Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 325 (1.12.1933)
- Date
- 1933-12-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 325 Das Parlament in Vorbereifung In der Abendsitzung des Unterhauses vom 23. November gab der Minister für die Kolonien Sir Philip C u nliffe - Lister auf eine Anfrage des Abgeordneten Oberst Josiah Wedgwood eine Erklärung über die Aufgaben des für Palästina geplanten Legislative Counc i 1 (Gesetzgebende Körperschaft) ab und kündigte an, daß die Einsetzung dieser Körperschaft unmittelbar nach dem Inkrafttreten der palästinensischen Gemeindeordnung erfolgen werde. Der Minister betonte nachdrücklich, daß nie Politik der englischen Regierung in Palästina und die Machtbefugnisse des High Commissioner von der Errichtung des Legislative Council völlig unberührt bleiben und daß den durch die Annahme des Palästina- Mandats übernommenen Verpflichtungen von der Mandatarmacht restlos entsprochen werden wird. Colonel Josiah Wedgwood fragte den Minister für die Kolonien, welche besonderen Versprechungen seinem Vorschlag, in Palästina eine verantwortliche oder repräsentative Regierung zu schaffen, zugrundelägen und ob er dessen sicher sei, daß der Wegfall der Kontrolle durch dasenglischeParlament von allen Teilen der palästinensischen Bevölkerung gewünscht wird. In Beantwortung dieser Anfrage erklärte der Mi- Bister, die Annahme des Abgeordneten Wedgwood, es aei irgend ein Vorschlag gemacht worden, in Palästina eine selbständige Regierung zu bilden, sei irrig. Die Absicht der Regierung, in Palästina einen Legislative Council einzusetzen, sei bereits in dem Statement of policy vom Oktober 1930 (Passfieldsches Weißbuch) angekündigt worden. Dieser Absicht entsprechend, habe der High Commissioner im November 1932 der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes mitgeteilt, daß Schritte zur Verwirklichung des Gedankens des Legislative Council getan werden sollen, sobald die neue Gemeindeordnung der Palästina-Regierung in Kraft gesetzt sein wird. „Darf ich fragen", wandte sich Colonel Wedgwood nochmals an Sir Philip, „warum wir in Palästina nicht die in C y p e r n so erfolgreich befolgte Politik anwenden können, sondern statt dessen uns die Praxis des Indien- Amtes zu eigen machen, indem wir uns der Verantwortung gegenüber unseren Freunden entziehen und unsere Feinde zu besänftigen versuchen." Sir Philip Cunliffe-Lister antwortete: „Ich glaube nicht, jemals einen unrichtigeren Vorschlag in einer Ergänzungsfrage gehört zu haben, als den soeben gemachten. Wir entziehen uns keiner unserer Verpflichtungen. Unsere Pflichten und unsere Verantwortung in Palästina werden unverändert weiterbestehen, ob nun ein Legislative Council eingesetzt wird oder nicht." „Welcher Zweck wird damit verfolgt", fragte Colonel Wedgwood weiter, „daß ein repräsentativer Rat eingesetzt wird, wenn wir weiterhin die gleiche Verantwortung tragen?" . .... , „Es geschieht dies zu dem Zwecke", antwortete Sir Philip, „daß die verschiedenen Teile der palästinensischen Oeffentlichkeit Gelegenheit haben, ihre Meinungen in einer repräsentativen Körperschaft zum Ausdruck zu bringen." Josiah Wedgwood fragte sodann, ob das Unterhaus in der Frage der Einsetzung des Legislative Council ausgeischaltet werden solle oder ob man dem Hause nochmals Gelegenheit geben werde, zu diesem Problem Stellung zu nehmen. Der Minister für die Kolonien antwortete, diese Angelegenheit sei dem Parlament bereits zu wiederholten Malen vorgelegt und von ihm behandelt worden. Die Politik der englischen Regierung betreffend Palästina sei im Laufe der letzten zehn Jahre festgelegt worden. „Ich kann dem Hause", sagte Sir Philip, „die uneingeschränkte Zusicherung geben, daß die Befugnisse der britischen Regierung, des Unterhauses und des High Commissioner bei der Durchführung, der Politik des Mandates, auch wenn der Council eingesetzt sein wird, genau so streng aufrechterhalten und vollständig unbeeinträchtigt bleiben werden, wie sie es heute sind." Der Abgeordnete Barnett Janner fragte nunmehr den Minister, wie es sich mit der Einwanderung7von Arabern aus Transjordanien nach Palästina verhalte. Sir Philip erwiderte, diese Einwanderung könne nicht gehindert werden. Auf eine weitere Frage des Abgeordneten Janner, ob auch Juden aus Palästina ungehindert nach Transjordanien einwandern können, wurde keine Antwort erteilt. Ein Schlag für die Judenheit des Orients Die Einschränkung der Einwanderung in Palästina bedeutet einen Schlag für die Juden der Orientländer, deren Streben nach Palästina infolge der Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage immer stärker wird. Etwa 150 jüdische Familien aus Buchara befinden sich unterwegs in Mesched (Afghanistan) und warten dort auf Palästina-Zertifikate. Die Jerusalemer Gemeinde der Buchara-Juden hat sich,bis jetzt vergebens bemüht, für sie Visen zu beschaffen. Die Gemeinde der kurdischen Juden hat der Jewish Agency ein Memorandum unterbreitet, in dem sie um 1000 Einwanderungszertifikate für Juden in Kurdestan ersucht, wo sich die wirtschaftliche Lage immer mehr verschlechtert. * „Falastin" teilt mit, daß mehrere Juden, die ohne Pässe die Grenze von Syrien nach Palästina zu überschreiten versuchten, verhaftet und nach Beirut gebracht wurden, von wo sie dann ausgewiesen werden. Italienische Zionistische Föderation protestiert Die in Padua abgehaltene Konferenz der italienischen Zionistischen Föderation protestierte einmütig gegen die Beschränkung der jüdischen Einwanderung in Palästina und billigte die von dem Präge r Zionistenkongreß angenommene Resolution über die Behandlung der deutschen Juden. Advokat Augusto Levi wurde zum Präsidenten der Zionistischen Föderation Italiens gewählt. Die Judenmission in Palästina Aus London: In der Sitzung des Board of Deputies wurde ein von Henrietta S z o 1 d unterzeichneter Bericht des Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat in Palästina) über die Judenmissionstätigkeit in Palästina verlesen, in dem eine sofortige Aktion zur Paralysierung dieser Missionstätigkeit besonders auf dem Gebiete des Erziehungswesens gefordert wird. Mehr als 800 jüdische Kinder besuchen die Missionsschulen, wo man sie durch allerlei Mittel, wie Befreiung vom Schulgeld, Verteilung von Kleidern und anderen Geschenken, an die Schule zu fesseln sucht. Viele religiös gesinnte Eltern schicken ihre Töchter in die Missionsschulen, wo sie starken christlichen Einflüssen ausgesetzt sind. Diese Schulen gehen direkt auf Proselytenmacherei aus. Nur durch Stärkung des jüdischen Schulwesens kann der Missionstätigkeit entgegengewirkt werden. Aus der Tschechoslowakei Deutsche Hakenkreuzler wollen mit den tschechischen Faschisten zusammenarbeiten. Tschechische Zeitungen melden aus Mähr.- O s t r a u, daß es gelungen sei, eine vertrauliche Korrespondenz reichsdeutscher Nationalsozialisten aufzufangen, die in vielen Exemplaren ins Grenzgebiet an deutsche und tschechische Faschisten gesendet wurde, wobei es auffallen muß, daß die deutschen Hitlerianer die Adressen ihrer deutschen Freunde in der Tschechoslowakei und auch die Adressen tschechischer Faschisten sehr genau wußten, was auf eine bereits gut funktionierende Verbindung schließen läßt. Die Zeitungen zitieren Stellen aus dem aus Breslau in die Tschechoslowakei geschickten „Nachrichtenb 1 a 11", worin erklärt wird, daß die Aktion der tschechoslowakischen Regierung gegen die Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei von Juden und Marxisten erzwungen worden sei; es werde aber in der Tschechoslowakei noch ein Umschwung eintreten. Auch im tschechischen Volk werde der Ruf nach einem Mann von der Art Hitlers erschallen; dann werde das tschechische Volk die Ketten des Judentums und des Marxismus abschütteln. Der tschechische Faschismus werde sich klar darüber werden, daß es richtiger sei, die Juden, den Marxismus und die Reaktion zu bekämpfen, als das Kanonenfutter im Kampf gegen das deutsche Volk zu sein. Nationalsozialistische Filme. Das Regierungsblatt „Prager Presse" weist auf deutsche Versuche hin, den Film in der Tschechoslowakei zu Propagandazwecken für das Dritte Reich zu mißbrauchen. Der in deutscher Sprache erscheinende „Prager Film-Kurier" macht Stimmung für die Einführung der neuen, bereits unter dem Hitler-Regime hergestellten deutschennationalsozialistischen und zum Teil antisemitischen Filme in die Tschechoslowakei. Der Syndikus des Fachverbandes der deutschen Kinobesitzer in der Tschechoslowakei mit dem Sitz in Aussig, Herr F. A. P1 e y e, der zu der aufgelösten nationalsozialistischen Partei in Beziehung stand, ist zurzeit in Berlin bemüht, die Einfuhr der deutschen Filme in die Tschechoslowakei zu organisieren. Pleye hat auch die Aufgabe übernommen, den Berliner „Filmkurier", der jetzt das Propagandaorgan des obersten Filmherrn Dr. Goebbels ist, in der Tschechoslowakei zu verbreiten. „Prager Presse" findet es unbegreiflich, daß diese Tageszeitung, die heute ausschließlich ein Propaganda-Organ für den Hakenkreuzgedanken ist, noch immer nicht in der Tschechoslowakei verboten ist. Auch die tschechischen Mediziner. Aus Prag: In der Generalversammlung des Vereines tschechischerMediziner erklärte laut „Telegraf" der Obmann Hera, er werde gegen Marxisten und Juden scharf vorgehen. Ein jüdischer Teilnehmer erklärte diese Aeußerung als hitlerisch. Hera sagte dann, er habe nur „ausländische" Juden gemeint. Es wurde dann die Frage des Numerus clausus für Ausländer erörtert. Gewählt wurde die Liste der Rechten. Preßburger Juden demonstrieren gegen deutsche -Filme. Aus Preßburg: Vor den Kinos „A^lon" und „Urania", wo zurzeit der in Deutschland hergestellte Film „Zarewitsch" vorgeführt wird, protestierten zahlreiche Juden dagegen, daß jüdische Kinobesitzer deutsche Filme laufen lassen. Einige Glasscheiben wurden eingeschlagen und Filmbilder zerstört. Die Polizei verhaftete 16 junge Leute und wird gegen sie ein Verfahren wegen öffentlicher Ruhestörung einleiten. Nächste PalästinasRefee* 6. Dezember 1933 Die vom Reisebüro Marienbrücke (Reiseleitung: Berta Taubes) veranstaltete Palästina-Reise ist, trotz des Generalstreiks in Palästina, programmgemäß mit minutiöser Pünktlichkeit im Lande eingetroffen. Die Ueberfahrt wurde mit dem 14.000 Tonnen großen Dampfer Jevere" des Lloyd Triestino zurückgelegt und hat alle Teilnehmer restlos befriedigt. Dieser Dampfer führt eine ausgezeichnete III. Klasse Spezial, deren Kabinen früher zur I. Klasse gehörten und daher allen Ansprüchen in bezug auf Bequemlichkeit und Ausstattung genügen. Ein gemütlicher Speisesaal und gute, reichliche Verpflegung tragen ebenfalls dazu bei, die Reise angenehm zu gestalten. Auch die nächste Palästina-Reise wird mit dem gleichen Dampfer zurückgelegt, so daß den Reiseteilnehmern die beste Gewähr für die vollste Zufriedenheit geboten werden kann. Theater/ Kunft und illililliilliililliililiiiiiiiiiiiLiteratur, Jüdische Kunststelle Wien, II., Aspernbrückengasse 2, Telephon R-48-2-91 ' Büro: 9 Uhr vormittags bis %1 Uhr abends Den Mitgliedern stehen ermäßigte Karten für folgende Theater zur Verfügung: Staatstheater, Scala, Deutsches Volkstheater, Kammerspiele, Komödie, Theater an der Wien. Konzerte: Erica Morini: 5. Dezember, Großer Konzerthaussaal; Moritz Rosenthal: 7. Dezember, Großer Musikvereinssaal; „Hanigun", jüdischer Männerchor aus Deutschland: 7. Dezember, Großer Konzerthaussaal (Wiederholung wegen des Sensationserfolges). Vorträge: Dr. Oskar Rosenfeld: 5. Dezember, Vortragssaal Mirjam, I., Jordangasse 7, „Jüdische Kunst und Freiheit"; Fritz Grünbaum: 7. Dezember, Vortragsaal Mirjam, I., Jordangasse 7, „Humor als Weltanschauung". Jüdische Bühne In der „Jüdischen Bühne", II., Praterstraße 60, wird das Gastspiel des Warschauer Künstlerpaares Anna L e r n e r - David Seidermann fortgesetzt. Zur Aufführung gelangt täglich die mit so großem Erfolg gespielte Tragikomödie „Schlojme Salmen Pjewtschik'* von A. Weißmann. Bis auf weiteres bleibt dieses fesselnde Stück auf dem Spielplan. Abend jüdischer Kunst. Samstag, den 9. Dezember, findet um %8 Uhr abends im Chajes-Saal der „Judäa", 9. Bez., Alserstraße 26, ein Abend jüdischer Kunst statt. Es wirken mit: Adolf Baller, Walter Gutmann, Max Lichtmann, Samuel Schwager, Esther Schächter, Nelly Spielmann, Hilde Leschetitzky u. a« Gäste willkommen! Konzert jüdischer Musik. Joachim Stutschewsky, der bekannte jüdische Komponist und Propagator jüdischer Musik, veranstaltet am 18. Jänner 1934 im Offenbach-Saal, unter Mitwirkung von Hanna Schwarz, Israel Brandmann und anderer bedeutender jüdischer Künstler, ein Konzert neuer jüdischer Musik. Näheres wird noch bekanntgegeben. Wir bitten alle jüdischen Vereine, auf dieses Datum Rücksicht zu nehmen und keine Veranstaltungen für dieses Datum anzuberaumen. „Auf der Flucht erschossen", Drama von Mareen Faerber. Der junge jüdische Schriftsteller Marcell Faerber hat soeben ein abendfüllendes Drama fertiggestellt, das im nationalsozialistischen Deutschland spielt. Als erste hat die Jungjüdische Bühne, Brünn, das Aufführungsrecht erworben. Wir behalten uns eine Besprechung des Stückes vor. Jüdifdie Sport* und iiiiiiiiiiiiii Turnbeweguii» Hakoah — Herbstmesster im Hotkey Wüste Exzesse beim Entscheidungsspiel gegen Währing — Das Spiel beim Stande von 2 : 0 für Hakoah abgebrochen Das Spiel, das einen schönen Anfang nahm und auch zuerst dank des energischen Schiedsrichters fair verlief, artete in dem Moment zu einer wüsten. Rauferei im Spielfeld und im Zuschauerraum aus, als Währing sich geschlagen sah. Die Währinger, allen voran Novak, der bereits ausgeschlossen war, benahmen sich wie Rowdies. Mit den Hockeystöcken in der Hand fielen sie über die Hakoahner her. Da sich die jüdische Mannschaft selbstverständlich energisch zur Wehr setzte, war bald eine wilde Rauferei im Gange. Der Hakoah-Verteidiger Kettner erhielt einen Schlag auf den Kopf und mußte vom Spielfeld getragen werden. Das Hakoah- Mitglied Günser, der sich um ihn bemühte, erlitt einen Nasenbeinbruch. Der anwesende Hakoah-Präsident Glücksmann alarmierte die Polizei, doch herrschte bereits Ruhe, als diese erschien. Der Schiedsrichter brach natürlich den Kampf ab. Ueber das Spiel selbst ist zu berichten, daß sich beide Mannschaften bemühten, auf dem schweren Boden einen flotten und schönen Kampf vorzuführen. Hakoah selbst war in allen Formationen den Währingern leicht überlegen und ihr Sieg stand nicht in Frage. Beide Treffer erzielte Kurt Ullmann. Durch diesen Sieg ist Hakoah Herbstmeister geworden. Die jüdische Mannschaft blieb in allen neun Kämpfen siegreich und erreichte 18 Punkte. Hakoah—Sportklub 1:2. In einem wenig anregenden Freundschaftsspiel unterlag Hakoah als gleichwertige Mannschaft. Wie in den vorhergegangenen Spielen wies die Hakoah Vorzüge und Schwächen auf. Ausgezeichnete Abwehrformationen und Stürmer, die vor dem Tor jämmerlich versagen. Der einzige Treffer kam auch aus einem Elfer durch Ehrlich 1 zustande. Hakoah probierte in der Verteidigung den Grazer Weiß aus, der bereits in der Hakoah-Reserve einige Spiele absolviert hatte, doch konnte man sich in diesem Spiele keine abschließende Meinung über das Können dieses Spielers bilden. Liebermann vertrat in der Deckung mit viel Erfolg Platschek. Im Sturm befand sich Reich wieder in ausgezeichneter Verfassung. Hakoah trat in folgender Aufstellung an: Löwy; Donnenfeld, Weiß; Liebermann, Stroß, Breitenfeld; Ehrlich 1, Zwiebel, Ehrlich 2, Mausner, Reich. Bundspiel am 8. und 10. Dezember. Die Vereine Wacker, Sportklub, Hakoah und F. C. Wien beabsichtigen am 8. und 10. Dezember ein Rundspiel zur Durchführung zu bringen. Es ist noch nicht entschieden, auf welchem Platz gespielt werden wird. In Betracht kommen der Wacker-Platz und der Sportklub-Platz. Touristik und Skiklub „Hakoah". Weihnachtsskikurse finden in der Zeit vom 24. Dezember bis 2. Jänner in Mariazell statt. Die Kurse stehen unter Leitung erfahrener und tüchtiger Skilehrer. Die Preise sind niedrig gehalten, so daß es einem größeren Kreise von Interessenten möglich ist, an den Kursen teilzuaeaweoa Drastische Folgen der „Touristen-Jagd" Fünf aus dem Irak stammende Juden, von denen vier seit mehreren Jahren legal in Palästina wohnen und der fünfte sogar in Jerusalem geboren wurde, erschienen in der Redaktion der Jüdischen Telegraphen-Agentur und berichteten, daß sie als „illegale Einwanderer" von Polizisten zur Wache gebracht wurden, wo sie sich durch Vorzeigen der Pässe legitimieren mußten. Danach wurden sie entlassen, wobei sich der Chef der Wache bei ihnen entschuldigte. Einer der Irak-Juden besitzt einen Laden direkt neben der Wache, die anderen waren seine Kunden. Dieser Vorfall, sagten sie, sei einer der vielen, die sich angesichts der andauernden Jagd nach Touristen täglich in den Straßen Jerusalems ereignen, Vom Wiener Stadtschulrat konzessionierte Jadische Kochschule ■■■■■■M streng rituell ■■■■■■■ Diät-Kurse, Nationalspeisen, einfache bis feinste Küche, Rohkost. Leitung: C.Schwarz. Anmeldungen und Auskünfte: Wien II, Hollandstraße Nr. 2, III. Stock, Tür 41