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Die neue Welt · 1936-10-23 · Heft 602 (23.10.1936) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 602 (23.10.1936)
Date
1936-10-23
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 602 vom 23. Oktober 1036 Jfidisdie Musik Konzert J. Segal-Bosenbaoh (Tenor) In der Reihe jüdischer Kunst steht die Musik an erster Stelle. Zahllos sind die Volkslieder, die bis heute gesammelt wurden. Durch den Aufbau Erez Israels hat nunmehr auch das neuhebräische Lied seinen Platz erobert, wenn auch seine Popularisierung, namerttlichim Westen, zufolge Unkenntnis der hebräischen Sprache derzeit noch auf Schwierigkeiten stößt. Um so dankbarer müssen wir einem Interpreten sein, der es kraft plastischer Ausdrucksweise verteht, die Tiefe und Gefühlsfreude des hebräischen Liedes zu erschließen. Die Kunst des Konzert- und Radiosängers J. S e g a 1- Rosenbach gewinnt immer mehr Freunde. Dies bewies sein letzter Konzertabend am 3. Oktober im vollbesetzten Festsaale des Hotel „Post". Im ersten Teil brachte J. Segal-Rosenbach durchwegs ernste Gesänge, wie u. a. Tschernichowskis „Omrin Jeschna erez", ferner das uralte jemen. Volkslied „Jafim halejlot", welches unverfälscht jüdische Seele aus jedem Tone klingen läßt. Das „Nihle" des Londoner Komponisten Almahn (Erstaufführung) s und das jidd. Volkslied „Berditschewer Kadisch" (bearbeitet von Lioff) fanden ganz besonderen Beifall. Sie brachten den umfangreichen, blühenden Tenor Rosenbachs zu voller Geltung. Der zweite Teil bot heitere Gesänge. Die beiden Lieder „Gassnpoücer" (von M. L. Halpern) und „3 Schwestern" (von Wintschevsky) wirkten nicht nur durch Melodienreichtum,- sondern auch durch ihre geistreichen Texte. Dann Lieder, welche die Sehnsucht nach Arbeit zum Inhalte hatten. Schließlich das geliebte;,E m e k 1 i e d", das von den Anwesenden begeistert mitgesungen wurde. Wundervolle chassiddischjiddische Volksweisen erzielten den' Höhepunkt der Stimmung. Die Zuhörer dankten mit endlosem Beifall. Besonderen Anteil an dem Gelingen. des Abends hatte die prächtige Klavierbegleitung durch Frl. L i 1 i R i e g 1 e r. Frl. R i e g 1 e r ist eine kongeniale Partnerin des Künstlers. Hebräische und jüdische Lieder brachte auch der Jüdische Gesangverein, unter Leitung Dr. Kurt Pahlens zu Gehör.. Besonders die uraufgeführte siebenstimmige palästin. „Horra" fand stürmischen Beifall und'wurde wiederholt. Alles in allem: Ein ungemein genußreicher künstlerischer Abend, .'der tiefen Eindruck erzielte. < e. b. «t Neu renoviert! Restaurant „Zum II, Negerlegasse 2 . .. . .v -. UtfD streng orthodox/ Reichhaltige Menüs S —.90 bis S St.30 Gute Küche / Billigste Preise I Alt-Hcrren-Verbände der Z. M. V. Oesterreichs. Montag, den 26. d. M., um 8 Uhr abends im Klubsaäl des Cafd Bristol zweiter Gesellschaftsabend mit Damen. Es spricht Dr. I. H. Körner. "' Jüdischer Angestelltenverband Emunah, "Wien, IL, Praterstraße 11. Samstag, den 24. Oktober, Vortrag des Herrn Redakteurs Bruno Heilig, „Palästina einst und jetzt". Beginn 8 Uhr abends. Gäste willkommen. — Sonntag, den 25. d. M., .6 Uhr ane ds Heimabend. — Sprachkurse. EinsßhrpWünfren in die neuen Hebräisch-, E&glisch-, Französischr und Italienisch-Kurse werden noch diese Woche von 3 Uhr nachmittags bis S Uhr abends entgegengenommen. , . Oberkant^r Josef Borin ist ein Künstler von besonders feinem musikalischen Empfinden. Nach erfolgter Ausbildung in Italien war Borin langean großen Opernbühnen als lyrischer Tenor tätig, darunter zwei Jahre unter Weingartner an der Wiener Vblksoper und später auch an der Breslauer Oper. Gegenwärtig ister Oberkanten* an der neuen großen Synagoge in Breslau als Nachfolger des berühmten Oberkantors Cerini. — Verlangen Sie Kataloge durch Musikhaus Excelsior, I., Franz- Josefs-Kai 15, Tel. R-21-4-46. Amtliche Verlautbarungen der IfraeL Kultusgeitteande Wien« Kolikursausschreibung Im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währingergürtel 97, gelangt die Sekundararztensstolle im Röntgeninstitut zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Hellkunde im östereichischen Bundesstaat, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benutzung einer möblierten Naturalwohnung samt Beleuchtung, Beheizung und Bedienung sowie die volle Verköstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von den Monatsbezügen in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumentcn (Geburtsschein, Heimatschein, Doktordiplom, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, bis längstens 5. November 1936, 12 Uhr mittags, zu überreichen. Das ehrwürdige Babbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt bekannt, daß die Fleischbank Michael Täuber, II., Haidgasse 3, ab 12. Oktober 1936 nicht mehr unter seiner Aufsicht steht. Fredigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 23. Oktober, werden bei den um 4 Uhr 45 Min. beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. I. Taglicht); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); VIII., Neudeggergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Bauer); XV., Turnergasse 22 (Dozent Dr. H. J. Zimmels); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). — Samstag, den 24. Oktober, belni Vormittagsgottesdienst Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Israelitischer Jugendgottesdienst, a) Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler und -schulerinnen. Samstag, den 24. d. M., um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen, b) Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklassen im II., IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 24; d. M., um #5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, II.'. Tempelgasse 5, und in den Bezirkssynagogen IX., Müllnergasso 21, und XX., Kluckygasse 11. An alle Jugendvereine/ Volksbsbiioftheken und Kultus1 vereine! Das Bildungsreferat der Israelitischen Kültusgemeinde gibt bekanrit: ... . Im Sinne des S fra d t g e s e t z e s vom 2. Juli 1936 'zur Regelung des Bildungswesens in Wien werden alle Vereinigungen, die ein Kultur-,. bzw. Bildungsprogramm (Jugendvercinigungen, Jugendbibliotheken usw.) haben, aufgefordert, bis spätestens Mon.tag, den 2., November 1 9 3 6, dem Bildüngsreferat der Israelitischen Kultus gemeinde Wion (I/, .Seitenstettengasse 2, I. Stock. Schulamt) behufs Weiterleitung an das Volksbildungsamt der Stadt Wien schriftlich bekanntzugeben: 1. Die Satzungen (Statuten). des . Vereines, Tag und Zahl ihrer Genehmigung. 2. Name und Wohnort der leitenden Organe. 3. Die wichtigsten Angaben Uber die Gründung und den Gegenstand ihrer Tätigkeit. 4. Sind die Einrichtungen des Vereines uneigennützig, das heißt werfen sie einen Gewinn ab oder nicht? 5. Name und Wohnort der.. Kursführer, Vortragenden und Exkursionsleiter und ihre Zugehörigkeit zur Vaterländischen Front. 6. Zahl der Mitglieder. Die obgenannten Voreine werden im .eigenen Interesse d r Ln g e.n d.s t aufmerksam gemacht', rechtzeitig die gewünschten Mitteilungen anher "gelangen zu lassen, wobei in Erinnerung ge- WOCHENsKALENDER FÜR DAS JAHR 5697' Oktober . um* b rjnn - CheicSiwan Freitag. 23 7 . Säbbateingang 4.45 Samstag 24 8 Sabbatausgang 6.40 Sonntag 25 9 Montag 26 10; Dienstag 27 11 Mittwoch 28 12 Donnerstag 29 13 bracht wird, daß nach 5 5, Absatz 5, des obzitierten .Stadtgesetze« volksbildnerische Vereine religiösen Charakters der Zustimmung des zuständigen Organs jener Kirche (Religionsgemeinschaft), welcher die betreffenden Vereinigungen unterstehen, bedürfen. Des ferneren wird bekanntgegeben, daß die Benennung „Volks»- bildung" (Volkshochschule, Volksbildungshaus) gesetzlich geschützt ist.__ Veranstaltungen zugunsten des Denkmals „Der Heilige Berg" von Dr. Alfred Nossig in Polen In Polen, wo die Skulptnr „Der Heilige Berg" von Alfred Nossig die erste wirksame Förderung gefunden hat, haben dlo Fortschritte, die die Arbeit an der Vollendung des Werkes im Laufe des letzten Jahres gemacht hat, sowie der durch das Modell anläßlich seiner Ausstellung in Berlin hervorgerufene Eindruck die Veranlassung gegeben, eine neue Aktion einzuleiten. Die in Warschau, Krakau, Lodz und Lemberg bestehenden „Komitees zur Förderung des Heiligen Berges" haben ein Zentrnlcxekutivkoniltee ins Leben gerufen, welches sich vornimmt, zur Beschleunigung der technischen Fertigstellung der symbolischen Skulptur Nossigs beizutragen. In Kattowitz und Biclitz haben sich aus maßgebenden Persönlichkeiten zusammengesetzte Komitees gebildet, die, von Bnei-BHth-Logen und den üemclndcn unterstutzt, sich fUr das Werk einsetzten. Das wärmste Interesse fand die Aktion in Lemberg, wo eine Feierliche Akademie zu Ehren Dr. Nossigs veranstaltet wurde. Die Hauptrede hielt der frühere Scjmabgeordnete Doktor Abraham I n s 1 o r. Anläßlich der Feier wurde ein von dem Komitee aufgebrachter Betrag für den Denkmalfonds gestiftet. Austritte au§ dem Judentum Hobler Lucie, Private! geb. 27. Jänner 1910 Wien, ledig, XVI., Fröbelgasse 56. — Klüger Georg, Mittelschüler, geb. 20. Mai 1922 Wien, ledig, IL, Czerningasse Nr. 21. — F.einisch Adolf, Privätbeamter, geb. 1. Mal 1896 Wien, ger. gesch., ni., Hainburger3traße 68. — Braun Dr. Hermann, kaufm. Direktor, geb. 2. April 1891 Steinakirchen, vh., III., Arenbergring 19. — Fischl Alfred, Mittelschüler, geb. 15. Oktober 1918 Wien, ledig, VIII., Blindengasse 4. — Schwarz Dr. Ing. Friedrich Karl, Kunstdünger-FabrilÄnt, geb. 25. Mai 1902 Fiume, vh., Deutsch-Wagram. — Schwarz Nils Zdenko Adolf, geb. 21. Jänner 1930 Wien, ledig, Deutsch-Wagram. — Fischer Hanna Annemarie; Private, geb. 5.' November 1917 Wien, ledig, XIX., Zehenthofgasse 31. — Schwarz Xenia Ljerka, geb. 21. Februar 1904 Koprivnici, vh., Deutsch-Wagram. —- Hönigschmied Herbert, geb. 3. August 1922 Wien, ledig, XIIL, Hofwiesengasse 44.--Rendelstein Alfred, Schüler, geb. 26. Jänner 1919 Wien, ledig, XV., Gablenzgasse 15. — Abeles Kurt, geb. 7. September 1926 Wien, ledig, XVI., Lorenz-Bayer-Platz 18. — Israiloff Erich, Mittelschüler, geb. 25. Juni 1922 Wien, ledig, XV., Hütteldorfer- 3traße 33. — Berger Ignaz Herbert, Student, geb. 11. Juni 1918 Wien, ledig, IV., '• Favoritenstraße 15. — Spitzer Wilhelm Robert, Student, geb. 10. August 1921 Wien, ledig, IV., Margaretenstraße 38. —7 Friedmann Jakob, Student, geb. 3. Dezember 1012 New York, ledig, VIIL, Schlösselgasse 10. —«oldberg Gustav, Elektr.-Geh., geb. 17. Juli 1915 Wien, ledig, IX., Sechsschimmelgasse 22. — Maier geb. Neumann Erika, Private, geb. 8. Jänner 1906 Triest, ger. getr., L, Schelllnggasse 6. — Langer Marianne, geb. 3. Juni 1910 Wien, ledig, X., Laxenburgerstraße 14. — Mittler Eva Zäzilie, Studentin, geb. 11. Februar 3912 Wien, ledig, IX;., Porzellängasse 50. — Keich Karl, Käufmann, geb. 4. August 1902, vh., I., Börseplatz 6. — Bunzel geb. Spitzer Nanette, geb. .5. März 1870 Wien, vh., XIIL, Sauraugasse 4. — Lechner geb. Banch' Gertrud, Private, geb. 16. Juli 1917 Wien, ger. gesch., IL, Haidgasse 4. — Schafer Hans Wilhelm, Drogistengehilfe, geb. 27. September 1915 Wien, ledig, VII., Stiftgasse 27. — Beer Dr. Editha, Sprachlehrerin, geb. 18. Mai 1900 Wien, ledig, XVI., Wernhardtstraße 6. — Gimplowi'jsch Ernst, Kaufmann, geb. 13. Jänner 1893 Wien, verw., IL, Große Sperlgasse 26. — Klose Ilse Margot, Private, geb. 10. September 1912 Berlin, ledig, L, Morzinplatz 4. r— Schüller Theodor, Verleger, geb. 19. August 1910 Wien, ledig, I., Johannesgasse 23. — Bublnsteiii Josef Alexander, Hochschüler, geb. 5. Jänner 1912 Wien, ledig, III., Klimschgasse 10. — Steiner Otto, Beamter, geb. 12. September 1903 Baden bei Wien, ledig, III., Weyrgasse 8. MPFEH Restaurants, Cafes' etc. Cafe Äbbazia, Ii.. Aüsstellungssträße 1, Tel.- R-44-5-58. Warme und kalte Küche. Bier vom Faß.' Klubzimmer. Samstag u. Sonntag Konzert. Musikschutz frei. A. Barschak. it.. Große Schlftgasse 3. 'Streng urs Vorzügliche Küche Billige Preise - ■ Cafe Beethoven, I.. Universitätsstraße 11. Tel. B-43-508. Erstrangiges Rendezvous gutbürgerlicher Kreise. Dalhiatia Weinhaas, IV., Hechte Wienzeile 27. Telephon A-37-0-25. Filiale; I.. tuchlauben Hl Tel. CJ-27-l-fal. 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