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Die neue Welt · 1934-05-29 · Heft 368 (29.5.1934) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 368 (29.5.1934)
Date
1934-05-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 DDE NEUE WELT Nr. 368 Wir benachrichtigen vom Tode unserer lieben .Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, der Frau CHANE FRIEDMANN welcher am 23. Mai 192» nach langem schweren Leiden im 72. Lebensjahre erfolgte. Die Beerdigung fand, im Sinne der Verblichenen, in aller Stille statt. Raeh«l Flnkelslein. Argentinien, Minna Acker, Wien, Hans Lawln, Wien, Bertha Filedmann, Wien, als Töchter, GetMl Friedmann, Lemberg, Juda Friedmann, Wien, a's Söhne, Abraham Acker, Isak Lewin als Schwiegersöhne und sämtliche Enkel. auf diese Weise dazu beizutragen, daß die ungünstige Einwanderungspolitik der Palästina-Regierung eine Aenderung erfahre." * Anmerkung der Redaktion: Zur Erläuterung dieses Telegramms sei bemerkt, daß Herr Smiliansky im Gegensatz zur überwiegenden Majorität der Judenschaft bisher für die Verwendung arabischer Arbeiter in jüdischen Kolonien eingetreten ist. Ein PalästfmaiHandbudi (Industrie-, Handels- und Gewerbeunternehmungen) Im Verlag Ludwig Nath (Wien, III., Rennweg 94) Ist soeben das erste, nach amtlichen Daten verfaßte vollständige Nachschlagebuch für alle bedeutenden Industrie-, Handels- und Gewerbeunternehmungen Palästinas mit genauem Namen und Adresse erschienen. Besonders wertvoll ist das Branchenverzeichnis, ferner die Angaben über die Abteilungen der Palästinaregierung, die Konsulate, Handelskammern, zionistischen Institutionen und' Fachverbände. Der Palästina-Exporteur findet den palästinensischen Zolltarif, die Import- und Exportbeschränkungen, die Liste der zollfreien Waren und das palästinensisch-syrische Zollabkommen. Ein Anhang bringt dann noch sehr aufschlußreiche Ziffern und Daten: Arbeitsmarkt, Aufenthaltskosten und Einreisebestimmungen für Geschäftsreisende, Bank- und Kreditwesen, kaufmännische Usancen, Steuern, Verkehrswesen, Währung und Warenmuster, also Themen, die jeden am Export Interessierten besonders wichtig sind. Das Buch, dessen Verfasser Dipl. Ing. R. Seiden ist (Mitbegründer der „P AG"-Palästina-Aufbau-Gesellschaft), ist geeignet, Exporteuren neue Geschäftsmöglichkeiten zu weisen. Es kostet S 5.— (nur bei Vorauszahlung lieferbar). Aus der jüdischen Well Mysteriöse Bridge*Affäre in England Aus London: „Sunday Referee" fragt, was es bedeuten solle, daß gemäß Beschluß der British Bridge League dem zum Wiener Internationalen Turnier im Juni, zu entsendenden englischen Bridge-Team keine Juden angehören, obwohl das vom Juden Richard Lederer geführte Team hauptsächlich jüdischer Spieler zweimal hintereinander den Goldpokal, Englands höchste Bridge-Prämie, gewann und fünf von den sechs nach Wien delegierten Spielern beim Wettspiel um den Goldpokal durch Richard Lederers Quartett geschlagen wurden. Der Präsident der British Bridge League Manning- Fo s t e r erklärte der Presse, daß in einem Brief aus Oesterreich empfohlen wurde, mit Rücksicht auf die dort gegenwärtig herrschende anti jüdische Stimmung jüdische Spieler nicht in das englische Team aufzunehmen. Manning-Foster fügte aber hinzu, daß dieser Brief keinen Einfluß auf die Auswahl der englischen Mannschaft hatte, und es sei reiner Zufall, daß das englische. Team keine Juden in seiner Mitte hat. Richard Lederer sandte an Manning-Foster ein Schreiben, das u. a. besagt: Die Mitglieder meines Teams — drei Juden und ein Christ — fühlen sich verletzt durch die der Presse gegebene Erklärung, daß das nach Wien delegierte Team nach dem Grundsatz der Qualität gewählt wurde. Ich bestreite dies und fordere das ausgewählte Team zu einem Match heraus, das nach der Rückkehr der Mannschaft aus Wien stattfinden soll. Aus Wien: Der Wiener J.-T.-A.-Vertreter hatte Gelegenheit, mit den maßgebenden Persönlichkeiten der österreichischen Bridge-Liga zu sprechen; er ist von diesen autorisiert worden, auf das bestimmteste die Nachricht zu dementieren, daß die österreichische Bridge-Liga die British Bridge League ersucht hätte, keine Juden zu delegieren. Die Nachricht ist schon darum unsinnig, als der Leiter des Turniers, Dr. Paul Stern, Zionist und Alter Herr der „Kadimah" und Vizepräsident der österreichischen Bridge-Liga ist. Die Schweizer Prozesse in Sachen der „Protokolle" Aus Basel: In seinem letzten Tätigkeitsbericht •weist der .,S c h w e i z e r Israeltische Gemeindebund" darauf hin, daß gemäß früherer Beschlüsse die Aktion gegen die schwindelhaften „Protokolle der Weisen von Zion" in Form von Prozessen in B a s e 1 und in Bern definitive Formen angenommen hat. Beide Prozesse sind noch im Gange. Der gleiche Tätigkeitsbericht stellt u. a. fest, daß der Antisemitismus auch in der Schweiz, genährt von wirtschaftlichen und sozialen Sorgen, zum politischen Kampfmittel geworden ist. Zusammenarbeit der antideutschen Boykottbewegungen Aus London: Sir Robert Mond, Präsident des jüdischen antibitlerischen Boykottkomitees in England (Jewish Representative Council for the Boycott of German Goods and Services), der eben von schwerer Krankkeit genesen ist, begibt sich in diesen Tagen nach den Vereinigten Staaten, um mit Samuel Untermyer, dem Leiter der amerikanischen Boykottbewegung, zusammenzutreffen. Der rumänische Ministerpräsident für den Zionismus Aus Chisinau (Kischinew): Ministerpräsident Tatarescu empfing hier eine Abordnung der Judenschaft, bestehend aus dem Vorsteher der Kultusgemeinde und den Führern der Zionisten-Revisionisten. Die Abordnung überreichte ein Memorandum, in welchem die Regierung um Unterstützung der Forderung nach Erweiterung der Einwanderung nach Palästina ersucht wird. Ministerpräsident Tatarescu erwiderte, daß er diese Angelegenheit genau kenne und daß er mit Sympathie die zionistische Bewegung in Rumänien verfolge. Die Erreichung des Zieles der zionistischen Bewegung sei sowohl im Interesse des jüdischen Volkes als auch der Rumänen gelegen. Wir wünschen, sagte der Ministerpräsident, daß das jüdische Volk ein eigenes Heim, ein eigenes Vaterland besitze. Wir werden die vorgebrachten Forderungen unterstützen, sowohl in London als auch bei den zuständigen international n Stellen. Die jüdischen Sieger im Budapester internationalen Schachturnier. Im internationalen Schachturnier zu Budapest siegte der ungarische Schachmeister Lilienthal mit eil" Punkten; er ging als einziger unbesiegt aus dem Turnier hervor. Den dritten und vierten Preis teilten mit 9 Punkten der tschechoslowakische Meister F 1 o h r und der polnische Meister F r y d m a n. Flohr reiste zum Turnier nach Palästina ab. Bund jüdi'sdier Frontsoldaten Oesterreichs Der im Zirkus Renz abgehaltene Generalappell, verbunden mit der Fahnenweihe, nahm einen imposanten Verlauf. Als Vertreter des Ministers für Landesverteidigung waren General Viktorin, Oberst Moro und Major Stojfa erschienen, ferner Feldmarschalleutnant Wciß- Tihany, die Generale Jobst, und Adasiewicz, Vertretungen der Vaterländischen Front, des Heimatschutzes, das Präsidium der Israelitischen Kiiltusgcmeinde, Vertreter der Jüdischen Volkspartei, der Judenstaatspartei, der Zionisten-Revisionisten und anderer jüdischen Verbände. Vom Bunde war eine Ehrenkompagnie aufmarschiert, die unter Führung des Kreisführers Ingenieur Insel stand. Geleitet wurde die Aktion von Hauptmann Egon v. Friedmann, Stabschef des Bundes. Unter großen Feierlichkeiten wurde die Fahne der Ehrenkompagnie übergeben. Die Festversammlung wurde von Hauptmann S t i a ß n y begrüßt, dann sprachen Stabschef Friedmann und die Führerin der Frauengruppe, Kultuspräsident Dr. Friedmann und Bat der Stadt Wien Dr. J. Ehrlich begrüßten den Bund und seine Ziele. Feldmarschalleutnant Weiß-Tihany hob hervor, daß das Wirken des Bundes den Dank aller verdient. Damit brachte er gleichzeitig den Dank der alten Frontsoldaten zum Ausdruck. Die Feier fand mit der Bundeshymne ihren würdigen Abschluß. Kinder ans Meer! Im Sommer soll Ihr Kind mit Gleichaltrigen frohe Ferien verbringen! Soll Ihr Kind durch Sonne, Luft, Wasser und kräftigendes Essen, unter ärztlicher Aufsicht, seine Gesundheit festigen! Soll Ihr Kind neue Eindrücke in sich aufnehmen! 4 Wochen Meer, Sonne, Süden bietet Ihnen das hygienisch und modern eingerichtete Jüdische Kinderheim in Selce bei Crikvenica. Leiterin: Frau Helene Ueberau, Schuldirektorin. Anmeldungen, Auskünfte und Prospekte: Wien, VIIL, Alserstraße 23, täglich von 9 bis 12 und 5 bis 7 Uhr< Telephon A-29-2-87. *>i gewebt. uc- ^e *SSfÄ *-ter *SSqS^ aUe Farben japan-Crepe u S u^ g reizende e und Pyjamas Schlafröc inrÄ0v£: s "SffSSPSSS--"'« 5 «rsss6—-s rs??'--8';s SeWe**to,fe! ..so Wa.*«lo«e- »*-?K253£ft - 8 V* s-^ä-^ms--S 8 r W~-*2v*. .. »o £S**~g*S%. ™» V I25 '"setott«', SW« i() £ 1 BeinseMfÄwä. 75« S 1*° J££32£°5r*" *w A> J.M oÄ«rt„s 4 (5f V KS-SÄ»niU 3.90 1.60 ***gS&*»!ri 4 »50 M. 100 CTft * l py i15 >w«K*»*!1*s A-90 L K^Äo,-Ä»-s V98 Kä.»-B'»menmu:;ass0„unci 0-5° cÄ^-fSL-*-" . 1 Dame„, mod«ne Fasso s g - - eto«: 1-^/?%^. ■ O ^l^ol-Dlrndl >ß* m In/v^ W { A1 Ii" » ^s-ssssä«-, ■ä««- ■5 lr «•■cfrtÄ ■ •8 io- ■ Til^-wi!ld s 1» 'WSS-j^- 24" K'-S-'Cr^ Ä^tebKragenS maPai^ren-Ko8tüm fi Bauernleinen Schoß und JaCKe « jedem * e~ r„dl K.S.-M°nSolU . »Ä-Chine-Kleid K.-Crtpe-ao ter . ÄST aft Jggi* 49 (IinprW»6*Kle. . . . Paletot) ~r •pifss6-Sten«"'*o— 4 Q.— . •ÖS^jÄ Äs««* *ttrBaP 1.50 M z\ v\ für »au *" , overall AjBQ Strand-Ov^ g —Oft (odc.r Bemustert S B^T^er ^inen. alle Far- JJJ ^^Iten-Bade- GumI^nd Größen . * ' «.90 £tte Ä.90 bCn n SchafWoUhose d ^mengenäht, £ 5 ^^•Gttrt,s r Sgysts 5-90 Strand-Puüover hß Rü3chcrlt. S achlo3Sern B «. färbkuck.»...... strand-Puüoverchc Rü3chcrlt. S Seidengarn, i Ke .J^»5SS• ' 9 » 4 %S "toffi t * V t .Eigentümer, Verleger, Herausgebet und. yjecmtKOEUijEbw Redakteur: .Oberbaurat Robert Stricker. 1Xn UtUyej-gitAtMtraß« 6—8, Druck: Druckerei* lind Verlags-A.-G, Ignaz Stetamann, beide Wien,

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