Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 594 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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.Seite« ME NEtTE WELT ttt. &J4 vom 16. September 1938 BERGHAM 1 RABENSTEIQ 3 ^^£^^2^ KÖLLNERHOFÖASSE 1 9 .80 Reinseideni Herrenhemden, beste Paßform nur Neue Sorten Herrenhemden, Pyjama u.Oressings für den Herbst bereits lagernd. In Preis und Reichhaltigkeit unübertroffen alledem den großen Einfluß behält, kein Verlaß ist. Die Lage bleibt voll von Gefahren. DasSchwert hängt über dem Jischuw. Die Gegner ruhen und rasten nicht In unseren Reihen aber herrscht noch immer der Geist des Verzichtes und verantwortungsloser Nachgiebigkeit. Das hat die Sitzung in Zürich bewiesen, deren trauriger Verlauf darauf zurückzuführen ist, daß die Träger der Opposition gegen Passivität, daß die Träger des Judenstaatszionismus in den führenden zionistischen Instanzen so gering an Zahl sind. Wir rufen der zionistischen Welt zu: Bleibe wachsam! Die zionistischen Massen dürfen sich nicht länger zur Passivität zwingen lassen. Sie müssen gegen den Geist aufstehen, welcher sich in Zürich wieder offenbart hat. Die zionistische Einheitsfront wird von obenher sabotiert. Sie muß von untenher gebaut werden! Die Judenstaatspartei ist unerschüttert in dem Glauben, daß eine Verwirklichung der jüdischnationalen Bestrebungen in Palästina zu erreichen ist. Sie ist überzeugt, daß der Judenstaat errichtet werden kann. Aber nur dann, wenn der zionistische Geist stark und unentwegt auf das Ziel gerichtet ist. Es ist jetzt erste Pflicht aller Zionisten, jenen beizustehen, die die Mobilisierung aller nationalen Kräfte verlangen und den Großzionismus auf ihre Fahne geschrieben haben. Der verzichtende Kleinzionismus hat an den Rand des Abgrundes geführt! Stärket den; Groß Zionismus! Stärket den Judenstaatszionismus! Die Weltexekutive der Judenstaatspartei. Iksiud^HouS'iudistUeliiusitc! Musikhaut Exceliior \V:r;t^l Alleinvertrieb des Lukraphon. Großes Lager an jüdischen Schallplatten jeden Genres als auch von mod. Tanzu. Opernplatten. 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Organisationen, die parteimäßig gebunden sind, scheuen sich, diesen Ruf laut werden zu lassen; sie fürchten zu. hohe Forderungen von der Gegenseite und fürchten aus den eigenen Reihen den Vorwurf der Schwäche. Wir in der Z. A. G. sind frei von solcher Furcht Wir sprechen aus, was alle, alle fordern — wenn sie einzeln und frei von Parteizwang sprechen können. Wir verlangen yon den zionistischen Führern, daß sie eine Plattform für alle Zionisten finden. Es ist jetzt nicht Zeit, die Forderung der einzelnen Parteien durchzusetzen. Wir wissen,' daß jeder das Beste für den Jischuw, für den Zionismus, für die Judenheit will. ür Gelegenheitskäufe Wien VIII, öfadtbahnviadukt 23 bei Lerchenfelderstraße Telephon: A-2l-5»3l Wir fordern von den Führern, daß sie die geraeinsamen Gesichtspunkte herausarbeiten und eine gemeinsame Aktion für den vorliegenden Aufgabenkreis schaffen. Wir senden diese Resolution, den Ruf zur Sammlung, zur Einigung, an die jüdische Presse im Jischuw und rufen den Jischuw auf: Schließt euch alle unserer Forderung an!" * Der Ruf nach Konzentration aller Kräfte, die in den Dienst des schwer bedrohten jüdischen Nationalheimes gestellt werden können, wurde — unabhängig von dieser Kundgebung — auf der Sitzung des Aktionskomitees in Zürich erhoben. Die Sprecher der Judenstaatspartei haben dort den Antrag gestellt, zur Leitung und Beratung der jetzt so notwendigen politischen Aktionen einen Ausschuß zu bilden, welchem Vertreter aller Gruppen der Weltorganisation und, darüber hinaus, jener Organisationen angehören sollen, welche das jüdische Nationalheim bejahen. Also: Vertreter der „Neuen Zionistlsehen Organisation" und der Agudah, weiche sieh Jetzt positiv zum jüdischen Nationalheim eingestellt hat. Nach der Antragstellung und ihrer Begründung traf aus Palästina ein von den Führern der Allgemeinen Zionisten (Gruppe B), Misrachisten, Judenstaatler, Jemeniten, Kolonisten usw. gezeichnetes Telegramm ein, in welchem gleichfalls die Heranziehung der außenstehenden zionistischen Gruppen gefordert wurde. Mit der Erklärung, daß der Antrag der Judenstaatler Mißtrauen gegen die Exekutive, Einschränkung ihrer Handlungsfreiheit und Beeinträchtigung der zionistischen Disziplin bedeute, wurde er von der Majorität (Arbeiterpartei, Allgemeine Zionisten [Gruppe A] und Radikale) abgelehnt. SHIRLEV TENPLE in d et kirne Meil mit BOLE5 und BILL ROBIMSON Dtit Burg-, Imperial-, vofiypark-KIno (engl. Originalfassung) Stafa-KillO (in deutscher Sprache) Für Sicherheit und Wiederaufbau von Erez Israel Keren Bizaron, Wien, I., Marc Aurelötraße 5, U-2fr2-n An die Juden Wiens! Das Aktionskomitee der zionistischen Bewegung und die Jewlsh Agency haben einmütig beschlossen, einen Appell an das jüdische Volk zu richten, ihnen die dringend notwendigen Mittel zur Sicherung des Jischuw und zum Wiederaufbau Palästinas zur Verfügung zu stellen. Ueber die nächste Zukunf t von Erez Israel ist noch keine Entscheidung gefallen. Noch wütet dort unvermindert der arabische Terror und fordert Blutopfer auf Blutopfer. Mehr als 80 jüdische Menschen sind bisher auf der Walstatt für Freiheit und Recht des Jischuw geblieben. Dazu kommen die furchtbaren Verwüstungen, welche von arabischen Banditen an Siedlungen und Pflanzungen verübt wurden und noch immer verübt werden. In bewunderungswürdiger Haftung haben unsere Brüder in Erez Israel dieses Un- DANDY putzt f»rbt bügelt EXPRESS; U-38-0-82, B-37-4-81 glück bisher ertragen; nichts einen. Augenblick haben üie ihre Sicherheit verloren, sondern stehen .aufrecht und voll Zuversicht auf ihrem Posten und vertrauen darauf, daß ihnen die Zukunft ^gehört. Ung eheure.Opfer haben unsere Brüder in Erez Israel gebracht. Opfer an Blut und Leben, an Gut und Vermögen. Dafür sind wir in der Galuth ihnen Dank schuldig. Wie können wir ihnen diesen unseren Dank abstatten? Haben unsere Brüder in Erez Israel Ihr Leben und ihr Eigentum hingegeben, um das Aufbauwerk zu erhalten und die neugewonnene Heimat zu schützen, bleibt uns in der Galutfli nichts anderes übrig, als ihnen mit Geld zu Hilfe zu kommen. Große Summen sind nötig, um den Widerstand unserer Brüder in Erez Israel ungeschwächt zu erhalten; nicht allein, um die schweren Schäden irgendwie wieder gutzumachen, sondern auch, um unseren Brüdern die Mittel zur weiteren Verteidigung bereitzustellen, insbesondere aber auch, um gegenüber England und den übrigen Mächten der Welt unsere rechtliche und politische Stellung in Erez Israel zu verteidigen und zu sichern. Jedermann wird einsehen, daß diese Aktionen ohne Geld nicht durchzuführen sind, ob es sich nun darum handeln möge, die jüdische Hilfspolizei zu bezahlen und die Haganah aufzustellen und zu erhalten, oder um in aller Welt durch diplomatische Intervention das jüdische Recht zur Geltung zu bringen. Darum rufen wir Euch Juden der Diaspora ,in diesem kritischen Augenblick auf: Gebt mit offenen Händen Euren Beitrag dem außerordentlichen" Fonds für Sicherheit und Wiederaufbau von Erez Israel und-- zahlt auf diese' Weise Eure Dankesschuld an unsere Bruder: im heiligen "Lande! Helfet mit nach Euren besten Kräften, ihre Widerstandskraft, zu stärken! Es wäre eine unauslöschliche und nie wieder zu tilgende Schmach, wenn jetzt die Juden der Diaspora - (lie Brüder in Erez Israel im Stiche ließen! > Eine Welt von Feinden steht gegen das jüdische Voll:. 'Beweisetrdaß es fähig ist, seinen besten Teil den Jischuw in Erez Israel— zu schützen! Zionistischer Landesverband für Oesterreich, Juden-; staatspartei, Verband Radikaler Zionisten, Zlon. Organisation Binjan Haarez, Misrachi, Landesverband , für Oesterreich. Wien, Im September 1936. Orig. engl, und franzi Stoffe z Tuthhaus Tabak 1, Salzgries 5 Herbst-Neuheiten für Damen und Herren I ZcHsemaft billig I Der Pap§t und Palästina Der Papst weigerte sich, die arabischen Führer zu empfangen Das Aus der Stadt des Vatikans (J.T.A.). amtliche tschechoslowakische Pressebüro meldet: „Gutinformierte Kreise des Vatikans weisen die in der Sonntagsnummer der Turnier „Starapa" enthaltene Behauptung, „daß der Vatikan bei der englischen Regierung eingeschritten sein soll, um eine- Sperre der jüdischen Einwanderung nach Palästina zu veranlassen, weil sich dort die hohen katholischen Heiligtümer befinden", zurück. Es Wird daran erinnert, daß Kardinal-Staatssekretär P a c e 111 zur^ Zeit auf Urlaub weilt und daß schon aus diesem Grunde von einer diplomatischen Tätigkeit des Vatikans nicht gesprochen werden könne. Im übrigen bewahrt der Vatikan Neutralität gegenüber den Vorgängen in Palästina, soweit sie nicht die katholischen Interessen oder allgemeine soziale und karitative Grundsätze betreffen. Eben deshalb hatte auch der Papst kürzlich eine arabische Delegation nicht empfangen, die auf Ihrer Reise aus London in Rom haltgemacht hatte." * Diese Feststellung ist um so mehr zu begrüßen, als einzelne katholische Blätter jetzt in der Zeit der palästinensischen Unruhen eine Haltung einnehmen, aus welcher geschlossen werden könnte, daß die verantwortlichen Stellen der christlichen Kirche, insbesondere der katholischen, ihre Sympathien den arabischen Terroristen widmen. In diesem Zusammenhang muß ein Artikel der katholischen Wiener „Reichspost" erwähnt werden, In welchem ein „vornehmer Kenner des Landes" (Palästina) die blutigen Vorgänge behandelt. Nicht ein Wort der Verurteilung der von Arabern verübten Greueltaten, Meuchelmorden,. Erschießung von Krankenschwestern und Kindern. Dafür heißt es: „Man kann es dem Araber nicht verdenken, daß er im Angesicht der jäh wachsenden jüdischen Einwanderung in Furcht gerät, sein Heimatrecht zu verlieren, und sich dagegen zur Wehr setzt. Daß die sich rapid häufenden Einwanderer durch rücksichtslose Geschäftspraktiken, die Verdrängung des arabischen Grundbesitzes die Araber geradezu herausgefordert haben, istzweifellos. Zudem schleppt die zionistische Immigration allerhand moralisch ramponiertes Strandgut ins Land... Die Mandatsmacht (England) sieht es vielleicht nicht ganz ungern, daß die Araber es Ihnen abnehmen, die hochgespannten Forderungen der Juden etwas einzudämmen. Tatsächlich wird die jüdische Bevölkerung durch die großen Verluste an Gut und Blut eingeschüchtert und vielleicht auch nachgiebiger,.," Und das nennt die „Reichspost" einen „v o rr nehmen" Kenner des Landes. Seit wann Ist Vornehmheit mit unverhohlener Sympathie für Totschläger, Meuchelmörder und Mordbrenner zu vereinen? Vornehmheit mit Unwahrheit? Es Ist gut, daß der Vatikan von besseren „Kennern" Palästinas bedient wird als Schreibern vom Schlage dieses Informators .der .jRcichspost". in SfS Zukunft ihrer Kinder Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis zum Ablturlum 2. Für Knaben und Mädchen von 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewährter Pädagogen 4. Studienberechtigung In fast allen Staaten, Sprachenpflege 5. HauBhalUtChlll«, Stenographie, Schreibmaschine 6. Werkunterricht, Landu. Gartenarbeit 7. Vorbereitung für Auswanderungsländer 8. Hausärztliche Überwachung, Individuelle Förderung 9. Schönste Umgebung, gutes Klima, Sport, Im Sommer 3 Monate am Meer 10, Erstklassige Verpflegung — zeltgemäße Preise — keine Transfer- Schwierigkeiten Neuaufnahmen zum Wintersemester Auskünfte g. Prospekte durch die Leitung: Oberreg.-Rat a. D. Dr.Werner Pelser Dr. H. Goldstein Florenz, Villa Paizl, Plan del Olli Mar