Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 550 (31.3.1936)
- Date
- 1936-03-31
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 DDE NEUE WELX Nr. 550 yom 31. März. 1936 AUS ALLER WELT Tausend neue Wirtschaften in Palästina Ans Jerusalem wird gemeldet: Von maßgebender Seite wird die Nachricht bekräftigt* daß der Jüdische .Nationalfonds ein Areal von 40.000 Dunam Boden an einem wichtigen Punkt Palästinas erworben, hat, dessen Kolonisierung eine ganz wichtige Verstärkung der jüdischen Position im Lande bedeuten wird. 33,500 Dunam des neuen Bcdeits sind für landwirtschaftliche Kolonisation, 6000 Dunam für soziale Institutionen Und 500 Dunam für städtischen Häuscrbati bestimmt. Auf dem landwirtschaftlichen Boden werden über 1000 Familien mit durchschnittlich je fünf Seelen angesiedelt" Werden: jeder Familie sollen 30 bis 35 Dunam Boden .zum Aufbau einer gemischten Wirtschaft zugewiesen werden. Somit werden auf diesem Boden über 6000 Juden ihre Existenz in der Landwirtschaft finden. Da für gewöhnlich auf jede Baüernfamilie zWei Familien kommen, deren Oberhäupter im Handwerk oder als Lehrer, Beamte usw. tätig sind, so werden auf dem neu erworbenen Boden über 15.000 Seelen ihr Auskommen finden.' * Nach Schätzungen der Fachleute ist ein gesunder Aufbau der Palästina-Wirtschaft erzielt, wenn die Bevölkerung zu 35 bis 40 Prozent in Dörfern und zu 60 bis 65 Prozent in Städten lebt; die 15.000 Seelen in den neuen Dörfern werden also eine gesunde Anlehnung für weitere über 30.000 Juden in den Städten bieten. Somit bedeutet die neue Keren Kajcmeth-Erwcrbung die- Schaffung von Arbeitsmöglichkeiten. für etwa 50.000 Juden, also die Ermöglichung einer Zunahme der jüdischen Bevölkerung um weitere 12 bis 14 Prozent. (J. T. A.) Eine „symbolische" Subvention Aus Bukarest: Der Zentralrat der Juden Rumäniens hat gegen die Verletzung der in der Verfassung gewährleisteten Gleichberechtigung des jüdischen Kultus in Rumänien, begangen durch Streichung der bisherigen, staatlichen Beihilfen, beim König, beim Ministerpräsidenten und beim Kultusminister Einspruch erhoben. Nun ist ■ eine staatliche Subvention von zwei M i Ili'onen Li'ei für Zwecke des jüdischen Kultus in das Budget eingestellt worden. Von jüdischer Seite wird gegen diese Bemessung der Beihilfe, die zuletzt 6V-j, in früheren Jahren sogar 10. Mülionen Lei betrug, Protest erhoben. Der Zentralrat der Juden hat ein Schreiben an den Ministerpräsidenten gerichtet/ in dem darauf hingewiesen wird, daß die Subvention für den reformierten, unitarischen und ev.angelischen Kultus nur um 200.000 Lei (von 47,800.000 auf 47,600.000 Lei), die für den mohammedanischen Kultus nur von 6,940.000 auf 6,770.000 Lei herabgesetzt und die für den katholischen Kultus sogar , von 36,400.000 auf 36,800.000 Lei erhöht wurde, während/die Subvention für den mosaischen Kultus vollständig gestrichen wurde. Jetzt will man eine oder zwei Mülionen. Lei bewilligen. Wir fordern, heißt es in dem Schreiben, kein Almosen, sondern unser Recht. Wenn der . Staat über Mittel im Ausmaß des vorjährigen Budgets' nicht verfügt, dann müsse eine proportioneile Herabsetzung, nicht jedoch eine so ungleiche statt- . finden.: Transfer-Abkommen zwischen Lettland und Palästina •V Aus Riga (J. T. A.): Der Bevollmächtigte der Ariglo-Paiestine-Bahk, Dr. Alfred Werner, hat die Verhandlungen über ein Transfer-Abkommen zwischen Lett- 1 a'n d und Palästina zum Abschluß gebracht. Durch dieses Abkommen wird der Export von Waren aus Lettland n ach Palästina bis zum Betrage von -100.000 Pfund und der Import palästinensischer Waren nach Lettland bis zu 100.000 Pfund ermöglicht. Insbesondere will das Abkommen auch den Transfer von Geldern für die zionistischen Fonds nach Palästina ermöglichen und die Einwanderung nach Palästina fördern. Die Erben Abdul Hamids und Palästina Aus Tel-Aviv: Die Erben des Sultans Abdul Hamid haben gegen die Regierung von Palästina einen Prozeß;1 auf Rückgabe von Regierungsländereien' im Ausmaß von 4.500 Dunam angestrengt, die seinerzeit auf den Namen des Sultan3 registriert waren und enteignet wurden. Dieser Prozeß hat deshalb große Bedeutung, weil er die Frage der Rückgabe der Sultanats- Jändereien aufrollt, die allein in Palästina mehrere 1 0 0.0' 0.0 D u n a m betragen! Da der Prqzeß für die Erben des Sultans aussichtsreich sein soll, eine Rückgabe der Ländereien aber eine vollständige Umwälzung KREUZ-KINO I, Wollzeile 17 Telephon Kr'24 - k-lb Vorstelligen : *6. VW. *10 SP8ncor T'«*' Vlrö' Bruce SCHXFFER §fhwai'Z£ Fahnen VI, Marlahilferstraße 37 „■ fl»' Telephon B.20.203 MDCl1 t/Rina beginn: 'M, V*«, Vk9, 'Aio Clark Gable, Jean Marlow ST A F A, Mariah.ilferstraDe 120 Telephon B-88-0-68 Wochentags: 5, 7, » Uhi VOTIVPARK IX, Währingerstraße 12 Tölephon A-18-3-S6 ßigliW: <t, W,6, 'A10 der Besitz- und ökonomischen Verhältnisse in Palästina nach sich ziehen würde, nimmt man an, daß ein Vergleich vorgeschlagen werden wird. Die Erben dürften an den Erträgnissen der Ländereien beteiligt werden. Mit der Frage der ehemaligen Sultanatsländereien wurden außer dem Völkerbund auch schon einige Gerichte befaßt, die sich aber als unzuständig erklärten. Milderung des Sonntagsruhegesetzes in England Aus London: Das Parlamentskomitee befaßte sich mit Abänderungen zum Sonntagsruhegesetz und beschloß, daß jüdische Ladeninhaber, die aus religiösen Gründen an Sabbattagen ihre Läden schließen, die Läden Sonntags vormittag offen halten dürfen. Ein Vorschlag des Arbeiterabgeordneten von Southwark, T. Naylor, welcher eine Einschränkung der Erlaubnis forderte, wurde mit 27 Stimmen gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Interessenten „Nahari&h" Wie wir kürzlich berichteten, ist die jüngsto und modernste Kolonie Erez Israels „Naharlah" in mächtigem Aufschwung begriffen. Sie liegt neben Haifa und bietet, auf dem Plan Intensiver Wirtschaft aufgebaut, alle Möglichkeiten einer raschen Prosperität und jüdischen Interessenten mit mittlerem und kleinerem Kapital die beste Gelegenheit, sich eine Existenz in Palästina au gründen. Dio Gesellschaft „Nahariah Small Holdings Ltd. Haifa", der der Siedlungsboden gehört, hat soeben mit einer Werbeaktion unter den Juden Oesterreichs begonnen. Ihr Repräsentant, Herr Jacob Josefcborg, unser palästinensischer Mitarbeiter, weilt zur Zeit in Wien, um diese Werbeaktion zu leiten und Interessanten die nötigen Auskünfte zu erteilen. Informationsbesuche bei Herrn Josefsberg, Wien, Hotel de France, I., Schottenring 3. Tel. A-17-5-75, täglich von 9 bis 11 und von 15 bis 18 Uhr. 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Geschichte rund um dai schönste und kostbarste Perlenhalsband; der, Weit ist der neueste Marlene-Dietrich-FÜm ,,pesire,*i dessen Wiener Uraufführung bevorsteht. In diejseija, BJüni spielt die Dietrich eine interessante Fjratfi $9 $ Partner ist Gary Cooper. .........,.;Wt.. .., Partner ist Cary Cooper, ■,»■*:<.<•>&~<n.tV.v.T,i.r ... . Nach Palästina, Syrien, Aegypten! Verlangen- Sie Auskünfte über unsere nächsten Gesellschaftsreisen. Mäßige Preise ab 250 S. Die Reise führt über Tunis oder Constanza. Alles nähere bei Dr. S. Tocker, IX., Liechtensteinstraße 2, Tel. A-14-504. Infolge Todesfalles in der Familie des Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr. Jakob Ehrlich, findet das zu seinen Ehren am 2. April imi; Hotel Continental angesetzte Bankett nicht statt. Osterreinen nach Polen und Czernowitz. Billigst und bequem. Je mehr Teilnehmer, desto günstigere Fahrpreise mit dem „Francopol"-Sonderzug am 5.'April."Rückfahrten am 15., 21. April, 5., 19. Mai nach Wahl. 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