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Die neue Welt · 1935-12-31 · Heft 525 (31.12.1935) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 525 (31.12.1935)
Date
1935-12-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4c DIE NEUE WEL1 Nr. 525 vom 31. Dezember 193,5 m^mim^Hk. ^--^ÄiÄ^5 ' >*¥*yfc\Y '^1^^. _. Tc*& , .ÄTy» ' 5 2 A * Von tP * Wochenrafen erhalten Sie all« Gegenstände in größter Auswahl und better QuaiitSt bis 20 Monat« Kredit SCHLESINGER VII, Burggass« 122-124 Telephon B-32-2-24, B-35>6-j» Vermischte Nachrichten Marquis of Reading schwer erkrankt Aus London: Der frühere Vizekönig von Indien und Außenminister Marquis of Reading (Isaac Rufus) ist schwer erkrankt. Das Befinden des 75jährigen Patienten gibt zur Besorgnis Anlaß. Juden/ Verbrecher und Staalsfesnde Aus Berlin: In der Zeitschrift „Deutsches Recht" gibt der Staatssekretär Dr. Stuckart folgende Einzelheiten der Ausfuhrungsbestimmungen zum neuen Reichsfcürgergesetz bekannt: 1. Gemäß den Nürnberger Gesetzen kann ein Jude nicht Reichsbürger sein; 2. Juden dürfen öffentliche Aemter, wie die von Richtern, Notaren, Auktionators usw., nicht bekleiden, ja nicht einmal mehr Geschworene sein. 3. Die Berufstätigkeit des Arztes und des Anwalts fällt nicht unter die Kategorie öffentlicher Aemter. 4. Allen „Staatsangehörigen" kann die Reichsbürgerschaft zuerkannt werden, davon ausgenommen sind „offene Feinde des Staates, Verbrecher und Jude n". Ein Rabbiner verhaltet Aus Berlin (J. T. A.): Der bekannte Berliner Rabbiner Dr. Emil Bernhard-Cohn wurde vor einigen Tagen mitten aus einer Versammlung in Berlin-Köpenick, wo er eine Ansprache hielt, heraus verhaftet und in das Columbia-Haus zu Berlin überführt, wo er sich seitdem befindet. Ein Agent der Gestapo unterbrach Dr. Emil Cohn mitten in seiner Rede und erklärte ihn mit der Begründung, daß er „ironische" Bemerkungen zu den Nürnberger Gesetzen, besonders zur Hausangestellten- Klausel, gemacht hat, für verhaftet. Die Versammlung wurde aufgelöst. Dr. Emil Bernhard-Cohn ist einer der führenden Zionisten in Deutschland, er mußte 1907 wegen seiner zionistischen Ueberzeugung sein Rabbineramt in Berlin aufgeben, 1926 wurde er wiederum nach Berlin berufen. Er ist ein erfolgreicher dramatischer Schriftsteller. Er übersetzte den „Divan" von Jehuda Halevy ins Deutsche. Er ist 55 Jahre alt. luden an deutschen Hochschulen Aus Berlin: Nach jetzt bekanntgegebenen Zahlen der Studierenden im Wintersemester 1934/35 waren unter 89.093 Studierenden 533 Juden. Der Anteil der Juden beträgt also 0,6 v. H., während der Anteil an der Gesamtbevölkerung 0,77 v. H. beträgt. 323 ausländische Juden studieren in Deutschland. Am größten ist die Zahl der Juden in der Medizin. Hier beträgt der Anteil 1,2 v. H. Im ersten Semester befanden sich eine jüdische Studentin und drei nichtarische in Deutschland. Die Zahl der Medizin studierenden inländischen Juden beläuft sich auf 263, die der Ausländer auf 151. Während das Frauenstudium im Wintersemester 1934/35 insgesamt 13,5 v. H. beträgt, studieren von jüdischen Studenten 25 v. H. Frauen. Bei den ausländischen Juden studieren 14 v. H. Frauen. Jüdisches Kulturtheater Dienstag, den 31. Dezember und Mittwoch, den 1. Jänner, „Bunter Abend'. Es wirken mit: Lotte Bernhard (Chansons), Trude Godwijn (Tanz), Ina Mare und Arthur Hoff (Szenen, jüdische Volkslieder), Joachim Laatz (Satyren, Schauspielerparodien), Marcell Lerner (Chansons), Begleitung G. May. Beginn 21 Uhr. Karten bei Gronner, Graben, und in der Kulturstelle, I., Franz- Josefs-Kai 3. * Donnerstag, den 2. Jänner, „Lopez' E r bschaff, Komödie in 3 Akten von A. Slonimski, deutsch von Friedr. Jarosy. Uraufführung. Es wirken mit die Damen: Jula Benedek, Alice Koch, Ina Mare, Herta Schick; und die Herren: Harry Flatow (in der Hauptrolle), Robert Gut, Arthur Hoff. Joachim Laatz, Marcell Lerner, Hans Rosenberg. Spielleitung: Frank Herrmann; Bühnenbild: Oskar Fischer. * Donnerstag, 2. Jänner, viertel 8 Uhr, Autorenabend, unter dem Titel ,,G. Schofmanns zeitloser Genius". Einleitende Worte: Martin Rathsprecher. Aus den Werken des Dichters liest Joachim Laatz. Karten in der Jüdischen Kulturstelle (I., Franz-Josefs-Kai 3) erhältlich. KINO»PROORAMME C KREUZ"KINO prolonS'ert! ProlongiertI i, woiizeüc l? |m Zeichen Telephon K - 24- 2- 16 "jj Vorstellungen: 4, %6, 'AtO CI©S W3ffllp3II>S ROTE NTÜRT^^ 1, Fleischmarkt 1 ■ e~ IMl«PB*aIl!f»S Telephon R-2Ü-1-59 IWWCffflDIC» BeRinn: v»k. %«, %s, Vjto Charles Laughton Shirley Temple SCHKFFER VI, Mariahilferstraße 37 Telephon B-20-203 deginn: Vi4, 'A8, V*10 sT^FÄTviFSchluß mit ~ Mariahilferstraße 120 deilFrailGII Telephon B-33-0-68 joan Crawford, Robert Mont- Wochentags: 5, 7, 9 Uhr gomery, Franchot Stone VOTIVPARK Schluß mit IX, Währingerstraße 12 €1611 FrailGn Telephon A-18-3-96 Joan Crawford, Robert Mont- Beginn: «i, %6, V28, y«io gomery, FraiiL.iot Stone Jüdische Künstlerspiele, II., Praterstraße 34, Telephon R-45-4-94. Die Direktion stellt fest, daß Frau Sevilla Pastor am 31. Dezember nur in den „Jüdischen Künstlerspielen" auftritt. Die Künstlerin spielt bei der unter der Devise „Literatur am Karmelitermarkt" stattfindenden Veranstaltung am 31. Dezember zuerst die Titelrolle in „Duwid 1", hernach in der von Direktor J. Goldflies zusammengestohlenen und vorbereiteten Satire „Chassidim prawen Silvester" und wird auch einige ihrer bekannten Lieder singen. Große Ueberraschungen! Auftreten von Simon Fostel, Mundi Hausknecht u. a. Die bisherigen Vorstellungen von „Tanzt, Jidalech!" waren ausverkauft. Nächste Aufführungen dieser im chassidischen Milieu spielenden musikalischen Komödie Mittwoch, den 1. Jänner 1936, Freitag, den 3., Samstag den 4., Sonntag, den 5., und Montag, den 6. Jänner. Mittwoch, den 1. Jänner, nachmittags bei ermäßigten Preisen „Dem Tatens Sindel". Donnerstag, den 2. Jänner, abends „H o c hz e i t im A s y 1". Rezitationsabetid Jehuda Ehrenkranz. Vor seiner Abreise gibt Jehuda Ehrenkranz am 8. Jänner 1936, 8 Uhr abends, im Großen Ehrbar-Saal (IV., Mühlgasse Nr. 30), noch einen Abschiedsabend in jiddischer Sprache. In dem neuen Programm gelangen Dichtungen von Asch, Opatoscher, Nadir, Scholem Alechem, ferner der jungen, in Palästina lebenden Schriftsteller Chejn, Lussin, Stahl und eine Erzählung aus dem Hebräischen vonHasas zum Vortrag. Am 9. Jänner verläßt Ehrenkranz Wien, um seine Tournee fortzusetzen, die ihn in die Tschechoslowakei, nach Ungarn, Rumänien, Polen führt. „Das Land der Verheißung", der Palästina-Tonfilm, der die Juden in der ganzen Welt begeistert und erschüttert, wird mit dem hochinteressanten Reportagefilm „Der Zionistenkongreß in Luzern" am Sonntag, den 5. Jänner 1936, Vyl2 Uhr vormittags, im Lux-Tonpalast, XVI., Neulerchenfelderstraße 43, aufgeführt. Sichern Sie sich rechtzeitig Karten 1 Näheres Inserat! Billig und bequem nach Polen und CzGrnowitz reisen Sie durch das Poln. Verkehrsbüro „Francopol" Wior», HI., Ronnwßg 1. XJ-lß.4-00. Abfahrten am 5. und 21. Jänner, Rückfahrten am 6. Jänner und 12. Februar 1936. ALLES FÜR ALLE besonders preiswert bei Schiffmann! Für Mädchen und Knaben: Samt-Iraprime-Kleid, reizende Fasson, Größe 60 . Wollstoff-Kleid, mit Mongol-Garnitur, Größe 60 . Hubertus-Mäntel, f. Mädchen od. Knaben, Gr. 70 Cape-Wintermantel, reich verbrämt, Größe 60 . . Knaben-Winter-Mäntel, ganz auf Seide .... Knaben-Sport-Anzüge, mit Knickerbocker, Größe Knaben-Schafwoll-Pullover, mit Rollkragen . . Kinder-Trainings-Anzüge, blau, braun, bis 5 Jahre Mädchen-Pelz-Hoserl, bis 6 Jahre...... Schnürstiefel, für Mädchen und Knaben . . ab Nappa-Leder-Kappen, mit Plüsch-Verbrämung . Herren-Kleidung und -Wäsche: Ulster, mit Samtkragen S 55.—, ohne . . . « Winter-Mantel, Fischgrätenmuster, auf Seide . , Kammgarn-Anzug, in Modedessins . . S 48.—, Kurzer Winterrock (m. Oposselte-Kragen S 49.—) Reinseiden-Modcbinder.....S 3.90, 2.90, Popelin-Hemden, neue Muster, 2 separate Kragen Feine Sport- oder Nachthemden, aus Flanell . . Flanell-Pyjamas oder Dressinggowns . S 12.90, Schuhe und Hausschuhe: Warme Filz-Hausschuhe, Filz- und Ledersohle . Kamelhaar-Umschlag-Hausschuhe, Filzu. Leders. Lackspangen-Damen-Schuhe, mit Festabsatz . . Sämisch-Binde-Schuhc, schwarz, Kuba-Absatz . Damen-Sport-Pariser, schwarz-rot, komb,, m. Hak. Eislauf-Stiefel für Damen, mit Riemen .... Wienerwald-Stiefel, Lederfutter u. 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