Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 10 (1936)
- Issue
- Heft 543 (6.3.1936)
- Date
- 1936-03-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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ffc. SH3 vom ö. Mar« 1Ö3Ö DIB KETTE WELT Äefte f Ejtelaiiis Sei ScfeffnuxtiH ^mM^-MMH < t' Ä prIisIä!ä I KRAFT DB SCHILLINGS FAST AUf'i DOPPELTE J das Casim amfhm Von Chawiw Krummholz (Haifa) In Haifa g-ibt es ganz nahe am Strande des Meeres eine blühende Siedlung. Das Meer umkost die blendend ' weißen ■ HÄuser. unserer Siedlung, die sehr bezeichnend den Nnnjen „Wellentöchter" führt. Eine wundervolle ■ Miniatur einer kleinen Meeresstadt: schöne, weiße Häuschen, prachtvolle Alleen, überall Blumen, schlanke Zedern, Palmen; vor jedem - Haus ein kleiner Garten... Die. eine . Seite grenzt -an die „Moschawah germanith" — die andere an den stolzen „Har Hakarmel". Hinter ihr breiten sich weite grüne Felder aus, vorihr das große, blaue Erez- Iafael-Meer... Die schmucken Häuschen stehen fast am Meer .selbst. Jede starke Welle schlägt bis an das harte Gestein, aus dem die Häuschen gebaut sind. Am Strande und in den Alleen stehen diskrete Bänke. Das Getöse, das Rauschen des Meeres übertönt die glühenden Liebesworte, dio hier von' den jungen Menschen gesprochen werden. ' Oft liebe'ich es, am Strande stehenzubleiben und vor mich hinzustarren: zu meinen Füßen rauscht das Meer, weit vor mir strecken sich Berge, Berge hin, weit, weit bis andie Grenzen Syriens. Nachts erstrahlt von der Stadt her Lichterglanz, es leuchten die Lichtsignale der Petroleumreservoire aus dem Irak, die hohen Lichtmaste des Hafens und der blasse Scheuß-von Akko .V. Schon jetzt ist „Bath-Galim", die „Wellentochter", populär; nicht bloß wegen .der bezaubernden geographischen Lage, sondern auchwegen eines Werkes,* einer;Schöpfung, .die. ein,:wichtiger .-Schritt in der, Einführung.. .nif!U.er-'.Institutionoh in unserem Lande ist. Hier, in'dieser jungen Siedlung, entsteht-am Meer das größte Kasino des nahen Ostens. Fachmänner urteilen übereinstimmend, daß es in keiner Weise hinter den Kasinos an der Riviera oder in. Florida zurückstehen wird. Wirklich; eine herrliche Anlage, in die man viel Geld und viel Energie investiert. Auf einer großen Fläche, hart am Meer, erhebt .sich ein kolossaler Bau. Von'drei Seiten umgibt ihn das Meer; die weiße Farbe des Kasinos schließt sich effekt-, voll an die blaue Farbe des Meeres — zu einem symbolischen,; herrlichen Farbenspiel. Dieser blau-weiße Farbenzauber wird die vielen Gäste aus allen Ländern daran erinnern, daß das Werk ein jüdisches ist — nicht bloß ein „Geschäft", sondern eine "nationale Leistung, die dem jüdischen Unternehmungsgeist Ehre macht: Die Nachricht von der baldigen Eröffnung .hat überall Interesse erweckt, in Erez und auch in den Nachbarländern. "Es 'werden täüsende Gäste erwartet. Man hat den Eindruck, sich auf einem Schiff zu, befinden. Das Tosen und Rauschen des Meeres, die blaue, endlose Fläche verstärken die Illusion. O wie glücklich fühlen wir uns in unserem Erez Israel darüber, daß wir eigene jüdische Ingenieure haben, die solch ein Werk schaffen, eigene jüdische Facharbeiter, die diese Arbeit bewältigen, eigene jüdische Menschen, die für solch .eine Institution .Verständnis haben und ihr Vermögen .riskieren. pirektor .Bornstein, ein, höflicher, „sympathischer-Mensch,; ein gebürtiger Palästinenser, führt mich durch die Anlage. Es ist ein schöner, heller Tag, die Sonne, wärmt angenehm und das Meer, das-blaue jüdische Meer —- zieht den Blick weit, weit in die Ferne. . Vor einem Jahr begann, man zu bauen. Die Konzession lautet auf 45 Jahre; jedes Jahr wird an die Regierung die Konzessionssteuer abgeführt. Bis heute belaufen sich die Kosten des Baues auf 35,000 Pfund! Bis zur Eröffnung, am 1. April, wird man noch eine hübsche Summe dazulegen.* Der Bau ist fast fertig'— eben werden die . Türen und Fenster zurechtgemacht. Man arbeitet in raschem Tempo. Den ganzen Tag bringen große Lastautos Materialien und Elnrlchtungsgegenst&nde. Das Kasino besteht aus vier Teilen. Der wichtigste Teil wird das Bad seih. In einem .Umfang von 100 Meter nach allen Seiten des Kasinos werden „Wellenbrecher" errichtet, entlang der einen Seite hundert Kabinen (sogenannte Umkleidekabinen), entlang der anderen Seite hundert Duschen. Von der Kabine führt der Weg direkt Unsere 48 Schaufenster sagen Ihnen, warum Zehntausende nur bei Schiffmannn kaufen! Seiden-Schlager: K.-Sciden-Duchesse mit Damastbordüre, 4 schweres Mantel-Futter, 85 cm . . . S JUlÖ K.-Seklen-Faille-Eclaire, das gute strapaz- 4 ftO . Jähige Mantelfutter, 80 cm . . . . S Ju<fO K.-Seiden-Flamisol, große Auswahl schöner A CA Kleider-Farben.........S AUÜU K.-Seiden-Mooscrepe für Frühjahrskleider, A All knitterfest, 90 cm........ S. 6«t9U K.-Seiden-Taft-Schotten, neueste Färb- A AA Stellungen...........S £«vU K.-Seiden-Satin-Marocain, .schwere Kleider- 9 Kl) wäre, 90 cm........ . 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Das Wasser ist ruhig, die Wellenbrecher sorgen schon dafür. Man rechnet mit großem Besuch. Im ersten Stock des Kasinos befindet sich eine große Halle: der Tanzsaal! Die Wände aus Glas, ein prächtiges Podium für das Orchester. Die besten Kapellen werden hier Musik machen — für die hundert Paare, die hier Platz zum Tanzen haben. Wir wandern weiter, gelangen in eine große, hohe und lange Galerie: da wird das Caf6 untergebracht. Einige hundert Tische und bequeme Fauteuils werden hier; zum Bleiben einladen. Noch höher erwartet uns eine Ueberraschung: ein Garten voll blühender Blumen, prächtiger Baumanlagen und mitten darin ein Kino! 800 Plätze! Ein Kino unter freiem Himmel, unter dem sternbesäten Himmel Haifas, hoch oben über dem Meer.. „ Zum Eingang ins Kasino führt ein schöner, großer. Garten, eine Reihe gepflegter AUeen, Kränze von Zy« pressen und Palmen,, ein Traum aus Tausendundeinee Nacht. In warmen Sommernächten wird man hierher« pilgern, um zu ruhen, reine Luft zu atmen, Kühlung zu suchen durch den zarten, leisen Wind, der herüberweht.. 4 Rechts vom Kasinogarten befindet sich ein großes Bassin für Sportübungen, wo schon bei der zweiten Makkabiade Schwimmwettkämpfe abgehalten wurden, rings um das Bassin Sitzplätze für die Zuschauer: 3000 Plätze, 2 Trampolins hoch über das Bassin — der rieh« tige Ort für die Entwicklung des Schwimmsports. Schließ« lieh eine für Erez Israel noch unbekannte Novität: Motorboote! Kleine, schmucke Motorboote, mit welchen man für . wenige Piaster ins offene Meer hinausfahren kann. . „Wir wollen dem Publikum alle möglichen An« nehmlichkeiten bieten", so spricht Herr Bornstein, „wir, wollen, daß unsere Brüder, die auf einen. Ausäug aus der großen und weiten Welt hierherkommen, einen an« genehmen Ruheort finden, und auch unsere wohlhabendes Brüder im Lande — sie sollen ea nicht mehr nötig haben, in die fashionablen Seebäder Europas zu fahren und dort jüdisches Geld auszuschütten, das im Lande bleiben soll!*« Wahrlich, eine gute Sache, eine gute Idee! Eine neuartige Prothese für Schwerhörige. Die European Vibraphone Co., London, hat in Wien eine Niederlassung für Mitteleuropa gegründet, um die Produkte der Firma nunmehr auch in Oesterreich und den Nachfolgestaaten einzuführen. Der Standardapparat ist ein kleines, praktisch unsichtbares, aus Silber bestehendes Instrument, welches im Ohr getragen wird, nicht elektrisch ist und weder Drähte noch Batterie besitzt* Die Adresse der Wiener Filiale ist Wien, IX., Berggasse 16. , Zu zeitgemäß billigen Preisen fertigt erstklassig an: Orig. Salzburger Dirndlkleider. Stickereien, Tücher, Gürtel, Schließen, Münzenknöpfe im Miedersalon B. Pexa« I., Göttweihergasse 1. Zur Messe: Burg, Saal M, Koje 5156, Billige und bequeme Sonderzüge zu Ostern nach Polen und Ozernowitz, Abfahrt am 1. und 5. April, veranstaltet Offizielles Polnisches Reisebüro „Orbis", I., Kärntherstraße 41, Telephon R-21-5-78. Ruhe kam für die Müden und Frieden für den Arbeiter. So beginnt das Bmek-Lied aus dem Tonfilm „Land der Ver« heißung". Verlangen Sie den neuen, in den nächsten Tagen er« scheinenden Katalog von Neuaufnahmen jüdischer Künstler mit Weltruf, wie Obk. Pinkas, Obk. Kup£er und Obk. Schwartzraer atis New York sowie' von neuhebräischen Hör ras, Liedern und musikalischem Glanzleistungen. Unter allen Umständen sichern Sie sich eine Hatlkwah- und Techesaknah-Platte, ges. von großem Mttnnerchor mit Orcheser. Zu beziehen durch Grammophonhaus Exoelslor, Wien, 1„ Franz-Josefs-Kai 15. Frühling in Palästina Der Lloyd Triestino, welcher heuer seinen lOOjähri» gen Bestand feiert, hat zur Hebung des Reiseverkehrs nach dem aufblühenden und interessanten Palästina beschlossen, neuerdings ganz a ü ß e r o r d e n t U ch e F ahrtbegüns t i g u n g e n einzuräumen. Für FrUhlingsreisen von Italien nach Palästina, die in der Zeit vom 1. April bis 23. _Mai d. J. angetreten werden* wird eine öOprozentige Ermäßigungauf den Normal» fahrpreis, einschließUch voller Verpflegung, bei gleichzeitiger Lösung der Hin- und Rückfahrkarte gewährt* Die Rückreise muß spätestens. am 24. Juni d* J. er-* folgen. Aber auch jene Passagiere, die sich nur für eine Fahrt binden können, genießen während der obeii angeführten , Zeit auf den Fahrpreis der einfachen Strecke 20 Prozent Ermäßigung. Auskünfte bei der Generälagentur, Wien, I., Kärntnerring 6, und bei allen Reise- Büros. * - PURIM-BALL EINE NACHT iM TEL-AWIW 14. MÄRZ * SOPH8ENS1LE