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Die neue Welt · 1936-01-31 · Heft 533 (31.1.1936) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
10 (1936)
Issue
Heft 533 (31.1.1936)
Date
1936-01-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Saite i «A^Mfc ^LettE*^» Jfc DlS NEDB ffKtLf Nf. &s vtfiü 3i. Jätwef Ida« T,—iTirrr c^.^2?Ulrb"the ^ohrttcrt, Goldscheider-Keramik, statliradi in «gener Werkstatt. Beste Ausführim*. --- i - . v. f__^ .__, ° Keramik* 1feint f "5»^, w«*^ K»frtifter<6r-Vtrttldf »Fullen LadtA if, teteptlM B-M-Mf 4 ßmnil tum. VCfband der Buden st«) dt 9 parle! Oeoierrdrfi* VeranstAltUnfcsfcaiertflef: ^^k^,1', BifalÜk,<. 2ehträ!he!rti. I.. Werdertorgasse 14, „}yöfih'.0- *£bftl*'' P««»fe tJhr abends, größer musikalischer Abend (fteue nebifisene Musik). * *6' öeäfk, SchäniJstraße" S2t Dienstag, 4. Februar. Jiö Uhtf abends, Vortrag Aföfi Schwertfinger ..Sthlk im Judentum*'. il fiezirk, Semperstraße 10. Donnerstag. 6. Februar. »4 9 Uhrabends, Vortrag Dr. Felix tflüg „Zionistlächö Tdgögffftgefi". Sektion Pfateh Tl.. Kleine Zufahrtsstraße 1G6. Votanzeige; Satnstäg, 9. F'ebrüar, Klnder^Chamischah- ASsar-Feier, lS. Febfuäf; Sondervorstellung im Theater Reklame. und Lieder «tili» M*-8W6k. Volksliedaus Uem Tohlilm .Land tief VefHeißiing' Höfa Kumah A<ha, Volkstanz. A\usik von S. Postolski Oltttf R6g«t* Haiitstin. Lied Von Sülfa, ges* von Cb. Kipftis Hora AMirah, Volkstanz von Seira, ges. von th. Klpnis «uj VIER PALÄSTIN. KINOERPLATTEN Mtui Ma Jafit — Wie schön bist du. Der ersteTaneo mit neuhebräisciiem Text Altlra aWdl - Fürchte dich nicht. Slow Fox mit tietihebf. Text. Jazz-Orchester Sid Kays Fellows. Gesang von Ferris Oondosch Jtl<liscrte und karitbraie ScHallfrlatten in groDer Auswahl MUSIKHAUS EXCELSIOR WIEN I FRANZ-JOSEFS-KAI 15 Radio- und Grammophonapparate zu günstigen Zahlungsbedingungen Jüdenstaatspartei in der C* S» R. Aus Mährisch-Ostrau wird uns berichtet: Iö Böhmen, Mähren und Schlesien hat der Sekretär der Jüdenstaatspartei, Rabbiner Dr. Z. Kanne r. eine gründliche Reorganisation des Barak durchgeführt, so daß wir jezt über zwei mustergültige Kenanim in Brünn und Leitraeritz verfügen. Es soll ah dieser Stelle hervorgehoben werden, däß Frau Dr. Fritzi Margulies die eifrigste Mitarbeiterin und Förderin des Barak in Leitmeritz ist und däß der Barak ifl B r ü h ii bereits größte Beachtung in der Landespresse gefunden hat. Im Umkreis von Mährisch-Ostrau (Mistek, Teschen, Kaschau usw.) wird regste Propagandaarbeit betrieben. Besonders hervorzuheben ist die Umgezeichnete Versammlung iti Orlova. Es sprächen Advokat Doktor Fi so hei und Rabbiner Dr. Kann er über „Parlament und Judenstaatspartei". Minutenlanger Beifall unterbrach oft die beiden Referenten. Der" Vorsitzende dankte ihnen, insbesondere Herrn Dr. Kahner. dem" beißen jüdischen Patrioten. Tieferschüttert verließendie -Zuhörer' die Versammlung. Es war ein würdiger Protest. Anschließend erfolgte die Reorganisation der Ortsgruppe Orlova, weiche nunmehr unter Leitung der Herren Dr. Brenner, M. Brenner und Dr. Wilhelm steht. In der Frage des Legislative Council bewiesen die Allgemeinen" Zionisten einen kleinlichen Parteineid. Sie weigerten sich, öbzwar die Zionistische Weltoi-ganisation sie aufgefordert hätte,, gemeinsame Protestversämmlüngen abzuhalten, eüizig'Ühd allein aus dem Gfüride. weil die Jüdenstaatspartei als erste die Initiative hiezu ergriffen Hat trotz Totschweigens und teilweiser Bekämpfung durch die allgemein-zionistische „Selbstwehr" schreiten wir erfolgreich vor. Aus allen größeren Städten laufen Einladungen" äh" unseren Pi'opäganda-Ref ereilten Dn Kaüner ein. Ueberau.bricht sich die Erkenntnis Bahn, daß nur das Programm der Judenstaatspartei den Ausweg aus der zionistischen.. Krise bedeutet. Im Laufe dieser Woche wird Dr. Kanner am 1. Februar in Prag (Beth-Haam) über „Judenstaat oder Ghetto in Asien", am 3. Februar in Leitmeritz über „Judenstaatiicher Chäluzismus" und anschließend in T r a u t e n ä u Über „Zionistische Orientierung auf jüdehstäatierischer Basis'1 sprechen. — Alle Zuschriften an die Jüdenstaatspartei in der C, S. R.. Brith Hakanaim und Dr. Kanner sind zu richten an das Zentralbüro Mor.-Ostrava, Grünwaldova 39. JÜDISCHER VEREIN KONGRESS-POLEN Sitz: I, "VVerdertorgasse l'i veranstaltet Sonntag, den 2, Februar, 8 Uhr abcf$., eine Akademie mit 7mm gemeine Empörung aus und führte unserer Bewegung hur neue Freürtde Mt. Anschließend" fand fttt Abend elfte TanzunteMlältüflg statt, die insbesondere dSflk <f6f Teilnahme zahlreicher Gäste von auswärts einen glänzenden Erfolg aufwies. — Am 13. Jäfther Veranstaltete unsere Gruppe eine Protestkundgebung gegen die Errichtung eines Parlaments in Palästina. Ueber die Gefahren des Parlaments für'uhs"er gesamtes Aufbauwerk sprach Gg. Herr Ernst S e* i f fe f t (Lcooen). Aus Knittelfeld: Sonntag, den 26. JÜhhef fand hier eine gemeinsame Veranstaltung der Ortsgruppen Knittelfeld und JudcnbUrg satt, an der öUch - Viele Gesinnungsgenossen «Us Leobeh teilnähmen. Es wär dies überhaupt die eiste jüdische Verflnstaltüftg, die in Knittelfeld stattfand, urtd sie nahm elften überaus gelungenen Verlauf. Um die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung hatte sich neben anderen Damen Und Herreh aus Kfiittelfeld Insbesondere der Obmann der dortigeh Gruppe. Herr Norbert Bäücfft* freund, große Verdienste erworben. Herr Nobert Bauernfreund eröffnete mit Begrüßungsworten an die Erschienenen die Versammlung. Als Erster sprach sodann Herr Hugo Friedler (Leoben), der eine zusammenfassende Darstellung über die Ereignisse des vergangenen Jahres Und ihre Bedeutung für das jüdische Volk gab. Hierauf schilderte Herr J. Gel bar t (Graz) ausführlich die Lage in Erez tsrael und wandte, sich dann den Geiahreh zu." die durch die Errichtung 'eines" Parlaments in Palästina dem jüdischen Volke drohen. ZUm Abschluß hielt Herr Ernst Seifert (Leoben) ein überaus eindrucksvolles Referat über die gegenwärtige Lage, im Zionismus, Über den gegenwärtigen "Stand des Aufbauwerkes in Palästina, besprach das Programm Und die Aufgabe der JudenstaatSbewegung uhd riiifttete in eirtefn eindringlichen Schlußwort an die Anwesenden die Aufforderung, sich mit ganzer Kraft in den Dienst des jüdischen Aufbauwerkes zu stellen. Die Ausführungen' des Redners lösten dert begeisterten Beifall der Versammlung aus. Worauf die ^.Tikwah" gesungen wurde; An den ernsten Teil schloß sich eine gemütliche Unterhaltung mit Tanz, die ailc Teilnehmer zu einigen angenehm verbrachten Stunden vereinigte. /J0Ä^ Bücher » Schweden brücke! bucmhämölümc temmtn * <o., nun l, rr«ftt<fd4«fir<fC«i 7 Reichte Auswahl fi e M e f ß-ß c h 6 f tWÄtdf Autofän zti bffHgsten Preis*«! Katalog gratis Allgemilrt« und UäälkäU Zionhien Aus T e 1 - A v i v wird uns berichtet: Aüf Am. Zicmistenkongfeß in Liizern ist es zu einer Vefeifflgtrftg; der Gruppe A der Allgemeinen ZiönWtelt ün*d den ,,R a d i k a 1 e n Z i o n I s t e ri" (Führer Ji2chak Örüfiv baUm) gekommen. In Konsequenz dieser AbmäCrKtrig fand jetzt in Tel-Aviv eine gemeinsame Konferenz beider Grtippen statt, auf welcher auch det fötfttftle organisatorische Zusammenschluß ätättlifldefi äöllte, Aber «öbon naeü den Referaten der beiderseitigen FÜhtör, Küfl Slttftenfe 1 d (Allgemeine A) und Jizchak OrfiAbauiH (rtAdikäl) traten Gegensätze ztifage, die äöHließlich in eine« offenen Konflikt ausarteten1 und zum ßruChe der kaum, sechs Monate alten Gemeinschaft führten, Als die Konferenz zu den Wahlen überging llfld KUft Slümenfeid bei der Besetzung der Stelle des Präsidenten der Organisation die Majorität der Stimmen" erhielt, föchten di9 Radikalen diese Wahl an, Sie erklärten, daß die willkürliche zusammengesetzte tfonfereria zur Präsidentenwahl, nicht befugt äei und sie unter eiiier Leitung Blümenfeld nicht arbeiten wollort. Da 6S bei der Bestellung Blumcnfelds blieb, erklärten die Radikalen ihren Alistritt und verließen die Konferenz. AMERIKAS GRDSSTES F1LMWEÜK U R- UND ALLElNAUf FÜHRUNG ,,Die letzten Ta$e (Jon Pornpeji'' Schweden- Kleiner Regiebeitrag Eigenes äufffet IVIitgliederaufnahme jeden Montag von 8 hin 10 Uhr abends mmmmmmemmMmmmmmammammmmmmmK Verband der Judenstaat§xiorii§teti Aus der Österreichischen Provinz Aus Leoben wird berichtet; Ende Dezember v, J. fand in Leoben im überfülltem Tempel eine Makkabäerder Leobiier Ortsgruppe der Jüdenstaätszldnlsten statt, bei der Herr OberbaUrat ing.'Robert Stricker Über die Bedeutung der Makkabäer für das jüdische Volk sprach. Seine wiederholt durch BeifaU unterbrochenen Ausführungen fanden die begeisterte Zustimmung aller Anwesenden. Einige der revisionistischen Partei an* gehörige Besucher versuchten bedauerlicherweise, nach dem Vortrag die überaus würdige Feier durch ungebührliches Benehmen um ihre Wirkung zu bringen. Dieser Verstich. an geweihter Stätte Unternommen löste all- Prager Brief Gegen einen 'ziötttattafelifeft Städtrai Unser Mitarbeiter schreibt uhiä aUs Präg: Zü den leider sehr zahlreichen inrterziöttistischeh Konflikten" in der Tschechoslowakei ist nunmehr ein neuer gekommen, der weit über den zionistischen Rahmen hinaus wirkt uhd in der tschechoslowakischen Oeffentlich'kcit Aufsehen erregt, Der Streit geht um den Vertreter " der Zionisten in der V^rwaitung^der Hauptstadt Ffag, Stadtrat Doktor Franz Fr.ie'd nfä nn. Die v ,'^Üdiäche Partei" in der TöchechdslöwÄkei, deren Leitung '{finden Händen der „allgemeinen" Zio'higte'ri liegt, hat durch die Zeitung verlautbart, daß sie den Stadtrat Dr. Franz Friedmann aufgefordert'Hat, seih Mandat niederzulegen, und die. nötigen fechritte bei den züstahdigeh städtischen Behörden unternommen hat., dem Genannten sein Mandat abzuerkennen, i Dieser ihi Zionismus vielleicht einzig " dastehende Fall hat eine Vorgeschichte, die von grundsätzlicher Bedeutung, ist. Die „Jüdische Partei'' vermeidet es in ihren Verlautbarungen, auf diese Vorgeschichte deutlich zurückzukommen, und begnügt sich, die Maßregelung ihres Stadtrates „mit Rücksicht auf das bekannte Auftreten und Vorgehen des Herrn Dr. Frantiöek Friedmann. Advokaten in Prag, gelegentlich der im Vorjahre stattgefunderten Wahieä in die tschechoslowakische Nationalversammlung (Parlament)" zh begründen. Die Parteileitung kommt in der Verlautbarung nicht mit einem Worte auf den eigentlichen Gegenständ zurück, der ÜbefäUs' iiltereäsänt und lehrreich ist. Während bisher die in der „Jüdischen ' Partei" Organisierten Ziönistori bei allen Färläments"wahleh eine eigene jüdischnationale Liste aufgestellt hätten, verzichtete die Leitung bei den letzten im Vorjahre abgehaltenen Wahlen auf eine selbständige Kandidatur und schloß sich den tschechischen Soziäldemökräteh äh. Die „jüdische Partei" ging nicht etwa ein rein technisches Wahlbündnis ein, sondern setzte. ihre Bewerber auf die sozialdemokratische Liste uhd verpflichtete sie, für" den Fall der Wahl, Mitglieder ded sozialdemokratischer! Klubs" im Parlament zu werden. Dieses Uebereinkommen muflte Widerstand in den eigenen Reihen hervorrufen, dehn es bedeutete den Bruch mit dem jüdischnationalen Programm und den Grundsätzen zionistischer Ländespölitik. Beruht doch das Wesen jUdlßchhatiöhaler Politik vor äliem darauf, dett eigenen jüdischen Weg tu gehen und, im Gegensatz iü der" so uriglücklicheh Uhd verUefblichen Politik der liberalen ühd söziälistischett Aäslfflilänten, unter eigerter jüdischer Firma Und Verantwortung zu handeln. Hat doch jüdischnationale Politik nur dann Sinn Und ZIVeck, wenn sie die Beginn: '/tf4, 7,6, '/98, %10 /• Telephon A-49-0-60 iiiüriH Juden aus den fremdnatibnalcn Streitigkeiten und aus Kultur- und Klassenkämpfen herausführt Indem mäh aus den jüdischen Kartdidaten tsehechisch-soiialdemokra* tische machte, hat man die ftltt' äüaimiiatoHscH-pfilitlsche Sünde wieder aufleben lassen" lind, hoch" dazu IM fchHftimefer Form, denn diesmal ging es nicht Um Grurklrütze« sondern Um Mandate. Die national eingestellte ziöflirt'Sche Opposition protestierte gegen dieses Vorgehen und erklärte, daß eine gesinnungstreue und gut organisierte jüdisnhttritldhale Partei mehr wert ist Und ohne Mciidaf.e mehr für das jüdische Volk erreichen ka'ih, als eiho Partei, welche für zwei Mandate ihr Programm und itire politische Eindeutigkeit preisgibt.' aber eifi JrJioHtf'f«r Bcarritenapparät. Und gefügige Zeitungen erstickten die Stimme dieser Opposition. Ein Führer dieser Opposition War Stadtrat Doktor Franz Friedmahn. D ä ö ist seih '^bekanntes Vergehen Und Auftreten bei den Wähleri", Däi'üm Wird et' jetzt 'V'dh d>m Führern der „Jüdischen Partei" geinäßfegclt uüd söifics Mandats in der Verwaltung der Hauptstadt- Präg,- ih welcher er ersprießlich für die Juden und als JUde gearbeitet hat, entkleidet. Der Fall verdient aufgeklärt Uhd festgehalteil zu werden, denn er ist lehrreich, und das nicht hur für die Tschechoslowakei. Er beweist, - daß die Ver* Wässerung ihres zionistischen, n.ationaljüdischon Inhalts die Partei wieder auf. deri unglücklichen Weg bringt, den die Assimilation geht, MiMiiW^ Am 3« Februar geht's los! ZIONISTISCHE SEKTION UND WIZO P RATER / WIEN II, STU WERSTRASSI 1 Montag; 3. Februar, V,9 Uhr abends gm M gm m mmm.WLM Je% 4t9 M+R M spricht der berühmte jüdische Dichter %[ Uni ■■■MI MMmm TH EM AI UNSERE NOT - UNSEftE HILFE Karten vou S 1.— bis S 3,- im Sektionsheim und beim Optiker Karl Seidner, Wien 1, Franz-Josefs- Kli 33cTelephört U-2S-Ö-66) «rhaltlloh Nach Schluß Bankett tu Ehren des Qädtefl v " g y^räüihUd^J Wei//e Wochen &*Mf*ni.un:ri WI€N II. TABASSE

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