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Die neue Welt · 1934-02-06 · Heft 338 (6.2.1934) · page 4

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Journal
Die neue Welt
Volume
8 (1934)
Issue
Heft 338 (6.2.1934)
Date
1934-02-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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f Seile 4 DIE NEUE WELT Nr. 338 Drei Millionen Juden und Judens sfämmlinge in Deutschland? Aus Berlin : Der Leiter des Rass e-A m tes der Regierung-. Achim Görke, teilt dem „Völkischen Beobachter" mit: Im Kasse-Amt des Innenministeriums gibt ps ein A rehiv mit Namen und Stammbäumen von etwa drei Millionen in Deutschland lebender Juden und Judenstiimmlinge; vermittels des auf dem Indexkartonsystem aufgebauten Archivs wird jeder Jude und Judcnstämmling kontrolliert. Fan anderes Archiv enthä't 13.000 von Juden beniUste d e u t s c h k 1 i n g e n d e Namen. Ein Stab von S70 Beamten untersucht die Matriken der verschiedenen Gemeinden, um zum Christentum übergetretene Juden aufzuspüren und die Abkunft der jüdische oder biblische Namen tragenden angeblichen Arier zu erkunden. Jeder, der nicht in der Lage ist, seine rein arische Abstammung bis zum 1. Jänner 1800 nachzuweisen, wird von Amts wegen als nichtarisch angesehen. Dieses Datum wurde darum gewählt, weil es vor 1800 keine Mise hehen gab; die Juden hielten sich damals noch an das Gebot der Reinheit der Gemeinde und lebten, von den Nichtjuden abgesondert, in Ghettos. (Anm. d. Red.: In Deutschland bekennen sich jetzt zirka 550.000 zum Judentum. ) Polenn'ise im Februar. Unter bewährter Führung findet im Februar eine billige Polenreise statt, geheizte Pullmanwagen, reservierte Plätze, mäßige Preise. Nach Krakau, Lemberg etc. Diese Reise steht im Zusammenhang mit der Reise des Syndikates der Journalisten in Lemberg, welche Gäste aus Polen nach Oesterreich bringt. Die Gäste aus Polen bleiben in Wien vom 7. März bis 28. März 1934. Näheres über beide Reisen sowie auch Prospekte: Büro E. Ferstel (Dr. S. Tocker), I., Kärntnerring 12. Telephon U-40-301. E Ein Notruf Aus Frankfurt a. M.: Das Organ der jüdischen Orthodoxie „Der Israeli t", ein in der Kritik an bestehenden Verhältnissen äußerst zurückhaltendes Blatt, weist darauf hin, daß der von Julius Streicher in Nürnberg herausgegebene „S türme r" von der ersten bis zur letzten Zeile dem Kampf gegen Juden und Judentum gewidmet ist und alles enthält, was bisher seit Pfefferkorn. Eisenmeuger, Rohling, Fritsch und Dintev hundertfach gegen Talmud und Judentum vorgebracht und hundertfach in Wort und Schrift und in öffentlichen Gerichtsverhandlungen widerlegt worden Ist. Streicher verspricht „endgültige Erlösung vom J u d o n". ..Israelit" gibt einen Ueberblick über eine einzige Nummer des „Stürmer", die u. a. auch Juden mit Namen, Adresse und Lichtbild anprangert und ein Zeugnis eines Herrn G. Krüger aus Eisleben abdruckt, dem nach seinen Angaben im Jahre 1892 „in der Synagoge einer Kleinstadt der Provinz Posen von alten Juden ein paar Tropfen Blut aus dem Arm abgezapft wurden". „Israelit" fragt: „Ist es der oft betonte Wille der Reichsregierung, den Juden in Deutschland — ob auch als Andersrassigen minderen Rechtes — einen Lebens- und Existenzraum zu lassen und sie nicht samt und sonders zur Auswanderung zu zwingen —■ wie soll dieser Wille in der Praxis verwirklicht werden können, wenn durch Veröffentlichungen der hier zitierten Art der Haß weitester Bevölkerungskreise gegen die deutschen Juden unablässig bis zur Siedehitze geschürt und gesteigert wird?" Aus Nürnberg: In Streichers „Stürme r" liest man u. a.: „ ... Ein .deutscher' Zeitgenosse meint: es gibt doch auch recht brave Juden! Man darf nicht die ganze Konfession in Bausch und Bogen verurteilen! Einem Menschen, der so spricht, dem haut man zunächst für die Phrase von der Konfession eine tüchtige in die Fresse! Denn dieser Fürsprecher ist ein bewußter Lump. Er weiß sehr genau, daß die Juden selbst den Schwindel mit der Konfession längst fallen gelassen haben. Daß sie sich selbst als eine zusammengehörige internationale Bande bekennen. Von den im Weltkrieg gefallenen Juden sagt .Stürmer', daß das Mischlinge im zweiten oder dritten Glied waren, die sich eben opfern mußten im Interesse Alljudas!" Knappe Niederlage der Hakoah Viemia s.'egt 1 : 0 Vor 3000 Zusehern erlitt Hakoah auf der Hohen* Warte eine knappe Niederlage und scheidet somit aus dem W'ener Cup. Der harte gefrorene Boden stellte an die Spieler große Anforderungen und ließ ein reguläre» Spiel nicht zu. Auch die schweren Viennaspieler waren behindert. Immerhin boten bei der Hakoah Löwy, Donnenfeld, Breitfeld, der der beste Mann der Hakoah war, und Ehrlich I gute Leistungen. Bei der Vienna war die Hintermannschaft, Hoffmann,' G s c h w e i d 1 und A d e 1 b r e c h t, in guter Form. Den einzigen Treffer erzielte G s c h w e i d 1 knapp vor der Pause durch einen fein placierten Schuß. Hakoah bekundete eine leichte Ueberlegenheit, aber schießen können die blau-weißen Stürmer noch immer nicht. Schiedsrichter* Frankenstein war ein guter Leiter. Hakoah stellte folgende Elf: Löwy; Feldmann, Donnenfeld; Breitfeld, Stroß. Platschek; Ehrlich I, Zwiebel, Ehrlich II, Mausner und Reich. Der Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien. II., Taborstraße 59, Tel. A-42-3-16, bittet die p. t, Arbeitgeber, angesichts der Notlage der jüdischen Arbeitslosen, um Anmeldung ihres dauernden oder vorübergehenden Bedarfes an qualifizierten kaufmännischen Angestellten, Arbeitern, Handwerkern und Hauspersonal aller Art bei dem angeführten Verein. Mitgeteilte Wünsche werden sorgfältigst berücksichtigt. Die Presse urteilt über „Das Palästina-Informationsbuch" so:.....einzige Erscheinung dieser Art in deutscher Sprache; ...ein Baedeker und ein Lexikon in einem; ... verläßlich, prägnant und doch erschöpfend; ... gute Uebersicht." Beziehen auch Sie dieses Buch und Sie werden uns für diesen Rat dankbar sein! Preis für die dritte Auflage (120 Seiten) bei Vorauszahlung im Inlande S 4.20., Pag r. Gen. m. b. H., Wien, VT., Capistrangasse 2. Ußfi> IN BILLIGKEIT FÜHRENDS - Sehenswerte Dekorationen: „MÄRCHEN IN WEISS64 gheffone, Weben, Gradel: Sportwebe, in Resten bis 10 m, 74 br., per m S —.49 Wäsche-Weben (Reste 2—10 m), 80 br., per m S —.54 Wäsche-Batiste, 70 cm (Reste 2 bis 10 m) . . S —.69 Polster-Webe, 80 br. (Reste bis 8m) S 1.25, —.98, —.TIS Atlas-Gradel, für Bettwäsche, 80 Hosen-Gradel und Ray§, 80 br. . . Bettuch-Weben, 140 cm br. Decken-Kappen-Webe, 120 cm br. Atlas-Gradel, gute Qualität, 80 cm br Seiden-Linnen, f. Leibu. Bettw., 80 br. 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