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Die neue Welt · 1935-12-20 · Heft 523 (20.12.1935) · page 5

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 523 (20.12.1935)
Date
1935-12-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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DIE NEUE WELT Seite 5 ner Wien 89, Feke Taborstraße 52 Mäßige Preise! Große Auswahl! ßiicherlisfe gratis! Auskünfte: Tel. R-41-4-20 Modlernelel Tfeücherei, r-ebühr 10 3 p. Tag. sonst nichts min Wim im um ii miiiii wimmm „u nzüchti g c Handlun g e n" gestellten vorgenommen hätten. an weiblichen An- Aus Breslau: Die Energielosigkeit der polnischen konsularischen Vertretungen in Deutschland in der Verteidigung der Interesse;: der verfolgten Juden polnischer Staatszugchöi'igkeit hat es offenbar bewirkt, daß sieh der nationalsozialistische Druck gegen die Juden Dcutsch-Oberseblcsiens, deren Bürgerrechte durch die polnisch-deutsche Konvention von 1922 geschützt sind, von Tag zu Tag verstärkt. Jüdische Richter, Rechtsanwälte, Notare U3W. werden von den Behörden aufgefordert, f r e i^w i 11 i g auf die Ausübung ihrer Berufe, zu verzichten,' wobei ihnen gesagt wird, daß die ohnedies im Jahre 1037 ungültig werdende Konvention bestimmt nicht mehr erneuert werden Wird. Von jüdischer Seite bat man sich an die in Kattowitz unter dem Vorsitz des Schweizers Calonder amtierende Oberschlcsien-Kommission des Völkerbundes um Schutz gewandt. Aus einem Tollhaus Aus Berlin: Die Zeitung „Der Judenkenner" schreibt unter der Ueberschrift „Schaufensterpuppen": ..Diese Puppen werden meistens von jüdischen oder judenhörigen Fabrikanten hergestellt. Dies ist bekannt und geht außerdem daraus hervor, daß die weiblichen Puppen, außer den mongolisch geschlitzten Augen, die zur Vermeidung eines nordischen Aussehens ,,beliebt" sind, immerhin ein ziemlich arisches Aussehen haben, dagegen die männlichen Puppen (zur Förderung der Rassenschande) mit Vorliebe mit echt jüdischen Merkmalen ausgestattet sind. Die Geschicklichkeit, mit der man dabei die jüdische Maske (die der deutschen Frau nicht entfremdet werden soll) trotz arischen Knochenbaues (durch ein schmieriges Lächeln oder sonstwie) festzuhalten versteht, ist bemerkenswert. Wir bitten unsere Mitglieder und Leser, uns Bilder dieser Puppen, die sich in allen jüdischen Geschäften (so bei Wertheim u. a.) reichlich finden, einzusenden. Im übrigen machen wir den Vorschlag, daß diejenigen Geschäfte, die es jetzt noch v/agen, Judentypen als Puppen vorzuführen, mit einer Sonden Steuer von 100 RM. je Tag und Judenpuppe belegt werden." Jüdische Unternehmer, denket an die jüdischen Arbeitslosen und fordert anläßlich der Wintersaison den Bedarf an Angestellten und Arbeitern aller Kategorien beim jüdischen Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, I., Kohlmessergasse 4, Tel. U-27-0-65, an! I EIN BOTE DER FREUDE...! Es ist nicht immer leicht, für jeden das passende Geschenk zu findfn. — Schenken Sie einige Flaschen 7. e i- I Inger P' e s t w e i n e — wenn Sie sicher sein wollen, das Richtige zu treffen. — Haus Zeilingcr Festweine haben den unschätzbaren Vorzug — daß Sie damit überall Ehre einlegen. — In einer reichen Auswahl — der erlesensten Weine, die es gibt — finden Sie für jeden Geschmack das Richtige. ZEIUNGER T,nndstr. Ifittiptstr. V Johnstraße 39 Wallcnsteinstr. 46 j;n?ros-AI)teiliingf: XIX. Mariahilfergürlel 27 YVinrUelmahnstr. t'l llestellbüro: Tel. B-35-0-10 ireiligenstftdterstraße 3:5, Tel. «-11-007 Cyvfej^^^j» BESTE QUALITÄTEN! LE KOKS ENT2NIERSTR. 22 - TEL. SERIE U*47~5'40 Obligationen liefern, aber sie kann es nicht, weil ihr plötzlich und keine Wie die Palästina-Korrespondenz „Palncws" berichtet, ist es d;v ,,U i:nv:'.nihu auch gelungen, den Juden in Deutschland um virka 00.009 Pfund (mehr als l'A Millionen Schilling) Shimshon-Obiigationen zu einem Kunse von 103% zu verkanten. Was kein Wunder ist, denn im Kmir-isionsprospekt wurde hervmrgt'hoben, l. dalJ die größten englischen Gesellschaften (S. C. 1. und iiot-d - MeleheU - Gesellschaft) gründen wd 3. daß P r it s i d e n t W «* \ z ni n n n Präsident ««t „Shiimshou" wird, 3. daß die ,,8himshon" A. G. bereits u:n I. Jänner Xd'Mi den Obligationären eiiNf s e e h s [) r e n t i g e Dividende aus zahlen wird. Die „Haawarah" hat das Geld, das die bedrängten deutschen Juden unter dein Eindrucke für Shimshon- Obligationen eingezahlt haben, eingestrichen, natürlich mit einem entsprechenden Profit für sich und für die Hitler-Regierung (2'6 Prozent Kapitali'luchtsteuer für die deutsche Regierung und 25 Prozent. Spesen und Risken für die „Haawarah" usw. usw. werden dem Einzahler vorerst weggenommen). Nun soll die „Haawarah" die rrivatlehranstalt für Haushaltkunde Mädchenheim / Stellennachweis nach England und Holland Koch- (Wiener-, eie lischt und DiiU-KOc e>, St-rvior- Niili-, Stuben iiiU'k'hen ihm) Sprachkurse. Kurse tür KörpeiptleRm.d K 1 nietiii. Auch AtoandkwrssS Dies'- Kurse wui -n auchllir MausFl auaa •'bi'.ehalten und vt rbnideu wir Nützliche* mit Aiigenelimvii / Beginn: 2. Jünnef 1936 I, Wollzeile 9 Telephon R-26-0-58 die „Shirashon" gekündigt hat ausliefern will. Voll Empörung J. T. A. ankündigen, stehenden Mitteln" die „Shimshon" ihren Verpflichtungen nachzukommen läßt die „Haawarah" durch die daß sie „mit allen ihr zu Gebote zwingen wird, Aber hinter dieser pompösen Erklärung steckt nichts. Kein Gericht der Welt, kann da helfen. Die „Haawarah" schweigt sich über die Gründe dieses Krachs aus, wohlweislich, denn lU&aniBfi****1*11" Eine Zementfabrik auf dem Papier — Professor Weizmanns Namen hineingezerrl Unser Palästina-Korrespondent schreibt: Wiederholt wurde darauf hingewiesen, daß die zionistische Gesellschaft „Haawarah'^ welche den Import von Waren aus Hitl er- Deutschland nach Palastina fördert, nicht nur die Ehre und Sicherheit des jüdischen Volkes gefährdet, sondern daß sie auch — unter dem Vorwand „Deutsche Juden und ihr Kapital zu retten" — den jüdischen Einzahlern in Deutschland für eingezahltes Bargeld unverkäufliche oder nur schwer und unter großen Verlusten verkäufliche Aktien und Obligationen von palästinensischen Gesellschaften anhängt. Mitunter auch solche von Fabriken, die überhaupt nicht existieren. Jetzt ist es zu einem Skandal um die zu gründende Zementfabrik „Shimshon" gekommen. Den Projektanten dieser Gesellschaft war os gelungen, die englische Riesengesellschaft „Imperial Chemical Industries" (I. C. I.), ferner die „Palestine Plantation Ltd." (Lord Molche tt) und jüdische Kapitalisten in England, Frankreich, Aegypten und Palästina als Aktienzeichner zu gewinnen. Dann gingen sie mit der „Haawarah" ein Geschäft ein. Sie verpflichteten sich das gesamte Maschinen- und Baumaterial (um über 100,000 Pfund) über die „Haawarah" aus D e n t 3 c h 1 a n' d zu beziehen. Dafür übernahm es die „Haawarah", Obligationen und Aktien der noch nicht bestehenden Zementfabrik den Juden in Deutschland zur „K a p i t a 1 s r c 11 u n g" anzuhängen. „Palnews" meldet, zusammengebrochen den Vertrag Obligationen niemand würde ihr dann glauben, daß sie es überhaupt w a g en könnte, mit ihrer dunkeln Sache zu Gericht zu gehen. Die großen Aktienzeichner haben ihre Zeichnung zurückgezogen, als sie von dem Vertrage mit der „Haawarah" Kenntnis erhielten. Sie lehnten es mit vollem Rechte ab, englisches, französisches und jüdisches Geld herzugeben, damit man deutsche Maschinen und Waren für Palästina kauft und ihre eigenen Länder und das Ansehen des jüdischen Volkes schädigt. Kann die zionistische „Haawarah" unter solchen Umständen klagen? Dann kommt eine vom geschäftlichen Standpunkt aus ebenso verwerfliche Sache dazu. Wohl hat die „Haawarah" den verängstigten deutschen Juden Prospekte vorgelegt, wonach die überhaupt noch nicht existierende Fabrik bereits im Jänner 1936 Dividenden zu 6 Prozent zahlen wird. Jetzt stellt sich .heraus, daß das ganze Projekt auf schwindelhafter Grundlage aufgebaut war und eine Täuschung der Zeichner vorliegt. Die Wirtschaftskorrespondenz daß das ganze Projekt so gut wie ist. Sie sehreibt: „Die Wasserbohrungen auf dem in Aussicht genommenen Fabriksgelände bei Artuf ergaben bisher keine Sicherheit für ausreichende Wasserversorgung. Auf der anderen Seite muß jede Möglichkeit, von anderswo Wasser zu beziehen, vertagt bzw. aufgegeben werden. Wie wir erfahren, ist die „Shimshon" unter solchen Umständen nicht mehr bereit Obligationen auszugeben, obwohl die „Haawarah" ohne Rücksicht auf diese Verhältnisse die Obligationen auageben muß." Also will die „Haawarah" es „gerichtlich" erzwingen, daß weiter geschwindelt wird? Die ganze Angelegenheit bedeutet einen neuen Skandal neben den vielen „Haawarah"-Skandalen. Gut daran ist, daß die Enthüllung dieser gewissenlosen Mache denn doch vielen Anhängern der „Haawarah" endlich die Augen öffnen dürfte. Schlecht ist, daß höchstwahrscheinlich die irregeführten deutschen Jude n die Zeche werden bezahlen müssen und daß der Name des Professor Chaim Weizm a n n, des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation, in skrupelloser Weise in die Affäre hineinsr e z e r r t wurde. ehemals Cafe Residenz, , Franz^Josefs^Kai 2C>3I Ecke Morzinplatz 5 Vollständig neu renoviert, modernst Bridge-Saal tt Schachzimmer U 4 Seifert-Billards B Klubräume ■ Asphaltierte Kegelbahn 9 Kalte u. warme Küche ■ Erstklassige Weine * Bier vom Faß Bürgerliche Preise Samstag nachmittags Eröff ff n iingl Tel-Aviv für seine jüdische Polizi Aus Tel-Aviv: Im Hinblick auf die Pläne der Palästina-Regierung-, die Autonomie der Stadt Tel- Aviv in bezug auf das Polizeiwesen aufzuheben, gab Kürgermeister Dizengoff im Tel-Aviver Stadtrat die Erklärung ab, weder die jetzige, "noch eine kommende Stadtverwaltung werden ihre Zustimmung zu einer Aenderung des Statuts der Tel-Aviver Polizei geben. Es wird darauf hingewiesen, daß die von der Palästina-Regierung angestrebte Vereinheitlichung zur Folge hätte, daß außer jüdischen auch englische und arabische Polizisten im rein jüdischen Tel-Aviv verwendet werden, die die hebräische Sprache nicht verstehen und denen die jüdischen Gebräuche fremd sind. Schwacher Touristenverkehr Aus Jerusalem: Die arabische Presse weist darauf hin, daß der Touristenverkehr vor den diesjährigen Feiertagen äußerst schwach ist. Während im vergangenen Jahre in den Monaten Dezember bis März 31 Sonderschiffe mit Touristen nach Palästina kamen, sind für dieses Jahr bisher drei Schiffe angekündigt. Der Rückgang des Touristenverkehrs wird auf die Unsicherheit der internationalen Lage zurückgeführt. Geschädigt ist insbesondere der arabische Bevölkerungsteil, da die Reiseagenturen zum großen Teil in arabischen Händen liegen und die Touristengesellschaften arabischen Führern anvertraut und in arabischen Hotels untergebracht werden. Bodenkäuie im Rarmel- und im Hulehgebiet Aus Jerusalem: Mischor Hakarmel und Israelia wurden von einer Gruppe jüdischer Kapitalisten zwecks sofortigen Ausbaus erworben. Nunmehr ist das Gesamtgebiet der Umgebung des Karmel in jüdischen Händen. Die Zeitung „El liwa", die vor kurzem als Organ des Großmufti neu zu erscheinen begonnen hat, berichtet, daß Chalil Ibrahim aus Damaskus Verhandlungen mit der Palestine Land Development Company Uber den Verkauf seiner Besitzungen in dem Dorf Douara im Hulehgebiet fuhrt. (J. T. A,), Gesellsehaftsabend der Judenstaats-Jugend. Dem Ruf der rührigen Judenstaats-Jugend folgt immer wieder eine große Schar tanz- und unterhaltungsfreudiger Jugend. Es war auch diesmal ein wunderschönes Bild: überfüllter Festsaal, ein festlich gestimmtes Publikum, ein ausgezeichnetes Programm. Unter dem Titel „Mitternachtsakademie" präsentierte der Conferencier Victor Claudius zuerst den lebhaft akklamierten Max Lichtegg, der mit einigen schönen Liedern brillierte, dann die jugendlichen Pianisten Lilly Halpern und Heini Goldan, die mit Verve und virtuoser, staunenswerter Technik einige Musikpiecen vierhändig zu Gehör brachten und starken Beifall ernteten, das Tänzerpaar Frey und Kraus mit ihren Charaktertänzen, Simon Fostel mit vielbelachten jüdischen Couplets und als Clou des Abends, stürmisch bejubelt, Sevilla Pastor. Nach der Akademie spielte die bekannte Kapelle Isy und Max Geiger —Sämtliche bisherigen Vorstellungen ausverkauft-— Das Land der Verheißung Der große Palästina-Film der Fox Nächste Aufführung: Sonntag, den 22. Dezember (für Schüler der Hauptu. Mittelschulen) Mittwoch, den 25 Dezente veranstaltet vom Makkabi Hazair) Donnerstag, den 26. Dezember im Hiebet-Hiw IX, Liechtensteinstraße vormittags V* 77 u. %72 Uhr Karten beim Zion. Landeskomitee, Matc-Aurel-Straße 5, Mejstrik, Wollzeile 6, Jüd. Kulturstelle, Franz-Josefs- Kai 3 und an der Kinokassa

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