S Theater in der Josef Stadt. Btrabeau: „Das Paradies". Zwei Kinder, er siebzehnjähriger Student, sie sechzehnjährige Verkäuferin, '..aus ganz verschiedenem Milieu stammend, beide einsam, finden zueinander. In Wedekinds „Fi'ühlingser wachen" ist das Ende tragisch, hier wird alles in bezaubernd \eiqhter Art zu einem glücklichen Schluß gebracht. Wie 'köstlich naiv und Unterhaltend zugleich, wenn der Jun£e vom Spielzeügtiseh, den ihm die Mutter beschert, weg? zur Wiege seines neugeborenen Kindes gerufen wird. Und Birabeau versteht es, selbst in den heikelsten Momenten delikat und unaufdringlich zu sein. Für die Rollen der Liebenden und ihrer Freunde hat .man ganz junge5 Darsteller herangezogen. Geraldine K a 11, voll verhaltener Innerlichkeit, Hans Joachim Fr en dt, ein entzückend natürlicher Junge und Franz Bö he im, der Freund, der alles einrenken muß, geben hier außerordentliche .Proben ihrer Begabung. Adrienne Geßner und Alfred* Neugebauer, ein ewig . verärgertes Ehepaar, pointieren voll köstlicher Ironie, der mildverstehende Arzt Ludwig Stößels ist einfach meisterhaft. Ein brillanter Abend. Jenny Lovic als Rebbesen 1937 [. In den „J U cl i s;o h e n .;K ü n s 11 6 r s n i e l e n", II., I'raterntraße 84, findet Freitag, den 12. a. M., die Wiener Erstaufführung der Lustspielopcrette . „R e b b © z e n 19 3 7" mit Jenny Lovic in der TitelroUe statt. 'Dieses Bühnenwerk besitzt eine überaus lustige Handlung In chassidischem Milieu und ist mit einer Fülle von allerschönsten jüdischen und cbassidischen Volksliedern ausgestattet. Der populäre Komponist Olschanetzky (Autor der Musik von „Der letzte Tan«") hat mehr als zwanzig Gesang- Ntücke für Jenny Lovic und Heimi Lew in bereitgestellt. „Itebbezen hntte überall einen Biesenerfolg. Auch die übrigen Holten wind -erstklassig besetzt: Lore G Iii c k s m a n n spielt die alte Rebbezen und Dolly Nachbar einen Schames. „Kebbezen 1037" wird allabendlich um liö Uhr, Sonntag nachmittags auch um lj4 Uhr bei kleineu Freisen gegeben. Zwei \V e r b e v o r s t e 11 u n g e n in den Jüdischen Künstlerspielen.,'Montag, den IS. d. M., wird „Das Ohampagnermftdel" und Dienstag, den 16. d. M.,, „Kebbezen 1937" bei kleinen Preisen wiederholt, Mittwoch, den 17, d. M., Vereinsvorstellung „Kebbezen 1987", Donnerstag, den 18. d. M., Jubiläumsvorstellung iür Moritz Sl Hitzker, einem eifrigen Mitarbeiter an der Jüdisoheh Bühne in Wien. AJthebrälsches Konzert In Bratislava. Wie alljährlich fand auch heuer im großen Redoutensaal 'in Bratisslava ein Kantorenkonzert s^att, dessen Programm vornehmlich lithurgische Gesänge waren. Der Wiener Oberkantor Josef FeUer, in Bratislava durch seine Radipmitwirkung bereits bekannt, erntete mit seinen, stimmtechnlsch ausgezeichnet gebrachten Liedern stärksten Beifall des überfüllten Saales, Kon z e r t L i s et ott«Mircas. Am 18. Märe wird im Mittleren Konzerthaussaal die 18jährige Geigerin Listlotte Marcus ihr erstes eigenes öffentliches Konzert geben. Die Junge Künstlerin erhielt an der Konzertklasse des Neuen Wiener Konservatoriums von Professor Adolf Bäk die gründlichste Ausbildung. Im Juni 1935 horte sie Bronislaw Huberman, erklärte sie fflr außerordentlich, begabt und nahm sie sofort in . seinen Privatunterricht* Ueber Anregung ihres Meisters Professor Huberman gibt die .iuhge Geigerin nun ihr erstes eigenes Konzert in Wien. Ihr Begleiter ist der hochbegabte Pianist Hubert Walter Spitz (Bösendorfer-Preis!). Programm: Mozart: G-Dur-Konzert, Bach: Adagio und Fuge G-moll, Brahms: Sonate D-moll und Glazounow: Konzert A-raoll. Inge Halber stamm liest Samstag, den 13. März, </,(> Uhr aus den Schriften Martin Bubers im Saal der Wizo, I., Schotteuring 25. Hebräische Liederabende J. Segal-ltosenbach (Tenor) am Samstag, den 13. d. M., um Jfc9 Uhr abends im Festsaal der Wizo, I., Schottenring 25. Programm: Hebräische Kunstlieder (Muaik; Engel, Alman. Bäemel, Roskin; Texte: Bialik, Zloczysti, Perez, Else Laskar-Schüler u. a.), hebi-äische-jemenitische Volkslieder, populäre palästinensische Lieder und Horras. Mitwirkend: Violine virtuose Professor Josef Zimbler (jüdische Volksmelodien), am Klavier: Lili Riegler. — Am Mittwoch, den 17. d. M., um y29 Uhr abends im Großen Saal, IV., Hauslabgasse 2. Programm: „Erez Israels Aufbau im Lied." Ein Zyklus von ausgewählten neuhebräischen, neupalästinensischen Kunst- und Volksliedern, mit verbindendem Text (in deutscher Sprache) und Deklamation der Liedertexte (in deutscher Uebersetzung). Mitwirkend: ein Sprecher. Am Klavier: Lili Riegler._ Filme der Woche (Nachdruck nur mit Genehmigung des Blattes)' England: Männer sind keine Götter — Dunkles Geschäfte. Frankreich: Schlafwagen Paris—-Toulon — Die schuldige Stimme. Amerika: Skandal in der Oper —, Amigo —■ Fury' — Fünflinge geboren — Herrin der Dschungel —- Romeo und Julia — Gefährliche Fracht — Die lieben Verwandten — Mordende' Augen' — Swing Time -t- Sturm über England — Drei' süße Mädels — Rausch einer Nacht — Razzia' im Südexpreß — Maria Stuart — Hinter der Maske — Weltmeister der Dummheit — König des Lachens. . Filme unter Arierparagrapli Burgtheater — Ernte — Das Geheimnis eines alten Hauses — Letzte Grüße von Marie — Der Jäger von Fall — Das Hofkonzert — Die Nacht mit dem Kaiser — Diener fassen bitten — Ritt in die Freiheit — Es geht um mein Leben —1 Der Mann, von dem man spricht — Premiere —- Panzerkreuzer Sebastopol — Fridericus — Sein größter Erfolg — Truxa — Stadt Anatol — Donner, Blitz und Sonnenschein — Frauenliebe-Frauenleid — Ball im Metropol — Das schöne Fräulein Schragg — Kinderarzt Dr. Engel — Der Mitternachtskönig — Das Veilchen vom Potsdamer Platz — Sein bester Freund. „König des Lachens" — heute. Inmitten einetf, burlesken Handlung steht hier Amerikas höchstbezahlter, Komiker, Joe E. Brown. Das Schicksal des Akrobaten, den er gibt, will es, daß er fortwährend zwischen seiner Frau und einer Kollegin schwankt. Außerdem hört und sieht man noch in einer Varietßszene Maly Pic o n, die in Wien beliebte und sehr gefeierte Sängerin mit einem ihrer stärksten Songs. Die hiesige Uraufführung dieses Warn e r . B r o s. - F i 1 m s findet heute im. Rotent u r m - K i n o statt. ioNoIra^ KREUZ-KINO 1, Wöllzeile 17 Telephon R- 24-2-16 Vorstellungen: U, »A«, VtB, %10 HINTER DER MASKE Boris Karlolf, Jack Holt VOTIVPARK IX, Währingerstraße 12 Telephon A-18-3-96 Beginn: 4, Vt», V«!0 STAFA, VII MariahllferstraDe 120 Telephon B-33-0-u8 Wochentags- 'M, 5, 7 u. 9 MARIA STUART Catherine Hepbiirit, Frederic March Warum es§en wir ,/MazzoSh" l Fraglos kennt jeder Jude die Antwort auf diese Frage.. Sollte. ea doch einzelne geben, die es nicht genau wissen, warum wir am Pessach „Mazzoth" essen, dann mögen diese es in der ,,Hagadah" nachlesen oder es sich vom JUngsten in ihrer Familie erzählen lassen. Warum essen wir „S t r u m - M a z z o t h"? Auf diese Frage werden sicherlich viele tausende erfahrende Hausfrauen die gleiche Antwort geben... weil ,,Strum-Mazzoth" seit Jahren als die besten und bekömmlichsten erkannt und anerkannt wurden. Besonders beliebt sind Struma „runde" Mazzoth, eine Spezialität dieses vorzüglichen österreichischen Mazzotherzeugers. Die rituelle Autsicht besorgen drei Maschgichim des ehrw. Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde. Wer Strum-M»rzzoth kauft, hilft auch armen jüdischen Arbeitern, da die Firma Strum fast ausschließlich jüdische Arbeiter beschäftigt. E