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Die neue Welt · 1934-08-10 · Heft 389 (10.8.1934) · page 7

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 389 (10.8.1934)
Date
1934-08-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Nr. 389 DIE NEUE WELT Seite 7 Die Arbeft des Knlfmbtindes Aus Berlin: Anläßlich der bevorstehende!) Ferien, im „Kulturbund deutscher Juden", die am 10. August schon wieder zu Ende gehen, veröffentlicht der Bundes-Sekretär Dr. Werner Levle einen Ueberblick üter die bisherige Arbeit des Bundes in Berlin, aus dem hervorgeht, daß seit dem 1. Oktober 1933 in Berlin 4 13 Kulturbund-Veranstaltungen stattgefunden haben. Die Zahl der Theaterabende betrug 171; von ihnen cntfislen 102 auf die Schauspiela b t e i 1 u n g, 69 auf die O p e r n a b t c i 1 u n g. Ferner fanden 107 Konzertabende, und zwar 53 Orchesterkonzerte, 30 Kammermusikabende. 14 Chorkonzerte und 10 Liederabende, statt. 114 Vorträge aus allen Wissens- und Lehrgebieten wurden gehalten. Die Kinderbühne hatte vier Veranstaltungen. Von den 17 Sonderveranstaltüngen des Kulturbundes sind die Aufführung des „Judas Makkabäus" und das, Festkonzert zugunsten des Orchesters in der Philharmonie hervorzuheben. Im Monatsdurchschnitt hat der Kulturbund 200 Mitarbeiter beschäftigt und damit auch ein bedeutendes soziales Werk getan. Um die Bezeichnung t „Den«sehe luden" Aus Berlin: Das Zentralorgan des Bundes Nationalsozialistischer deutscher Juristen „Deutsches Recht" beschäftigt sich in seinem neuesten Heft mit der Eintragung des „Kulturbundes deutscher Jude n" in das Vereinsregister. Das Registergericht hatte den Eintragungsantrag mit der Begründung abgelehnt, daß es ebensowenig deutsche wie polnische oder französische Juden usw. gebe. Auf Beschwerde nat das Landgericht Berlin das Amtsgericht angewiesen, von den geäußerte*! Bedenken abzusehen, und ist der Ansicht, daß es keine deutschen, genau so wenig wie es polnische oder französische Juden gebe, nicht beigetreten. D>er auch jetzt noch nach der Staatsumwäizung Übliche Sprachgebrauch besage, wie das Landgericht ausführt, vielmehr das Gegenteil. Die Zeitschrift „Deutsches Recht" schließt ihre, Kritik dieses Beschlusses des Landgerichts Berlin folgendermaßen: „Wenn da3 Gericht in diesem Beschluß weiter ausführt: ,So ist nicht einzusehen, aus welchem Grunde sich Dicht Juden deutscher Staatsangehörigkeit oder deutsener Sprache zu einer Vereinigung .deutscher Juden' zusammenschließen können', so kann man für eine solche Einstellung, die auf eine Verkennung der tatsächlichen Verhältnisse hinausläuft, kein Verständnis auf Dringen, zumal der Beschluß des Landgerichts Berlin diese Einstellung noch dadurch unterstreicht, daß er ausdrücklich betont: ,Zumal wenn die Zwecke und Ziele de3 Vereines auf kulturellem Gebiet liegen sollen'. Abgesehen davon, daß die Statuten keine Sicherheit daringeben, daß ein solcher jüdischer Kulturbund nicht aucn staatsfeindliche Ziele verfolgt, ist es ganz intragbar, jüdische Kulturbestrebungen in irgend eine Verbindung mit der deutschen Kultur zu bringen. Gegen diese Unmöglichkeit geht ja gerade der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung." Zuverlässigkeit und Rasse Aus Berlin (J. T. A.): Das höhere Verwaltungsgericht in einer Stadt des Rheinlandes hat entschieden, daß eines Menschen Zuverlässigkeit unabhängig von seine Rasse ist, und hat damit den Entscheid des unteren Gerichts aufgehoben, das gegen ein von einem Juden eingebrachtes Gesuch entschied, da seine jüdische Rasse an sich ihn schon unzuverlässig mache. Der Gesuchsteller, ein jüdischer Geschäftsmann mit S4jähriger Praxis, dessen persönliche Zuverlässigkeit nicht in Frage stand, hatte um die Erlaubnis nachgesucht, eine Benzin-Station zu eröffnen. Eine solche Erlaubnis darf nur „zuverlässigen Personen" gewährt werden, dum Gesuch wurde zurückgewiesen, da nur Arier im nationalsozialistischen Staat „zuverlässige Personen" sein könnton. Seine Berufung an den Stadtrat wurde ebenfallc zurückgewiesen mit der Begründung, daß „S i e als Jude nicht zuverlässig sin d". Er brachte dann Berufung bei dem höheren Gericht ein, das zu seinen Gunsten entschied. Die Arierflut Aus Prag (J. T. A.): Wie die Standesämter durch Ausfertigung von Urkunden für den Nachweis der arischen Abstammung beansprucht werden, geht au3 einer Mitteilung des „W estdeutschen Beobachters" hervor. Danach wurden in Köln im letzten Vierteljahr rund 4 0.0 0 0 Abschriften aus Standesurkunden ausgefertigt, rund 19.000 Abschriften aus Geburtsregistern, 10.000 aus Sterberegistorn und ebensoviele aus Heiratsregistern. Standes- und Pfarrämter in den Deutschland benachbarten Ländern, wie Dänemark, Schweden, Holland, Tschechoslowakei, klagen in Zuschriften an die Presse, das rAo mit Gesuchen um Stammesurkunden seitens reichsdeutscher Einwohner, deren Vorfahren aus den erwähnten Ländern stammen, geradezu überflutet werden. Das Regierungsovgan Dalizigs hetzt gegen die Juden Aus Dan zig: Das hiesige Regierungsorgan, der „banziger Vorposten", veröffentlichte zum Tode des Reichspräsidenten einen Artikel aus der Feder des Gauleiters von Danzig, Albert Forst er, in dem dieser angesichts des Todes Hindenburgs für den „Dolchstoß in den Rücken der kämpfenden Front", der die Niederlage des deutschen Heeres verursacht haben soll, „Juden und Volksverräter" verantwortlich machte. Es Ist bezeichnend für die Mentalität des „Danziger Vorposten", der sich zwar Regierungsorgan nennt, in Wirklichkeit aber Exponent dea nationalsozialistischen Gauleiters Forster ist, daß er selbst bei einjem so tragischen Anlaß nicht auf die übliche Judenheflpr verzichtet. tonnen nur oetbittigte greife. SBeirinßertc einnahmen Ausgaben. ^Beniner, ausgeben, inbem mau roenißer fa $lna,enef)mes unb Stottoenbiges ueröirfjtet. Das üRurjticnt I)as Slngencfjme mit bem 9uitjlia')cn nerbinöen, helft! manns berühmte „SB i r t f dj a f t s * 2B o rf) c" bietet im ^oi5«ttoni»aren, frans*, 33eit=, Ücib* unb Xifd)iwafd)c, an5uf<f)affen. kommen Sie, fchen Sie firfi bie <Sdjaufcn|t vielen-(Selegen^eitsfäufen bas 3I)nen 53affenbc. sBcnd) „ft e ft e n * 33 e r t a u f" öer Slbtcilimn für SB a ) tl) ft o 2Bafrt)-33oite, Boucle, 23laubrud\ 2Bafcf)fcibe, Crepe bc unb 3uprime=Seibe jeber <\fvt (9?cfte von 1 bis 5 s.üiet p. uefonbers niebrigeit greifen außeftoften. Pütjen Sic Suppen* ob« 8-lcififitelkr, «ein, Steingut . . . . S 0.29 fömHan«ftaffccfcI}ßlc mit 2afic, mob. beJor. . . . S ü.49 $ü|[cl*©arnitav, Steingut, 4ieilig......S 1,50 ßmail*£iipfe, ßornmerjumre, IVal 1.79, 1 1 1.30, 1 S O.SO 6tcit. 2I!uminium<(5cmtitur, barbiert, .*] Xöpfc (1 bis 2V2I unb 3 Äaffcroflcn (äli bis l:!/t 1) aufammen S 7.90 (EmaU'Uaooiv, Xertict=Qunlttät, 32 cm . . ■'. . . S 1.88 GmaUsSBajicvIttntte, £ertia=&ual. (10 1 Snhalt) . . S 7.00 ^OMcaatuäudßeit'Gtacnitiii', 7teil., Dbft=£eiorc . . . S 2.90 ÄaffcesSeroicc f. 6 $krf., ^ot^IUm S 7.90, «ßorolitlj S 5,90 Küd)cn»äBaaßc, Söieffinaidjalcn, 5 kg S 5.90, 3 kg S 4.00 KIcifd)mojd)iuc, „Sarlinn Sir. 1", feinft uei-jinnt . S 4.00 fcfcSöcftctt, roftfteiet Statjl mit ^olahcft.....S 1.18 ftöffccmtl^Ic mit ancfiinfltrfrijter.....S 2.90 u. i.OS 3Bajtf)C«5ßcbcn, 80 cm S 0.98, 70 bis 74 cm S 0.79, 0.:i9 aBUt(d)aft0*gtanca, SBIttufcrtur, 3>c Sisiitc uro SKcter S 0.69 9lt!aß«©cobcl für Settumfdjc. 80 cm . . S 1.29, 0.98, 0.79 Ätoftwcöc für Bettraäfdje, 120 cm.....S 1.79, 0.98 Snlctte unb crfitfnt'üigc Scttscnßc, so cm .... S O.flW ftiettinfj« obet 3)cifctt?a«)})CH=Sffifbc. 140 cm . . . . S 1.19 2Bifö> unb ©läfcrtüd)cr, üehtcn S 0.80, «aumiuolle S 0.33 $aii&tlitf}cr, p. 331-, fetrb. S3orb. S 0.40, lueifj Grcpe S 0.39 Sitte, bic fparen motten ober muffen, füllten je^t ju Sdjiffmann, f a u f bei 6 a) i f f m a n n, IL, 'Xauoi 3miugen 5ur 6narfamfett, jur Ctinfcbränfung in ben urt, tft uidit bac 5?trf}tige, tueit man bann oben auf c'unb 2Bid)tigftc ift, burd) günftigeu eintauf fparen. . . jeijt bic SBerfaufssSenfatioit ausnützen, bic Säjtri* b afles in ber SUtitfdjaft ftefjlcnbc, WefdSitr, 03!asunb 311 ben nur einmal im ßcltenbcn Siefftprctfeu er tu ber 9?ouaragaf|'c au uub mäylen 6ic aus ben toi Sic and) ben ßleirtj,»citia. ftattfinbeuben, grofien f f e unb 6 e i b c n ft 0 ff c. Wcle taufeube sJlcft2 Gljine, 9J?oiißoI, Jylamtfol uub anberen einfältigen er) merben jcl^t bei Sc^iffmaun auf ber Xaborftrafic biefe (Selegeufjcit. §icr einige ^ßreiöslöelfpiele: grottiecs§anbtüd)'it mit färb. 5ßorbürc . . . . S 0.79, 0.R9 SacquacbsSif^tiidjcr . . . 140/140 S :UQ, 100/100 1.S.S 3?amafMtaffccs(52bcrf für 0 ^srfonen . . . . S 7.90, 5,90 Spctfc:©cbccl. 3rtC0»rtt'Ö, weiß gcblcid)! . . . »S 12.öd, 7.">U StnrljcKibc^iigc, 115/100, S;iö0,' ^olflcvöqüge, 00/80, S 0.9S 93cttronfd)C'-®atititu!c (1 Xud)cut, 2 v4<oI|tcr) . . S 7.50. 5.9« Sedejtffippcit, nmb. Slusfdmitt S mil Änöpfcn S 3.9» l?eiitüidjcr, natjtlos, 2 Wiein lang, 120 cm breit . . S 1.98 ^{Jirt««»«Wrt m Gebert, (övabel, 58eüiiri)iucbc (bt3 MUSlUVflx 6 Mieter), anoftaubte ftnnbtiirfjcr, Ä fett Mit l SßttijdjafissSU'ümpfc, Soble unb 5ctic ocrftdrlf . . S 0.59 iMh:i\^aU^ZtäQn)ä)nt^, £biffon ober iBlanörurf . S 0.89 ^retonnc^ittfdjaftsHctbct, prafttfdie OTufter . . . S 1.70 iSSctfje 5Mtbettßs3nönicl für 2)nmcn unb Herren . . . S 4,50 Gfföier'Äi'ci&er mit 6ct)ür,}e unb Äragerl . . . . S 4.90 $taörrte;$oi-f)annftoife, tnbanir)rcn geftr., 150 cm S 1.511 giipoöenbdog '(«efte bis 4 aKcter) pro Vieler . . S 0.o9 3ncq»or&«{yInncttbcftcu, famelboarfarb. 120X180 cm S 4,9» SJ^pclbcttberien mit Kinfai^, Spilan unb 9)iottocn S B.90 ©ituufterk SScöHbcdcti, 115X180 cm......S 8.90 auf Vorrat taufen ftvafjc 48. Oes tonnt \\d)l Daniin: sUn\ mssrnmaemmssemBamBssasu Von einem Orienfi-IRelseRäen Man weiß In der jüdischen Welt sehr wenig von den örgiastischen Festen, welcho in Marokko auf den Friedhöfen der Zadikim veranstaltet werden. Wenig erforscht noch I3t das Ghetto von Marokko und insbesondere die Gräber, zu denen die Juden von weither pilgern. Hier sind die sonderbarsten Sagen und Legenden verbreitet — ringsum'die heiligen Gräber, mit denen wunderbare Taten jener Zadikim verknüpft sind, die unter den Grabsteinen schlafen und zu denen man mit derselben Inbrunst betet und wallfahrtet, wie zu den Wunderrabbis in Polen. Man glaubt, Heilung au finden, wenn man sich auf den Gräbern ausweint, seine Sünden bekennt und Spenden gibt. Es gibt bestimmte Tage im Jahr, an denen die Juden zu den Gräbern fahren, junge und alte. Männer Frauen, Kinder, Kranke, Notbeladene. die Heilung bedürfen. Drei Tage hindurch betet man vor den teuren Gräbern, herzzerreißende Szenen und urgewohnte Bilder bieten sich dar und die armen Menschen fahren heiterer und fröhlicher davon, als sie gekommen, in der Hoffnung, gesund zu werden. Einzelne jüdische Gräber sind auch den Arabern heilig. Es gibt in Marokko ein Städtchen Essyan, in welchem sich das Grab des Zadik Rabbi Amram ben Diuna befindet, wo alljährlich am Lag b'Omer feierliche Orgien abgehalten worden. Man weiß nichts Näheres über diesen Zadik, nur daß er ein großar, heiliger Wundertäter war, zu dessen Grab seit Jahrhunderten die marokkanischen Juden pilgern. Man erzählt, daß Rabbi Amram aus Erez Israel nach Marokko gekommon. ist und mit der Schar seiner Jünger einen jüdischen Jischuw geschaffen hat. Dieser Jischuw ist ra-s'ch gewachsen und aufgeblüht. Nach dem Tode des Rabbi haben die Jünger testamentarisch gebeten, sie neben dsm Grab des Zadiks zu bestatten. Auf diese Weise ist allmählich ein großer Friedhof im Städtchen entstanden. Verwandte kamen zur Jahrzeit deo Rabbi dahin, mit ihnen zahlreiche andere Juden. Später bestimmton die Nachfolger des Rabbi, daß einmal im Jahr am Lag b'Omer die Orgie abgehalten werden soll. Heute führen zum Städtchen Essyan Wagen, Autobusse und große Luxusa.utomobile. Ungefähr 25.000 Menschen besuchen jedes Jahr die heiligen Gräber. Manche Familieu kommen mit Weib und Kiml, versorgen sich mit Nahrung für drei Tage, führen Schafe und Lämmer mit, welche während des Festes geschlachtet werden. Ein ewiges Licht brennt hier und ringsherum gibt es noch andere Lichter. Kranke und Unglückliche belagern das Grab des Zadik und rufen Gebete in die heiße Wüstenluft. Man sieht hier die verschiedensten Krüppel, mit Gebresten behaftete Alte und Junge. Sie kommen um Heilung beten und in höchster Ekstase schluchzen sie vor dem Grabstein des Zadikö, dem sie überirdische Heilkraft ausprechen. Man bittet um Gesundheit, um Lebensunterhalt und Eheglück für die Kinder. Das Grab des Rabbi steht dar, ganze Jahr unter Bewachung; Auch die Musolmauen hüten es, da auch bei ihnen das Andenken an Rabbi Amram heilig ist, Vor dem Eingang zur Grabstätte ist eine Aufschrift zu lesen, in der gebeten wird, den Ort als Heiligtum zu hüten. Ueberau hängen Büchsen, in die man Gaben einwirft, welche für die Armen der Ortsgemeinde bestimmt sind. Nach den Gebeten beim Grab beginnt das Trauermalü. Die Familien sitzen hiebei unter Hütten oder Zelten, die sio errichtet haben. Die Vermögenderen richten sich bequemer ein. Man kann hier alle Stufen gesellschaftlicher Schichtung sehen — alte Juden in Marokkaner Ghettotracht, junge in moderner Kleidung, und aüch solche in Feilachenkostümen. Man bereitet da3 Mahl. Man verzehrt die geschächteten Schafe unter besonderem Zeremoniell, das für dieses Trauermahl vorgeschrieben ist. Ein Lärmen und Wirren hebt an, steigert sich zu religiöser Ekstase. Die große Menge fühlt sich freier, die schweren Herzen werden ieichter, man läutert sich, die Sünden gehen dahin und man glaubt und hofft... Drei Tage und Nächte dauert das Gelage. Dann wird es wieder still im Städtchen. Die Zelte und Lagerstätten verschwinden und der Friedhof bleibt einsam ein Jahr lang ... Nicht weit von Marakesch gibt s»s die Gräber der Zadikimbrüder Rabbi Rafael Hakohen und Rabbi Mosche Hakohon. Auch hierher kommen Kranke zur Heilung, j Die Menge behauptet, daß die Gräber die Kraft haben, J Dyöukim auszutreiben. Es werden Zeremonien mit weißen Opferhühnern abgehalten, die bei den Gräbern ge- I cchlachtet werden. Einen großen BMedhof mit Gräbern von Zadikim findet man im Städtchen Dcmnah, das abgesondert aut einem Berg liegt. Man feiert hier unter den Zadikim 3ieben Brüder, die nebeneinander begraben liegen. Besondere Aufmerksamkeit genießt das Grab des Rabbi Aarort Hakohen, zu dem man bei schweren Krankheiten um Heilung iährt. Ein anderes Grab wieder wird von Arabern aufgesucht, die es mit Lichtern umstellen und. bevor sie in die Schlacht ziehen, beton, auf daß sie heil zurückkommen. Daneben befindet sich eine Talmud-Thora- Schule, worin Jünglinge den ganzen Tag lernen und Psalmen sagen, wenn eine schwere Gefahr droht. Unweit von Demnah gibt es eine heilige Stätte, die .sich Siddi-Nissar nennt. Hier soll der Sage nach ein Brautpaar mit allen Hochzeitsgästen . versteinert worden sein, weil sie bei der I-Iochzeitsfeiet- ..Teui'elskün3tei! getrieben haben. Ueberau in der Nähe solcher HeUigengväber finden sich heute Hotels und Gasthäuser, in denen die Gräberbesucher Aufenthalt nehmen, bis sie mit neuer Hoffnung im Herzen wieder nach Hause aufbrechen. Bei aller Legendenhaftigkeit schon Zeichen von Fremdenverkehr ... Große Steigerung der Eingänge des jüdischen NatSonalfonds Aus Jerusalem: Wie das HaurU.hih-o des J ü d i a c h e n Nationalfonds mitteilt, beliefen sich die liiing-finge -tür die ersten neun Monate dco laufenden Fhnnujahres (Oktober IDäfl bi« Juni I£)3ii auf Pfund 180.410 gegenüber 129.52S während der gleichen Periode im Finanzjahr 1932/38,

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