Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 347 (9.3.1934)
- Date
- 1934-03-09
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 347 Dauernder Rüdegang des Hochschulstudiums unter den Juden Aus Wilna: Die wirtschaftlich-statistische Abteilung des Jiddischen wissenschaftlichen Instituts in Wilna bereitet die Herausgabe einer größeren Studie Uber den Anteil der Juden am Hochschulstudium in verschiedenen Ländern vor. Aus dieser Arbeit ist zu ersehen, daß der Prozentsatz der jüdischen Hochschüler an den Universitäten Ost- und Mitteleuropas dauernd fällt. Bei Durchsicht des statistischen Materials empfängt man den Eindruck, daß eine fortschreitende Verdrängung der jüdischen Jugend aus den Hochschulen und insbesondere aus den medizinischen Fakultäten sich vollzieht. Während in Polen 1923/24 neben 29.676 nichtjüdischen .....ten 9579 Juden an den Hochschulen inskribiert waren, betrug ihre Zahl 1932/33 9694, während die Zahl der nichtjüdischen Studenten auf 42.076 gestiegen war. Die Polen machten unter der Studentenschaft 1923/24 67,2 Prozent, die Juden 24,4 Prozent, dagegen 1932/33 die Polen über 71 Prozent, die Juden nur noch 18,17 Prozent aus. Noch ausgeprägter zeigt sich diese Entwicklung in Lettland. Dort gab es 1920 2851 lettische Studenten (76,3 Prozent), 1931 bereits 7237 lettische Studenten (82,6 Prozent). Die Zahl der jüdischen Studenten ist im gleichen Zeitraum von 15,7 Prozent auf S,8 Prozent g es u n k e n. Interessant ist ein Vergleich des Anteilverhältnisses an den ungarischen Hochschulen während des starken Zustroms zu den Hochschulen unmittelbar nach Kriegsschluß, als die Kriegsteilnehmer an die Hochschulen zurückkehrten, mit dem in späteren Jahren. 1917/18 waren 31,7 Prozent der ungarischen Hochschüler Juden, 1926/27 nur noch 8,5 Prozent, 1931, nach dem Abebben der antisemitischen Hochflut, stieg der Prozentsatz wieder auf 10,5 Prozent. Am stärksten war der Rückgang an den medizinischen Fakultäten. Hier betrugen die Prozentzahlen in Ungarn 1917/18 51,5, 1930/31 14,3; in Polen 1923/24 30,2, 1932/33 18,4; in Lettland 1920 25,7, 1932 6,9. Bemerkenswert ist die Entwicklung des landwirtschaftlichen Hochschulstudiums. An landwirtschaftlichen Hochschulen und Fakultäten waren in Lettland 1920 nur zwei Juden inskribiert, 1932 schon 28; in Polen studierten 1923/24 bloß 1 8, 1932/33 schon 5 0 Juden Landwirtschaft. Arthur Hantke 60 Jahre Aus Berlin: Am 5. März feierte der Direktor des Keren Hajessod Arthur Hantke, ehemaliges Mitglied des Engeren Aktionskomitees der Zionistischen Weltorganisation, seinen 60. Geburtstag. Arthur Hantke wurde 1874 in Berlin geboren, trat schon in jungen Jahren, vor dem Auftreten Herzls, für den zionistischen Gedanken ein und beteiligte sich seit 1895 an allen national-jüdischen Gründungen in Berlin. Seit 1900 Rechtsanwalt in Berlin, leitete er ab 1905 das Berliner Zentralbüro der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, seit 1910 als gewählter Vorsitzender. Von 1911 bis 1920 war er Mitglied des Engeren Aktionskomitees, von 1920 bis 1926 Leiter des Keren Hajessod für Zentraleuropa, seit 1926 ist er geschäftsführender Direktor des Keren Hajessod in Jerusalem. Jüdische Kunsfstelle IL, Asper rbrückengasse 2, R-2-91, Büro: 9 bis 18.30 Uhr Den Mitgliedern stehen bedeutend ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Burgtheater, Oper, Akademietheater, Scala, Deutsches Volkstheater (Pallenberg-Gastspiel), Theater an der Wien, Kammerspiele, Stadttheater, Casinotheater, Der liebe Augustin, usw. An Montagen besonders ermäßigte Preise. Der Abonnementpreis für das reichhaltige, zweimal monatlich erscheinende „Mitteilungsblatt der Jüdischen Kunstst eile" wurde für den Rest der Saison auf S 1 ermäßigt. Jüdische Bühne. In der Jüdischen Bühne (Praterstraße 60) gastiert seit einigen Tagen eine der populärsten Soubretten des jüdischen Theaters, Vera Kaniewska. Das Wiener Publikum schätzt ihre Gabe, gesanglichtänzerisch und darstellerisch die lange Reihe der rührenden Mädchengestalten der Operette und des Singspiels zu gestalten. Einen ausgezeichneten Partner besitzt sie im Tenor und Bonvivant Paul Breitmann, der sich in der Operette „Katinka von Kassilowka" von seinen besten Seiten zeigt. Cilli Bell und J. K a m a y sind wertvolle Kräfte des Ensembles, dem der Erfolg treu bleibt. Der nahende Frühling ♦ ♦ ♦ cjibt Schiffmann, dem Warenhaus aller, die für weniger Geld ebenso gut, schick und modern gekleidet sein wollen, Gelegenheit, seine besondere Leistungsfähigkeit nicht nur in Woll- oder Seidenstoffen, sondern auch in Damen- und Herren-Frühjahrs-Mänteln und -Kleidern, Schuhen, Hüten, Schirmen usw. zu beweisen. Auch in der Wäscheabteilung .Inden Sie reizende Neuheiten für Damen und besonders Geschmackvolles für Herren. Ein kleiner Rest verschie- Jener Weißwaren gibt wenigen Käufern noch Gelegenheit, wirklich Verbilligtes zu erstehen. Das Warenhaus Schiffmann ladet nun alle seine treuen Kunden und alle Leser dieses Blattes ein, sich von der Tatsache, daß man bei 3chiffmann für weniger Geld ebenso vorteilhaft kaufen tann, persönlich zu überzeugen. Wir sind eines sicher: Sie //erden zufrieden sein und uns weiter empfehlen und viederkommen. Schiff mann, II., Taborstraße 48. (Fahrt- /ergütung.) E Zur Zubereitung der Osterspelsen kann jeder Strenggläubige ohne Bedenken Kunerol verwenden. Kunerol ist verbürgt reines Fett aus Kokosnüssen. Die gesamte Erzeugung bis zur Verpackung des fertigen Fettes steht unt-r strenger Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg. E Judischer Sport 25 Jahre „Hakoah" Berühmte Künstler bei der „Blau-weißen Gschnas- Redoute Die aus Anlaß des 25jährigen Bestandes der Hakoah am Samstag, den 17. März, in sämtlichen Konzerthaussälen stattfindende „Blau-weiße Gschnasredoute" wird sich zu einem ganz großen Repräsentationsfest des österreichischen Sports gestalten. Zahlreiche Sportler und Persönlichkeiten von internationalem Ruf haben ihr Erscheinen telegraphisch angekündigt. Die Jubiläumsredoute wird auch im Rahmen einer Mitternachtsakademie eine stattliche Reihe berühmter Künstler bringen. Bestimmte Zusagen prominenter Bühnen- und Filmlieblinge liegen vor. So hat zum Beispiel Joseph Schmidt seine Zusage nochmals bestätigt, auch die Schwestern Schwarz und Kammersängerin Lotte Schöne werden durch ihre Mitwirkung das Fest besonders glanzvoll gestalten. Da die Nachfrage nach Karten eine sehr rege ist, empfiehlt es sich, diese im Sekretariat, I., Wiesingerstraße 11, Tel. R-25-0-10, rechtzeitig zu besorgen. Dort werden auch alle Auskünfte über die Jubiläumsredoute bereitwilligst erteilt. Der Palästina'Meisler besieg! den §yrien*Mei'$fer Aus Tel-Awiw: Unter starker Beteiligung fand in der Halle des jüdischen Sportklubs M a k k a b i in Tel-Awiw ein Boxkampf zwischen dem jüdischen Meister von Palästina und Vorsitzenden des Tcl- Awiwer Boxklubs „Benny Leonard", Emil A v i n a r i, und dem Meister für Syrien, Libanon und der Abteilungen der Ausländerlegion im Nahen Osten, Sennacherib S a 1 i b a, statt. Der Meister von Palästina schlug seinen Gegner in der sechsten Runde k. o. Hakoah gegen Admira. Sonntag um 15.30 Uhr im Stadion treffen Hakoah und Admira in der 4. Runde der Frühjahrsmeisterschaft einander. Beide Mannschaften zeigten zuletzt gute Leistungen, so daß mit einem interessanten Spiel zu rechnen ist. Admira besitzt den weitaus besseren Angriff und dürfte einen knappen Sieg erringen. Hasmonea-Makkabi fährt nach Palästina. Makkabi- Hasmonea dürfte noch in dieser Saison die Reise nach Palästina antreten. Die Verhandlungen stehen vor einem günstigen Abschluß. In Palästina herrscht großes Interesse, da Hasmonea nach der Wiener Hakoah eine der tüchtigsten Mannschaften ist. „Haganah", Jüdischer Wehrsport- und Schützenverein, Wien, IX., Nußdorferstraße 16. U e b u n g sabende: jeden Montag und Donnerstag, 20 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. Box- und Gymnastikkurs jeden Dienstag, 20.45 Uhr, in der Boxschule Altmann, I., Herrengasse 14. Hebräischkurse jeden Montag, 21 Uhr, im IX. Bez., Nußdorferstraße 16. Jüdische junge Männer, meldet euren Eintritt in die Haganah sofort an. Die Haganah ist jetzt wichtiger denn je. Die Zugehörigkeit zur Haganah ist jüdische Pflicht. Touristik- und Ski-Klub „Hakoah". Die Ausflüge in den Wienerwald wurden wieder aufgenommen und finden jeden Sonntag regelmäßig statt. Sonntag, den 11. März, Zusammenkunft um 9 Uhr in Mauer. Gäste willkommen. Unsere geselligen Abende finden jeden Freitag im Klubheim, I., Wiesingerstraße 11, statt. Tel. R-25-0-10. — Besuchen Sie die H a k o a h - R e d o u t e, welche Samstag, den 17. März, in allen Konzerthaussälen stattfindet. Erstklassige Jazzkapellen, Mitternachtsakademie mit den besten Kräften Wiens. Karten im Klubheim zu haben. Tel. R-25-0-10. Skikurs des Sportamtes der „Judäa'. Das Sportamt veranstaltet in der Zeit vom 17. bis 25. März (bzw. 28. März) einen Anfänger- und Tourenkurs in den Hohen Tauern. Geboten wird: Bahnfahrt hin und zurück, geheizte Zimmer, Betten, 4 Mahlzeiten, Tourenführer und Skilehrer. Eigener Arzt fährt mit. Preis: 7 Tage S 53, 10 Tage S 65. Auskünfte und Anmeldungen im neuen Zentralkinderheim der Judäa, IX., Alserstraße 26, Hochparterre, Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr. Achtung! Haifa, alles aussteigen! Die Pu.rimr e d o u t e des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Oesterreichs „J u d ä a" findet Samstag, den 10. d. M., unter obiger Devise in den dekorierten Sälen des Hotel Post, Wien, I., Fleischmarkt, statt. Karten zu S 2.50 im Sekretariat, IX., Alserstraße 26, von 13 bis 17 Uhr, und bei sämtlichen Funktionären der Judäa. Vereinsnadiriditen Judenstaatsjugend, II., Untere Augartenstraße 38. Samstag, 7 Uhr abends: Sichah der Kwuzah F. Kolb; Sonntag: Wanderung, Treffpunkt 9 Uhr Schottentor, abends Zusammenkunft im Heim — Heimabend. Montag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger (Leiter Dr. Taub), 8 Uhr: Sichah der Kwuzah Kerzner. Dienstag, 8 Uhr abends: Jugendseminar, Gäste willkommen! Mittwoch, halb 8 Uhr: Führersichah (Leiter Ch. F. Kolb), 8 Uhr: Mädchenkwuzah, halb 9 Uhr: Vortrag in der Partei. Donnerstag: 8 Uhr: Hebräisch für Vorgeschrittene (Leiter Dr. Taub). — VII. Sammlung durch Frau Dr. Rifcys im Altersheim des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft zugunsten des Hechaluz Haleumi S 25.—. Allen Spendern herzlicher Dank! HUtatlruth Iwrith, II., Vratorstraßo 11. Samstag, den 10. d., 8.15 Uhr abends, Vortrag der Frau M. Ziker, über: Aliath Jehudim l'Erez Israel. — 6.30: Seminar für neuhebräische Literatur: 7.30: Seminar für Mischnah und Agadah. — Sanmatag, den 10. d., 4 Uhr nachm., Im Heime der „Mirjam", I., Jordangasse 7, Oneg-Sabbat für die Jugend. Vortragende: Dr. Ch. Tartakower, J. Meilen. Gesang: B. Krybus. — Samstag, den 10. d., 3 Uhr nachm., hebr. Oneg Sabbat, im kleinen Tempel, Tempelgasse 3. Programm: 1. Minchah-Gebet (Blum-Silber); 2. hebräischer Vortrag Uber ein wissenschaftliches Thema, Dr. Ch. Tartakower; 3. Gesang': Chor der „Theologla". — Samstag, den 17. d., 4 Uhr nachm., Im Chorsaale, II., Tempelgasse 3, Hebrälschlehrer-Konfereiiz. „Mathilde", Verein zur Bekleidung armer jüdischer Schul-, insbesondere Walsenkinder, teilt mit, daß die für den 24. Februar im Festsaale des Hotels Continental angesetzte Festakademie mit Tanz auf Sonntag, den 11. März 193 4, 8 Uhr abends, verschoben wird. Die gelösten Karten be» halten ihre Gültigkeit. Verein für jüdische Genchichte und Literatur in Wien. Montag, den 12. März 1934, im Klubsaale der „Hakoah", I., Wiesingerstraße 11 (Caf6 Atlashof, eigener Eingang, Souterrain). Vortrag des Herrn Rabbiner Prof. Dr. Albert Schweiger (Mödlingv, „Eine Stunde Uber den berühmten Wiener Rabbiner Meir b. Baruch Halevy". Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Stellenvermittlunjr des Verbandes der Sabbatfreundc „Schomro Schabbos", II.. Leopoldsgassc 16. Telephon A-46-0-15. Offene Stellen: Kinderfräulein mit Kochkenntnissen unc besten Referenzen. Köchin für alles, mit langjährigen Zeugnissen, nicht Uber 40 Jahre. — Stellengesuche: Geschultes, verläßliches, kaufmännisches, gewerbliches und handwerkliches Personal jeder Art. Die Kreditkassc für Kleingewerbe und Kleinhandel in Wien, Praterstraße 9. hält am Mittwoch, den 7. März 1934, um halb 7 Uhr abends, in den eigenen BUroriiumen, ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Mitglieder des Bundes jüdischer Frontsoldaten haben eine Spar- und Kreditkasse reg. Gen. m. b. H. ins Leben gerufen, welche auf gänzlich unpolitischer Basis der gesamten österreichischen Judenschaft und im weiteren Sinne der österreichischen vaterländischen Wirtschaft zu dienen berufen, sein wird. Das bisher ohne Propaganda arbeitende Institut, welchem jeder Jude beitreten kann, hat einen großen Zustrom an Mitgliedern zu verzeichnen. Der Sitz der Spar- und Kreditkasse befindet sich in den neuen Räumen der Bundesleitung. Wien, I., Spiegelgasse 2, Ecke Graben 10. Der Brauausstattungsverein für Töchter verarmter jüdischer Kleingewerbetreibender und Waisenmädchen (Obmann S. Buchsbaum) veranstaltet Montag, den 12. März, um 6 Uhr abends im großen Tempel „Beth Israe 1", II., Leopoldsgasse 29, die Doppeltrauung von zwei armen Doppelwaisenbräuten und gleich darauf eine Hochzeitsfeier im Festsaale des Hotels ,,Bayrischer Hof, II., Taborstraße 39, zu der er Freunde, Förderer und Gönner höflich einladet. Israel« Kultusgememde Wien Predigten und Schrifterklärungen in den Gemeinde- und Bczirkssynagogcn. Freitag, den 9. März, werden bei den um 5 Uhr 45 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 1.. Seitenstettengasse 4 (Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang); II., Tempelgasse 5 (Oberrabbiner Dr. I. Taglicht); III., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Dr. K. Kupter); V., Siebenbrunnengasse 1 a (Rabbiner Dr. M. G. Mehrcr); VI., Schmalzhofgasse 3 (Rabbiner Dr. J. Drobinsky); XIII., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin); XVI., Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter); XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). Samstag, den 10. März, beim Hauptgottesdienste Schrifterklärung: XX., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstcin). Israelitische Jugcndgottesdienste. 1. Jugendgottesdienste für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen): Samstag, den 10. März, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen i m II. und IX. Bezirk. Samstag, den 10. März, um viertel 5 Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse Nr. 5, und in der Vereinssynagoge, IX., Müllnergaspe 21. Konkurs Im Gotteshause des Brig. isr, Tempelvereines in Wien, II., Kluckygasse 11, gelangt die Stelle eines Oberkantors zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische Staatsbürgerschaft oder die behördliche Berechtigung zur Ausübung des kantoralen Dienstes in Oesterreich, eine gute, schöne, gesanglich ausgebildete Stimme, liturgische und hebräische, durch eine Prüfung zu erweisende Kenntnisse und ein Alter unter 35 Jahren. Mit den Personaldokumenten und einem Nachweis über die bisherige, fachliche Verwendung belegte Gesuche sind bis längstens 15. April d. J. an die Kanzlei des Brig. isr. Tempelvereines, XX., Kluckygasse 11, zu überreichen. Vor der Aufnahme müssen sich die Bewerber einer Vorprobe und dann eventuell einer Probe bei einem Sabbath-Gottesdienste unterziehen. Gehalt nach Uebereinkommen. Nur dem Akzeptierten werden eventuelle Reisekosten vergütet. Für den Vorstand des Brig. isr. Tempelvereines: Geza Klinger, Schriftführer Josef Kohn, Obmann Streng rituell. Unter Aufsicht des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg wird das Speisefett Kunerol hergestellt. Kunerol ist reines Kokosnußfett und kann von jedem Strenggläubigen ohne Bedenken zur Zubereitung von Milch- und Fleischspeisen verwendet werden. E Alle sind begeistert von dem vorzüglichen Geschmack der mit Recht so beliebten und bevorzugten „Schmidl-Mazzot h". Dieses österreichische Qualitätserzeugnis ist mit anderen Mazzoth nicht zu vergleichen, weil diese sie in Hygiene, Bekömmlichkeit und erlesenem Geschmack nicht erreichen. Der ausgezeichnete Ruf, den die „Schmidl-Mazzoth" seit Jahrzehnten genießen, hat sich in den letzten Jahren zu einer Popularität und Beliebtheit gesteigert, die nicht nur alle Bezirke Wien3, sondern auch viele Provinzorte umfaßt. Es ist dies das Verdienst des neuen Inhabers der „Schmidl-Mazzoth"-Fabrik, Herrn Nathan Brodetzkis, den Wiener jüdischen Hausfrauen seit Jahrzehnten, als der liebenswürdige und tüchtige Chef der großen Lebensmittelhandlung, II., Leopoldsgasse 43, bekannt. Herr Brodetzki hat seine große Fachkenntnis und vielseitige Erfahrung in den Dienst des neuen Unternehmens gestellt. Neue Rezepte, Verwendung nur erstklassiger Mehlsorten, Veredlung des Erzeugungsprozesses, neue maschinelle Vorrichtungen, strengste Reinlichkeit und Ausnützung der modernsten Errungenschaften haben dazu geholfen, ein Produkt zu schaffen, das an Qualität, Geschmack und Bekömmlichkeit einfach unübertrefflich ist. Elegante neue Badeanlagen, eine durchgehende Reinigung und Adaptierung der Fabriksräume bieten Gewähr für unbedingte Reinlichkeit und einwandfreies Kaschruth. Die religiösen Vorschriften werden unter Aufsicht des Herrn Oberrabbiners Babad strenge eingehalten. Die Wiener Juden werden heuer mit den beliebten „Schmidl-Mazzoth", insbesondere mit der bekannten Spezialmarkc „N. B." - Mazzoth, -Grieß und -Farvel besonders zufrieden sein. 0hm ^MT|