Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 422 (14.12.1934)
- Date
- 1934-12-14
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 422 3 x BERGMANN. I. RABENSTEIQ3 HIMMELPFORTQ. fe 'KÖLLN ER HO FG. f SÄMTLICHE ARTIKEL IN WÄSCHE UND WIRKWAREN SPOTTBILLIG! Führend In £T£RN AHemdoti (von 6*80 aufw.) nützen die genannten Länder die Situation sehr verständnisvoll aus, indem sie die „traditionellen" deutschen Massenartikel besser und billiger erzeugen als die Deutschen selbst, und auch Vertreter und Prospekte riach Frankreich schicken. Und sogar das konservative England, das bisher seine Kataloge nur in englischer Sprache verfaßte, verwendet jetzt in diesen auch die französische Sprache. All diese Länder können heute mit Deutschland konkurrieren. Sie besitzen genügend Rohstoffe, während Deutschland bei deren Beschaffung valutarische Schwierigkeiten hat und deswegen höhere Preise ansetzen muß. So z. B. teilt die berühmte deutsche mechanische Firma Schreycr in speziellen Zirkularen an alle ihre Kunden mit, daß sie infolge Verteuerung der Rohstoffe gezwungen sei, ihre Preise um 10 Prozent, zu erhöhen. Dieser Umstand hat die Tschechoslowakei in die Lage versetzt, die deutsche Industrie auf vielen Gebieten zu schlagen. Insbesondere Japan bildet heute zufolge der genannten Umstände einen gewaltigen Konkurrenten Deutschlands, da es begonnen hat. sich auch den Orientmarkt und die südamerikanischen Länder zu erobern, eine Erscheinung, die wiederum zur Schwächung des deutschen Exports beiträgt. Man fühlt in Frankreich, daß der Boykott gegen deutsche Waren, an welchem jüdische und nichtjüdiache Firmen beteiligt sind, einen intensiven Charakter angenommen hat. Laut der offiziellen Statistik hat der deutsche Import nach Frankreich im Jahre 1933 rund 570 Millionen französische Francs betragen, während im Jahre 1934 die Handelsbilanz Deutschlands gegenüber Frankreich passiv geworden ist. Der französische Hahdelsminister hat kürzlich mitgeteilt, daß zum Beispiel im Monat August d. J. der französische Import nach Deutschland den deutschen Import nach Frankreich um 47 Millionen Francs übertroffen hat. Soweit es sich um Artikel für den Massengebrauch handelt, trägt die antideutsche Boykottbewegung einen allgemeinen Charakter. Bisher waren die Deutschen die größten Importeure seidener Damenstrümpfe. Bis zum Jahre 1931 importierten die Deutschen nach Frankreich mehrere Millionen Paar Strümpfe, während im Monat Juli dieses Jahres der deutsche Strumpfimport 1500 Paar und im August bloß 1100 Paar betrug. Die große Tageszeitung „Libertö" veröffentlicht diese Statistik mit der Bemerkung: „Der Eöykott hat sich hier sehr nützlich gezeigt..." Erst vor kurzem fand eine Versammlung von 250 Vertretern der Galanteriebranche statt, in welcher diese die schriftliche Erklärung abgaben, deutsche Waren weder zu kaufen noch zu verkaufen. Wie allen Anzeichen zu' entnehmen ist, hat die Eliminierung deutscher Waren vom französischen Markt erst begonnen. Und erst seit kurzem wird die Boykottbewegung auf breiter Basis organisiert. „Odol" — judenrein T Aus Wien (J. T. A.): Wie man aus einer Klage beim Wiener Gewerbegericht erfährt, wurde die Schuhcreme und Bohnerwachs erzeugende Firma ,,Eg-Gü" (Eggbert Günther, Weltwachswerk), auf Weisung ihrer Zentralein Dresden von der Wiener „Odol"-Niederlassung liquidiert, d. h. die Angestellten wurden entlassen und die Verkaufsorganisation in der Weise reorganisiert, daß die „Eg-Gü" über Nacht, ebenso wie „Odol", j u d e n r e i n wurde. Ein Jude kann nicht gerecht richten Aus Berlin: Jetzt geht man daran, die wenigen jüdischen Richter, die man als ehemalige Frontkämpfer im Amte belassen, praktisch ganz auszuschalten, indem man den Parteien das Recht gibt, sie wegen des Judentums abzulehnen. — Die „Deutsche Zeitung" meldet: In dem Zivilprozeß, der von dem jüdischen Geschäftsmann gegen den Nationalsozialisten angestrengt wurde, amtierte ein jüdischer Richter. Der Nationalsozialist beantragte Ablehnung des Richters wegen Befangenheit. Das kammergericht hat die Ablehnung des jüdischen Richters als berechtigt anerkannt. In der Entscheidung heißt es: „Es ist zu verstehen, wenn der Nationalsozialist behaupte, er könne sich nicht denken, daß der abgegelehnte Richter ihm als Nationalsozialisten gegenüber dieselbe Stellung einnehme wie gegenüber seinem jüdischen Rassegenossen. Die Bedenken des Nationalsozialisten gegen die Unparteilichkeit des jüdischen Richters sind, selbst wenn dieser den besten Willen haben sollte, doch gerechtfertigt." Preisüberwachung und Judenboykott Aus Frankfurt a. M.: Es wird immer klarer, daß die von der Hitler-Regierung eingeleitete Preisüberwachungskommission nicht allem der Diffamierung der Juden, die in den amtlichen Berichten als die eigentlichen Preistreiber hingestellt werden, sondern auch der Intensivierung des antijüdischen Boykotts dient. Die „Frankfurter Zeitung" berichtet, daß die Preisüberwachungsstelle der NSDAP eine „M aterialsammlung" einleitet, die innerhalb der deut- Theodor Herzls Bild darf In keinem jüdischen Hause fehlen Wir geben ein ausgezeichnetes, auf Kunstdruckpapier farbig in Palästina hergestelltes Herzl-Porträt (Format 50 mal 33 cm) zum Preise von S 1.20 ab. Bei Postversand S 1.60 inkl. Porto gegen Voreinsendung des Betrages. Zu beziehen durch die Verwaltung „Die Neue Welt", Wien, IX., Universitätsstraße 8. j r-chen Arbeitsfront durchgeführt wird. In dem Fragebogen, der an alle arischen Firmen verschickt wird, heißt cv: „Müssen Sic heute noch von jüdischen Lieferanten kaufen, warum und welche Waren?" ■— Das amtliche deutsche Nachrichtenbüro teilt mit: „Die Staatspolizei hat einen jüdischen Scifcnhändler aus Rhoden (Kreis Arolsen) in Schutzhaft genommen, weil er crht'Hiche Unruhe in die Bevölkerung getragen und die wirlschaftliche Aufbauarbeit des Staates dadurch gestört hat, daß er zur Steigerung seines Umsatzes behauptete, die Seifenproduktc würden teurer und schlechte r." Südssdie KuSiurstelle II.. Aspernbrückengasm 2 (R-iS-2-91); Zweigstellen: VI., Loquaiplatz 11 (B-20-0-31), IX., W-Ihringorstraße 48 (-V-M-400). Kinzigc Vorlesung Krnst Deutsch, Sonntag, den 16. Doj ze:rib?r. halb 12 Uhr mittags. Mittlerer Kon/.erthäussaa!. Programm: Aus der Bibel, aus Werken von Werfet, Becr-Hofmann, Bialik, Perez, Stephan Zweig. * Bedeutend ermäßigte Karten stehen den Mitgliedern in alle Thoater Wiens zur Verfügung. ,/Bunter Abend" für Josef Kamen Zugunsten des bekannten Wilnaer Schauspielers Josef Kamen findet in den Jüdischen Künstlerspielen .(II. Praterstraße 34) Donnerstag, den 20. Dezember, 149 Uhr abends ein Bunter Abend mit erstklassigem Programms tatt. Neben den Mitgliedern der Siegler- Truppe Sevilla Pastor, der hervorragenden Soubrette, und dem jugendlichen Star Erna Siegler wirken Alex Stein, der Leiter der Wiener Truppe, das internationale Tanzpaar Betja K a m a y - Milan Röder sowie Hilde Dulitzkaja mit. Die Direktion J. Goldfließ hat das Theater kostenlos zur Verfügung gestellt. Die jüdischen Schauspieler, die sich in den Dienst ihres Kollegen Josef Kamen gestellt haben, rechnen mit einem großen Interesse des Wiener Publikums für den reichhaltig gestalteten Ehrenaberid. 25. Schuljahr Tel. U-4G-4.37 Neues Wiener Konservatorium Musikvereinsgebäude, I, BösendorlerstraUe 12 Unterricht in Gesang, Klavier und allen Orchesterinstrumenten von den ersten Anfängen bis zur künstlerischen Ausbildung. Eigene Kinderabteilung. Anmeldungen und Aufnalimsprüfungen täglich vor- und nachmittags ausschließlich im Musikvereinsgebäude. Jüdische Bühne, IL, Praterstraße 60; Tel. R-43-4-59. Ab Freitag, den 14. Dezember 1934, halb 9 Uhr, „P a r n o s e", Lustspiel in drei Akten von Gottesfeld, Musik von Naumow, mit Rudolf Zaslawsky als Gast. — Sonntag, den 16. Dezember 1934, halb 4 Uhr nachmittags, „Parnose". Gastspiel Sevilla Fastor — Erna Siegler. Jüdische Künstlerspiele, II., Praterstraße 34. Freitag, den 14,, Samstag, den 15., Sonntag, den 16., und Sonntag nachmittags: „Ein Gan-Eden für Zwei", Lustspiel mit Gesang und Tanz. Montag, den 17.: „Unser Rebbenj u." Dienstag, den 18.: Sondervorstellung „Preis von Liebe", unter Mitwirkung von Markus Herschkowitz. Mittwoch, den 19.: „Süße Chalomjes." Donnerstag, den 20.: Veranstaltung zugunsten des "erkrankten Schauspielers Josef Kamen. Sdiülerkonxert Prof» Wollsohn Prof. Juliusz Wolf sohn, seinem Namen als Komponist und Pianist Verantwortung schuldig, dokumentierte kürzlich wieder seine Leistungen auf pädagogischem Gebiet durch Auftreten mehrerer Schülerinnen. Was Wolfsohn als Lehrer anstrebt, ist die Wahrung der Individualität jedes Schülers bei Bildung eines schönen Anschlags, musterhafter Pedalisierung und des Sinnes für künstlerischen Aufbau jedes zu reproduzierenden Werkes. Diese pädagogischen Prinzipien traten bei allen Schülerinnen deutlich hervor. Paula D e r m e r zeigte klangvolles Spiet, Anny R o s t h a 1 ungewöhnliche Kultur der linken Hand. Als Phänomen überraschte die kleine Evi Wächter. Ungewöhnlich reif in Technik und geistiger Durchbildung Sarah Stuckert, die heute schon an die besten Pianisten erinnert. — Es war ein Glanzabend der Schule Wolf söhn. ro. Liederabend Josef Feuer Der jugendliche Tenor Josef Feuer, dem schon mehrmals bei feierlichen Anlässen kantorale Funktionen anvertraut waren, absolvierte kürzlich einen Liederabend, an welchem er seine Fähigkeiten als Sänger und Interpret zur Probe stellte. Mit ausgezeichneten Stimmmitteln ausgestattet, verstand er es, sowohl die hebräischen Gesänge als auch die jiddischen Volkslieder einem zahlreich erschienenen Publikum nahezubringen. Auf dem Programm standen vornehmlich Kompositionen von Josef M i 11 e t, daneben Braslavsky, Bernstein, Lewow u. a. Am Beginn einer großen Karriere stehend, gab Josef Feuer sein Bestes, und der Wille, sich in die Seele der Kompositionen zu vertiefen, läßt erkennen, daß alles, was musikalisch-künstlerisch in ihm schlummert, zur Reife gedeihen wird. r. Verein für Jüdische Geschichte und Literatur. Montag, den 17. Dezember 1934, im Klubsaale der „Hakoah. I.. Wiesingerstraße 11, Vortrag des Herrn Dr. David Rothblum: „Ein Freund über Bialik". Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. m Das moderne praktische Lehrbuch zum Selbstunterricht Lerne Hebräisch von BEN-CHAVIV i! Das beste Lehrbuch aller Zeiten 1 Die ersten 1000 Worte fürs tägliche Leben, praktische Grammatik, kein Vokabel büffeln, kein Kopfzerbrechen, mühelos, spielend leicht! Verlag Jos. Schlesinger, Wien I, Seitenstettengasse 5 Paiawe der Woche (Nach den .Herstellungsländern zusammengestellt) Oesterreich: Salto in die Seligkeit — Nocturne- Amerika: Silly-Micky-Lachparade — Abentcuei in Honolulu. Ueberfall in Kentucky. Internationale Produktion: Abschicds- ■walzer. Deutschland (Arierp:trtigraph): Peer Gynt — So endet eine Liebe (Ufa) Annette im Paradies -- Reifende Jugend —- Der junge Baron Neuhaus Der König des Mont-ßlanc - Lockvogel (Ufa) — Der Reiter von Deutsch-Ostafrika -— Die Siebzehnjährigen. Franziska fiiyil. Demnächst erscheint unter dem Titel ,,Pc t e r" der neue Franziska-Gaal-Film, der uns den Publikums- Üebling in einem für sie ganz neuen Lu.stspielfach zeigt. Franzi Gaal präsentiert sieh uns hier in einer Hosenrolle. Ihr Partner ist Hans J a r a y, in weiteren Hollen Felix Bressa r t, Otto W a 1 1 b u r g, Etha von Stör m, Anton Pointner, Itnre Raday, Ludwig Roth, Hans Richter, Hertha Natzler, Sigurd Lohde u. a. Musik: Nikolaus B r o d s k y, der Komponist von „Csibi", Regie: Hermann Kosterlitz. Buch: Felix Joachimsohn. Der neue Joseph-Schmidt-Film. Der kürzlich in Wien unter der Regie von Max Neufeld fertiggestellte Joseph- Schmidt-Großfilm „Ein Stern fällt vom Himmel" gelangt demnächst zur Uraufführung. Besonders interessant ist das Milieu des Films: er spielt hinter den Kulissen der Filmproduktion und verrät mancherlei Film-Geheimnisse. Joseph Schmidt, heute zweifellos der beliebteste Tonfilmtenor, zeigt seine herrliche Stimme in Wiener und italienischen Liedern und in zwei großen Schlagern von Hans May. „Ende schlecht, alles gut." Das Lustspiel „Ende schlecht, alles gut", von Siegfried Geyer, das im Vorjahr im Theater in der Josefstadt einen Serienerfolg . feiern konnte, wurde kürzlich unter der Regie von Fritz Schulz verfilmt und gelangt demnächst zur Uraufführung. Die Moser-Rolle des Papierhändlers Polgar spielt Szöke Szakall, der hier seit längerer Zeit zum erstenmal wieder im Film zu sehen ist. In weiteren Hauptrollen Rösy Barsony, Ernst Verebes, Tibor v. Halmay, Georg Dencs und Karl Huszar-Puffi. Musik: Nikolaus Brodszky. Die Makkabäcrfeier der legitimistischen jüdischen Frontkämpfer erfreute sich eines starken Besuches und nahm im -Zeichen des im Weltkrieg gefallenen jüdischen Nationaldichters Hugo Zuckermann einen würdigen Verlauf. Dr. Richard Koch hielt eine eindrucksvolle Festrede und Dr. Leo Fisch mann, ein Jugendfreund des dem jüdischen Volke so früh entrissenen Dichtet, sprach in lichtvoller und zum Herzen gehender Weise über Hugo Zuckermianns Leben und Wirken. Die künstlerische Mitarbeit der Herren Oberkantor P os toiow, Burgschauspieler Fritz Blum, der Damen Betty Lewin, Marianne Mislap-Ka p.p e r und des Quartetts Perez- Kolieb schuf einen schönen Rahmen um die erste Makkabäerfeier der jüdisch-legitimistischen Frontkämpfer. Die Lebens-Versicherungs-Gesellschaft PHÖNIX, die Vertragsanstalt des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth), fungiert "als Mitglied des Begebungssyndikats für die österreichische. Konversionsanleihe und gleichzeitig als Zeicnnüngsstelle. Die Versicherungsabteilung des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth), Wien, II., Aspernbrückengasse Nr. 2, Tel. R-43-500, steht Interessenten gerne kostenlos mit Auskünften und Beratung bei der Durchführung von Konversionen und Zeichnungen zur Verfügung. Wir bitten um Einsendung von Adressen, an die wir Probeexemplare versenden können Werben Sie für unser Blatt! Die Verwaltung „DIE NEUE WELT1 + r -~ Hlstadruth Iwrith, II., KJ. Mohrengasso 3. Samstag, den 15. Dezember. 8 Uhr abends, im Heime, II., Kl. Mohrengasse 3, Vortrag des Herrn Z. Mermelstein über: Schirato achel Z. Schneuer. — Samstag, den 15. Dezember, 6 Uhr abenda, ßulik-Seminar. Leiter: Dr. Ch. Tartakower. 7 Uhr abends Bibelseminar. Leiter: Prof. J. Gelernter. Montag, den 17. Dezember, 8 Uhr abends, Rambumseminar. Leiter: Rabb. M. Zucker. ,, Jüdische Arbeitgeber, erfaßt den Ernst der Zeit, fördert die Arbeitsbeschaffungsaktion zugunsten der jüdischen Arbeits- ™f,n V.nd fordert den Bedarf an Angestellten und Arbeitern beim Jüdischen Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien, I.. Kohlmessergasse 4, Telephon U-27-0-65, un! Chanuka-Feier. Am 6. Dezember 1934 fand in der i s r. Versorgungs-Anstalt, IX., Seegasae 9, so wie alljährlich eine Chanuka-Feier statt. Dank der besonderen Bemühungen des Obmannes Dr. I. H. Körner, des Obmann- Stellvertreters Berthold Sinai und dessen Gattin, des Mitgliedes der Kommission Max Bellak, ferner des Herrn Joaof Dohan, des Vereines „Bikur Chaulim", des Oberverwalters Popper mit den Beamten der Anstalt, sowie zahlreicher Freunde und Spender war es auch heuer trotz der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse möglich, den Insassen durch Aufbringung wertvoller und zahlreicher Geschenke eine besondere ireude zu bereiten. Nach einem Festessen erfolgte die Beteilung der 400 Pfleglinge. Hierauf fand im Betsaal ein feierlicher Gottesdienst statt, bei dem Oberkantor Postolow, begleitet am Harmonium vom Chordirigenten Fuchsgelb, und unter Mitwirkung des Chores vom Stadt-Tempel in glänzender Weise die kantorale Funktion versah. Se. EhrwUrden Rabbiner Dr. Schwarz richtete an die fast vollzählig erschienenen Insassen und die zahlreichen Gäste eine andächtig angehörte Ansprache. THEODOR-HERZL-SAAl ScU^ccSoal WIEN I, WERDERTORGASSE für Veranstaltungen, Vorträge, Festlichkeiten, Hochzeiten etc. zu vermieten. Auskünfte nur felephonisdi v. 9 bis 3 Uhr, Tel. A-48-1-89 u. ß 20-2-78