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Die neue Welt · 1936-05-22 · Heft 563 (22.5.1936) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 563 (22.5.1936)
Date
1936-05-22
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DIE HEUE WELT Nr. 563 vom 22. Mai 1936 Fürs iÜdlMthe Kind das lüdisehe tertenheim M MSSpifaZ am Bcmmeriny (SSO m) ff#% f CJF füt 4- bis 16jäbrige. Ideal« Lage, modernes, gepflegtes Heim, ständige ärztliche Aufsicht, individuelle pädagogische Beeinflussung (pädagogischer Leiter A. Taglicht), Sport, Gymnastik. Schwimmen, eigene Bibliothek, Helmkino, vorzügliche rituell« Verpflegung, Mast- und Diätkuren. Eigene Kleinkinderabteilung. Fremdsprachige Konversationsgruppen. Anmeldung, Prospekte,Photoausw. im Wiener Sekretariate, IX, Sebwarzspanferstr. 12, Tel. A-28-8-73 Wir empfehlen nur: Die suien billigen: ifMml5#^E^^ IilIIuI^ M*"ff*'*-T.*fl|'' ■*ii%&j-'h:»n4 fe&tfofcjC-O: teilungen Infanterie in Begleitung von Tanks und Panzerautos durch die Straßen. (J. T. A.) Arabische Drohungen in Jaffa Aus Jerusalem, 21. Mai. (Reuter.) Die arabischen Hafenarbeiter in Jaffa haben erklärt, daß neue Unruhen in Jaffa ausbrechen würden, falls das Ausladen Ton Schiffen im Hafen von Tel-Aviv nicht binnen 24 Stunden eingestellt werde. Derzeit, halten Truppen alle nichtigen Punkte besetzt, namentlich das Postgebäude und die Oelfelder. Die tclcphonischcii Verbindungen zwischen Jerusalem und Jaffa sind unterbrochen und Infolgedessen auch die Telephonlinle nach Kairo. Einzelne Zwischenfalle Aus Jerusalem (19. Mai): Die polizeiliche Untersuchung hat festgestellt, daß die tödlichen Schüsse vor dem Kino „Edison" durch einen einzigen Araber abgegeben wurden, der nach der Tat in einem Taxi die Flucht ergriff, das eigens für ihn bereitgehalten wurde. Auf eine ältere jüdische Frau wurden am Sonntag, den 17., in Jerusalem mehrere Schüsse abgegeben, die ihr Ziel verfehlten. Samstag abends wurden Weizenfelder der jüdischen Ackerbauschule Mikwe Israel in Brand gesteckt. Mit großer Anstrengung wurde das Feuer lokalisiert. Bei der polizeilichen Razzia wurden mehrere bewaffnete Araber \'erhaftet. Zwei Führer des Araberstreiks wurden wegen Aufforderung zur Nichtzahlung von Steuern zu je 25 Pfund verurteilt. In Nord-Palästina sollen 163 arabische, Häuser, deren Besitzer die Steuerzahlung verweigerten, beschlagnahmt worden sein. Waucfcope lehnt jtidfsdse Selbstwehr ab Aus Jerusalem: Der High Commlssloner Sir Arthur Wauchop© hat die ihm von einer Abordnung unter Führung von Ben-Zwi überbrachte Forderung, die jüdische Jugend zum Schutze vor) Leben und Eigentum der Juden zu mobilisieren, abgelehnt. In Tel-Aviv veranstalteten Revisionisten eine große Protestkundgebung gegen die ungenügenden Vorkehrungen der Regierung. (J. T. A.) Bloß Sdiutizwadie erlaubt Aus Jerusalem, 21. Mai. (United Preß.) Die neuesten Maßnahmen zeigen den entschlossenen Willen Englands, auf die arabischen Forderungen, die sich gegen die Juden richten, nicht einzugehen. Die in Jaffa erscheinende arabische Tageszeitung „Falastin" wurde verboten. Den Juden wurde die Erlaubnis gegeben, eine eigene Schutzwache von 200 bis 300 Mann aufzustellen. Weiter ist ein englisches Kriegsschiff von Haifa nax:h Tel-Aviv entsendet worden, das dort den Schutz der Schiffsladungen gegen arabische Gewalttätigkeiten übernehmen soll. Schließlich hat ein Bataillon des Seaforth-Hochländer- Regiments heute mittag Kairo verlassen, um nach Palästina abtransportiert zu werden. Jüdische Beratungen Aus Jerusalem (19. Mai): Die Exekutive der Jewish Agency und der Waad Leumi hielten im Hinblick auf die Verschärfung der Lage Sitzungen ab, die die ganze Nacht dauerten. Der Waad Leumi beschloß, den Jischuw zu einer dreistündig:gen Arbeitseinstellung als Zeichen des Protests und der Solidarität aufzufordern. (J. T. A.) KIEVKA Mottensäcke IN DROGERIEN UND PARFUMERIEN! Italien und die Araberunruhen Aus London: Der Jerusalemer Korrespondent des „Daily Herald" erklärt, daß trotz des offiziellen Dementis durch den italienischen Generalkonsul in Jerusalem neue Beweise dafür erbracht worden seien, daß Italienisches Geld beim Araberaufruhr eine Rolle spielte. Von italienischen Stellen seien in der letzten Zeit größere Geldbeträge teils direkt, teils über Syrien an Araber überwiesen worden. Die letzte Ueberweisung betraf eine Summe von 5000 Pfund. Es sei festgestellt worden, daß Beduinen ein Tagelohn von 3 Pfund und volle Verpflegung versprochen wurde, falls sie einen Ueberfall auf die Juden in Palästina unternehmen. Das Recht auf Plünderung v/urde ihnen zugestanden. * Anm. der Red.: Der sozialistische „Daily Herald" führt seit jeher einen heftigen Kampf gegen das faschistische Italien. Seine Nachricht über die Rolle Itaiiens in Palästina kann daher nicht als durchaus objektiv gewertet werden. Man muß wohl den Beweis für die Behauptungen seines Korrespondenten abwarten, bevor man ein Urteil Uber das Vorgehen Italiens in Palästina fällen kann. für Nahum Sokoi^w Donnerstag, den 28. Mai 1936, V»9 Uhr abends, findet «ine große Trauerkundgebung für Nahum S o k o 1 o w statt, die von den zionistischen Gruppen, der Histadruth Ivrith, dem Alte-Herren-Ring der zionistischen Verbindungen, den Zionistisch-akademischen Verbindungen und Vereinen und der Judäa veranstaltet wird. Restaurant Stefanie tuhtotfak* Hugo u. Julie Herlinger geb. Zöllner \WJ Ii, Taborstraße 12 Bekannt gute Küche, gepflegte Getränke, aufmerksamste Bedienung, zeitgemäße Preise, reichhaltige Menüs, sowie alle Spezialitäten, schöner schattiger Garten Aktion* Hütet die lugend Zeifungshette des „Osar Hanoat" Dr. D. Lünen fei d antwortet t>r. Max Huter.ar mit 5 .1.— und ruft zu Spenden auf: Dr. Rudolf R o s n e r. Bankler. Wien. I.. Schottenring 17: M. Roluty«. I., Marta-Thereslen- Straße 10: Ing. Hans Lustig, t.. Schottengasse 7: Dr. Siegmund rioro^itz, tv.. Sehlelfmtthlgasae 5: Dr. Adolf Körnung, Ii.. Hollandstraße 10: Dr. Josef Rosner. I„ Kärntnerring 3: Dr. Karl Ludwig Allerhand, T.. Freyung 6: Doktor Rudolf Grauer. T.. Kärntnerstraße 1; Dr. Michael Rosenb I a t t, 1.. Rotenturmstraße 20: Mag. Josef R 1 e b e r, XIII,, Kienmayergasse 27: Stefan Schäfer. XTII.. Reichgasse 16: Dr. Milo Ci a b c, Professor am Chajes-Realgymnashun. XX.. ftaudingergassc: Max Gleich. T.. Rotenturmstraße 20: Arthur Afllor. Tl.. LUienbrunngasse 16: David Lippftrt, III., Beehardgasse 17: Dr. Adolf WeiRnunn, Vit.. Neubaugasse 7; Jo?ef Solinger, I., Frans- Josefs-Kaf 17: Komntertfalrat Wein er. VII.. Urban-Loritz-Flatz 6: Emil G 1 ü c k e r, I„ Salztorgasse 2. Ginn/mann, Epstein * Co. antwortet Hermann G r a u- 1 i o h mit S Ii.— und ruft zu Spond^n auf: O. Schachte r, I., Werdertorgasse 17: Brüder Saldier. I.. Neutorgaw* 13: Leuchter & Grunik, I.. Spiegelgasse 2: Walter & Otto Schwarz. T.. Sterngasfe 13; Joachim Bleicher, XVIJL. TToffmanngasse 4: Markus Kranz. IX.. Nordberg9traße 10; A. B. M a r g u l i e?. I.. Franz-Josefs-Kai 7-fl: S. Rchönthal. f., Vorlaufotrafle 5: Siegmund H a u s e r, T.. Saligrle« 7: Pa pal 6 Co.. T.. Gönzagagasse 14: Dubsky (Max Welner), I.. Werriertorga.«;«* 9: W. Lustgarten. T.. Bauernmarkt Ifl: M. W r 1 1 f I s c h. IT.. Förstergasse 5: Max Rosenkranz, TX.. Säulengasse 24: David Ko f f 1 e f. XX.. Allerhftütgenplata 12: Muses Horeschowsky. XX., Waliensteinstraße 42: Josef Katz. XX.. WallensteirtstraBe 4: Aron Roth, XX.. .Tftgeratr. 42. Frau Dr. Zypora Wundermann antwortet Paula Str i c k e r mit S 10.—. Josef Steiner antwortet Max Neger mit S 5.—. Matthias Spierer, VHlkerjmarkt. antwortet L. C»«c«k», Soittat. mit S 3.— und ruft zu Senden auf: Leo B e r g e r. TT.. Hollandstraße 2: L. & 3. Tales, I.. Frsnz-Jesefs-Kai 43; Selig Wal tu cli. IT., Zirkusgasse 1; Brüder Donner. VIT., Sclioft«nfetdsra?3e 60. S. Bohrer, Licnz. antwortet L. Czuuka, Splttal, mit S 2.-. Hermann Dodel antwortet. S. Wildminn mit S 3.— und ruft zu Soend*n auf: Hermann Liebermann. II., R'umauersrnsse IS: Elias Lipps. TT.. Novaragasse 42: Jakob K l a d p h o I z. TT.. Negcrleingasse 2: Mendel Vogel, II., Lilicnbrunngassö 6. Dr. med. Klemens Wasserbrenner antwortet Herrn Doktor Weiß mann mit S 2.— und ruft zu Spenden auf: .T. F. Sehiffmann, XVI., Habichergasse .16: Dr. Paul Silber, HT.. Mint. Zollamfsstraße 13: Dr. Leon Blum. XTI.. Arndtstraße Iii: Dr. Josef Thlmann, XVII., F/berbartgasse 12; Jena Alster. XX., Raffaelgasse. 1b: Dr. Julius Sc. bot z, VIT., Schottenfeldgasse 25: Dr. Julius Seh war z, VII.. Schotten» feldgasse 56: Leopold Gott es mann. L. Opernring IQ. Wilhelm Holpern antwortet Herrn Alois Grünwald mit S 3.— und ruft zu Spenden auf: Siegfried Rosenberg, I.. Lsurenzerberg 1. Elsa Ackermann antwortet Paula St r i c k e r mit S 5.—. N. Brodctzky antwortet Benjamin Schönberg mit S 10.—. Beinharz * Co. antwortet O. Eck h a u s, Kapfenberg, mit S 3.— und ruft zu Spenden auf: B. D r e x 1 e r. I., Zelinkaeaüse 0: B. Pokorny, T.. Sterngasse 13: Freund & F 1 e i s eh ni a n n. I.. Passaeuarpl»t7: 6: S. H a u s e r. I., Salzgries 17; K. Haas, T., Marc-Aurel-Straße 3: II. K 1 i n g " r, I., Rudolfsplatz 13: Felix Adler. T.. Köllnerbofgasse 4: M. Ku> st.adt. T., Fleischmarkt 26: Lustig & Wildner, T.. Gonzagagasse 9. Brüder Mayer. I.. Renngassc 15: M. Rosenb e r g. I.. Wipollngerstraße 16. Robert Kaiman antwortet S. Re inert mit S 5.—. N. Bobarl antwortet Herrn Kultusvorsteher Max Schiffmann und David Höchberg mit je S 5.— und ruft zu Spenden auf: Ludwig Röhr, Leoben: Dr. H o r o w i t z, Sanatorium Goisern. Ob.-Oest. Richard Schwarz. Innsbruck, antwortet Ing. Richard E e r g e r, Innsbruck, mit S 5.—. Arier wegen Rassenschande verurteilt Aus Frankfurt: Wie die „Frankfurter Zeitung" berichtet, wurde von der Großen Strafkammer in Nürnberg ein 63 Jahre alter Angeklagter arischer Abstammung, der ein im Jahre 1931 begonnenes Verhältnis mit einer 48 jährigen g e t a u f t e n Jüdin auch nach Erlaß der Nürnberger Gesetze fortgesetzt hatte, zu einem Jahr und acht Monaten Zuchthaus verurteilt. KIEVKA Mottensäcke IN DROGERIEN UND PARFUMERIEN! Aus London: „Times" veröffentlichen einen umfassenden Bericht ihres Sonderberichterstatters über die Lage in Palästina. Nach einem Ueberblick über die der jüdischen Einwanderung zu verdankende außerordentliche Entwicklung des Landes in den letzten vierzehn Jahren gelangt der Verfasser zu der Feststellung, daß die arabischen Politiker, die segenannten E f e n d i s, allmählich an Achtung bei den Engländern verlieren, Ihre Propaganda sei zum großen Teil unglaublich lügenhaft; einigen scheine jegliche Würde zu fehlen. Es könne keinen Eindruck machen, wenn min von den Brutalitäten des Jahres 1929 in Verbindung mit einem Hinweis auf den patriotischen Geist der Männer von Hebron und Safed höre und sich dabei erlnnore, daß diese Helden nicht bewaffnete zionistische Kolonisten, sondern friedliche, unbewaffnete sephardische Juden angegriffen hatten, die seit Generationen in ihrer Mitte lebten. Keineswegs erhebend, wenn auch amüsant, sei es zu hören, wie ein Efend-i, der oinen Teil seines Bodens zu hohem Preise an die zionistische Bodenkaufsorganisation veräußert hat, ein Verbot weiteren Bodenkaufs durch Juden in Palästina fordert. Der wirkliche Grund der Feindselig' keit der kleinen Efendischicht, aus der die Politiker stammen, und der es infolge des Steigens der Bodenpreise, der Mieten und der Preise für landwirtschaftliche Produkte sehr gut gehe, gegen den Zionismus sei Eifersucht. Zu der althergebrachten mohammedanischen Intoleranz komme die Beunruhigung über die von Juden und Engländern nach Palästina gebrachten neuen Ideen und Gewohnheiten hinzu. Es sei nutzlos, zu neun Zehnteln von Ihnen von den jüdischen Laboratorien und Versuchsfarmen und von den Segnungen zu sprehen, die jüdische Naturwissenschaft,und Medizin der Bevölkerung Palästinas gebracht haben. Sie Wiarden antworten, daß dies ein für die palästinensische Bevölkerung e n tbehrlicher Luxus sei. Die Ausschreitungen, Streiks Am Hitfer-Deutidiland Vor dem Schöffengericht in Pirna wurde iinem 63 Jahre alten Angeklagten zur Last gelegt, a.ls Jude entgegen dem Gesetz zum Schutz deutscher Ehre eine arische Hauegehilfin unter 45 Jahren beschäftigt zu haben (es handelt sich um ein löjäriges Mädchen). Ferner, soll er am 30. Jänner aus dem Fenster seiner Wohnung die Fahne des Reiches gehißt haben, was Juden verboten ist. Der Angeklagte gab an, daß er wohl von jüdischen Eltern abstamme, aber als Junge zum christlichen Glauben übergetreten sei. Das Gericht verurteilte ihn zu sieben Monaten Gefängnis. Der Einwand des Angeklagten, er falle nicht unter die Bestimmungen des Gesetzes, "Sei rechtsirrlg. Ausschlaggebend sei die Abstammung, nicht aber das Glaubensbekenntnis oder andere Gesichtspunkte. * Der Präsident der Reicbspreesekammer hat bestimmt, daß Personen, die für sich und den Ehegatten nicht den Nachweis der Abstammung von Vorfahren deutschen oder artverwandten Blutes bis zum Jahre 1S 0 0 zurück erbringen können, jegliche Betätigung in Zeit3chriftenverlagen untersagt ist. . * Vor dem Gericht in F r e i b u r g im Breisgau stand der 34jährige J. Saier unter der Anklage der Erpressung. Saier hatte von der jüdischen Familie L io n lange Zeit hindurch, wie er selbst angibt, viele Wohltaten empfangen. Vor anderthalb Jahren aber erachtete er die Zeit für gekommen, an seine Wohltäter Briefe loszulassen, in denen er ihnen drohte, er werde die Familie als „Rasseschänder" aufs schlimmste bloßstellen, wenn er nicht einen bestimmten Geldbetrag erhalte. Die Briefe häuften sich und hatten tragische. Folgen: Mutter und Tochter sprangen in den Rhein und ertranken, ein Sohn versuchte Selbstmord durch Ertränken, wurde aber gerettet. Saier wurde zu zwei Jahren Gefängni3 verurteilt. Das Preisausschreiben des Keren Kajewetta erfreut sieh einer regen Beteiligung. Die Liele jener Buchsen und Imi- Taschen, die S 5.— oder mehr ergeben haben, liegt beim Keren Kajemeth zur allgemeinen Einsicht auf. Sie -umfaßt bisher 521 Personen. Die Liste wird in Kürze abgeschlossen, robald einige noch ausstehende Ergebnisse der letzten Leerung vorliegen. Der Tag der Verlosung wird sodann bekanntgegeben werden. Der erste Preis ist bekanntlich eine Freifahrt nach Ere» Israel, 20 Nebenpreise bestehen aus Büchern und Tozeret Haarcz. ^*m^mmmm>mmimam*mmmemmam^ma*mmBBrmmmam^mmmamma*nmammBmmmmBmmBg* K1E¥8CH iNkitteiitsicice IN DROGERIEN UND PARFUMERIEN! und Drohungen mit bürgerlichem Ungehorsam, die Palästina in der letzten Zeit in Unruhe versetzten, sollten der englischen Regierung gezeigt haben, daß es unmöglich ist, echte parlamentarische Einrichtungen m einem Lande einzuführen, in dem das Feuer der religiösen und nationalen Feindschaft so heftig brennt. Ebenso unnötig sei ein S c h e i n p ar 1 a m e n t in der Art, wie es von dem Colonial Office vorgeschlagen wird. „Daily Telegraph" veröffentlicht unter der Ueberschrift „Spannung in Palästina" einen Leitartikel, in dem erkläi-t wird, es könne nicht erwartet werden, daß trotz der Prosperität, die von den Zionisten nach Palästina gebracht wurde, die neuen Einwanderer von der primitiven Bauernschaft und den von dem neuen Nationalismus des Nahen Ostens erfüllten städtischen Arabern willkommen geheißen werden. Erst in einer späteren Generation dürften die beiden Völker freundschaftlich nebeneinander leben. Jetzt dor Agitation und der Gewalt nachzugeben, wäre sicherlich eine schlechte Politik gegenüber beiden Völkern. Ein zeitweiliger Ausbruch von Gesotzwidrigkeit würde dadurch dauernd an die Stelle bürgerlicher Regierung treten. Auch die „M o r n 1 n g Pos t" warnt vor jeder Nachgiebigkeit gegenüber den Aufrührern. Die Araber hätten eine Einschränkung der jüdischen Einwanderung auch 1927 bis 1980 verlangt, als diese Einwanderung sehr klein war. Sie wollen <Jas Mandat überhaupt nicht anerkennen. Die Mandatsbestimmungen »eien abec unwiderruflich. Und selbst wenn sie abgeändert, werden könnten, dürfte die Mandatarmacht dies niemal» unter dem Druck von Brandstiftung, Plünderung und Aufruhr tun. Oats Sekretariat der Judenstaatträoniaten befindet sioh während der Ferienmonate in der Werdertorgasße lf (nicht 14), Tür 4 (Telephon U-33-8-31), Amtsstunden n u r in der Zeit von 10 bte $1 Uhr, Die englische Pre§se Zu den Unruhen in Palästina

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