Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 9 (1935)
- Issue
- Heft 427
- Date
- 1935-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Seite 2 DIE NEUE WELl Nr '27 SEEtSLD IN TIROL.'IS 1200 Meter, idealer Wintersportplatt Ca«e!lithoftjrävim«, a»:hl. Verp). warm«i und kaltei Wati'ar, S9ting. - Pension S 8.- bit 10.- trages einer breiter (Mi Oeffentliehkcit mitzuteilen. Das „Ring"-Präsiuiu:i? hatte die» jedoch untersagt (offenbar Uber Wunsch de.« Vortrn senden — uns auch nicht sehr nach Misncu -v.i;">eM!) und so kamen nur entstellte Berichte in die O'.Tfrntllchk'elt. Wenn man sich, wir der Schreiber dieser Z. ■!' n. auch jetzt noch an diese Schweigepflicht gebunden fühlt, so darf man, ohne sie zu verletzen, doch sagen, daß es ein großer Gewinn war, diesen ausgezeichneten Vortrag P. Fischers zu hören. Von < iner Missionsabsicht war auch nleht im entferntesten eine Spur zu finden. Man darf wohl sagen, daß es eine erfreuliche Erscheinung jungen Datums ist, daß der Katholizismus so sprüht, wie In dicf^ni Vortrag durch P. Fischer. Unsere „Gestrigen" aber wollen es nicht wahr haben; sie haben Ohren, doch sie hören nicht, sie haben Augen, doch sie sehen nicht, in welch rasend schneller Entwicklung alles u in u n s begriffen ist. Feberall hat die Jugend die Führung ergriffen und dringt stürmisch vorwärts, nur bei uns sprechen und fuhren die von gestern. Für die aber, die zu hören vermögen, war es eine große und ehrliche Freude, von P. Fischer — ohne jede Gefühlsduselei, trocken, ohne Uebersehwang — Gedanken echter Humanität und Bereitschaft zur Verständigung zu vernehmen. Wenn im Kopf eines Tiroler Bauernsohnes derartige Erkenntnisse reifen können, braucht man nicht alle Hoffnung fahren zu lassen. Aus solchen Begegnungen, wie es die mit P. Fischer war, sieht man erschreckend deutlich, wie wenig w ir unsere n i c h t j ü d i s c h e Umgebung kennen (daß auch sie uns nur in den seltensten Fällen kennt, gehört auf ein «nderes Blatt!) und wie nützlich solcher Kontakt ist. Wieder sind es die Ewig- Gestrigen, die diesen Kontakt, besser gesagt, die ersten Kontaktversuche stören und sie mit dem großen Bann belegen. P. Fischer hat recht gehabt, als er sagte, er und wir —. beide — werden ob dieses kühnen Wagnisses einer Aussprache angegriffen werden, er aus seinem Lager, wir aus dem unseren. Derselben Befürchtung hat Schreiber dieser Zeilen vor Jahresfrist bei einem vielleicht noch bedeutsameren Anlaß Ausdruck verliehen. Beidemale ist es wahr geworden, noch eh das Wort verklungen war. Aber der Versuch muß und wird wiederholt werden, bis er gelingt. Nun zum zweiten Punkt! Werum wendet sich der Berichterstatter der J. T. A. an den Oberrabbiner und benützt diesen fern aller Politik in Ehren ergrauten religiösen Funktionär? Hält er etwa den „Hing" für eine religiöse Vereinigung? Der „Ring" hat nie religiöse Aspirationen, er ist eine politische Vereinigung. Warum läßt man den Oberrabbiner die Worte sprechen: „Wenn Pater "Fischer . . . eine nur ganz feine und noble M I s n i o n 8- 'ätigkeit entfaltet . . .", wo doch P. Fischer ausdrücklich erklärt hat, daß er keine Missionstätigkeit 'ntfalte? Die Feststellung P. Fischers, das Endziel der Xirche sei die Bekehrung aller Menschen und auch des ■Volkes Israel, war am Ende einigen von uns schon vor lern Vortrag bekannt und dürfte auch für das Wiener iabbinat keine besondere Neuigkeit gewesen sein. Die "Majorität der Zuhörer hat diese Feststellung P. Fischers vohl nur als ehrliches Streben gewertet, nichts zu vervischen und nichts zu verschleiern, auch das Allbekannte rucht. Es hat aber niemand dieses „Endziel" anders gevertet als das Endziel jüdischer Lehre, daß am Ende der Tage das Lamm friedlich neben dem Wolf lagern soll und alle Völker Gott — Avohl auf jüdische Art — preisen werden. Warum also solche Angst! Und warum hat es der Herr Oberrabbiner nicht für wichtig gehalten, sich wahrheitsgemäß über den Vortrag informieren zu lassen? Dann hätte er nicht behaupten können, „P. Fischer hat gemeint, es bestehe die Verpflichtung, die Verständigungsarbeit . . . parallel zu den Bekehrungs versuchen, fortzuführen". Das hat P. Fischer nicht gesagt. Darf man auf falschen Prämissen aufbauen, wenn es so leicht war, richtige zu erfahren? Und nun zum politischen Teil! Es war ja unvermeidlich, daß das Interview ins Politische hinüberglitt. Es handelte sich eben doch um keine religiöse Angelegenheit. Hat man dem durchaus unpolitischen Herrn Oberrabbiner einen guten Dienst damit erwiesen, daß man ihn als Auskunftsperson für politische Fragen heranzog? Daß dies wirklieh kein guter Dienst war, zeigt sich schon im nächsten Satz, wenn der Oberrabbiner fragt: „Worüber muß man sich denn erst mit uns verständigen?" Vom politischen Standpunkt scheint diese Frage geradezu unfaßbar. Das gleiche gilt für die nächsten Fragen. „Sind wir etwa die Angreifer?" geht es weiter. Muß man die Banalität wirklich aussprechen, daß eine Verständigung immer zwischen Angreifer und Angegriffen"in erfolgen muß, wenn man schon bei dieser unglückliehen Terminologie bleiben will? Eine Verständigung, ein Friedensschluß erfolgt immer, seit die Welt steht, zwischen zwei Parteien, nämlich zwischen Angreifer und Angegriffenem. Da ist gar nichts Absonderliches daran. P. Fischer predigt die Verständigungsbereitschaft gar nicht nur u n s allein, er predigt sie beiden Seiten. Es ist auch nicht wahr, daß wir Juden nichts zu konzedieren hätten. W«r können sehr viel konzedieren, ohne ein J o * a von unserer b ü r g e r 1 i c Ii e, n Gleichberechtigung a u f z u g e b e n. Es gibt da einseitige, d. h. unbedingte, und zweiseitige, d. h. bedingte Konzessionen. Zu den ersteren gehört, daß wir anerkennen, daß sich Juden nicht in katholisch e Angelegenheiten '»J n z u in e n g e n habet:, daß s'e die Frage der katholischen Ehe, des Kulturkampfes gegen die Kirche und dergleichen gar nichts angeht, daß Juden nicht Führer kultur- und klassenl'.iimpi'erischer, niehtjüdiseher politischer Parteien zu sein haben, ja, daß s:e in solchen überhaupt nichts zu suchen Ivtb; n. Dem, der sieh mit jüdischnationaler Pol't'k befaß«, ist das ulb's nicht neu. Wer sich aber nicht mit jiidisehnatUmalcr PoPtik befaßt, der lasse gefälilg seine Finger von di< -s -n Dingen, sonst richtet er Unheil an. Dann gibt es zweiseitige e.der bedingte Konzessionen: Die Katholiken in Oesterreich wollen die katholisch-deutsche Schule, die Juden wollen die jüdische Schule. Behl», können?hr Zi< 1 nur ein verständlich erreichen. Sollte das kein Gegenste m[ einer „Verständigung" sein können? Oder «Ind den Herreu 7-ösungen w'e die jüngst errichteten „J u d <• n k hiss e n" lieber? Fast scheint es so. Die hum man freilich ohne „Verständigung" haben. Da i'f "'•"<?i ein nair Protestversamm- Iwno-pn der Ewig-G''stri;reu. Oder: Wie uichUlhiischc Bevölkerung Oesterreichs empfindet es, wie manche sagen, unangenehm, daB es zu viel Juden In gewissen Berufen gibt. Die Juden dagegen empfinden es unangenehm, da l es zu wenig jüdische Richter, Staatsanwälte, Benmte, Briefträger, Kondukteure, Arbeiter In Öffentlichen Betrieben, Lehrer und Bauern gibt. Sollte da keine „Verständigung" möglich sein, ja schreien diese Zustände nicht geradezu nach einer „Verständigung"? Man täusche sich nicht! Es gibt nichtjüdische Kreise, die es lieber ohne Verständigung machen — aber Ist es wirklich so schwer, einzusehen, daß es dann auf unsere Kosten geht, daß wir dabei die Zeche zahlen? Müssen wirklieh die armen und geschundenen jüdischen Massen die Zeehe zahlen, weil gewisse „Jüdische Kreise" vor jedem Versuch einer „Verständigung" von Mann zu Mann und Volk zu Volk zittern? So gehts nicht! Cnveaitt Consules! Gesetzt sogar, P. F'sOer sc! auf gewissen Gebieten Gegner der Juden, so macht ihn sein glanzvoller Kampf gegen den Nationalsozialismus, wiewohl er diesen Kampf naturgemäß im katholischen und nicht im jüdischen Interesse geführt hat und führt, zu einem sehr acht e n sw e r t e n Regner. Mit dem Freund braucht man keine „Verständigung" zu suchen, dessen bedarf es nur mit dem Gegner. Den Gegner aber kann man sich nicht wählen, man müßte ihn nehmen, wie er Ist, auch wenn er weniger sympathisch' wäre als Pater Fischer, der so herzhafte Worte gegen den Hitler-Antisemitismus gesprochen hat. Er, ist nicht gegen unsere Ehre, mit P. Fischer die Klänge gekreuzt zu haben, auch wenn es sich zeigen sollte, daß dieser Weg nicht zur Verständigung führen sollte. Folgen wir dem Ruf zur klaren Aussprache mit den Führern der Nichtjuden. Es wird zum Nutzen des Judentums sein. Wer sich in seinem Judentum fest fühlt, der kann «ich unter ehrenhaften Bedingungen mit jedem Gegner an den Verhandlungstisch setzen, dem droht keine Gefahr. // Eine merkwürdige ,,roini§<he Gerechtigkeit In Montreux fand, wie wir bereits gemeldet haben, ein Kongreß der neugegründeten faschistischen Internationale statt, wobei es zur Annahme einer ,,J udenresolutlon" kam. Diese Resolution — wir veröffentlichten sie in unserer Ausgabe vom 28. Dezember 1934 — besagt, daß jedes Land seine Judenfrage souverän zu behandeln habe, daß aber der Kongreß den Kampf gegen die jüdischen Elemente proklamiere, die bekanntlich an den Revolutionen internationalen Charakters stark beteiligt sind. Diese „Judenresolution" überraschte allenthalben, zumal man weiß, daß der italienische Faschismus, auf dessen Betreiben der Kongreß stattfand, keinen Rassenantisemitismus kennt. Und man war sich darüber klar, daß mit der erwähnten Resolution jeder antijüdisehen Aktion Tür und Tor geöffnet sei. Dag fühlte auch der italienische Vorsitzende des Faschistenkongresses, General Abg. Coselchi, wenn er der J. T. A. folgenden Kommentar gab: „Der Kongreß in Montreux hat sich in seinen Beschlüssen an die Grundsätze des italienischen Faschismus gehalten und in seiner Resolution zur Judenfrage den Gedanken der Bekämpfung der Juden auf Grund des Rassenprinzips abgelehnt. Diese Haltung wurde als allgemeiner Grundsatz festgelegt. Andererseits aber hat der Faschistenkongreß auf Verlangen verschiedener Delegierter die Haltung bestimmter jüdischer Gruppen in manchen Ländern behandelt, die, statt sich als loyale Bürger zu bekennen, unter dem Einfluß der verschiedenen Internationalen stehen, die der Faschismus aufs heftigste bekämpft.. Die Teilnehmer an den Beratungen von Montreux bekannten sich ferner zu dem Grundsatz, daß jede faschistische Organisation berechtigt ist. ihre inneren Angelegenheiten gemäß den örtlichen Bedingungen zu regeln und ihr feindliche Gruppen zu bekämpfen. Die Resolution über die .Tudenfrage, fuhr Abg. Coselchi fort, wurde von dem Franzisten Marcel Bucard redigiert und hält sich an den Gedanl--p der „römischen Gerechtigkei t". Beweis dafür ist, daß Marcel Bucard, als er seine Resolution vorlegte, gleichzeitig eine Ehrung derjenigen Juden beantragte, die bei der Verteidigung ihres Vaterlandes im Kriege g efallen sind." Unter „römischer Gerechtigkeit" versteht man, erklärte Coselchi, die Grundsätze der Gerechtigkeit, Sinn für Harmonie und den Freiheitsgedanken, sowie den Wunsch nach freiwilliger und friedlicher Zusammenarbeit aller Bürger. Obwohl sonst voll Verständnis für die Lage der Juden in aller Welt und für das Verhältnis der jüdischen Volksteile zu ihrer Umgebung, bekennt sich der Faschistenvertreter Italiens Abg. Coselchi hier zu einer Anschauung, die zwar die Verdienste der toten Juden anerkennt, die Gerechtigkeit gegenüber den lebenden Juden aber vermissen läßt. Der Geist, der für die Kraft und die Tugenden der gefallenen Holden Verständnis aufbringt, sollte nicht auf das Niveau des Hakenkreuzlcrtums und des hitleristischen Judenfeldzugs sinken. Der Beschluß des faschistischen Kongresses, die Juden als ein Element zu bekämpfen, das „an allen revolutionären Umtrieben stark beteiligt" ist, zeugt nicht von „römischer Gerechtigkeit". Im Gegenteil. Es zeugt von parteilicher Kurzsichtigkeit, Ungerechtigkeit und Uebelwollen. Es geht doch nicht an, die Gerechtigkeit in der Judenfrage darin zu erblicken, daß man die toten Juden ehrt und gegen die lebenden Juden hetzt. Für eine „römische Gerechtigkeit" solcher Art können die Juden wirklich kein Verständnis aufbringen. General Coselchi hat sich die Rechtfertigung des italicninchen Umfallens in Montreux etwas zu bequem gemacht. Iiidienvortrag Alice Schalek. Alice Scbalek wurd ■ von der Urania eingeladen, Samstag, den 5. Jänner, abends iß.30 Uhr, ihren Vortrag „Wie man Indien .sehen soll" mit 200 eigenen, farbigen Lichtbildern, der völlig ausverkauft gewesen war, zu wiederholen. Populäre Preise. n-Taftorstraffe < Jädiesclie§ Geld für die Flüchtlinge Wir hatten schon oft Gelegenheit, uns mit der deutschen Flüchtlingsfrage und mit dem vom Völkerbund eingesetzten Oberkommissär MacDonald zu beschäftigen. Leider nicht In günstigem Sinne. Wir mußten die Tatsache wiedergeben, daß das von MacDonald geführte Flüchtlingswerk sich nicht bewährt, daß insbesondere der Geldmangel und die Absperrungstendenz zahlreicher Länder alle seine Bemühungen zuschanden gemacht hat. Tausende Juden haben die deutsche Hölle verlassen. Den größten Teil dieser Unglücklichen hat das kleine, geringgeachtete Palästina aufgenommen und seßhaft gemacht, während das Loa der Judenflüchtlinge rings um Deutschlands Nachbarschaft sich von Tag zu Tag verschlechtert. Zuallerletzt noch die - Saarflüchtlinge . . . Man hatte erwartet, daß es den Völkerbundstaaten gelingen werde, Deutschland dahinzubringen, daß es diese plötzlich zum Dritten Reich Geschlagehen nicht diffamiere, nicht schädige, sÖnOe'rn 'als gleichberechtigte Staatsbürger behandle. Die _ Bemühungen.; sind bekanntlich gescheitert. Deutschland kann und wird ein Jahr nach der Abstimmung die'Säarjuden und 'alle arideren „mißliebigen" Saarbewohner nach Gutdünken behandeln. Es wird, mit ihhon so. verfahren, wie es ihm beliebt. 5000 Juden und viele Tausendc Nichtjuden werden also der Hitler-Knute ausgeliefert sein, soweit sie nicht das Saargebiet verlassen. Zu der Frage, wie die Saarbewohner abzustimmen haben, hat auch die österreichische Presse Stellung genommen. Die Organe der seinerzeitigen christlichsozialen Partei erklärten mit Emphase, daß das Saargebict deutsch sei und daß es daher ohne jede Einschränkung an Hitler- Deutschland zurückfallen müsse. An ihre deutschchristlichen Brüder, die nach der Abstimmung das Saargebiet v/erden verlassen müssen, schienen sie vergessen zu haben. Heute redet z. B. die „Reichspost", das Zenlra.1organ der seinerzeitigen Christlichsozialen Oesterreichs, anders. Sie bringt in ihrer Ausgabe vom 3. Jänner 1935 einen Bericht des Flüchtlingskommissärs James Mac¬ Donald, der von den Schwierigkeiten der Flüchtlingsunterbringung spricht. „Jede stärkere Auswanderung aus der Saar nach der Abstimmung", schreibt die „Reichspost", „würde diese Schwierigkeiten noch vergrößern. 80 Prozent aller zur Verfügung gestellten Gelder kamen aus jüdischen Händen, während Auswanderer ans clor Saar Nichtjuden sein würden." Die Schätzung auf 80 Prozent ist viel zu tief gegriffen. Fast 100 Pr«zent der für die reichsdeutschen Flüchtlinge bereitgestellten Gelder stammen aus jüdischen Taschen. Wenn jetzt, wo diese Gelder schon konsumiert sind, neue. Flüchtlinge hinzukommen und gar wie. die „Reichspest" zugibt Nichtjuden, dann ist überhaupt nicht einzusehen, wie man dieses Flüchtlingsproblem lösen soll. Als bloß das Schicksal der saarländischen J u d e n in Frage gestellt war, machten sich die Blatter, die heute vor einer nichtjüdischen Flüchtlirigswclle Angst haben, keine Sorgen. „Die Saar Ist deutsch und gehört zum deutschen Mutterland", riefen sie und erklärten sich mit dem Goebbelschen Propn^andarrünisterium solidarisch. Heute müssen sie zugeben, daß nur die jüdischen H Ii n d e für diese Unglücklichen offen sind und daß das Prebiem der S-.i:>.v<1üehllinge ein allgemein menschliches ist. Zu spät . . . Wir haben gewarnt, wir haben der Kull.urv/elt die Folgen einer bedingungslosen Uebergabe d-s S-Aargebiet't an Hitler-Deutschland vor Augen geführt. V,i ute |y.;j;;nt es auch dort zu dämmern, wo das Bedürfnis nach „nationnl'-r Solidarität" jede Hinwendung lint-rdnickle Unsere Pilicht iet es, für die Saarjuden \veit<>rzu> k;in">:'ci. V/ir werden dieser Pilicht nicht untreu werde*.