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Die neue Welt · 1936-12-31 · Heft 619 (31.12.1936) · page 1

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 619 (31.12.1936)
Date
1936-12-31
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Preis 20 Groschen Donnerstag, den II* Dexentber 1936 14h Jahrgang Nr« 6t9 V. b* Ii« DIE NEÜL Zeitung vom Verleger versendet „Journal exp&iiö par redlteu*«1 H||l ■ »». r;„i_________ ün'v<*SftäfsWWii fothelt H7ei «, f. REVUE HERAUSGEBER: ROBERT STRICKER BEZUGSBEDINGUNGEN5 Oesterreich monatlich S 1.40, vierteljährig S 4.—, ganzjährig S 16.—; Polen monatlich Zloty 1.B0, vierteljährig Zloty 4.50; Tschechoslowakei monatlich Kc 6.—, vierteljährig Kc 18.—; Jugoslawien monatlich Dinar 14.—, vierteljährig Dinar 40.—; Rumänien monatlich Lei 50.—, vierteljährig Lei 150.—; Deutschland monatlich Mark 1.—, vierteljährig Mark 3.—; Bulgarien monatlich Lewa 30.—, vierteljährig Lewa 80.—; Italien monatlich Lire 5.—, vierteljährig Lire 14.—; Schweiz und die übrigen Länder monatlich Schweizer Franca 1.50» vierteljährig Schweizer Francs' 4.50, Mit E bezeichnete Anzeigen sind entgeltlich. Redaktion u, Verwaltung : IX, Universitätsstr, 8, Tel. A-20-2-78 — Erscheint Dienstag u. Freitatg üowet-JtyHkm Zum 15. Todestag „Jede, also auch diQ^^J4ge, ökonomische Gesellschaftsordnung, bei der' sich " auch nur ein einziger Selbstmord aus Not ereignet, ist.als eine ungesittet e unbedingt zu verwerf en,'* „Gleichheit in der Pflicht, Steuern zu zahlen, in der Armee zu dienen und sich im Krieg tot oder zum Krüppel schießen oder stechen zuMassen, diese Gleichheit findet man selbstverständlich und sieht sie als ethische Forderung an. Auch die Gleichheit vor Gott wird noch eifrig gelehrt. Aber die G1 e i c h h e i t im Sattwerden und Hungern? Dagegen empört sich der Dämon der Herzlosigkeit1 in unseren Zeitgenossen,'* * „Solange es , vorkommt, daß auch nur ein einziger Mensch hungert, oder in seiner Lebenshaltung nicht gesichert ist, solange taugt die ganze Gesellschaftsordnung nichts." „Millionen -von Menschen und Familien verbringen ihr Leben mit der immerwährenden Angst, nichts zum leben zu haben. Alle diese sinken ins Grab und haben vielleicht nicht einen, einzigen frohen Augenblick genossen, da selbst die Annehmlichkeiten unserer Kultur sie nicht im empfängnisfrohen und -fähigen Zustand^finden. Wozu haben also alle diese Individuengelebt?'1 „Alle die feinen Mittel, zur moralischen und idealen Hebung der Menschheit, alle die schönen Sittensprüche und moralischen. Erzählungen, alle schöne Literatur, Museen, Konzerte, Theater, werden die Menschen nicht veredeln, solange so mächtige Faktoren wie Hunger, ökonomische Angst und Sorge an ihnen fressen. ,Gebt den Leuten nur zu essen, die .Würde wird dann schon kommen4, sagt Schiller.'* * „Ein besonders widerwärtige und die Menschen entwürdigende Eigenschaft, die durch die Sorge urq den Lebensunterhalt großgezüchtet wird, ist der Servilismus oder die Heuchelei jenen gegenüber, die uns in jeder Beziehung nützen oder schaden kön* jien, Das ist den Reichen, den im Rang höheren' Beamten, den Fabriksherrn, kaufmännischen' Chefs, usw. gegenüber." „Im Gebiete des zum Leben, zur Erhaltung der physischen Existenz Notwendigen muß vollständige Gleichheit aller Menschen vorhanden sein. Muß gehungert werden, so sollen alle gleich ßtark hungern." .(Aus den, Schriften von PQpner.LynKeus,)] Kampfansage der paläs .Vor neue Aus Jerusalem wird gemeldet: Die gesamte hebräische Presse Palästinas bringt Nachrichten über Vorbereitungen der Zentralleitung der arabischen Terroristen zu neuen antijüdischen und antienglischen Aktionen großen Maßstabs. Die Zeitungen machen die Regierungen in London und in Jerusalem nachdrücklich auf die drohende Gefahr aufmerksam und fordern sie auf, schleunigst Maßnahmen zu treffen, um eine neue Katastrophe z u v e rh u t e.n. Aus den Meldungen, die die Zeitungen von unbedingt glaubwürdiger Seite erhalten zu'haben behaupten, ist zu ersehen, daß die Terroristen bei ihren Vorbereitungsarbeiten eine fieberhafte Tätigkeit entfalten. Es hat sich« auch herausgestellt, daß die Terroristen ihre Mittel nicht nur aus inländischen und ausländischen arabischen Quellen schöpfen und bei manchen fremden Mächten Unterstützung finden, sondern daß ihnen auf indirektem Wege sogar Gelder der Palästina-Regierung zufließen. So wird in den Zeitungen festgestellt, daß die Darlehen, die die Palästina-Regierang5>Ä r.a b,i seh e n L au d* Wirten gewährt hat, vielfach zum Ankauf von •'■ Waffen benützt wurden. Die Regierung hatte für l solche landwirtschaftliche Kredite 30.000 Pfund zur Verfügung gestellt. Die für dieses Geld bestellten Waffen sind zum Teil bereits in Palästina eingetroffen. tinensischen Judenschaft m Terror? Jugend halboffiziell eine ausgedehnte Werbe-* tätigkeit durch. Die Angeworbenen werden in besonderen Schulungslagern ausgebildet und durch eigene Instruktoren in allen Zweigen der Guerillakriegführung unterwiesen. b"q9uVmde „QRBlS"-Sonderreise nach POLEN CZERN0WITZ ■ ü■■■I UND BERLIN Abfahrt: S.Jänner 1937 Anmeldungen: Pollt. Reisebüro „ORBIS" 1. Kärntnerstrane 41, R-si<5-78 Oesterreichisches Verkehrsbüro 1. Friedrichstrane 7, b.27-500, i. Graben 20, u.29.0.33 Die Zeitungen fordern die Regierung dringend auf, sich Dingen gegenüber, die jedermann bekannt sind und über die überall gesprochen wird, nicht blind zustellen. Vorläufig allerdings habe es den Anschein, als ob die Regierung blind wäre. Sie unternehme nichts oder nur s e h r w e n i g. Die Tel-Aviver Tageszeitung „Dawafu befaßt -sich in einem Leitartikel,mit diesen Vorbereitungen zu "neuem Terror und deckt die Verbindungsfäden zwischen den arabischen legalen, halblegalen und illegalen Körperschaften auf. Die Zeitung warnt die Regierung vor den großen Gefahren, die dem Lande, das sich kaum erst von den schweren Folgen der Unruhen des letzten Sommers erholt hat, aufs neue drohen. Die Regierung, heißt es in dem Artikel, muß gegen diese Gefahren schon heute alle Mittel anwenden, denn morgen kann es schon zu spät sein. Der jüdische Jischuw empfindet nicht Furcht. Er ist nicht erschrocken und wird sich nicht schrecken lassen. Ueber sechs M 0 n a t e 1 a n g haben wir uns gegen den arabischen Terror und gegen die Gewalttätigkeit wilder Horden verteidigt. Wir haben vor dem : . Morgen keine Furchte Sollte es uns aber noch-« mals bestimmt sein, uns vor Taten der Zerstörung und Vernichtung zu schützen, so werden wir uns nicht mit bloßer Abwehr begnügen. Wir werden die Kriegserklärung annehmen. Im gleichen Sinne schreiben alle hebräischen Zeitungen. Es wird' betont, daß für die Regierung die letzte Stunde geschlagen habe, um zu verhindern, daß das Land neuerlich zum Schauplatz von Mord und Vernichtung, Brand. und Terror, ge«« macht werde.' *fr Aus Jerusalem (J. T. A.): Aus allen Teilen Palästinas werden Truppenbewegungen gemeldet. Bei den Abteüungen, die sich von der Anfang Oktober unter dem Oberkommando von Generali leutnant John G. Dill eingetroffenen ersten Division noch im Lande befinden, werden Sicherheitsvorkehrungen verschiedener Art getroffen. Man erwartet jeden Augenblick, daß für die Truppen• strenge Bereit-* schaft verkündet wird. In manchen Kreisen rechnet ,man sogar mit der Möglichkeit des Erlasses von Kriegsverordnungen. Vorläufig werden alle strategisch wichtigen. 'Punkte des Landes müitärisch besetzt. Das Bergland IMi JOSEPH CAUEIA vAvAI ALS GAN OSTER- KÖNIGuMJKMtc JOE CALLERNO IN W^KB SmnsdwnjeS| mmr uwnwlmm ab Freitag, 1. Jänner Von den arabischen Terroristenverbänden werden fortlaufend bei ■ arabischen Kaufleuten und Pflanzern große Summen für die Aufstandsbewegung unter Drohungen erpreßt. Wie aus den neuesten Berichten hervorgeht, werden aber nicht nur Araber auf diese Weise besteuert, sondern es hat auch die Irak P etr ol eum-Gesellsch af t• einen „Schutzzoll" entrichtet, um sich im Fall eines neuen Ausbruchs von Unruhen gegen Be-' Schädigung der Oelleitung zu sichern. Während der letzten Unruhen hat die Gesellschaft dadurch große Verluste erlitten, daß die Rohrleitung etwa vierzigmal beschädigt und das ausfließende Oel in Brand gesteckt wurde. Auch dieser von der Gesellschaft entrichtete Schutzzoll wird dazu benützt, eine neue Serie von Terror- und Sabotageakten vorzubereiten. Es soll sich hierbei um sehr große Beträge handeln, die u m f a n greiche Waffenkäufe ermöglichen. Die Presse veröffentlicht ferner umfassende Einzelheiten über die Schulung von M a n n- Schäften für die geplante Aufstandsbewegung. Der Führer der Terrorbanden, Fauzi Bey el Kaukadyi, führt im Irak unter der arabischen K0HLE K0KS ANTHRACIT „teSais" BAS C H IVi ARGENTINIERSTRASSE 22 - TEL. IU74UI1 Inhaber Dr. Richard Bäsch

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