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Die neue Welt · 1935-09-27 · Heft 501 (27.9.1935) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
9 (1935)
Issue
Heft 501 (27.9.1935)
Date
1935-09-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 1 DIE NEUE WELT Nr. 501 *'?'. '''•'> - ■ . »\*5r ■ EINZIG IN WIEN!!! Alle Artikel in Wäsche und Wirkwaren billigst bei I ■«! RABENSTEIG 3 TELEPHON U-20-7-09 HIMMELPFORTGASSE 5 TELEPHON R-25-8-84 KÖLLNERHOFGASSE 1 TELEPHON R-26-8-99 Wir bitlen, sich bei jedem Einkauf auf un<er Blaff zu berufen V priiußrrung f Itrcs Land < s \Vid e r s t a n tl ♦ ntgi-gcnsetxen. Der Verfasser behauptet, daß di;> Araber, die Boden an Juden vorkaufen. dies teils aus U n- Kenntnis der zionistischen Politik, teils aus Habgier tun. Es sei vielleicht Sache der englischen Verwaltung, diese Araber vor ihrer natürlichen Begehrlichkeit und Unvorsichtigkeit zu schützen. In Bezug auf die jüdischen F o r d e r u <i g e u räumt der Verfasser ein, daß der Zionismus als Ktickke.hr der -Juden in ihre geschichtliche Heimat eine der „ansprechendsten" Bewegungen in der Geschichte der Neuveit ist, und er anerkennt die bedeutenden Vorteile, die er Palästina gebracht hat. Andererseits aber wird darauf hingewiesen, daß die Araber Palästinas ebenso gültige Rechte hätten und daß, was immer geschehen möge, das Jüdische Nationalheim nur eine kleine I n s r I in einem großen arabischen 31 c e r sein könne, nie Zionistcn müßten einsehen, daß außerhalb ihrer Reihen nur wenig Bereitschaft, diese Idee zu unterstützen, bestehe. Angesichts dieser Tatsachen mögen die Juden in ihrer Kritik mäßiger sein. Auch müßten sie einsehen, daß nicht alles nach ihrem Wunsche gehen könne, so z. B. was Transjordanien betrifft, bezüglich dessen sie auf Grund des Vülkerbundsmemorandums vom Jahre 1922 keinerlei politische Basis hätten. Nach einer unfreundlichen Bemerkung über „Spekulanten und G e 1 d h ä n d I e r, denen rtas Land unter dem Schutz englischer Bajonette z j m Opfer — falle", *virf t der Verfasser die Frage auf, welches das.E n d z i e l d e r Verwaltung in Palästina sein solle. Solle das Land letzten Endes geräumt, werden,;wie dies im Mandat angenommen wird, solle das gegenwärtige System einer Kronkolonieverwaltung definitiv fortgesetzt werden oder solle eine Art von Föderalismus geschaffen werden, in dem unter Einschluß Transjordaniens autonome arabische und jüdische Gebiete einer von England kontrollierten Zentralverwaltung unterstellt werde? Vielleicht stellt diese letzte Möglichkeit die beste Lösung dar. Sie wttrde einer vernünftigen Interpretation der Zusagen Englands entsprechen und keiner dieser Zusagen widerstreiten. TRAUBEN-TRINKKUR Die Weinlese hat begonnen — wir bringen nun wieder Täglich frisch aus dem Weingarten Traubenrnost für Kur- '/.wecke. Nützen Sie die kurze Zeit zur blutauffrischenden 'Xraubentrinkkur — diese wunderwirkende Herbatkur — ist durch nichts zu ersetzen. — Sie wirkt verjüngend auf den ganzen Organismus — besorgt eine x-ollkommene innere Reinigung — und beseitigt so die Grundursachen von Krankheiten und vorzeitigen Alterns. — Von der einfachsten Verdauungsstörung bis zu den hartnäckigsten Leiden vollführt diese einzigartige Heilkur ständig Wunder. Prospekte über Trauben-Trinkkur mit Gebrauchsanleitung liegen in allen Betrieben auf. J-andstraöer Hauptstraße 17 .■»lariahilfergürtel 27 Juhnntraße 'Mi AVinckelmannstr. 22 Wallenstoinstr. 46 Jingm.s-Abtcilung: Heiligenstädterstraße 33. Tel. B-l 1-0-07 So schrieb ein hoher, engliscner, politischer Beamter, der in Palästina an leitender Stelle stand, in einer«: Blatt der englischenRegierung. Die Araber haben daa gleiche Recht auf Palästina wie die Juden. Man muß die Araber vor einem „v/eiteren Vordringen" der jüdischen „Spekulanten und Geldhändler" schützen. Man darf den Juden höchstes 2Ugestehen, daß sie in kleinen Gebieten eines unter englischer Kontrolle stehenden großen arabischen Föderalstaates eine gewisse „Autonomie" genießen. Das ist die Frucht, welche, das „staatsrnännische" Schweigen der zionistischen Führer über das Endziel gezeitigt hat. Bei Erlaß der Balfour-Deklaratior. und Errichtung des Völkerbundmandatea waren sich alle Teile darüber klar, daß nur ein Judenstaat gemeint ist. Dann haben sich selbstverständlich auf arabischer Seite gewisse Schwierigkeiten ergeben. Die Palästina-Regierung begann eine Politik zugunsten der arabischen Bestrebungen auf Rechnung der jüdischen. Die zionistischen Führer aber taten nichts, um der Palästina-Regierung diese Politik zu erschweren. Im Gegenteil! Sie begannen ihrerseits eine Politik des Ver Schweigens und Verzichten» und hauen sie weiter betrieben, bis Liizern, j Werden sie auch weiterhin „ataatsmänni^ch" verschweigen, was dar-; judische Volk will und haben muß, Wenn es nicht ewig in Schande und Elend bleiben soll? Kein englisches Geld für Deutschland Aus London wird uns gemeldet: Der „Manchester Guardian" veröffentlicht folgende Erklärung seines Londoner diplomatischen Korrespondenten: Dr. Schacht wird in London erwartet. Er hofft, dort eine Anleihe in bekommen. Wenn es richtig Ist, daß er sich solch eine Hoffnung macht, dann \viire es für ihn vernünftiger, zu Hause zu bleiben. Es sind hier genug gute Orunde vorhanden, zu glauben, daß, wenn man einem offiziellen Rat folgen würde — und die englischen Finanzkreis? Werden einen offiziellen Rat der Regierung annehmen --, der dahin gehen wird, Deutschland keine w i e immer geartete Anleihe zu gewähren. Die Gründe für die Gegnerschaft einer solchen Anleihe sind dreifach: 1. F> bestcHf hier kein V e r t r a u e n zu Deutschlands finanzieller Lage. 2. Man erkennt immer mehr, daß Anleihen nur dazu diet:?n würden, das heute in Deutschland existierende Regime zu stärken. 3. Es besteht kein Zweifel, daß jede Anleihe nur zur Beschleunigung der deutschen A u f r [\ s t u n g verwendet würde, welche jetzt nur unter größten finanziellen Schwierigkeiten vonstat*en geht. Alles lacht »* „4\ MUSKETIERE" mit Szöke Szakall Felix Bressart Otto Wallburg Ernst Verebes Tibor von Halmay Karl Huszar Puffy und AnnomaHe Söfensen, Eta von Storm, Klara Kirry, Lotte Medelsky Musik: Nikolaus Brodczky im Gartenbau-, Kärntner-, Busch-, Haydn- und Kolosseum-Kino Im Verleih Paul Freiwirth, W, i.en VII. & de* koken feieetafe* wie alljährlich — auch heuer ins 1^3 RESTAURANT ^^^^^J^fl^^^ jefaef II, HammervPurgstallgsse 7 (Nähe Dianabad) Früher Hotel National und Stefanie Bekannt vorzügliche Wiener Küche Menüs von ScfuIBng fl.60 aulw* Orientalische Speisen am Ro3t und Spieß Jeder Verkeha* ist Ra§sehscltamle Gerichtliche Entscheidung Aus Breslau wird gemeldet.''- Die „Nationalsozialistische- ParteikWrespondenz'' berichtet über eine Entscheidung des Amtsgerichts Breslau unter der Ueberschrift „J e der Verkehr mit- Juden ist Rassenschande". In Breslau ist eine Frau wegen Rassenschande a n g e p r a n g e r t worden. Sie hat deswegen bei Gericht gegen die SA.-Führer als. Urheber dieser Veröffentlichung eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Frau hat behauptet, daß sie gar nicht in intimen Beziehungen, sondern nur in geschäftlichem Verkehr mit dem Juden gestanden habe. Das Gericht hat aber festgestellt, daß „Rassenschande nicht nur bei einem intimen Verkehr, sondern auch schon in allen Fällen vorliegt, wo ein freundschaftlicher Verkehr mit einem Rassefremden, insbesondere einem Juden, nachgewiesen" werden kann. In der Entscheidung wird u. a. ausgeführt, dal?» die Antragstellerin mit einem Juden, dem Geschäftsmann Spanier, eine Autotour unternoiimen habe. Der Ehemann, ein SA.-Mann, habe dagegen keinen Einspruch erhoben. Wörtlich heißt es dann: „Ob sie dabei geschäftliche Dinge erledigt hat oder nicht, spielt kojnc Rolle, da die Antragstellerin als Deutsche die Pflicht hni. sich nicht mit Juden in der Oeffentlichkeit allein sehen zu lassen. Unter dem Begriff Rassenschandc ist nicht nur die geschlechtliche Vereinigung einer Arierin mit einem Nichtarier und umgekehrt, sondern auch j c d c r andere freundschriftliche Ver k eh r, soweit er über den Rahmen des rein Geschäftlichen hinausgeht, zu verstehen. Unter diesen Umständen ist der Vorwurf der Rassenschandc gerechtfertigt. Daß die Antragsgegher das Recht zur Veröffentlichung eines derartigen Verhaltens der Antragstellerin haben, ist für den nationalsozialistischen Staat, der als eines der wesentlichsten Grundelemente gerade den Kampf um die Rassenröihheit des deutschen Volkes in sein Programm geschrieben hat, nicht nur eine. Selbstverständlichkeit, sondern eine Wesensbedingun g." SACHSEL''HERBStHÜIf iir die FEIERTAGE Mode-Hüte............S 9.80, 12.50 Aus Haaritlz...............S f 6.— Bbrsallno, Antica Casa......... S32.~ Hückels Velours- und Rizhut-Sptzialitätsn stets lagernd II, Taborstraße 39 XiV; Sechsliauseistraüe-39 @ . XVI.!, Kalva ie.nberggitsse;M \Kltcruvcroln. „XarimtK". züi'' Erlialtüng der HobrüiAtfhcrn Schute Wien. XX., . Othmargasse .46, San2 H. Der Unterricht Iii unserer Hcbriisch-Schule -unter" 'Leitung der bestbekannte'ri 'Krim Esther Schwarz begann Dienstag, den 17. September,. 4 Uhr nachmittags, im Saal II und können Neueinschrei bungen jeden Nachmittag von Montag bis Freitag von -1 bis 7 Uhr vorgenommen werden. Der Unterricht ist unentgeltlich. Frivat-Kindergiirtciw VIII.. Alserstraße 23 (Halbstock). Can;:- und halbtägig. Großer Spielsaal für Kinder von drei hi.t sechs .Jahren. Leitung: H. Goldbaum-Plohn und Nussy Z o 1 t ii n, staatlich geprüfte Kindergartenpädagoginnen. „Kinunuh", jüdischer Angcstolltenverband, gibt bekannt, daß sich die Verbandsräumlichkeiten II., Praterstraße tl, befinden. Der neue Hcbräisehkurs für Anfänger und für Vorgeschrittene beginnt am Montag, den 3u. September, englischer Sprachkurs am Dienstag, den 21. September, ferner Französisch- und Kochkur.se unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Bibliothekstunden Dienstag und Donneratng \U8 Uhr abends. Wir machen auf unsere Stellenvermittlung aufmerksam und ersuchen um rege Inanspruchnahme. Anmeldungen und Auskünfte USglich ab 3 Uhr im Sekretariat. Unsere Bank wurde 1923 mit wenigen Mitgliedern gegründet. Sie hat heute pal. Pfund 30.000 Kapital mit zehnfacher Haftung, pal. Pfund55.000 Reserven und pal. Pfund 1,000.000 Einlagen Die Interessen der neuen Einwanderer werden von uns besonders individuell gepflegt und unsere Abteilung für .NEUE EINWANDERER" stellt ihre Dienste jederzeit bereit* willigst zur Verfügung. Wir glauben, mit unseren Erfahrungen auf allen Gebieten der palästinensisdien Wirtschaft unseren Kunden bei der Einordnung wertvolle'Dienste leisten zu können Ferner hat das wachsende Interesse für Kapitalinvestitionen uns veranlaßt, eine besondere Abteilung für palästinensische und internationale Wertpapiere einzurichten P.O. 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