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Die neue Welt · 1936-02-21 · Heft 539 (21.2.1936) · page 5

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 539 (21.2.1936)
Date
1936-02-21
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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' Nr. 530 vom 21. Februar- 1Ö36 DIE NEÜE WELf Seite 5 \ V U Uohh nichts Btssewt $e6e*t>... Lfe MUft S >cnmid um zu„PessachMden Festtisch damit zu schmücken und den Gaumen zu erquicken, als die auf höchster Stufe stehenden, in Hygiene der Erzeugung, Geschmack, Bekömmlichkeit und Kaschruth unübertrefflichen Seit 40 Jahren sind „Schmidl-Mazzoth" als das bette und bezügl ch Kaschruth durchaus einwandfreies Erzeugnis bekannt und beliebtl Ein Versuch wird Sie Uberzeugen! Erzeugt unter streng orthodoxer Aufsicht Sr. Ehrwürden Herrn Oberrabbitier Babad. — Die Mazzoth werden aus dem feinsten Mehl erieugt! Verlangen Sie die neue» ■ besonders schmackhalte SPEZIAL-MARKE „N. B." iSAV Zentrale: N. BfOdetZkl II, Leopolds*aije 43 OTHl FARVBL I Tel. A.40-0-90 A-60-2-63 A-48«4.48 In allen besseren Geschafften erhältlich I Garantiert frische Erzeugung 19361 Die Transfer-Schande Palästina kaufte um 53 Millionen Schilling Waren aus Hitler-Deutschland Unter dem Vorwand, „deutsche Juden zu retten", arbeiten die irregeleitete Zionistische Organisation durch ihre Gesellschaft „Haawarah" und die Zionisten-Sozialisten durch ihre Gesellschaft „Nir" in Palästina und im Orient als Agenten Adolf Hitlers. Sie bringen mit Hilfe der Gelder deutscher Juden Hitler-Ware ins Land. Die deutschen Juden werden nicht gerettet, sondern betrogen, denn umviderlegt Ist der von uns wiederholt erbrachte Beweis, daß dem deutschen Juden, welcher sein Geld zur deutschen Regierung und zu „Haawarah" und „Nir" trägt, mehr als 80 Prozent abgepreßt werden, daß er keine 20 Prozent wiedersieht. Der Profit fließt in die Taschen. Hitler-Deutschlands und seiner entarteten judischen Agenten. Dafür wird dem Dritten Reich geholfen, dem nur durch Export ermöglicht wird, seine Aufrüstungs- und Judenpolitik zu halten. In der Vorwoche hat der Reichswirtschaftsminister Schacht in Bremen erklärt: „Nur ein Anwachsen des Exports bringt uns weitere Rohstoffe (für Rüstung). Ohne Export haben wir entwertete Banknoten, für welche wir weder Metalle noch Wolle und Fett auf dem Weltmarkt kaufen können!" Wer hilft den Herren Hitler und Schacht? Die Kulturwelt nicht. Dafür das jüdische Palästina, welches allein Im Jahre 1935 um mehr als 53 Millionen Schilling deutsche Waren eingeführt hat! * * ' Der deutsche Exportüberschuß verdoppelt! Aus T^el-Aviv (Palnews): Der Handel zwischen Palästina und Deutschland hat «ich im ersten bis dritten Quartal 1935 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt (in Pfund): . Erstes bis drittes Quartal 1935 1934 Deutscher Export nach Palästina 1,617.389 1,268.637 Deutscher Import aus Palästina 245.718 595.350 Deutscher Exportüberschuß 1,371.871 878.287 Während, sich also der deutsche Export nach Palästina gegenüber denv Vorjahre um 350.000 Pfund erhöhe hat, ist der palästinensische Export nach Deutschland um ebenfalls 350.000 Pfund zurückgegangen. Der deutsche Voraus muß man denken, 'llllfüllül llltlllllllllllllll s**ern — || versichern Phönix |||||||P||||||||||ffl Allgemeine Versidherungs« I | I Ges», Wien IX, Alserplatz3 Exportüberschuß nach Palästina hat sich daher mehr als verdoppelt. Insgesamt wird der deutsche Export nach Palästina im Jahre 1935 die Höhe von 2 M illionen Pfund überschreiten. * Die Nutznießer der Schande Die „Politische Korrespondenz" (Judenstaatspartei) berichtet aus Tel-Aviv: Anläßlich der Gemeinderatswahlen in Tel-Aviv hat die Liste der „Hitachduth Ole Germania" (Verband deutscher Einwanderer) eine sehr bedeutende Rolle gespielt. Aus dem in unsere Hände gelangten Material ist zu ersehen, daß dieser Verband sehr zweideutige Zwecke verfolgt und eine Agentur für den Transfer deutscher Waren nach Palästina darstellt Jeder deutsche Jude, der sein Kapital aus Deutschland transferieren will, muß sich vorerst an die Hitachduth wenden und ihr eine bestimmte Summe zahlen für die Bestätigung, daß sein Gesuch wert ist, von den deutschen Staatsbehörden wohlwollend behandelt zu werden. Erst auf Grund dieser Bestätigung erhält die TransfergeseUtfcbaft 4lt Bewilligung, für den Bittsteller etwas zu unternehmen. Somit ist die Hitachduth die erste und einzige Vertrauensinstanz der deutschen Regierung geworden und hat damit eine ganz enorme wirtschaftliche und politische Macht über die deutschen Juden erlangt. Die „Hitachduth Ole Germania" hat auch von der Transfergesellschaft eine Zahlung von 250 Pfund monatlich erzwungen. Die Gesellschaft muß pünktlich zahlen, weil sie sonst bei den deutschen Konsulaten und Behörden nicht ankommen kann. Wenn man in Betracht zieht, daß die Hitachduth auch den deutschen Juden, denen sie zu Hilfe kommt, Beiträge in verschiedener Form abpreßt, so erkennt man ihre Macht. Vor zirka drei Wochen fand in der Leitung der „Hitachduth" eine Palastrevolution statt. Der bisherige Vorsitzende und der Sekretär, die sich noch einer gewissen Objektivität befleißigten, wurden von ihren Aemtern entfernt und durch Herrn Kurt Blumenfeld und Dr. Kreuzberger, einen streitbaren Poale-Zionisten, ersetzt. Das hat wieder zu einer Reaktion geführt.. Die Gegner der in der „Hitachduth" jetzt herrschenden Zustände protestieren gegen die Politisierung der „Hitachduth" durch Herrn' Blumenfeld und seine Freunde, welche ihre Macht ausnützen, um die deutschen Juden nicht nur materiell auszunützen, sondern auch in die Bahn Blumenfeldscher politischer Weltanschauung zu zwingen.- \ . Wir erfahren noch ein Überaus interessantes Detail: Der Keren Hajessod hat mit der „Hitachduth Ole Germania" .einen Vertrag . geschlossen, demzufolge die „Hitachduth" 25 Prozent aller vom Keren Hajesspd in Deutschland gesammelten Beträge erhält. Das Keren-Hajessod-Direktorium sah sich , hiezu genötigt, weil ihm die „Hitachduth" gedroht hatte*, dem Keren Hajessod in den Rücken zu. fällen und eine eigene Sammelaktion unter den deutschen Juden zu veranstalten. So sieht der zionistische Patriotismus der Herren Blumenfeld und seiner engeren Freunde aus, die ihrerseits von den deutschen Juden unbedingte Loyalität gegenüber den zionistischen Fonds fordern. Ein Vierter der deutschen Einnahmen, des Keren Hajessod wird also dazu verwendet, die Machtstellung des1 Herrn Blumenfeld und des Brith Schalom zu stärken und auszubauen. Das nennt man Beitragsleistung zum Aufbau des jüdischen Nationalheims. Es erübrigt sich, hinzuzufügen, daß die Wahlkanipagne für den Stadtrat von Tel-Aviv ebenfalls mit T.ransfergeld und Keren-Häjessod-Geld bezahlt wurde. Dieser politisch-gesellschaftliche Skandal, der bisher sorgsam geheimgehalten wurde, muß der jüdischen Öeffentlichkeit zur Kenntnis gebracht werden. Vor kurzem erst hat die „Hitachduth" eine Reihe von Aufrufen für den Schutz des schmachvollen Transferabkommens mit der deutschen Regierung ausgegeben, in diesen Kundgebungen wird Zionismus mit Transfer deutscher Waren nach Palästina identifiziert und Widerstand gegen die Unterstützung der Einfuhr von Hakenkreuzwaren als A n t i z i o n i s m u s gebrandmarkt. Jetzt weiß man, was hinter diesen Kundgebungen steckt. Die Öeffentlichkeit muß gegen eine solche Politik aufs entschiedenste Stellung nehmen. Auch gegen das Direktorium des Keren Hajessod, welches sich in dieses niedrige Spiel verstricken ließ, ohne der Öeffentlichkeit Mitteilung zu machen, wozu für den Aufbau Palästinas gesammeltes Geld verwendet wird. Neue jttdisohe Polizeioffiziere ,-. Aus Jerusalem: Acht Absolventen der Reglerungsschulen für Polizei-Offiziere, fünf Juden und dr$l Araber, erhielten soeben das Offiziersdiplom. Unter den Juden befindet sich ein früherer deutscher Richter. Raubmord Aus Haifa: Die aus Deutschland eingewanderte Jüdin Julia Kollar wurde, als sie sich in Begleitung ihres 13jährigen Sohnes von Haifa nach den Steinwerken in Äthlit begab, in der Nähe von Bath Galim von Arabern überfallen, getötet und beraubt. Ihr Sohn wurde schwer verletzt; e**\ Bücher 5?r Mk Schwedenbrücke! M^B BUCHHANDLUNG SCHNEIDER * CO., WIEN HH|H Ii Franx-Josefi-Kaf 7 BHHtt Reichste Auswahl neuer Bücher bester Autoren zu billigsten Preisen! Katalog gratis i AUS PALXSTINA Sanktionen gegen Italien Aus Jerusalem: Die Leitung des Jaffaer Hafens hat von der Regierung die Aufforderung erhalten, Waren, die mit italienischen Schiffen oder mit anderen Schiffen aus italienischen Häfen ankommen, nicht auszuliefern, solange die Empfänger der Waren nicht den Nachweis führen, daß diese nicht au» Italien stammen. Infolge dieser Verordnung ist im Jaffaer Hafen bereits eine große Menge von Waren zurückgehalten worden. (Palcor.) Ursprungszeugnisse für Palästina. Die Oesterreichisch-palästinensiBche Wirtschafts- und Handelskammer teilt mit: Als Folgewirkung der Sanktionen gegen Italien wird von den palästinensischen Zollämtern für alle über Triest verladenen Güter, Gegenstände und Umzugsgüter der Nachweis verlangt, daß diese nicht aus Italien stammen. Für solche Waren ist daher ein Ursprungszeugnis beizubringen, widrigenfalls die Zollabfertigung versagt wird und auch die Einlagerung in ein Zollfreilager unmöglich ist. Das neue Bankgesetz Jerusalem (Palnews): Der Entwurf für das neue Bankgesetz in der „Palestine Gazette" vom 6. Februar 1936 enthält zunächst die Bestimmung, daß Banken in Palästina nur als Aktiengesellschaften oder Genossenschaften zugelassen sind, und in der Firmenbezeichnung die Worte „bank" oder „banking" enthalten müssen. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit Setzt eine Lizenz des High Commissioner voraus, die ohneAngabevonGründen verweigert oder widerrufen werden kann; Der High Commissioner ernennt einen Beamten der Palästina-Regierung zum „Examiner of Banks", der das Recht zur Einsicht in alle Bücher, Dokumente usw. hat. Die Jahresbilanz muß einen Monat hindurch In allen Büros der Bank ausgehängt und in der „Palestina Gazette" und einer Tageszeitung veröffentlicht werden. Banken, deren Sitz im Ausland ist, sind ebenfalls zur Einreichung einer Bilanz verpflichtet, jedoch nur zur vertraulichen Information der Regierung, nicht aber zur Veröffentlichung. « Gegenüber diesem Gesetzesvorschlag ist vor allem die Frage aufzuwerfen, warum die Auslandsbanken von der Bilanzpublizität für ihre palästinensischen Niederlassungen befreit werden. Durch diese Ausnahmestellung kann einmal der Eindruck entstehen, daß die lokalen Banken schärfer als die Auslandsbanken kontrolliert werden, vor allem wird ein Ueberblick über die Wirtschaftsverhältnisse im Lande unmöglich, wenn nicht auch die Auslandsbanken zur Bilanzveröffentlichung für ihre palästinensischen Filialen verpflichtet werden. Arbeitsmarkt in Haifa Aus Haifa: Auf einer außerordentlichen Sitzung des Gewerkschaftsrates von Haifa wurden Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit besprochen. Die Hauptarbeitszweige, Industrie, Kleinindustrie und Beamtentum, hatten unter der wirtschaftlichen Erschütte-, rung wenig zu leiden. In einer Reihe von Fabriken hat sich die Zahl der Arbeiter sogar erhöht. In den letzten Monaten sind 300 Arbeiter und Arbelterinnen neu eü> gestellt worden. Schwer be&roflen wurde nur das Bat« LÖWEN-KINO III/ LÖWENGASSE 23 Sonntag/ 23* Februar/ 11 Uhr vorm« Oberbaurai Robert StritkeV Vizepräsident der Kultusgetnei nde spricht zum PalästfnaffTonftlm Dastand der Verheißung Karten bei sämtlichen Ausschußmitgliedern der Bezirkssektion und Wizo III; Bund jüd. Frontsoldaten, Gruppe III, Landstr. Hauptstr. 9; Jüd. Kulturs t e i i p 1, Franz-Josefs-Kai 3, Telephon R-28-2-36; Sekretariat der Judenstaatszionisten, I, Werdertorgasse 14; Bücherstube Löwit, I, Wollzeile 6, Tel, R-25-4-53; David Heimberf», Iii, Löwengasse 45, Tel. B-53-9-55; S. T a n n e, III, Landstraße Hauptstraße 69, Tel. U-10- 6-89; W r. R i n g - C a f e, I, Stubenring 18,Tel.R-22-504; Cafe Gartenbau, I, Parkring 10, Tel. R-20-0-95, und an der Kino-Kasse, Tel. ü-15-3-12

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