Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 383 (20.7.1934)
- Date
- 1934-07-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite t DIE NEUE WEIA Nr. 383 Preisaufgaben Die in Rede stehenden zehn Kupons mit der Lösung; sind aufzubewahren und nach Ablauf insgesamt in einem Kuvert mit dem Vermerk „Prrlsauf gaben" an die Verwaltung unseres Blattes, Wien, IX., Universitätsstraße 8, einzusenden. 7. COUPON Pilgerstätfe 2 3 4 Waagrecht: 1. Held germanischer Sage. 2. Ursprünglicher Besitzer der Höhle Machpela. 3. Reiseweg. 4. Norden (hebräisch). 5. Flüssigkeitsmaß. * 1 und 3 senkrecht ergeben eine Pilgerstätte der Wiener Judenschaft. Die OesterreMhisdiffpalästinensisdie Wirtschaft«; und Handelskammer Der seit einiger Zeit erfolgreich arbeitende Oesterreichisch-palästinensische Wirtschaftaverband hat sich jüngst mit einer anderen Interessentengruppe vereinigt, um seine Tätigkeit nunmehr die Gründung einer eigenen Öesterreichisch-palästinensischen Wirtschafts- und Handelskammer" (Wien, IX., Alserplatz 3) fortzusetzen. Oesterreichs Export nach Palästina hat im Zusammenhang mit der Beschickung der VI. Levante- Messe in Tel-Awiw in den ersten vier Monaten dieses Jahres eine enorme Steigerung erfahren, so daß die Gründung einer eigenen österreichisch-palästinensischen Handelskammer zur Notwendigkeit wurde. Dem Präsidium der österreichisch-palästinensischen Wirtschafts- und Handelskammer gehören an: als Präsident: Direktor Josef Kremenezky; als Vizepräsidenten: Konsul a. D. Oswald Schön, Artur A1 b e r s und Fabrikant Adolf Böhm; als Geschäftsführer: Rechtsanwalt Dr. Hugo Groß. In den Kammerrat wurden weiters gewählt: Arnold Edelstein, Oskar Premiiig e r, Robert Glücksmann, Dr. Kurt Offenb e r g e r, Direktor Hans Wallis, Bruno Rabinow i t z, Robert D i c k s t e i n, Ludwig Planer, Sandor Wolf, Oberbaurat Ing. Fedor Ackermann, Gustav Wilder, Leo Friedländer. Aus aller Well Neue VasumsSdiwMerigkeiten für PalästmasTouvisten aus Polen Das englische Konsulat in Warschau macht in letzter Zeit jüdischen Touristen, die nach Palästina reisen wollen, auch bei Hinterlegung der Kaution von 60 Pfund Schwierigkeiten bei der Erteilung des Visums. Das Konsulat behauptet, daß sich in letzter Zeit die Fälle gemehrt haben, daß Touristen ihre Kaution verfallen lassen und illegal in Palästina bleiben. Italienische Ehrungen für deutsche Juden Dem Rechtsanwalt am Landgericht Berlin Dr. Ernst Frankenstein wurde die besonders hohe Auszeichnung der Ernennung zum Kommandeur des Ordens der italienischen Krone zuteil. Frankenstein gilt als einer der besten Kenner des italienischen Rechts in Deutschland und ist eine der ersten Autoritäten auf dem Gebiete des internationalen Privatrechts, auf dem er vielbeachtete Vorträge als Professor an der Akademie für internationales Recht im Haag gehalten hat. Dr. Willi Michaelis (Leipzig), der bis zum Jahre 1933 Vorsitzender des Deutschen Aerztebundes zur Förderung der Leibesübungen war, ist von dem italienischen Sportärztebund, der „Federazione itallana degli Palästina- und Mittelmeer- Gesellschaftsreisen mit Ri«i*nichllf«n. 15./7. „Roma". . . '34.000 t) 28./S. „Vulcania" (24.000 t) 3./9. „Roma" . . (34.0C0t) zu äußerst günstigen Bedingungen Eincslreiien zu i«d«r Zeit zu OrlglnaJpr«li«n. NORDISCHES REISEBURIAU I, S e i 1 e r g a s 8 e 3, Telephon R - 2 4 - 2 - 31 Palästina-Reiseleitung: N. M. Racker Medici sportivl", zum Ehrenmitglied ernannt worden. Palästina und die Messe in Bari Demnächst wird in Bari die internationale Messe „Fiera dcl Levante" eröffnet, an der die palästinensische Wirtschaft stark beteiligt ist. Produkte der Industrie und Landwirtschaft Palästinas werden einen besonderen Raum auf der Messe einnehmen. Der Aeroplan „Breda 39", der vom jüdisch-italienischen Flieger Guido SteHinswerf und dem Flieger Zapetta gelenkt wird, flog nnJerusalem und Tel-Awiw, um den Bürgermc .^rrn dieser Städte die Einladung zum Besuch der Stadt Bari zu überbringen. Das an den Bürgermeister von Tel- Awiw, Dizengoff, gerichtete Schreiben ist in einem besonders herzlichen Tone gehalten. Jüdische Mischehen in der Tschechoslowakei Wie Dr. F. Fajfr im „Statisticky Obzor" mitteilt, sind religiöse Mischehen in der Tschechoslowakei in rapidem Aufstieg. Bei den Katholiken waren 1921 noch 85,05 Prozent beiderseits katholische Ehen, 1930 nur mehr 72,78; beim tschechoslowakischen Glaubensbekenntnis fällt der analoge Prozentsatz von 90,21 auf 78,36; bei den Konfessionslosen von 75,66 auf 46,66; bei den Juden von 9 3,5 8 auf 9 0,3 8; bei den „Böhmischen Brüdern" von 80,60 auf 68,71. Was die jüdischen Mischehen betrifft, bo betragen diese in den westlichen Provinzen mehr als 10 Prozent der rein jüdischen Ehen; dies wird aber dadurch ausgeglichen, daß es bei den karpathorussischen Juden fast keine Mischehen gibt. Der Libanon für jüdische Einwanderung . Die in Beirut erscheinende arabische Zeitung „Alealm A I a s h r a i 1 i" schreibt: Die erste Frage, die ein Libanon-Einwohner an einen ihm auf der Straße, im Cafö oder im Geschäft begegnenden Juden richtet, lautet: „Warum kommen die Juden nicht nach dem Libanon?" Die Zeitung fügt hinzu, daß gewisse Wirtschaftsgruppen im Libanon, vor allem die Kaufleute, Unterschriften unter ein Memorandum sammeln, das dem französischen Oberkommissär für Syrien überreicht werden soll und in welchem freie Einwanderung deutscher Juden nach Syrien und dem Libanon gefordert wird, von deren Einströmen man ein wirtschaftliches Emporkommen des Landes erwartet. Pension .Austrla' Kinderheim Vöslau (OLGA KADISCH) JSgermayerstraBe 15 Telephon Hr. 141 Für Dauer' und Erholungsaufenthalt Jeder Unterricht im Hause, auch Nachhilfe für öffentl. Schulen besuchende Kinder. Pädagogisch einwandfreie Leitung durch staatlich geprüfte Lehrerin. Erstklassige Verköstigung. Mütterliche Pflege. Mäßige Preise! IMM«tMMM»»M»M#MM»m»>M»MMM IMMMMMMM^ SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: IX., Berggasse 19, Tel. A-17-2-99 n. A-16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für v^>FleSsth <; unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kultusgcrneinde Wien * Autozustellung kostenlos IX., Berggasse 15 /XVIII., Währingersir. 97 :: ,♦♦»♦♦»♦♦»♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»♦♦♦♦♦»*♦♦♦♦»»»♦♦»♦»»♦»♦♦» Oe§terrei<fii'§<fie Judenstati'§tik Das Jiddische Wissenschaftliche Institut In Wilna verzeichnet die folgenden Ziffern über die Juden in Oesterreich: 1910 lebten auf dem Gebiete des heutigen Oesterreich 194.584 Juden, die 2,9 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten. Allein in Wien lebten 175.318 Juden (8,6 Prozent der Gesamteinwohnerschaft von Wien). 1923 betrug die Zahl der Juden in Oesterreich rund 225.000, darunter die in Wien 201.513. Die Wiener Judenschaft machte 10,8 Prozent der Bevölkerung aus. Die Vermehrung ist auf den Zustrom von Juden aus anderen Gebieten der einstigen Monarchie nach Wien im Kriege zurückzuführen. In den ersten Nachkriegsjahren wurden viele dieser zugewanderten Juden eingebürgert; von den in den Jahren 1923 bis 1932 eingebürgerten 98.332 Personen waren 30.893 (31,4 Prozent) Juden. Während der Jahre 1910 bis 1917 traten in Wien jährlich ungefähr 500 Personen aus der Judengemeinde aus, etwa 100 Personen traten jährlich wieder ein, so daß der Verlust jährlich 400 Personen betrug. Von da an stieg die Zahl der Austritte und fiel die Zahl der Eintritte. 1918 traten 774, 1919 1401 Personen aus dem jüdischen Glauben aus. 1920 bis 1923 betrug der jährliche Austritt im Durchschnitt 1066 Personen. 1924 bis 1927 verließen jährlich im Durchschnitt 832, 1928 bis 1931 jährlich im Durchschnitt 805 Personen den jüdischen Glauben. 1932 betrafen die Austritte nur 781 Personen. 1920 bis 1923 nahmen jährlich 298, 1924 bis 1927 jährlich 173, 1928 bis 1931 jährlich 129 Personen, im Jahre 1932 128 Personen den jüdischen Glauben an. In den Jahren 1918 bis 1922 betrug der Verlust der jüdischen Gemeinde durch Austritte insgesamt 3896 Personen (779 jährlich). 1923 bis 1932 machte der Verlust 6913 (knapp 700 Personen jährlich) aus. Jüdische KultursteHe (Kunststelle), II., Aspernbrückengasse 2. Tel. R-48-2-91. Büro: 10 bis 13 Uhr. Reisedienst: 17 bis 18.30 Uhr. Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für das Theater an der Wien, Raimundtheater, Burg garten zur Verfügung. Reisen: Oesterreich (Ausflüge), Schweiz, Polen, Ungarn, Italien, Varna usw. Besondere Arrangements. Flüchtling, Familienvater (6 Personen), welcher Hab und Gut in Deutschland zurücklassen mußte, bittet um Ueberlassung von Möbeln und Haushaltungsgegenständen. Auskünfte unt. Tel. Nr. A-20-2-78 (10 bis 3 Uhr). enfdtimt ift bas <Berfaufs;(Srcigms „Sommer=Scnfation" bei Sd)iffmann. 23ielc Saufenbe Sparfamer Ijaben biefe emsig* artig günftige Äaufgelegenfjeit 31t Syrern Vorteil ausgenü^t unb finb von Qualität unfc ^reis ber Singebote begeiftert. 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S 14 1 2 3 4 4 5 .25 .19 .98 .90 .70 98 .90 .50 .20 .90 .90 (£s toäre fajabe, biefe Verlaufs=Senfation uid)t ausaunü^en. 5lllen, bie gerne gut unb billig taufen, fei Ijödjfte -&l^m^lmr'tes®&te.^^\t^. 0eIid).teti.fin.vÄ 2)(ir«m? jaf^au SMimmtit & fttfa £*fox&wfc 4SI