Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 574 (7.7.1936)
- Date
- 1936-07-07
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite % DIE NEUE WELT Nr. 674 vom 7. Juli 1936. m :>'x£#i»^' .\<Sij&. m. S2 Von t# 4Bm Wochenraten erhalten Sie alle Gegenstände in größter Auswahl und bester Qualität bis 20 Monete Kredit SCHLESINGER VII, Burggasse 122-124 Telephon B-32-2-24, B-39-6-55 der amerikanische Millionär Jakob Schiff habe die bolschewistische Revolution finanziert (Jakob Schiff, der bekannte Philanthrop, war zur Zeit der russischen Revo lution längst tot). Nach Verkündigung des Urteils setzte eine wütende judenfeindliche Kampagne der russichen Weißgardisten ein. Das Urteil wurde von den berüchtigten Pogromblättern „Nasch Put" und „Charbinskoje Wremja" in heftigen Leitartikeln angegriffen. Eine halbe Stunde nach Erscheinen wurde „Nasch Put" konfisziert, und die Polizei beschlagnahmte die Abonnentenliste. „Charbinskoje Wremja" sammelt Unterschriften unter der russischen Bevölkerung Charbins zu einer Petition an den Kaiser von Mandschukuo, in der dieser gebeten ^vird, das Urteil aufzuheben. Palästina hat däe höchste Geburtenziffer Aus Jerusalem: Wie aus den Veröffentlichungen der Statistischen Abteilung der Palästina- Regierung hervorgeht, gehört Palästina zu den Ländern, die die höchste perzentuelle Geburtenziffer aufweisen. In den ersten drei Monaten des Jahres 1936 wurden in Palästina 16.327 Kinder geboren, um 1219 mehr als ini demselben Zeitraum des vergangenen Jahres. Auf 1000 Menschen in Palästina entfallen 5 2,1 Geburten. Die höchste Geburtenziffer, 63,2, haben die Mohammedaner, die niedrigste, 31,9, die Juden. Im abgelaufenen Jahr hatte Palästinaunter allen Ländern, die eine Geburtenstatistik führen, die 'höchste Geburtenziffer. Es liegen noch nicht sämtliche Vergleichsziffern für dieses Jahr vor, doch ist es möglich, daß Palästina auch ini diesem Jahr seinen Rekord halten wird. Die Zahl der Todesfälle in den ersten drei Monaten betrug 5247, um 95 weniger als in demselben Zeitraum der vergangenen Jahres. >^Bei den Mohammedanern entfielen auf 1000 - Einwohner 21,5 Todesfälle, bei den Juden 7,9. <aöbbefs ün der Villa Ooldsdimfdts Aus Paris: Havas berichtet aus Berlin, daß der Reichspropagandaminister Dr. G ö b b e 1 s die frühere Villa des emigrierten ehemaligen Direktors der Danatbank Jakob Goldschmidt auf Schwanenwerder bei Berlin hat beschlagnahmen und für sich als Sommersitz herrichten lassen. Es ist dies eine der schönsten und technisch am wundervollsten ausgestatteten Großvillen in der Nähe der Reichshauptstadt. Hafen Tel-Aviv Ab heute ist die Ausladung sämtlicher Arten von Waren an der Anlegestelle in Tel-Aviv erlaubt. Ursprünglich'war bekanntlich nur das Löschen bestimmter Waren gestattet. Jüdische Schiffe, welche den Verkehrsdienst zwischen den Mittelmeerhäfen versehen, haben Tel-Aviv in ihren Fahrplan aufgenommen. (Palcor.) Eine jüdische Sportlerin disqualifizier! Judith Deutsch, die bekannte Meisterschwimmerin der Hakoah, wurde vom Oesterreichischen Schwimmverband disqualifiziert. Die Disqualifikation wird damit motiviert, daß Judith Deutsch sich geweigert habe, an den Olympischen Spielen in Berlin teilzunehmen. Es handelt sich um eine Maßnahme, die nach .außen hin rein sportlichen Charakter trägt, gleichzeitig aber — vom jüdischen Standpunkt — Über die sportliche Seite hinausgeht. * Der tschechoslowakische Schwimmverband hat dem Prager Hagibor mit Disqualifikation gedroht, falls dieser seine Mannschaft im Rahmen der Gruppe der tschechoslowakischen Schwimmer nicht nach Berlin < schicke. Es handle sich um ein tschechoslowakisches Interesse, hinter das. d|e jüdischen Empfindungen zurückgestellt werden müßten. Die Haltung des tschechoslowakischen Schwimraverbändes ist nun durch ein Schreiben dest Außenministers Dr.'Krof ta an den Abgeordneten der Jüdischen Partei Dr., Angelo Goldatein ad absurdum geführt worden. Das Schreiben lautet nämlich: P r a g, den- 27. Juni 1936. Geehrter Herr Abgeordneter! Zu Ihrem Briefe vom 26. Juni d. J. teile ich Ihnen mit, daß ich es vom Standpunkt des Außernnlnisteriums nicht für notwendig halte, daß sich die Mitglieder des . Csl. Makkabikreises an der Berliner Olympiade beteiligen. Mit herzlichem Gruß Dr. K. Krofta m, p. Ferien 1936 in Polen für Juden. Wie alljährlich, werden auch in diesem Jahr unzählige jüdische Familien ihre Ferien In Polen verbringen. Es ist uns gelungen,-sehr günstige Arrangements mit einer Reihe von jüdischen Häusern in Krynica,.. Zako- ©ane, Iwonicss, Truskawlec usw. abzuschließen.. Alle näheren Auskünfte über diese Reisen erhalten Sie bei Dr. S: Tocker '„In die •Welt"," IX., Liechtensteinstraße 2, wo Ihnen der Genannte bereitwilligst zur Verfügung steht. E Gastspiel Morris Sdhwariz Wie wir erfahren, findet heute Dienstag Im Wiener Bürgerthcnter die unwiderruflich letzte Vorstellung von „J o 8 c h e Kalb" durch das Morris-Sehwaftz-Ensemble statt. Demjenigen Teil des Publikums, der bisher die Gastspielvorstcllungen nicht besucht hat, Ist Gelegenheit gegeben, das grandiose Werk In der Inszenierung von Morris Schwarte zu sehen. Beginn pünktlich lkd Uhr. BiatikvKIiib ~ BiaHk'Andacfiisfcicr — Obcrrabbiner Dr. Feudhtwnng — Trauerfcfer Samstag, den 11. Juli 1936, um halb 9 Uhr abends — am zweiten Todestag Ch. N. B i a 1 i k s — findet im großen Saale des Hotels Continental, Wien, n., Taborstraße 7, eine Bialik-Andachtsfeier mit folgendem Programm statt: Totengebet: Oberkantor Marguli es; Gedenkworte: Präsident Dr. Rothblum (deutsch) und Dr. A. Sonne (hebräisch); Chor: Dirigent Prof. A. Wolf (Bialik-Liedcr); Rezitation: Marjo Gang (hebräisch), Fräulein Margarete Bach (deutsch). — Vor Beginn der Bialik-Andachtsfeier findet eine Feuchtwang- Trauerfeier statt. (Entree frei.) Freie Stellen Im Spital der Israelitischen Kultusgemclnde, Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, wird die Errichtung einer Herz-Station in Aussicht genommen. Mit der Leitung soll ein Facharzt betraut werden. Bewerber, welche österroJchische Bundesbürger sein müssen, wollen ihre mit den Pcrsonaldokumenlen (Geburtsschein, Heimatsschcln, Gesundheitszeugnis, Doktordiploira, Currlculum vitae) und den Zeugnissen über Ihre bisherige fachliche Verwendung belegten Gesuche b 1 s 1 ii n g s t e n s 31. J u 11 193«, 1?. Uhrmittags, beim Vorstand der Israelitischen Kultusgemclnde, Wien, I., Seltenstettengasse 4, 3. Stock (AmtsülrpUtltm), überreichen. Nähere Auskünfte über die Anstellungsbedingungen erteilt die Amtsdlrcktion der Israel itisefhen Kultusgeineinde Wien. * Im Spital der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, XVIII., Wührlnger Gürtel 97, gelangen an der chirurgischen Abteilung zwei S e k u n d a r a r z t e n s s t e 11 e n zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde im österreichischen Bundesstaat, die körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt des eigenen Spitals ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitals der Israelitischen Kultusgemeinde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierten Naturalwöhriung samt Beleuchtung, Beheizung,' sowie die volle Verltöstigung verbunden. Für die letztere werden die Eigenkosten von den Monatsbezügen in Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Heimatsschein, Doktordiplom, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind an den Vorstarid der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seltenstettengasse 4 (Amtsdirektion), bis längstens 31. Juli 1936, 12 Uhr mittags, zu überreichen. _" Austritte aus dem Judentum Neruda geb. Weyand Berta Maria, geb. 23. Jänner 1904 Wien, verh., XII., Rechte Wienzeile 245. Ehrenstein geb. Altschul Grete Marie, Schauspielerin, geb. 25. März 1904 Wien, ger. get'i% Vil./Zbllergasse 9. Chladek geb. Stern Regine, geb. 16. März 1903 Wien, verh., VII., Mariahilferstraße 124. Grün Elisabeth, zahnärztl. Assistentin,' geb. 17. März 1918 Wien, ledig, VII., Burggässe Nr. 81/8. Strellsker geb. Schmetterling Hermine, geb. 24. September 1895 Wien, verh., VII., Neubaugasse 78. Strellsker Jacques, Privatbeamter, geb. 14. August 1887 Focsany, verh., VII., Neubaugasse, 78. Scbestyen Istvän, Student, geb. 14. April 1913 Budapest, ledig, IX., Kinderspitalgasse 12. Höhrs geb. Lunzer Theresia, geb. 1. April 1883 Wien, verh., III., Oetzel^gasse 10/7. Kössler Dr. Maximilian, Rechtsanwalt, geb. Gurahumora, ledig, VIII., Alaerstraße 27. Spitzer Julius, geb. 25. Juni 1903 Wien, ledig,- XX., Stromstraße. 76/14. Moldovan geb. Grünauer Wilhelmlne, geb. 14. Februar 1886 Wien, verh., XIII., SechshäuserBtraße 89. Link Josef, Hilfsarbeiter, geb. 9. Juiii 1903 Wien, verh., XVI., Habichergaase 43. Link Amalia, geb. 13. Juni 1905 Wien, verh., XVI., Habichergasse '43. Krall Viliam, geb. 5. Juni 1888 Wien, verh., Bratislava. Benesch geb. Kudermann Cäcilie, geb. 4. Juni 1912 Odessa, verh., VIII., Neudeggergasse 4. Schaff Alfred Max, Schauspieler, geb. 18. September 1905 Wien, ledig, VI., Stumpergasse 39. Bottenberg Martin, Bankrevisor, geb. 31, Juli 1899 Czernowitz, ger.' gesch , V., Pilgramgasse Nr. 8. Herzler Josef, Krankenpfleger, geb. 16. Oktober 1893 Wien, ledig, IX.., Lazarettgasse 14. Brecher Else, Modistin, geb. 15. September 1908 Wien, ledig, IX., Ayrenhofgasse 1. Novak geb. Reiner Hilda, geb. 15. Juni 1895 Wien, verh., X., Qüellenstraße 30. Knopf Henriette, Schneidermeisterin, geb. 30. November 1910 Wien, ledig, X., Birkenhof 15. Suschny Berthold, Installateur, geb. 11. Juni 1882 Fatrowitz, verw., X., Quellenstraße 209. Weiß Ernst, geb. 21. April 1922 Wien, ledig, XV.,, Akkonplätz 4. Beyer Grete, geb. 17. Oktober 1910 W^en, ledig, XV., Fünfhauser Gürtel 10. NlIoSlö Gustav, Vers.-Insp. i. R„ geb. 7. Juli 1875 Wien, verh., XVIII., Sulzweg 1. Nislc- Maria Johanna, geb. 3. Februar 1885 Wien, verh., XVIII., Sulzweg 1. Lanczl Elisabeth, geb. 8. März 1913 Wien, ledig, XIX., Silbergasae 21. Jellinek Erwin, Bürödiener, geb. 12. Dezember 1897 Wien, ledig, XIX., Kahlenbergerstraße ,4. Teweles geb. Unsleber Maria, geb. 7. September 1883 Grafrath, verw., XIX., Sturzergasse 5. Verwöhnte Strohwitwer speisen gerne im Restaurant Spritzer, jetzt II., Hammer-Purgstall-Gasse 7 (Nähe Dianabad). Ausgiebige Qualitäts-MenUs schon ab $ X.QÖ. Bekannt gute Hausmannskost., Speisen am Rost und am Spieß. Nach Polen und Czernowitz — jeden Sonntag — billige Sonderfahrten mit „F ran c'o p o 1". Nächste Abfahrt: 12. Juli, früh. Nähere Auskünfte bei „Francopol", III.,.Schwarzenbergplatz 7, Tel; U-16-4-90. KINO'PROGRAMME STAFA, VII Mariahilf erstraße 120 Telephon B-33-0-68 Wochentag: », 7, 9 Ulli Bis 9. Juli Unter der Peitsche mit Wallace Beery VOTIVPARK IX, Währingerslraße 12 Telephon A-18-3-«J6 He«inn: K %4, V»9, 'A10 Bis 9. Juli Unter der Peitsche mit Wallace Beery SOGAR DIE PREISE SCtittELZEN ßBI IESER R.C HITZE Waschseiden-Dirndlschürze. ....... .s Gestickte Dirndl Bluse mit Pufterl.......S Hausod. 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