Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 349 (16.3.1934)
- Date
- 1934-03-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 34Ö SIEGM. KORNMEHL GROSSFLEISCHHAUEREI Zentrale: IX., Belasse 19, Tel. A-17-3-99 u. A-16-9-54 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für ^^Flelsch J unter Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kultusgeraeiude Wien Autozustellung kostenlos | IK. Berggasse 15 XVIII., Währinger.tr. S7 j; Jüdische Kunst§telle II., Aspcrnbrückengasse 2, R-48-2-91. Büro: 9 bis 18.30. Den Mitgliedern der Kunststelle stehen ermäßigte Karten in folgende Theater zur Verfügung: Burgtheater, Staatsoper, Akademietheater, Scala, Deutsches Volkstheater, Kammerspiele, Theater an der Wien, Stadttheater, Casinotheater, Der liebe Augustin, Die Stachelbeere usw. Das Mitteilungsblatt der Kunststelle, welches zweimal im Monat erscheint, enthält eine Fülle interessanter Mitteilungen über das Wiener Theater und über Ereignisse jüdischen Geisteslebens aus aller Welt. Abonnementpreis bis zum Ende der Saison S 1.—. Wiedereröffnung der „Jüdischen Künstlerspiele" Nach längerer Pause werden die Jüdischen Künstlerspiele (II., Praterstraße 34, Theater Reklame) in der nächsten Woche wiedereröffnet. Die Bühne, die seit ihrem Bestand alle Gattungen der jüdischen dramatischen Literatur pflegte, soll in ihrer bisherigen Art weitergeführt werden. Das jüdische Wien wird wieder eine Stätte haben, wo es das Wort der Dichter Perez, Schalom Alechem, Pinski, Leiwik, Asch, Hirschbein sowie die historische Operette im Stil Goldfadens genießen kann. Die Direktion der Jüdischen Künsterspiele verhandelt mit namhaften Schauspieelrn und Ensembles und hofft, gleich die Eröffnungsvorstellung zu einem großen künstlerischen Ereignis zu gestalten. Jüdischer Kulturbund In den Kreisen der so erfolgreich tätigen Jüdischen Kunststelle hat der Plan, ein Zentrum jüdischen Geisteslebens in Wien zu schaffen, in dem Vertreter der Literatur, Kunst, Musik und Wissenschaft vereinigt sein sollen, konkrete Formen angenommen. Die Wiener jüdische Gesellschaft, die das Bedürfnis nach geistiger und seelischer Gemeinschaft hat und die Kulturwerte aller Völker, insbesondere ihres eigenen, kennenlernen und pflegen will, wird in einem Jüdischen Kulturbund die entsprechende Organisationsform bekommen. Die Mitteilungen der „Jüdischen Kunststelle" (IL, Aspernbrückengasse 2, Tel. R-48-2-») werden über die Arbeiten berichten und nunmehr durch Entgegennahme und Verbreitung von Anregungen die Verwirklichung des schon von allem Anfang an geplanten Kulturbundes beschleunigen. Wiener jüdischer Gesangverein. Vergangenen Samstag, 10. d. M., veranstaltete der jüdische Gesangverein einen ungemein gut besuchten Abend und bot eine Reihe ausgezeichneter Solo- und Ensemblevorträge, unter denen vor allem die Darbietungen des bekannten Humoristen und Schriftstellers Fritz Beck und die vorzüglichen Gesangvorträge von Frau Andree Lenoire, Frau Blüh-Smetana, Herrn S c h e r f und Ing. K o h n, weiters das famose Klavierduo Karl und R u d o 1 f Beck, ein parodistisches Schrammelquartett und schließlich Alexander S u s t e r in einem kaukasischen Mandolinenakt hervorzuheben wären. Die Conference führte Herr Rudolf Beck. Mit Tanz und in animiertester Stimmung schloß der gelungene Abend. Der „Verein zur Förderung jüdischer Musik" veranstaltet am Sonntag, den 18. März 1934, im Saale der „B'nai Brith", Wien, IX., Universitätsstraße 4, einen Kammermusikabend mit Werken von: Almann, Gnessin, Bellison, Brandmann, Krein, Kontorowicz und Müllner. — Ausführende: Judith Sander (Gesang), Prof. Kontorowicz- Wilna (Geige), Robert Spitz (Klavier), Heinr. Radiinger (Klarinette), das Streichquartett des Vereines (Brandmann, Westermacher, Stern und Lewitus). — Beginn: präzise halb sechs Uhr. Jüdische Bühne, II., Praterstraße 60. R-43-4-59. Ab Freitag, den 16. März, und täglich: „Bandit Gentleman", sensationelles Stück mit Musik in 3 Akten von Zagraniczny. Beginn 8.30 Uhr. Sonntag nachm. 3.30 Uhr. Jüdischer Sport Sport vom Sonntag Admira schlägt Hakoah 5 :2. Hakoah, die für die verletzten Spieler Breitfeld und Reich Ersatz stellen mußte, konnte bis 20 Minuten vor Schluß das Spiel 1 :1 halten. Erst als Admira nach einem Fehler von Feldmann den Treffer erzielte, fiel die Hakoahverteidlgung um. Bis dahin hatte sie erfolgreich gegen den ausgezeichneten Admlra-Sturm angekämpft. L ö w y befand sich in grandloser Form und verhütete eine noch größere Niederlage. D o n ne nt e l d, der den internationalen Flügel Schall-Vogl 1 gegen sich hatte, war nicht so gut wie in den letzten Spielen, während F e 1 d m a n n bis zum 2. Tor ausgezeichnet spielte. Die Halvea der Hakoah hielten nur eine Stunde durch. Im Angriff der Hakoah war M a u s n e r der Beste. Nach ihm ist Ehrlich 2 zu nennen, doch spielte er unproduktiv. Den ersten Treffer erzielte Hakoah durch M a u s n e r, der einen Flankenball Weißkopfs einschoß (10. Minute). Doch fünf Minuten später gleicht bereits Vogl 1 aus. Nach der Pause drängt Admira, doch erst in der 71. Minute fällt der zweite Treffer durch Hahnemann. Die restlichen Tore schießen Vogl 1, Schall und wieder Vogl 1 für Admira, Weißkopf für Hakoah. Knapp vor Schluß wird Schall ausgeschlossen. Hakoah stellte folgende Mannschaft: Löwy; Feldmann, Donnenfeld: Platschek, Stroß, Weiß; Ehrlich 2, Zwiebel, Ehrlich 1, Mausner, Weißkopf. 10.000 Zuschauer. Schiedsrichter Dr. Kolbe. Reserven 1 : 1. Graz: Freundschaftsspiel: Grazer A. C. gegen Hakoah 5:1. — Hockey: Die Saison wurde gestern rnit Freundachaftsspielen eröffnet. Hakoah siegte gegen Verein für Bewegungsspiele 4 : 1. Die Tore erzielten Kurt U 11 m a n n (2), Weiß und Ing. N o s s i g. Handball Wettspielberieht: W. A. C. gegen Hakoah 5:1 (2:0). Hakoah-Platz. Das Spie! zwischen dem mehrfachen Meister und dem Tabellenletzten endete überraschend knapp. Bei der Hakoah verdienten insbesondere die Halvesreihe und die Verteidigung uneingeschränktes Lob. Der Sturm kämpfte ambitlc-niert, konnte flieh aber gegen die körperlich starke Hintermannschaft des W. A. C. nicht durchsetzen. Das Tor für Hakoah warf Sandor Ernst. Das Spiel der Reserven endete 4:4. — Außerdem erzielte Hakoah am Sonntag folgende Resultate: Hakoah-Jugend gegen Reichsbund-Jugend 7:4 (2:3). Hakoah-Senioren gegen W. A. F.-Senioren 10 : 1 (2 : 0). Am kommenden Sonntag auf dem Hakoah-Platz um iy5 Uhr Meisterschaftsspiel gegen Ferrowatt. Sakoah muß gewinnen, wenn sie nicht den Anschluß an die itteigruppe verlleren will. Die Reserven kämpfen vorher um '|44 Uhr um die Punkte. Bereits um «/<3 Uhr spielen die Damen ein Freundschaftsspiel gegen die Damen von Postsport« Vi? ri I n. Touristik- und Ski-Klub „Hakoah". Ausflugsprogramm für Sonntag, den 18. März d. J.: WienerwaJd: Treffpunkt 9 Uhr Neuwaldeff. Führer: Robert Austerlltz. Skitour: Bebneeberg; Abfahrt mit der Aspasgrbaho Sonntagfrüh. Führer: All Schapira, Voranmeldung im Klubheim, I., Wiesingerstraße 11, Tel. R-25-0-10. — Unsere Redoute findet Samstag, den 17. März, in allen Konzerthaussälen statt. Karten täglich im Sekretariat zu haben. Haganah, Jüdischer Wehrsport- und Schützenverein, IX., Nußdorferstraße 16. Uebungsabende: Jeden Montag und Donnerstag, 20 Uhr, IX., Nußdorferstraße Nr. 16. Box- und Gymnastikkurse: Jeden Dienstag, 20.45 Uhr in der Box- und Gymnastikschule, I., Herrengasse 14 (Prof. Altmann). Hebräischkurse: Jeden Montag, 21 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. — Die Generalversammlung des Vereines findet am 26. März, 19 Uhr, im Lokal IX., Nußdorferstraße 16 statt. — Am 24. März, 20.30 Uhr, findet im Herzl-Saal, II., Untere Augartenstraße 38, eine Akademie mit anschließendem Tanz statt, wozu alle Gönner und Freunde des Vereines herzlichst eingeladen sind. Gesellschaftsreise des Oesterreichisch-Palästinensi sehen Wirtschaftsverbandes. Der Wirtchaftsverband ver anstaltet zur Messe in T e 1 - A w i w (26. April bis 26. Mai 1934) eine Gesellschaftsreise nach Palästina. Abfahrt am 17. April 1. J. von Wien. Die Rückfahrt kann nach zehntägigem Aufenthalt mit der Reiseleitung oder auf gelöst ohne Mehrkosten erfolgen. Auskünfte erteilt das Büro des Wirtschaftsverbandes, Wien, IX., Alserplatz 3 Tel. B-45-2-11, an Werktagen in der Zeit von 10 bis 1 und y3i bis %6 Uhr. „Hlstadruth Ivrith", II.. Praterstraße 11. Samstag den 17., 8.15 Uhr abends, im Saale der ..Stanislauer*', II., Prater straße 11, Vortrag: S c Ii 1 o m o Auerbach über: Gnessir Seminare der Hlstadruth; 6.30: Seminar für neu hebräische Literatur: 7.30: Seminar für Mischnah und Agadah. — Samstag, den 17, 4 Uhr nachmittags, im Heime der „M i r j am", I., Jordangasse 7, „Oneg Sabbat" für die hebräischsprechende Jugend. Vortragende: Dr. Tartakower. J. Meilen, Gesang. — Hebräische „Oneg Sabbat" im Kleinen Tempel, II. Tempelgasse 3, veranstaltet von „Theologia" am Samstag, den 17. 4 Uhr nachmittags. Programm: 1. Minchach-Gebet (Blumm Silber): 2. Hebräische Predigt: kand. phil. et Rabb. Z. Mermel stein; 3. Hebräischer wissenschaftlicher Vortrag; 4. Gesang. Hebräischlehrerkonferenz der Hista druth Ivrith findet Samstag, den 17., 4 Uhr nachmittags im Chorsaal des Tempels, IL, Tempelgasse 3, statt. — Hebräische Woche proklamiert die Hlstadruth Ivrith in den Tager. zwischen 4. und 14. April. In dieser Woche werden eine Reihe von Konferenzen abgehalten werden. Amtliche Verlautbarungen der IfraeL Kultusgemeinde Wien» Aus der Plenarsitzung des Kultusvorstan> desvom 12. März 1934: Der Vorsitzende, Präsident Dr. Friedmann, nimmt die 75. Geburtstagsfeier des Vorstandsmitgliedes I. H W a 11 u c h, die 50. Geburtstagsfeier des Vorstandsmitgliedes Dr. Leopold Plaschkes und die 80. Geburtstagsfeier des gewesenen langjährigen Vorstandmitgliedes Dr. Jakob Engel wahr, um nach Eröffnung der Sitzung die Persönlichkeit und die Leistungen der Genannten für die Judenschaft und die Kultusgemeinde geziemend zu würdigen. Nach Uebernahme des Vorsitzes durch den Vizepräsidenten Dr. Ornstein berichtete Präsident Dr. Friedmann über das Erlöschen der Mandate der „Vereinigung werktätiger Juden" und der Gruppe „Poale Zion-Hitachduth — Verband sozialistischer Juden" in der Kultusgemeinde infolge der Bestimmungen des § 2, Abs. 2, der Verordnung der Bundesregierung, B.-G.-Bl. Nr. 100 vom 17. Februar 1934, 29. Stück, der Verordnung der Bundesregierung vom 12. Februar 1934, B.-G.-Bl. Nr. 78 vom 13. Februar 1934, 24. Stück, im Zusammenhang mit § 11, Abs. 1, des Statuts der isr. Kultusgemeinde Wien und des § 9, Abs. 3, des Gesetzes vom 21. März 1890, R.-G.-Bl. Nr. 57, sowie über die von ihm im Sinne dieser gesetzlichen Vorschriften getroffenen Durchführungsmaßnahmen. Ueber Antrag der Kultusvorsteher Dr. Ehrlich, Dr. Ticho und Genossen wurde der Bericht des Präsidenten vom Plenum zustimmend zur Kenntnis genommen und dem Präsidenten einhellig das uneingeschränkte Vertrauen des Plenums ausgesprochen. Des weiteren hat das Plenum die im Interesse der Kultusgemeinde und ihrer Institutionen entfaltete Tätigkeit der ausgeschiedenen Mandatare dankbarst gewürdigt und das Präsidium ermächtigt, diesen Dank den in Betracht kommenden Herren in geeigneter Form bekanntzugeben. Unter Aufsicht des ehrw. Rabbinats der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (Bosch Beth-Din Babb. Josef Babad) stehen derzeit folgende Betriebe: 1. Mazzothfabriken: Nathan Brodetzki, XXL, Mengergasse 19; Hermann Strum, IL, Rothensterngasse 11; Israel Vortrefflich, IL, Obere Augartenstraße 52. Für M a zzoth und Mazzoth - Produkte, welche von auswärts eingeführt werden, übernimmt das ehrw. Rabbinat keinerlei Verantwortung. 2. Milchbetriebe (nur für Pessach 1934): Milchindustrie-A. G. (,,Miag"). HL, Lechnerstraße 4. — Das Rabbinat übernimmt die rituelle Verantwortung nur für Flaschen, die am Verschlusse mit einer Vignette fiCB? s9n versehen sind. 3. Weinkellereien: Markus Bartfeld, IL, Sebastian- Kneipp-Gasse 3; Gustav Wilder, ausschließlich für Palästina- Weine, IV., Rainergasse 31. 4. Gewürze und ausgelöste Nüsse: Moses Blind, IL, Obermüllnerstraße 7. 5. Slibowitz-Erzeugung: Alexander Offner, XX., Karl-Meißl-Straße 8. — Das Rabbinat übernimmt die rituelle l Ge§eII§diaft§ * Rei§en zur Levante^Messe in Tel*Awiw Am 10. April ab Wien Uber Triest mit dem Expreßdampfer „Gerusalemme", veranstaltet vom Verein Reisender Kaufleute Oesterreichs Am 30. April ab Wien Uber Rom-Neapel mit dem Riesen-Ozeandampfer „Vulcania" (36.000 Tonnen) Billige Arrangements / Auskünfte und Prospekte: REISEBÜRO «MARI EN BRÜCKE» (Palästina-Dienst, Leitung: Berta Taubes), Wien I, Rotenturmstraße 20, Telephon R-24-2-86 und R-24-2-P1 ECKSTEIN'S FAMILIEN-PENSION Restauration, Kaileehaus / Taglich 5*Uhr-Tee CCfc4fcJEniAJ^i Telephon II,HoohstraBe43 3CrllnC$%lltU neben Hotel Panhans Mäßige Preise, vorzügliche Küche, Zimmer mit Pension S 12.- aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm und Kaltwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-24 Nächste Nummer erscheint Dienstag früh Preis 10 Groschen Verantwortung nur für Gefäße, welche mit dem Rabbinatssiegel verschlosson sind. 6. Restaurant: Aron Barschak, II., Große Schiffg. 3. 7. Auswärtige Geflügclschechitah: Fellner, Schönfelcl & Steinberg, II., Haidgasse 7; Goldberg & Hundert, IL, Taborstraßc 58. Für alle anderen Betriebe, die nicht die Aufschrift „Unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinats der Israelitischen Kultußgemeinde Wien-' tragen, Ubernimmt das ehrw. Rabbinat — auch wenn diese Betriebe eine Tafel mit der Bezeichnung „koscher" fuhren — keinerlei Verantwortung in ritueller Beziehung und es werden die Gemeindemitglieder auf diesen Umstand besonders aufmerksam gemacht. Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler(innen): Samstag, den 17. März d. J., um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und Schülerinnen der Unterklassen im II. und IX. Bezirk: Samstag, den 17. März d. .T., um yx5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter-Tempel, II., Tempelgasse 5, und in der Vereinssynagoge, IX., Müllnergasse 21. 3. Gottesdienste für die reifere Mittelschuljugend (IV. bis VIII. Klasse): Freitag, den 16. März d. J., um 7 Uhr abends, im Stadt-Tempel, I., Seitenstettengassc i (Ansprache Prof. Dr. K. Kupfer über: „Jüdischer Opferwille einst und jetzt"), und in der Synagoge VIII., Neudeggergasse 12 (Ansprache Stud.-Rat Rabb. Dr. M. Bauer über: „Biblische Weltanschauung"). Tredigten und Schrifterklärungen in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 16. März 1934. werden bei den um 5 Uhr 55 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachpenannter. Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, una zwar: II., Pazmanitengasse 6, Rabbiner Dr. Z. Taubes: in.. Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; ix., Mülincrgasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; XIX., Dollinergasso 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 17. März 1934, beim Hauptgottesdienste Schrifterklärungen: XX.. Kluckygasse 11. Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Die Kleiderstelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenstand e n J e d er Art, Wäsche, Schuhe etc. für Männer. Frauen und Kinder. Telephonische oder schrifüiche Benachrichtigung erbeten an die Fürsorge-Zentrale der isr. Kultusgemeinde. Wien, I., Seitenstettengasse 2, Tel. U-25-5-85, welche die Abholung veranlaßt. Austritte aus dem Judentum Karl Schlesinger, Privatier, geb. 20. Dezember 1893 Wien, verh., IV., Taubstummengasse 6. — Friederike Täuber geb. Futter, geb. 6. Mai 1903 Eiranowitz, ger. gesch., II., Nordbahnstraße 17. — Robert Steiner, geb. 24. September 1902 Wien, ledig, XX., Allerheiligenplatz 5. — Friedrich Klopfer, Direktor, geb. 19. Jänner 1899 Wien, verh., Richtergasse la. — Paul Thalheim, Rauchrequisitenerzeuger, geb. 16. Februar 1875 Lemberg, verh., XVIII., Hans-Sachs-Gasse 13. — Hildegard Rosa Aufrichtig geb. Wieger, geb. 4. August 1897 Wien, Purkersdorf. — Richard Gen.ee, geb. 19, November 1891 Charlottenburg, verh., X., Quellenstraße 159. — Hermann Urmann, geb. 31. Jänner 1911 Stanislau, ledig, VIII., Langegasse 76. — Walter Ernst Simon, Fabrikant, 23. Juli 1902 Wien, ledig, V., Margaretenstraße 87. — Amalia Stein geb. Fuchs, geboren 1. Mai 1884 Schwechat, ger. gesch., V., Franzensgasse 20. — Dr. Marianne Wallis, Aerztin, geb. 5. Oktober 1899 Wien, ledig, VII., Neustiftgasse 19. — Lilly Weiß, Modistin, geb. 21. April 1905 Wien, ledig, XIII., Bossigasse 19. — Therese Kurzweil geb. Eisner, geboren 27. September 1886 Wien, verw., XX., Pasettistraße 24. — Ing. Erich Bock, geb. 18. September 1909 Wien, ledig, III., Czapkagasse 8. — Heinrich Tintner, geb. 21. November 1919 Wien, ledig, XVI., Neumayergasse 20. Vier Jahrzehnte SdimidlffMazzoth" ii Seit vierzig Jahren schwören die Feinschmecker und Kenner unter den Juden Wiens auf „S c h m i d I- M a z z o t h". Wenn das Pessachfest näherrückt, freuen sich viele schon auf den bevorstehenden Genuß, den ihnen die vorzüglichen „Schmidl-Mazzoth" bereiten werden. Mazzoth essen ist gut, „ScHmidl-Mazzoth" essen — ist noch besser! Tausende verstehen unter dem Begriff Mazzoth ausschließlich „Schmidl-Mazzoth", weil für sie tatsächlich kein anderes Erzeugnis in Frage kommt. Der ausgeeichnete Ruf, den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität und Beliebtheit gesteigert, die nicht nur ajje Bezirke Wiens, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des neuen Inhabers der „Schmidl- Mazzoth "-Fabrik, Herrn Nathan Brodetzkys, den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jahrzehnten als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebcnsmittelhandlung, II., Leopoldsgasse 43, bekannt. Herr Brodetzky hat seine große Fachkenntnis und vielseitige Erfahrung in den Dienst des neuen Unternehmens gestellt. Neue Rezepte, Verwendung nur erstklassiger Mehlsorten, Veredlung des Erzeugungsprozesses, neue maschinelle Vorrichtungen, strengste Reinlichkeit und Ausnützung der modernsten Errungenschaften haben dazu geholfen, ein Produkt zu schaffen, das an Qualität, Geschmack und Bekömmlichkeit einfach unübertroffen ist. Elegante neue Badeanlagen, eine durchgehende Reinigung und Adaptierung der Fabriksräume bieten Gewähr für unbedingte Reinlichkeit und einwandfreies Kaschruth. Die religiösen Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn Überrabbiners Babad strenge eingehalten. Die Wiener Judea werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten Spezialmarke „N. B."« Mazzoth, -Grieß und -Farve 1 besonders zufrieden sein. G,W# i