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Die neue Welt · 1936-12-18 · Heft 617 (18.12.1936) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 617 (18.12.1936)
Date
1936-12-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 j.&>**,- ,!W DIE NEUE WELT Nr. 617 vom 18. Dezember 1936 Jüdisdie KulfursteHe I., Franz-Josefs-Kal 3, R-28-3-36 Wien, I.. Franz-Josefs-Kni 3, Tel. R-28-2-36 Das Jüdische Kulturtheater spielt auf vielseitiges Verlangen „Die Grenze". Montag, den 21. Dezember. Premiere Scholem Alejchems „Schwer zu sein ein Ju d". Die Literarische Sektion: Samstag, den 19. Dezember, 18 Uhr: Rabbiner Dr. A. Kaminka liest aus seinem biblischen Drama „König Ahab". Kunstsektion: Sonntag, den 20. Dezember, 9 Uhr: Kunsthistorische3 Museum „Das Benda-Legaf*. Führung: H. Friedmann. Photosektion, Volkshochschule, Leihbücherei, Kunststelle! z/Sdiwer su sein ein lud" in deutscher Sprache Scholem Alejchems Komödie „Schwer zu seioi ein Jud" wurde von Dr. Jakob Roscnthal aus dem Jiddischen ins Deutsche Ubertragen. Die Komödie gelangt in der Itosenthalschen Bearbeitung Montag, den 31. Dezember, am Wiener Jüdischen Kulturtheater zur deutschen Uraufführung. Premiere in den Jüdischen Ktinstlerspielen In den Jüdischen Kflasirerspielen, IT- Fraterstraße 34, wird ab Freitag, den 18. Dezember, das Volksstück mit Musik „M a m e and Schwiger" mit den Gästen David S e i d e rm a n n und Chana Lerner und dem übrigen Ensemble erstmalig aufgeführt. „Marne und Schwiger" hatte in allen jüdischen Zentren durchschlagenden Erfolg und wird gewiß auch in Wien infolge der ausgezeichneten Besetzung gefallen. „Marne und Schwiger" bleibt inklusive Montag, den 21. Dezember, täglich y.9 Uhr abends auf dem Spielplan und wird überdies auch Sonntag, den 20. Dezember, um VA Uhr nachmittags bei kleinen Preisen gespielt. Dienstag, den 22. Dezember, werden im Rahmen einer Markus-IIerschkowics-Sondervorstellung außer „Motel Pantoffel" Fragmente aus Osip Djmows „Sch'ma Jisroel' mit Markus Herschko.wics in de? Hauptrolle gegeben. Mittwoch, den 23., und Donnerstag, den 2t. Dezember, bleibt das Theater wegen Vorbereitung der großen Feiertagspremicre, einer neuen musikalischen Revue von A. M e i s e 1 s, geschlossen. Ein neuer jüdischer Tenor. Ein bisher der Oeffentlichkeit unbekannter Sänger, der Tenor Jose" K a n i a, wird sich am 14. Jänner 1937 im Großen Musikvereinssaal dem Wiener Publikum vorstellen. Nach den Aussagen verschiedener Fachleute handelt es sich hier um ein ganz außergewöhnliches gesangliches Talent. Chanuka-Feier im Israelitischen Altersheim. Donnerstag, den 10. Dezember, fand im Israelitischen Altersheim, IX., Seegasse 9, so wie alljährlich, eine Chanukah-Feier statt. Dank der besonderen Bemühungen des Obmannes, Herrn Dr. I. H. Körner, des Mitgliedes der Kommission Herrn Max B e 11 a k, der Frau Berthold Sinai, des Vereines „Bikur Chaulim", des Oberverwalters Popper mit den Beamten der Anstalt sowie zahlreicher Freunde und Spender war es auch heuer trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse möglich, den Insassen durch Aufbringung wertvoller und zahlreicher Geschenke eine besondere Freude zu bereiten. — Nach einem sehr guten Festessen erfolgte die reichlich© Beteilung der 450 Pfleglinge. Hierauf fand im Betsaale ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Oberkantor P o s t o 1 o w (begleitet am Harmonium vom Herrn Chordirigenten Fuchsgelb und unter Mitwirkung des Chores vom Stadttempel), in glänzender Weise die kantorale Funktion versah. Rabbiner Dr. Schwarz hielt eine stilvolle Ansprache. — Als Festgäste erschienen: Herr Vizepräsident Oberbaurat Stricker in Begleitung des Herrn Amtsdirektors Dr. Löwenherz, Herr Max Bell ak, vom Verein „Bikur Chaulim" der Obmann S. Oesterreicher und Herr Grüner. Herr £ i s n e r, Obmann des Müllner-Tempels, Herr und Frau Siegmund Kornmehl, Frau Sinai, Frau W a 11 u e h, Frau Kommerzialrat K a d i s c h und noch viele andere. Bei allen Insassen herrschte früheste Stimmung und einmütig Lob und Dank für das schöne Fest. Chanuka-Feier im Lehrlingsheim Zukunft. Dienstag, den 8. Dezember, fand in den Räumen des Lehrlingsheimes ,,Z ukunft", "Wien, IX., Grünentorgasse, eine sehr gelungene Chanuka-Feier statt. Der Vizepräsident Julius Toch konnte bei dieser Gelegenheit die Rabbiner Dr. A, Z. Schwarz und Dr. Armand K a m i n k a, die Kommerzialräte Bruno Weiß und Karl Klemperer, die Gattin des Ehrenmitgliedes J e 1- 1 i n e k, die Industriellen Heinrich Hahn, Siegmund Kornmehl und Frau Großbard sowie Fürsorgerat Frau Rosa Schwarz und viele andere prominente Mitglieder des Vereines begrüßen. Nach Anzünden der Chanuka-Lichter durch einen Zögling hielt der Vereinspräsident Dr. Paul G e h 1 b a r d die Festrede. Der Chor der Zöglinge brachte eine Reihe von hebräischen und jiddischen Liedern zum Vortrag. Nach der Feier wurden sämtliche Zöglinge mit Kleidern. Schuhen, Wäsche, Sportgegenständen und Naschereien reichlich beschenkt. Histadruth Iwrith. Der Vortrag und die Seminare der „Histadruth Iwrith" werden diesmal — Samstag, den 19. Dezember — im Vortragssaal des Cafe Freiwirth, IL, Praterstraße 11 (Eingang auch durchs Haustor), abgehalten. U9 Uhr abends: Vortrag Dr. J. Schächter Uber „Derek beethika"; 7 Uhr abends: Bibelseminar (Dr. Schächter); 8 Uhr abends: Literaturseminar (Auerbach). Um S 49.— in die Bucklige Welt mit der „Judäa"! Die „Judäa" veranstaltet vom 25. XII. 1936 bis 2. I. 1937 einen Skikurs in Z ö b e r n bei Mönichkirchen am Fuße des Wechsels. Anmeldungen und Auskünfte täglich von 1 bis 3 Uhr in der „Judäa", IX., Alserstraße 26, Tel. A-25-2-28. Zeiro w'Hechaluz Hamlsrachi, Wien, IL, Praterstraße 60. Freitag, den 18. Dezember, um 8 Uhr abends: O n e g- Sc h abbat h. Es spricht Herr Rabbiner Dr. Patron über das Thema: „Reminiszenzen, aus dem Wochenabschnitt." Gäste herzlich willkommen! — Samstag, den 19. Dezember, um Vj9 Uhr abends: Promotionsfeier zu Ehren unseres Präsidenten, Herrn Dr. Kaiman Singer, mit reichhaltigem Programm. — Sonntag, den 20. Dezember 1. J.. präzise 3,i5 Uhr nachmittags, Vortrag des Herrn Professors Julian Silberbusch über das Thema: „Der Zionismus und das Aufbauwerk in Palästina." Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten! Der Erste Wiener Jüdische Turnverein M a k k a b i, Wien, IX., Liechtensteinstraße 20, unterhält vom 24. Dezember 19S6 bis 2. Jänner 1937 ein Skilager in der Umgebung von Neuberga, d. Mtirz (Steiermark), Seehöhe zirka 900 Meter. Das Gebiet ist für den Skilauf sehr gut geeignet und bietet sowohl Anfängern als auch Vorgeschrittenen und Tonrenfahrern die besten Möglichkeiten. Die Preise für ein drei- oder neuntägiges Arrangement sind äußerst niedrig gehalten. Sofortige Anmeldungen von Mitgliedern und Gästen können noch entgegengenommen werden im Vereinslokal, IX,, Liechtensteinstraße 20. — Samstag, den 19. Dezember, im Cafe „Altes Rathaus", I., Wlpplingerstraßc 24, Gesellschaftsabend mit Tanz. — In der Volksschule, XIX., Silbergasso 2 n, Kinderturnen unter fachmännischer Leitung. Ferner wurde in W ä h r i n g ein Kinder- und Mädchenturnen eingerichtet. — Juden und Jüdinnen, fördert die Makkabi- Bcwegung! _ O. F. Todesfall. Am 14. d. M. ist hier Herr Sigmund K u nstadt im 63. Lebensjahr plötzlich verschieden. Die Beerdigung; fand am 15. unter überaus großer Beteiligung am Neuen Isr. Fried- : hof statt. Die Funktion versah in ergreifender Welse Herr Kantor . Kunstadt. Der Verblichene entstammt einer nltangesehenen Familie und erfreute sich ob seines überaus zuvorkommenden Wesens allgemeiner Wertschätzung. Kr führte ein vorbildliches Familienleben und wendet sich seiner Gattin, seinen beiden Kindern und Geschwistern allgemeine Teilnahme zu. Die bekannte Stelnmetzfirma Friedländer & Deutsch verliert mit ihm ihren bewährten, verdienstvollen Mitarbeiter. Israelifische Kultusgemeinde Wiei. Konkursausschreibung Im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt an der I. medizinischen Abteilung eine Sekundararztensstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Hellkunde im österreichischen Bundesstaat, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter .15 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Naturalwohnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von den Monatsbezügen in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Beziige nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatschein,, Doktordiplom, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind an den Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4 (Amtsdirektion), bis längstens 31. Dezember 193 6, 12 Uhr mittags, zu überreichen. Markus Engels Paulinen*Stiffung Aus "den Erträgnissen der obgenannten Stiftung gelangt der Betrag von S 5300.— an hilfsbedürftige Nachkommen der nachbenannten Geschwister des Herrn Markus Engel zur Verteilung: Samuel Engel, Charlotte, geborene Engel, verehelichte (Adolf) Hirschfeld, Rosa, geborene Engel, verehelichte (Philipp) IJ!as. Bewerber und Bewerberinnen, welche den vorstehend angeführten Bestimmungen entsprechen, wollen ihre Gesuche bis spätestens 10. Jänner 1937 an das Kuratorium der „Markus Engels Paulinen-Stiftung", Wien, L, Seitenstettengasse 2, übersenden. Den Gesuchen, welche detaillierte Angaben über alle für die Beurteilung der persönlichen Verhältnisse der Gesuchsteller maßgebenden Umstände zu enthalten haben, sind anzuschließen: Das Geburtszeugnis, eine Lebensbestätigung, ein Mitteiluslgkeitszeugnis, ferner amtliche Dokumente, durch welche die Abstammung des Bewerbers oder der Bewerberin von dem obgenannten Bruder oder einer der obgenannten Schwestern des Herrn Markus Engel nachgewiesen wird. Das Stiftungskuratoriüm. Besetzung von Chorsängcrstellen. Bei der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen Chorsängerstellen für T e n ö r e zur Besetzung. In Betracht kommen nur jüngere Kräfte mit entsprechender musikalischer Vorbildung, welche die österreichische Bundesbürgerschaft besitzen. Nähere Auskünfte werden im Schulamt der Israelitischen Kultusgemeindo Wien, I., Seiten-« Stettengasse 2, I. Stock, erteilt. Israelitische Jugcndgottesdienstc. 1. Jugendgottesdienste für Volks-, Haupt- und Mittelschüler und -Schülerinnen. Samstag, den 19. Dezember, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeindetempeln und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im IL, IX.', und XX. Bezirk. Samstag, den 19. Dezember, um '/,5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, IL, Tempelgasse 5, und in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Klucky^ gasse 11. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 18. Dezember, werden bei den um 3 Uhr 55 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: IL, Pazmanitengasse 6 (Professor Dr. A. Weiß köpf); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). Samstag, den 19. Dezember, beim Vormittagsgottesdienst Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXL, Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Unsere bekannt billigen Winterreisen nach Polen. Abreise: 22. Dezember 1936 und 5. Jänner 1937. Auskünfte Dr. S. Tocker. Verlangen Sie Prospekte über unsere Ski- und sonstigen Gesellschaftsreisen nach dem In. und Ausland. „In die Welt'', - W. M. Renner, LX„ Liechtensteinstraße 2. Telephon A-14.-5D4. Gesund, gut und leicht verdaulich ist das köstliche Wiener Simonsbrot. Unentbehrlich zur Erhebung von Darmträgheit und Magenleiden. Bestes Diätbrot/ ' E ßestrenomm lerte Küche REICHHALTIGE MENßSäS 1.90 UND 2.60 fi C H W fc C H A T ü 1< BRAU II, HammerPurgita Il-Gasse 3 (nächst Saliforbröcke) Tel. H-4I-C-?! WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5697 Dexember rata rjnn. Tebefh Freitag 18 4 Sabbateingang 3.55 Samstag 19 5 Sabbatausgang 4.55 Sonntag 20 6 Montag 21 '7 Dienstag 22 8 Mittwoch 23 9 Donnerstag 24 10 PF E H |M|nBUMHi dggj sw Restaurants, Cafes etc. Cafe Äbbazia, II., Ausstellungsstraße 1, Tel. JR-44-5-58. Warme und kalte Küche. Bier vom Faß. Kiubzimmer. Samstag u. Sonntag Konzert. Musikschutz frei. A. Barschak, IL, Große Schiffgasse 3. Streng -\vs Vorzügliche Küche. Billige Preise. Cafe Beethoven, I., Universitätsstraße 11, Tel. B-43-508. Erstrangiges Rendezvous gutbürgerlicher Kreise. Dalmatla Weinhaus, IV., Kechte Wienzelle 27, Telephon A-37-0-25. Filiale: I., Tuchlauben 11, Tel. U-27-1-61. Original serbische Küche, jugoslawische, dalmatinische und serbische Weine. Kaffee-Restaurant „De France", I., Schottenring 3, Telephon A-16-3-74. Erstklassige Küche. Billige Preise. Saal und Klubzimmer zu vergeben. / Krystall-Cate, L, Aspernplatz 1. Tel. ü-14-5-50, 0-14-5-51. Elegantes, billiges Großcafe. Wanne Speisen. Deutsch am Schottenring 12, Tel. U-213-55. Selchwaren, Delikatessen und Gaststube. Caf6 Edison, VIII., Alserstraße 9 (Käthe Seidmann), Tel. B-43-0-47. Kalte und warme Küche. Bier vom Faß. Billige Preise. Saal und Klubzimmer abzugeben. 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