Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 8 (1934)
- Issue
- Heft 335 (26.1.1934)
- Date
- 1934-01-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 335 Jüd. Hochschulaussdiuß — Jöd.-akadem. Philosophenverein Samstag, 27. Jänner 1934, im Festsaal der „Judäa", IX., Alserstraße 26, halb 8 Uhr abends Schalem Alejchem Feier Festrede: Dr. Z. F. Finkelstein Ferner wirken mit: S. Schwager, Oberkantor Bohumilny, B. Sigall Karten zu S 1.— täglich von 1 bis 2 Uhr nachmittags und von 7 bis 9 Uhr abends im Sekretariat der „Judäa", IX., Alserstraße 26, Telephon A-25-2-2S, und an der Abendkasse Oesterreich auf der TelffAwi'wer Me§se Wien, 25. Jänner. Die hiesige Handels- und Gewerbekammer hat das Protektorat über die österreichischen Aussteller auf der Tel-Awiwer Messe übernommen. Von der Judenstfaaf spartet' Die baltische Konferenz der Judenstaatspartei Aus Kowno wird uns berichtet: Die Landeskonferenz wurde am 14. Jänner in Anwesenheit von 105 Delegierten, darunter 75 aus der Provinz eröffnet. Es wurde zuerst eine Reihe interessanter Referate erstattet. Abends fand im Festsaal des Ateitininkubundes eine feierliche öffentliche Sitzung der Landeskonferenz statt. Trotz der ziemlich hoch angesetzten Preise war der Saal überfüllt. Als Erster sprach Dr. Hermann Rosenblum, der in meisterhafter Weise ausführte, daß es den Linken nicht gelungen sei, den Herzl-Zionismus, den Judenstaatszionismus zu ertöten, wie es auch den rechtsstehenden Parteien nie gelingen wird, die Demokratie im Herzl-Zionismus durch fremde Methoden zu beseitigen. Nach ihm sprach Meir Großmann, dessen Rede tiefsten Eindruck machte. Anschließend fand ein zu Ehren Meir Großmanns von der litauisch-palästinensischen Handelskammer veranstaltetes Festbankett statt, an dem die Repräsentanten aller Organisationen teilnahmen. Herr Großmann nahm die Gelegenheit wahr, um über die Wichtigkeit und Bedeutung der Volkssiedlungsbank zu sprechen, mit dem Erfolg, daß sich alle Anwesenden bereit erklärten, in das Bankkomitee einzutreten. Es wurden auch an Ort und Stelle eine große Anzahl von Aktien gezeichnet. Die Fortsetzung der Landeskonferenz mußte infolge des wachsenden Andranges in den Fe3tsaal des Hebräischen Gymnasiums verlegt werden. Die Generaldebatte gab ein glänzendes Zeugnis für den Kampfgeist und die Geschlossenheit der Judenstaatspartei, die trotz der Kürze der Zeit in Litauen die bedeutendste Rolle im öffentlichen Leben spielt. Es wurden eine Reihe wichtiger Beschlüsse gefaßt, über die noch berichtet wird. In das Zentralkomitee wurden folgende Herren gewählt: S. Dror (Senior der Jordania), Dr. T. Dubro witsch, Dr. S. G o 1 d b e r g, Dr. L. H e s c h e 1s o h n, A. M e s s i e, Adv. R. Rabinowitsch, Dr. H. Rosenblum, M. Sachs, Dr. M. Schwarz sowie die Vertreter der „Jehud a" und des „Hechaluz Hamdinati". Den Abschluß der Landeskonferenz, die im ganzen Lande größte Teilnahme fand und über deren Verlauf die gesamte Presse des Landes berichtete, bildete das Stiftungsfest der Studenten-Korporation „Jordania", bei der der bisherige Ehrenpräsident der revisionistischen Union Litauens Dr. M. Schwarz in öffentlicher Rede kundtat, daß er seinen Beitritt zur Judenstaatspartei vollzogen habe. Dr. H. Rosenblum hielt eine Ansprache, in der er die „Jordania", die einst in Litauen den Revisionismus und den Betar schuf und heute den Kern der Judenstaatspartei und des Brith Hakan a i m bilde, als das Kulturzentrum des litauischen Judentums feierte. Meir Großmann pries in einer kurzen Ansprache die Ritterlichkeit und Mannhaftigkeit der „Jordania". Es folgten Reden der Herren Dr. Dubrowitsch und Dr. Heschelsohn sowie des Vertreters der lettländischen Judenstaatspartei Prov. N. Moskovsky. Bei Eröffnung der Landeskonferenz wurden Schreiben der Exekutive, ihres Mitgliedes Robert Stricker und des Organisationsdepartements der Judenstaatspartei zur Verlesung gebracht, welche die Konferenz mit stürmischem Beifall bedankte. Der Erfolg der baltischen Konferenz der Judenstaatspartei übertraf alle Erwartungen. Die Festwoche war ein mächtiger Impuls für die Weiterarbeit. Unerträgliche Zustände in Jugoslawien Das Organisationsdepartement teilt mit: Wir waren wiederholt genötigt, uns mit der Leitung der Zionistischen Landesorganisation in Jugoslawien zu befassen, die ihr Mandat in unerhörter Weise dazu mißbraucht, die Zionistische Organisation Jugoslawiens in einen Ableger der linken Parteien umzuwandeln. Besonders in letzter Zeit lassen die Herren kein Mittel unversucht, die zionistische Einheit zu zerstören und in skrupelloser Weise den nichtlinken Gruppen jede zionistische Arbeitsmöglichkeit zu nehmen. Nunmehr wird uns folgendes berichtet: Am 20. Juli 1933 wurd3 von einem Mitgliede der Judenstaatspartei in Ogulin bei Zagreb eine zionistische Ortsgruppe Ogulin-Suäak gegründet, die ihre Konstituierung ordnungsgemäß dem Zionistischen Verband in Jugoslawien anzeigte. Am 7. Jänner d. J. antwortete der Verband, daß er nicht in der Lage ist, die Gründung der Ortsgruppe anzuerkennen. Der Grund biefür sei, daß die Ortsgruppe zu ihrem Vorsitzenden das Mitglied der Judenstaatspartei, Herrn E. Goldner, gewählt habe. Da die Judenstaatspartei den allgemeinzionistischen Interessen und der Einheitlichkeit der Zionistischen Organisation schade, halte der Zlonistenverband die Wahl eines Judenstaatlers als Vorsitzenden für unzulässig und müsse daher die Mitgliedschaft der Ortsgruppe ablehnen. Im Auftrage des Exekutivkomitees der Judenataatapartel haben wir ao die; Exekutive der ZionistiBcben Weltorganisation ein Schreiben gerichtet, in dem die sofortige Abstellung dieser den Grundsätzen und Statuten der Zionistischen Weltorganisation hohnsprechenden Zustände im jugoslawischen Landesverbände gefordert wird. Landeskonferenz der Judenstaatspartei in Ostgalizlen. Am 27. und 28. Jänner findet in Lemberg die erste Landeskonferenz der Judenstaatspartei Ostgaliziens statt. Das Mitglied des Exekutivkomitees, Herr Meir Großmann, wird an der Konferenz teilnehmen und das Hauptreferat erstatten. Aus Österreich Das Sekretariat der Judenstaatspartei Oesterreichs teilt mit: Das Sekretariat ist für den Parteienverkehr Montag bis Donnerstag sowie Samstag täglich von 7 bis 9 Uhr abends, Sonntag von 11 bis 1 Uhr mittags geöffnet. Während dieser Zeit werden Auskünfte jeder Art, auch in Palästina-Angelegenheiten erteilt und Beitrittserklärungen sowie Mitgliedseinzahlungen entgegengenommen. Die jüngst abgehaltene Sitzung der Finanzkommission hat die Ausführungen des Referenten H. Th. G r u b n e r zustimmend zur Kenntnis genommen und die Herren B e r m a n n und Hutterer mit der Durchführung der Aktion für den außerordentlichen Monatsbeitrag betraut. Das Sekretariat hat in Gemeinschaft mit den Organisationsreferenten in mehreren Sitzungen die notwendigen Vorarbeiten für die vom Kontinentalbüro der Judenstaatspartei vorgesehene große Werbeaktion beendet. Nach Zustimmung des demnächst einzuberufenden Parteirates wird die Aktion in vollem Umfange zur Durchführung gelangen. Auf Wunsch vieler Mitglieder wird in kürzester Zeit ein Zeitschriften-Lesezimmer im Heim eröffnet. Der Eröffnungstermin wird demnächst bekanntgegeben. Ziom§ti§die§ Jugend* seminar Veranstaltet von der Judenstaatsjugend Dienstag, am 30. Jänner, um 8 Uhr abends, im Heime, II., Untere Augartenstraße 38, im Rahmen des Seminars Vortrag des Herrn Rabb. Dr. I. Z. K a n n e r. Jugendliche Gäste unterschiedslos willkommen. Amerikanische Gäste in der, Jüdischen Bühne' II., Praterstraße 60 Es war ein glücklicher Gedanke der Direktion A. Bell, für die Wiener Jüdische Bühne das Gästepaar Max Schoenfeld und Irving Jacobson aus New York zu gewinnen. Die Art, wie Jacobson ein Couplet bringt, um melodisch in den Tanz überzugehen, ist für Wien etwas völlig Neues. Seine Partnerin M. Schoenfeld entzückt durch Grazie und Stimme, so daß die Abende in der Praterstraße 60 mit Humor und Musik erfüllt sind — eine Attraktion ersten Ranges. Das Stammensemble ist mit Feuer bei der Sache, zunächst Cilli Bell, M. Deutsch, Gladstein, Zucker und die Herren A. Bell, Kamay, Sigall, Zucker und Weißmann. * Ab Freitag, den 26.: „Der Warschauer Landsmann", mit Musik und Tanz. Beginn halb 9 Uhr. Telephonische Kartenbestellungen R-43-4-59. Zweiter Abend Herz Großbart. Der zweite Vortragsabend des berühmten jüdischen Rezitationskünstlers Herz Großbart findet Donnerstag, den 1. Februar, um 8 Uhr abends im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraße 4, statt. Vollständig neues Programm. Karten in der jüdischen Kunststelle, Buchhandlung Rath, II., Taborstraße 20a, und an der Abendkasse. Jüdi§dhe Kunststelle II., Aspernbrückengasse 2. R-48-2-91. Täglich von 9 18.30. Den Mitgliedern stehen bedeutend ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Burgtheater, Staatsoper, Akademietheater, Deutsches Volkstheater, Kammerspiele, Theater a. d. Wien, Stadttheater, Casinotheater, Moulin Rouge, Der liebe Augustin. Konzerte: Siegmund Feuermann, 31. Jänner. (M. K.-S.). Bälle: Weiße Nacht im Konzerthaus, 27. Jänner. Ball der Bühnenkünstler, 8. Februar. Anweisungen: Ronacher, Dianabad. Touristik- und Skiklub „Hakoah". Das für den 4. Februar angesetzte Rennen wird auf Sonntag, den 11. Februar verlegt. Anmeldungen sowie Auskünfte jeden Freitag im Klubhelm, I., Wiesingerstraße 11. Sonntag, den 28. Jänner: Skitour auf den Schneeberg. Abfahrt mit geheiztem Autobus Samstag um ^8 Uhr abends vom Sporthaus Marathon. Skikurse für Anfänger und Vorgeschrittene unter Leitung des Herrn Erwin Kellner jeden Sonntag. — Ski-Urlaub am Arlberg vom 17. bis 24. März, Preis S 140. Volle Pension sowie Fahrt, Trinkgelder. Anmeldungen sowie Auskünfte jeden Freitag. — Unsere geselligen Abende finden jeden Freitag statt. Gäste herzlich willkommen. Das Sportamt der „Judäa" veranstaltet während der Faschingsferien in der Zeit vom 11. Februar bis 17. Februar 1934 einen Skikurs in Steinhaus am Semmering. Geboten wird: Bahnfahrt bin und zurück, Unterkunft in zwei- und dreibettlgen Zimmern in einem Hotel, Heizung, drei ausreichende Mahlzeiten (zweimal täglich Fleisch), Skilehrer, Gepäcktransport. Preis: S 57.50 für Mitglieder der Judäa, S 63.50 für Nichtstudenten. Ausführliche Auskünfte und Anmeldungen im Zentralheim der Judäa, IX., Alserstraße 26, Tel. A-25-2-28. Montag bis Donnerstag von 18 bis 20 Uhr, Donnerstag von 12 bis 13 Uhr. Die schönste Palästina-Reise fUr Uber Rom und Neapel mit dem „Conte di Savoia" zu Purim nach Tel-Awiw. Billige Pauschalpreise von S 580.— aufwärts. Verlangen Sie Prospekte von Reisebüro „Marienbrücke" (Palästinadienat, Leitung Berta Taubes), Wien, I7 Rotenturmstraße 26, Tel. R-24-2-86 u. R-24-2-87, n Vereinsnadiriditen Jüdische VolkHblhliothclt „Zlon", Wien. II., Kl. Mohren« gasse 3, verfügt über mehrere tausend BJlnrte deutscher, hebräischer und jüdischer Literatur. Monatsgebühr SO Groschen, für Jugendliche 40 Groschen. Bibliotheksstunden Montag bis Donnerstag von halb 7 bis halb 9 Uhr abends, Sonntag von halb 11 bis halb 1 Uhr mittags. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Montag, den 29. Jiinner 1934, im Klubsaale der „Hakoah", I., Wiesingerstraße 11 (Cafe* Atlashof. eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Oberrabbiner Dr. J. Taglicht: Die Nachlässe der Wiener Juden im 17. und 18. Jahrhundert. Beginn halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. „Hagnnah", jüdischer Wehrsport- und Schützenvercin. U o b ti n g s a b e n d e jeden Montag und Donnerstag 20 bis 22 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. Hcbriiisc h k u r s e jeden Montag 21 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. Box- und G y mnnstikkurse jeden Mittwoch 20 Uhr 45 Min. in der Boxschule Prof. Altmann, I.. Herrengasse 14. Skikurse nach Uebereinkommen, Auskunft hierüber von Montag bis Donnerstag 19 bis 21 Uhr, IX., Nußdorferstraße 16. —Arbeitgeber, nehmt Leute von der Hagana h! Freie Stellen aller Berufe bitten wir der „Haganah", IX., Nußdorferstraße 16, bekanntzugeben. Der Illlfsvercin für russische Juden in Wien veranstaltet Samstag, den 27. Jänner, im Militärkasino, I., Schwarzenberg« platz 1, eine Künstlerakademie mit Tanz. Jüd. Hochschtilausschuß — Jüd.-Akademischer Fhilosophenverein. Am 27. Jänner 1934, um 8 Uhr abends, im Chajes- Saal der Judäa, IX., Alserstraße 26, Schalom-Alejchem- Feier. Mitwirkende: S. Schwager, B. Sigall, Oberkantor Bohomilny, Dr. L. F. Finkelstein. Karten zu S 1.— im Sekretariat der Judäa von 13 bis 14 und 19 bis 21 Uhr und an der Abendkasse. Iiistadruth Ivrith, II., Praterstraße 11 (Saal der „Stanislauer"), Samstag, den 27. Jänner, 8.15 Uhr abends, Vortrag des Herrn Dr. Z. Kaufmann über „Jehude babel b'erer Israel." — Seminare der Histadruth. 6.30 Uhr: Seminar für neuhebräische Literatur (Auerbach); 7.30 Uhr: Seminar für Mischnah und Agadah (Rab. Dr. Zicker). — „Oneg Sabbat" der Histadruth für die hebräischlernende Jugend: Samstag, den 27. Jänner, 4 Uhr nachmittags, Oneg Sabbat für die Jugend. Vortragende: Dr. Ch. Tartakower, J. Meilen. Gesang: E. Krybus. — Eltern, Kursleiter und Hebräischlernende! In der letzten Zeit versuchen wieder Unqualifizierte den Hebräischlehrberuf auszuüben. Seid also vorsichtig und lasset euch nicht irreführend Man wende sich daher bei jedem Zweifel um Auskunft öchriftlich an den Hebräischlehrerverband der „Histadruth Ivrith", I., Bräunerstraße 7/10. Bibel- und Talmudvorträgo in Bethakneset „Bene-Berith", XX.. Kaschlgasse 4 (Rabbiner Moses Horowitz). Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag beim Abendgottesdienste, Freitag nach dem Abendgottesdienste. Jüdischer Angestellten-Verband „Emunah", II., Taborstraße 1, Samstag, den 27. ds., 8 Uhr abends, Vortrag des Herrn stud. phil. Oskar Brauner: „Rationalisiere dich selbst!" Gäste willkommen. — Anfangs Februar beginnen neue Sprachkurse in: Hebräisch, Englisch, Französisch für Anfänger und Vorgeschrittene. (Einschreibungen wochentags von 7 bis 9 Uhr abends.) — Kostenlose Stellenvermittlung. Anmeldungen offener Stellen erbeten. Maimonldes-Institiit, Wien, II., Praterstraße 11. Vorträge während de3 Studienjahres 1933/34: Montag: Rabbiner Dr. A. Kaminka, 6 bis 7 Uhr: „Jeremias": 7 bis 8 Uhr: Maimonides, „More Nebuchim". Dienstag: Rabbiner M. Zickicr, 6 bis 7 Uhr: „Tanchuma"; 7 bis 8 Uhr: Talmud, „Traktat Makkoth". Mittwoch: Rabbiner M. Horowitz, 6 bis 7 Uhr: „Midrasch rabba"; 7 bis 8 Uhr: Talmud. Donnerstag: Studienrat Rabbiner Dr. M. Bauer, 6 bis 7 Uhr: „En Jakob"; 7 bis 8 Uhr: „Albo, Ikkarim". Samstag: Rabbiner Dr. A. Kaminka, 4 Uhr: Vorträge zur Sldrah und zu den Sprüchen der Väter. Teilnehmerbeträge und Spenden zur Erhaltung des Institutes werden mittels Erlagscheines der Postsparkasse (Konto Nr. 24), Amtliche Verlautbarungen der Bfrael« Kultusgemeinde Wien* Barmizwah-Kurs. Vom Vorstande der israelitischen Kultusgemeinde Wien werden Sie in Kenntnis gesetzt, daß die Einschreibungen für den Barmizwah-Kurs für die Kinder mittelloser Eltern für das II. Halbjahr im Schuljahre 1933/34 Freitag, den 26. Jänner 1934, von halb 3 bis halb 4 Uhr nachm. im Lehrzimmer der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seltenstettengasse 4, IV. Stock, stattfinden. Der Unterricht findet ab Freitag, den 2. Februar 193 4, jeden Freitag von viertel 3 bis viertel 5 Uhr nachmittags im genannten Schullokale statt. Predigten und Schrifterklärungen in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 26. Jänner 1934, werden bei dem um 4 Uhr 30 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5, Oberrabbiner Dr. I. Taglicht; III., Untere Viaduktgasse 13, Rabbiner Dr. K. Kupfer; V., Siebenbrunnengasse Ia, Rabbiner Dr. M. G. Mehrer; VI., Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer; X., Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XV., Turnergasse 22, Rabbinatskandidat Dr. Herrn. Schächter; XVI., Hubergasse 8, Rabbiner Dr. J. M. Bach; XVIII., Schopenhauerstraße 39, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; XIX., Dollinergasse 3, Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. — Samstag, den 27. Jänner 1934, beim Hauptgottesdienste Schrifterklärungen: I., Seitenstettengasse 4, Oberrabbiner Dr. D. Feuchtwang; XX., Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Hilfswerk für die russischen Hungergebiete. Das Präsidium der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde ersucht, auf die kürzlich erschienene Broschüre „Hungersnot", welche authentische Dokumente über das Massensterben in der Sowjetunion enthält und deren Erträgnis dem interkonfessionellen und übernationalen Hilfswerk des Kardinal-Erzbischofs von Wien für die russischen Randgebiete zugute kommt, aufmerksam zu machen und dieselbe der Förderung zu empfehlen. Die Broschüre ist durch den Verlag Williy Jakoby, Wien, I., Dominikanerbastei 22, zu beziehen. Israelitischer Jugendgottesdienst. Samstag, den 27. Jänner 1934, findet in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen der Jugengottesdienst um 3 Uhr nachm. statt. — Gottesdienst für die Mittelschüler der Unterklassen. Samstag, den 27. Jänner d. J., um viertel 5 Uhr nachm. findet im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, ein Gottesdienst für die Mittelschüler(innen) der Unterklassen statt. Für die Winternotstandsaktion der isr. Kultusgemeinde Wien sind folgende anonyme Spenden eingegangen: H. W. viermal je S 3.—, zweimal je S 5.—, Je S 5.—: S. H„ — 19., Weimarerstraße 79, — N. N., — N. N. für Blinde. Je S 10.—: G. W. — Ungenannt — Anonymus — Ungenannt — Hoffnung. Je S 20: N. V. — Anonym —- N. N. Je S 30.—: Anonymus — E. B. geb. L. v. W. S 200.—: Anonym. Die Kleider-Stelle der Fürsorge-Zentrale bittet dringendst um Zuweisung von brauchbaren Bekleidungsgegenständen jeder Art, Wäsche, Schuhen usw. für Männer, Frauen und Kinder. Telephonische oder schriftliche Benachrichtigung an die Fürsorge-Zentrale der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, 1., Seitenstettengasse 2, Tel. U-25-5-85, welche die AI* holung veranlaßt,