Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1934-11-16 · Heft 414 (16.11.1934) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 414 (16.11.1934)
Date
1934-11-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2711613-2711952-2712037--4717-2718236
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Seite 6 DIE NETTE WELT Nr. 414 Von der Judenstaatspartei Oesterreichs Veranstaltungen In fler Provinz. Die Leitung erhielt folgende Berichte aus der österreichischen Provinz: J udjnburg: Sonntag, den 28. v. M., wurde hier eine Versammlung der Judenstaatspartei abgehalten, zu der sich nicht nur sämtliche Gcmoindemitglieder eingeti.mden hatten, sondern auch viele Besucher aus den Nachbargemeinde n. Der en-ter Redner. Herr Dr. Felix Klug (Graz), g.it> eine ausführliche Schilderung der Ziele und Zwecke der Judenstaatspartei und besprach die Notwendigkeit einer zionistischen Gruppe, die den unverfälscht reinen Judenataatszionismus ■wiederum in die jüdischen Reihen trägt. Herr Theodor Grubner wies vor allem auf die Arbelt hin. die die Judenstaatspartei in der kurzen Zeit ihres Bestehens geleistet habe. Sodann befaßte er sich mit der politische n und wirtschaftlichen Entwicklung Palästinas und erklärte den Standpunkt der Judenstaatspartei. Am Schlüsse seiner Ausführungen behandelte der Redner die wichtigen Probleme der österreichischen Judenheit und fanden seine Ausführungen reichen Beifall. Nach einer kurzen Debatte schloß der Vorsitzende. Herr Hugo Friedler, die äußerst gelungene Versammlung und gab seiner Befriedigung Ausdruck, daß seinem Appell, der neugegründeten Ortsgruppe Unterstützung angedeihen zu lassen, zahlreich Folge geleistet wurde. Klagenfurt: Am 27. v. M. sprach in einer glänzend besuchten Versammlung, welche die Ortsgruppe der Judenstaatspartei einberufen hatte, das Leitungsmitglied der österreichischen Judenstaatspartei Herr Theodor Gnibnc r. Sein gut pointierter Vortrag, der frei von jeder Phrase war, bereitete den Anwesenden viel Freude und reicher Beifall wurde dem Redner gezollt. In einer sachlich geführten Debatte gelang es dem Redner in glänzender Weise, alle vorgebrachten Arguniente zu widerlegen und hat die Anwesenheit des Herrn Grubner zweifellos dazu beigetragen, der Judenstaatspartei neue Anhänger zuzuführen. Die Versammlung wurde von Herrn Erich Roger geleitet und obliegt diesem bewährten Gesinnungsgenossen, die weitere Arbeit der Ortsgruppe erfolgreich zu gestalten. Graz: Am 30. v. M. hatte Theodor Grubner Gelegenheit, in einer ausgezeichnet besuchten Versammlung zu den Grazer Gesinnungsgenossen v\ sprechen. Der Redner entwickelte in klarer, anschaulicher Weise das Programm der Judenstaatspartei und wies vor allem auf r'cn Un^rschiod zwischen uns und den anderen Parteien hin. Nicht, nur di"1 verderbliche Politik der Linken unterzog er einer sc^-rf^n Kri'ik. er wies auch auf die Unterschiede zwischen Juden-;'t..-' -n-rtei und Revisionismus hin und machte aus seiner Ablehnung der stets schwankenden. Immer die Linke stützende unO in erntützende Politik der Allgemeinen Zio niste n kein TXehl. Reicher Reifall wurde dem Redner zuteil und bedeutet-1 fii- Versammlung, die in vorbildlicher Weise von Herrn Dr. Fel>v I u g geleitet wurde, für die Jud^nstaatsDartei einen vollen Erfolg. Leoben: Sonntag, den 4. ds., fand in Leeben eine Versammlung der Judenstaatspartei statt, die einen ausgezeichneten Verlauf nahm. Ais erster Redner sprach Herr Dr. Feli:-: Klug (Graz), der auf den verderblichen Zwiespalt hinwies, der im zionistischen Lager wütet und den Aufbnu Palästinas hemmend beeinflußt. Einerseits die Dogmatil? des Klassen!: a m p fgedankens, andererseits das Kopieren dem jüdischen Volk fremder Methoden habe die zionistische Situation im gegenwärtigen gefährlichen Moment ihrer Widerstandkraft beraubt, die sie nur dann wieder erlangen könne, wenn man wieder das einzige Ziel vor Augen habe, das Theodor Herzl uns gab. Der nächste Redner. Herr Theodor G r u b n c r (Wien), gab zuerst einen Ueberblick Uber die derzeitige Lage der Juden In Oesterreich und wies auf die große Bedeutung der j ü d i s c hnationalen Galutharbeit hin, wie sie in Oesterreich durch den „Jüdischen Volksbund" vollbracht werde. Sodann befaßte sich der Redner eingehend mit der Jüdischen Weltkor, f e r (' n z und behandelte schließlich die wichtigen zionistischen Probleme. wob»i er vor allem auch ciie antizionistische Politik der englischen Mandatsregierung schilderte. In diesem Zusammenhang erläuterte er ausführlich das Programm der Judenstaatspartei. Dem Appell des Vorsitzenden, Herrn Husro F r i » .11 e r, durch Beitritt zur Judenstaatspartei der Arbeit neue Impulse zu verleihen, leisteten eine große Anzahl der Anwesenden Folge, so daß die neue Ortsgruppe der J idf-nstaptsDartei unter den besten Bedingungen ihre Arbeit beginnen wird. Voi^ Werdertorgasse ...__ halb D Uhr abends entgegengenommen. Die Hebräischkurse werden von Rabb. Dr. Z. K a n n e r geleitet. Wiener Jüd isch es Fa m i I i enblatt ÜBERPARTEILICHE MONATSSCHRIFT Berichtet über alles Wissenswerte und Zukunftsfrohe des jüdischen Lebens. ><>vemberheft erschienen — 44 Seiten — Illustriert — S 1.— Bei den Kolporteuren erhältlich oder direkt zu beziehen vom Verlag, Wien, I. Bezirk, Petersplatz 7, Telephon Nr. U-21-0-17. Neuerscheinungen Jakob Fingermann, ..Der goldene Käfi g". Roman. Verlag Josef Camillo Aigner, St. Andrä-Wördern, N.-Oe. — Der Autor, der sich durch eine Reihe von Erzählungen einen Namen gemacht hat, zeigt, wie im Vorkriegsmilieu die Macht des Geldes des Menschen S:hicksal bestimmt, solange allerdings, bis sich dieser ihm selbst entwindet und in freier Wahl sein Lebensglück formt. Erik Petersen, „Die Kirche aus Juden und Heide n". Verlag Anton Pustet, Salzburg. Drei Vorlesungen des bekannten Bonner Kirchenhistorikers Prof. Erik Peterson interpretieren die entscheidenden Kapitel des Römerbriefes. Die tiefgründige Analyse Peter3ons versucht, die umstrittene Stellung des jüdischen Volkes in der Welt. bzw. im christlichen Raum verständlich zu machen. Ein Meisterwerk theologischen Denkens und Formuberens. Sami Glücksmann, „Die Fälschungen der antisemitischen Literatur". Verlag Jakob Lange, Danzig, Fuchswall Nr. 1. (Preis 50 Danziger Pf.) Die Prozesse um die berüchtigten „Protokolle der Weisen von Zion" allein schon rechtfertigen den Versuch, den Fälschungen der antisemitischen Literatur nachzugehen. Sami Glücksmann, Leiter des Seminars für jüdische Geschichte in Danzig, unterzieht sich dieser Aufgabe. In einer 30 Seiten umfassenden Schrift bespricht er die Fälschungen Rohlings, Eisenmengers, die falschen Talmudzitate, das Wuchermärchen und schließlich die „Protokolle", wobei er nachweist, daß all die Fälschungen und Verleumdungen purem Judenhaß entspringen. Dem ftegativen Teil setzt der Autor nach einer Einleitung über den Werdegang der antisemitischen Eewegung projüdische Stimmen entgegen. Die Schrift ist aktuell, belehrend, Imsens wert. Filme der Wodfoe (Nach den Herstellungsländern zusammengestellt.) Oesterreich: Frasquita (Arierparagraph). Amerika: Königin Christine. Carioca. Freitag abends um acht. Ein Unbekannter mordet. Deutschland (Arierparagraph): Ich heirate meine Frau. — Der Herr der Welt. — Das Erbe in Pretoria. — Besuch am Abend. — Der verlorene Sohn. — Csärdäsfürstin (Ufa). — Der junge Baron Neuhaus (Ufa). — Ein Mann will in die Heimat (Ufa). _ Dienstag: Sehwe<len-Kino-Premiere. Am Dienstag findet im Schweden-Kino die Premiere des nach dem Theaterstück „Menschen in Weiß" hergestellten Filmes JDr. med. Fergusons schwierigster Fall" statt, Jfidisdte Buhne, II, Pralersfraße 60 Freitag, den 16. November, Samstag, den 17. Nov^vnlvr, und Sonntag, den IS. November, „Die beiden K n n j L o ri o l". Spiel in 3 Akten (5 Bilder) mit Prolog und Epilog von \ Goldfaden: bearbeitet und inszeniert von Alex Siein, Mu .ik von Ilcnoch Kohn. Montag, den 19. November, Dienstag, den 20. November. Mittwoch, den 21. November, und Donnerstag, den 22. November, ..Der Golem", historische Legende in 4 Akten mit Prolog von H. Leiwik, Musik von Ilcnoch Kohn. Beginn halb 9 Uhr. Jüdische Künstlerspiele. Ab Freitag, den 16. November, „Das schöne Mäde 1", Komödie in zwei Akten von Lilien, Musik von Gerichter, mit Sevilla Pastor und Erna S i c g 1 e r in den Hauptrollen. Sonntag nachmittags bei ermäßigten Preisen „Das schöne Mädel" in voller Abendbesetzung. — Beginn der Abendvorstellung um halb 9 Uhr. Konzert Professor Holländer Ein musikalisches Ereignis dürfte das K o nzert der jüdischen Künstler aus Deutschland, Professor H o I I n e nd e r und Pepi Trau Hollacnder, am 26. November, S Uhr abends. Im Militiirkasino, werden. Ist es doch das erstemal, daß Künstler von internationalem Ruf, die Deutschland verlassen mußten, ein Konzert veranstalten, das weit Uber den Rahmen der bisher gebotenen Veranstaltungen hinausragt. Durch die Mitwirkung des Jüdischen Frontkämpfer Orchesters und des Jüdischen Gesangvereins erhalt dieses Konzert ein ganz besonderes Gepräge und dürfte ein Mendelssohn-Abend, wie dieser, zu den ganz großen Seltenheiten im Wiener Konzertprogramm gehören. Das Programm enthält die Ouvertüre zu ..Sommernachtstraum". A-Dur-Symphonie, das Violinkonzert E-Moll, gespielt von Pepi Trau-Hollaender und das berühmte Loreley-Finale, Dirigent des Abends ist Herr Professor Erich Hollacnder. Es versäume daher niemand, sich rechtzeitig Karten zum 26. November zu besorgen. Vorverkauf: Jüdische Kunststelle, Aspernbrückenstraße, und Kartenzentrale Gronner am Graben. Judfedier Sport Austria schlägt Hakoah 2 :1. Eine unnötige Niederlage. Der erwartete heiße Kampf der alten Rivalen blieb diesmal aus. Beide Mannschaften spielten .sehr mäßig. Am schwächsten waren die Angriffsreihen. Bei Hakoah arbeitete nur L ö w y im Tor in gewohnt sicherer Form. Die beiden Verteidiger waren unentschlossen und langsam, ohne daß aber der Austria-Sturm daraus richtig Kapital schlagen konnte. In der Halvesreihe war Platschek die längste Zeit sehr gut. Die Flügelläufer Liebermann und Breitfeld gut, aber oft unnötig hart. Der Angriff der Hakoah war vor dem Tore der Gegner völlig unzureichend, im Felde hingegen kombinierte er zeitweise schön und kam leicht über die Gegner hinweg. Der eigentliche Angriffsführer war Donnenfeld. Er zeigte wieder alle seine Vorzüge, aber mit dem Schießen ging es schlecht, wie bei M a u s n e r und Zwiebel. Die beiden vergaben eine Unmenge von Chancen. Reich fiel ab, Ehrlich erzielte das einzige Tor der Hakoah. — Vor 8000 Zuschauern spielte Hakoah in folgender Aufstellung: Löwy; Amster, Stroß; Liebermann, Platschek, Breitfeld; Reich, Donnenfeld, Mausner, Zwiebel, Ehrlich. Meisterschaft Hakoah gegen Wacker. Sonntag treffen um halb 1 Uhr im Rahmen einer Doppelveranstaltung auf der Hohen Warte Hakoah und Wacker zusammen. Beide Mannschaften unterlagen am Donnerstag in der Meisterschaft. Hakoah gegen Austria und Wacker gegen Admira (1:8!) Wacker hat eine sehr schwache Verteidigung und ein halbwegs gut spielender Hakoah-Sturm müßte das Spiel gewinnen. Nachher spielt Rapid gegen Sportklub. Entscheidungen in der Hokeymeisterschaft. Das Entscheidungsspiel um den Herbstmeistertitel im Ho c k e y zwischen Hakoah und Währing, das am Donnerstag hätte stattfinden sollen, wurde neuerlich verchoberi. Es' findet nunmehr am Sonntag im Rahmen einer Großveranstaltung auf dem Hakoah-Platz statt. Das Programm lautet: 9 Uhr: Damenspiel H a k o a h—W. A. C. Entscheidung um den Herbstmeistertitel. 10 Uhr 30: Währing gegen Hakoah, Entscheidungsspiel der H e r bs t m e is t e r s c h af t der Herren. 12 Uhr: M. A. C. B u d a p e s t g e g e n V. f. B. Touristik- und Skiklub „Hakoah". Freitag, den 16. November, um 9 Uhr, spricht im Klubheim, I., Wiesingerstraße 11, Herr Oberbaurat Robert Stricker über das Thema „Judennot und Judenstaa t". Gäste willkommen. Ausflugsprogramm: Sonntag, den 18. November. Zusammenkunft: 9 Uhr Hütteldorf, Stadtbahnperron. Führer: Erwin Kellner. Ziel Paunzen. Laab am Wald. Weihnachten folgende Skikurse: 1. Viertägiger Kurs in Türnitz. Preis inklusive voller Verpflegung, Fahrt und Skikurs S 33.—. 2. Achttägiger Skikurs in den Radstädter Tauern. Anmeldungen jeden Freitag im Klubheim. Gesellige Abende jeden Freitag. Schach, Zeitschriften, Tischtennis usw. zur Verfügung. Mitglieder genießen ganzjährig die Bahnermäßigung auf den Bundesbahnen. Der jüdische Weltmeisterringer gestorben Aus W arschau: Im 27. Lebensjahr ist der bekannte jüdische Weltmeisterringer Theodor Sztekker, dessen erfolgreicher Kampf mit dem Riesen Grabowski seinerzeit großes Aufsehen erregt hat, an den Folgen innerer Verletzungen gestorben. Theodor Sztekker sollte ursprünglich Arzt werden und hat einige Semester Medizin studiert. Vereinsiiadiriditen Der humanitäre Verein der Lembergcr in Wien veranstaltet Dienstag, den 20 d. M., zugunsten seiner Wohlfahrtseinrichtungen und der neugegründeten Gemiluth-Chesed-Kassa im Theater Reklame, II., Praterstr. 34, eine Festvorstellung. Zur Aufführung gelangt erstmalig die Operette „Itzlgel" mit Sevila Pastor in der Titelrolle. Wiener Jüdischer Gesangsverein. Bei der XVI. Generalversammlung wurden Herr Popper zum Obmann, die, Herren Glück und Mandel zu Obmannstellvertretern gewählt. Jüdischer AngeHtelltenverband lOmunah, I., Ciboratr. 17. Mittwoch, den 21. ds., halb 9 Uhr, beginnt der Französisch - K u rs für Anfänger. Es wird nach der neuesten Lehrmethode, unter Verwendung von Schallplatten, unterrichtet. Prubestunde gratis. Kursleiterin Frau Ella Ruilne r-P f e f f c r. — Samstag, den 17. ds., 20 Uhr, Vortrag Dr. Alfred ipnior über „Kritische Epochen in der Geschichte des jüdischen Volkes". Einritt frei. Gäste willkommen. Ilintadruth Ivrith, II., Kleine MohrengaHHe 'i. Sumstag, dm 17. ds., pünktlich 8 Uhr abends, im Heim, II., Kl. Mohrengasse 3, Vortrag des Herrn Dr. S. Orechow Uber „lach haawu welsch haadamah baslfruth halvrith". — Samstag, den 17. ds., 6 Uhr nachmittags, Bialik-Seminar. Leiter: Dr. Cli. Tartakower. 7 Uhr abends: Bibelsemina v. Leiter: Prof. J. Gelernter. Montag, den 19. ds., 8 Uhr awends, R a m b o n - Se m 1 n a r. Leiter: Rabb. M. Zucker. — Hehr ä ischer Oneg Sabbath der Histadruth, für Erwachsene und Jugendliche, findet am Samstag, den 17. dB., im Heim, ri , Kl. Mohrengasse 3, statt. Vortragende: Dr. Ch. Tartakower und Dr. M. Patron. Gesang: Oberkantor J. A. Müller. — Hebräischer Sprech- und Diakusslonsabend. Mittwoch, den .21. ds., 8 Uhr abends, im Heim, II., Kl. Mohrengasse' 3. Diskussionsleiter; Prof. J. Gelernter. — Kinua hämo r im Palästina -Reisen Einzelu. Gesellschaftsreisen zu günstigen Originalpreisen NORDISCHES REISEBUREAU Beiseleitimg: N. M. RACKER, I., Seilergasse 8 (Grabcn- Stephansplatz), Telephon-Nummer: R-24-2-31 h a i v r i tu findet am Sonntag, den 18. ds., 7 Uhr abends, im Heim, IL, Kl. Mohrengasse 3, statt. Vortragender: Prof. M. Ch a r t i n e r, über: „Bitujon hanae.hon sehe! haotiot bahornch.'* Erseheinen aller Mitglieder Pflicht. Nichtentschuldigtes Fernbleiben bringt automatisch den Ausschluß aus dem Verbände mit sich. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Montag, den 19. November 193t, im Klubsaale der „Hakoah", I., Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlashof. eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Lektor Dr. Simon Rubin: „Die moderne Bibelkritik und die heutige Jugend." Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Tcmpelvereln, II., Pazmanitengasse. Zwecks Durchführung der Winterhilfsaktion veranstaltet der Verein am 2. Dezember 1931, 7 Uhr abends, im Tempelgebttudc, II., Pazmanitengasse 6. unter der Führung der Frau Bundesstaatlichen Fürsorgerat Ottilie Politzer eine Chanukahfeier. Karten für den Festabend sind Im Tempel bei den Vorständen und bei dea Damen und Herren des Festkomitees erhältlich. Preise: S 3.—» S 2.— und 1.—. Der Krankentmterstiitziingsvcrein IJwias-Chcn, II., Hol* landstraße 2, veranstaltet Samstag, den 24. ds., 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotel Continental. II., Taborstraße 2, eine M a k k a b ä e r f e i e r. Oberkantor Rottenberg und der Violinvirtuose Lclbowicei. Restliche Karten beim Vorstand und an der Abendkassa. Dr. med. Ferguson — Frauenarzt. Nach den Aufzeichnungen eines Frauenarztes und nach dem Schauspiel „Menschen in Weiß" entstand der Metro-Goldwin-Mayer-Film „Dr. Fergusons schwierigster Fal 1". Dieser Film führt uns hinter die Kulissen eines amerikanischen Spitals und zeigt in überaus spannender Weise die Liebesgeschichte zwischen einem Arzt und einer Krankenschwester. Die Hauptrollen spielen Clark Gable und Myrna Loy; die Premiere dieses Films findet demnächst statt. Amtliche Verlautbarungen der Ifrael« Kultusgemeinde Wien« Freiwilliger 20prozentiger Zuschlag zur Kultussteuer pro 1934. Der Appell, welchen der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien an die Gemeindemitglieder gerichtet hat, zur Bedeckung des Defizits der Fürsorge und zur Ermöglichung der Winterhilfsaktion der Kultusgemeinde freiwillig einen 20prozentigen Zuschlag zur Kultussteuer pro 1934 zu entrichten, hat allgemein verständnisvolle Aufnahme gefunden. In zahlreichen Zuschriften, die dem Kultusvorstand zugekommen sind, und aus den bisher geleisteten Zahlungen ist zu entnehmen, welch tiefen Eindruck die Schilderung der unten der Wiener Judenschaft herrschenden Not auf die Gemeindemitglieder machte. Der Zweck der Aktion kann jedoch nur dann erfüllt werden, wenn aJlc Gemeindemitglieder sich an derselben durch ihre Beiträge beteiligen, und es möge daher jeder seinen Beitrag so rasen' als möglich zur Abstattung Dringen. Verlautbarung: In den letzten Tagen wurden von einem Adressenbüro an verschiedene jüdische Vereine Zirkulare wrsendet, in welchen die Vereine unter Hinweis auf die vom Präsidenten der Kultusgemeinde geschilderte Notlage unter den Juden angeeifert werden, Sammelaktionen für ihre Zwecke durchzuführen und das Adressenmaterial von jenem Büro zu beziehen. Dabei beruft sich das Adressenbüro darauf, ,,d a s Originalmaterial der israelitischen Kultusgemeinde von Wien" zu besitzen. Wäre es schon an sich unangebracht und aussichtslos, wenn seitens der jüdischen vereine gerade in jenem Zeltpunkte, in welchem die Kultusgemeinde an ihre Mitglieder wegen einer großzügigen Hilfs-» aktion herantritt, Spendensammelaktionen durchgeführt würden, so muß darauf ausdrücklich aufmerksam gemacht werden, daß seitens der Kultusgemeinde keinerlei Adressenmaterial an ein Adressenbüro abgegeben worden ist. Armen-Lernmittel für nicht in Oesterreich heimatberechtigte Schulkinder. Ueber Einschreiten des Vorstandes der israel. Kultusgemeinde Wien hat die Magistratsdirektion der Stadt Wien bekanntgegeben: „Den in den jüdischen Waisenhäusern und Heimstätten für verlassene Kinder untergebrachten Kindern kann über Ansuchen der Anstaltsleitung beim Wiener Magistrat, Abt. 44, der unentgeltlich eBezug der Lernmittel bewilligt werden, sofern sie die österreichische Staatsbürge r'schaft besitzen und vollständig von der Heimatgemeinde erhalten werden. Handelt es sich um Kinder, die Ausländer sind, so kann ihnen, wenn sie eine öffentliche Schule in Wien besuchen, in besonders berücksichtigungswerten Fällen der unentgeltliche Bezug der Lernmittel Uber Ansuchen der Anstaltsleitung beim Wiener Magistrat (Fürsorgeinstitut des Wohnbezirks) bewilligt werden, jedoch unter der Voraussetzung, daß die in dem betreffenden Auslandsstaate ansässigen Kinder österreichischer Bundesbürgerschaft im Falle ihrer Bedürftigkeit die Lernmittel in diesem Staate gleichfalls unentgeltlich erhalten. Der Nachweis der Gegenseitigkeit ist von der Gesandtschaft (Konsulat) des Auslandsstaates zu bestätigen." Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 16. November 1934 werden bei den um 4 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang); IT., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); XVIII, Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann); Samstag, den 17. November 1934: Schrifterklärungen beim Vormittagsgottesdienst: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein); beim Abendgottesdienste: XIII., Eitelberggasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin). Kundmachung. Es wird hiemit bekanntgegeben, daß die Fleischbank des Herrn Eugen H i r s c h 1, XX., Treustraße 1, ab 9. November 1934 nicht mehr unter Aufsicht des Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien steht. Israelitische Jugendgottesülenste. 1, Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 17. November d. .T., um 3 Uhr nachm. in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen. — 2. Besondere Jugendgottes« diehste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im II., IX. und XX. Bczirke. Samstug, den 17. November d. J., um 3^5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. Emigranten aus Deutschland, die in nachfolgenden Spezialfächern versiert sind und Positionen in Uebersee anstreben, wollen sich heim „Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis", Wien, I., Kohlmessergasse 4, melden. Chemiker für Zündholzerzeugung, Experte für Galalithindustrie, Vorarbeiter für Gerberei, Leiter einer Porzellanmanufaktur, einer Chininfabrik, einer Gurnmibandweberei. Englische Sprachkenntnissc sind erforderlich. TtxlcHfull. Im Wiener Allgemeinen Krankenhaus ist gestern der bekannte jüdische Schauspieler Hausknecht (Horowitz) einem schweren Leiden erlegon. Das Bcyrilbnlf findet Sonntag, den 18. d. M„ am ÄOntralfrledhof (IV. T«r> HtotL

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.