Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 320 (27.10.1933)
- Date
- 1933-10-27
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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feite 4 DIE NEUE WELT Nr. 320 OHM.......<..............M»MM<MMM».....MMM^ SIEGM. KORNMEHL QROSSFLElSCHHAUEREI Zentrale: IX>. Berggasse 19, Tel A«17-3»99 u. A-16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilungen für ^ypfleuch anteff Aufsicht des Ehrwürdigen Rabbinats der Isr. Kultusgemeinde Wien Autoaustftliung kostenid» IX. BArggatMlS / XVIII., WShrlngerttr. S7 :; MMMIMMMMMtMMMlM»>IMMIMM«WMM»MMM»'' f dahin aufklären, daß er es als unfair ansähe, wenn sie sich für die Beibehaltung Berlins als Austragung»' ort aussprechen Würden. Jeder weiß, daß das hltleri- ■ «tische Berlin für eine unparteiische Austragung der Wettkämpfe keinerlei Gewähr bietet und auch das in ' Wien gegebene Versprechen, die jüdischen Staatsbürger zuzulassen, nicht halten kann. . Wenn wir heute schon die jüdische Sportwelt zu dem uns aufgezwungenen Abwehrkampf aufrufen, so geschieht es darum, um etwaigen Beschwichtigungsversuchen von sogenannter unparteiischer oder assimilatorischer seife zuvorzukommen. Die olympischem Komitees der einzelnen Länder, die alljährlich tagen, haben das Recht, den Beschluß bezüglich der Berliner Olympiade umzustoßen: Wir werden mit Aufmerksamkeit die Bestrebungen verfolgeil, die die jüdischen Spörtgenieihden' der ganzen Welt für die jüdische Ehre an.den Tag legen werden. *■ . . Während das gesamte Ausland, das nichtjüdische, und jüdische, gegen. die Versprechungen Hitlerrbeutschlands höchst mißtrauisch ist und Beweise ausschließlich fü r eine ungerechte Behandlung der jüdischen S t a.a t s b ü r g e r besitzt, bezeugen die reichsdeutscHen Assimilationsjuden auch jetzt noch ihren traurigen Mut, sich dem Hakenkreuz anzubiedern und die *— Gleichschaltung zu leugnen: Wie überall, so auch im Sport. Zu der Intervention des amerikanischen Sportkomitees schreibt das „Isr. Familienblatt1' (Hamburg)':; „Einen .solchen Schritt, unberufener amerikanischer. Stellen mißbil lige n die j ü d i s c h,e n ■■ Sportler in Deutschland aufs schärfste, weil er sich auf Behauptungen stützt; die bis heute noch gar keine Klärung, weder nach der positiven, noch nach der negativen . Seite, erfahren haben. Bis heute liegt ..' noch kein stichhaltiger Gründ dafür vor, nach dein anzunehmen ist, daß die verantwortliche deutscheReichs-' stelle die Absicht habe; ihrer-Erklärung vör 'dem olympischen Komitee in Wien nicht nachzukommen, i .<"""..• Der Umbau des deutschen Sports "geht zielv bewußt seinen-Weg. Nach der Gleichschaltung, aller noch bestehenden Vereine wurde die Frage der ehemaligen „Arbeitersportler" geklärt; zuletzt wurden Bestimmungen über den Umbau der Firmensportvereine erlassen, und die Frage des jüdischen Spörts wird' sicherlich eines der. demnächst zur Bearbeitung stehenden Probleme sein. Der Jüdische Sportler hatzu' der von Kameradschaftsgeist getragenen Sportauffassung seiner nicht jüdischen ■ .Sportkameraden* das Vertrauen und wird sich darin auch nicht von, übereilten und höchst überflüssigen ausländi-. ' sehen Schritten beirren lassen;" Mit einer ostentativen" Ablehnung der jüdischen Solidarität, ja direkt mit einer .Denunziation, versuchen die deutschen Assimilanten sich heute; noch-beim Hakenkreuz Pardon zu erkaufen. Alierdings wird das nicht gelingen. Sie werden für ihre Würdelosigkeit denselben Lohn bekommen, den sie in, den, anderen Belangen bereits haben einstecken müssen. Jüdische Lehrlinge werden fristlos, entlassen; Aus Berlin: In der Klage eines jüdischen Kauflnannslehrlings gegen ein Warenhaus: in Dortmund, wegen Zurücknahme der fristlosen 'Entlassung und Fortsetzung des Lehrverhältnisses fällte das dortige Arbeitsgericht ein abweisendes Urteil. In der Urteilsbegründung wurde u. a. gesagt, daß der Firma mit Rücksicht auf die Veränderten politischen Verhältnisse, eine Weiterausbildung nicht zugemutet; werden könne, denn nicht nur die-Kund ach af t weigere sich; sich von jüdischem Personal bedienen zu lassen, sondern es finde sich wohl auch kein Angestellter, der sich bereit erkläre, einen jüdischen ' Lehrling zu unterweisen. , Ausschluß der jüdischen Apotheker Aus Berlin: In der „Standeszeitung Deutscher Apotheker" wird-bekanntgegeben: § 4 der Satzung der Standesgemeinschaft Deutscher Apotheker erhält folgenden Wortlaut: „Öraeritiiches' Mitglied kann jeder im Besitz der bürgerlichen. Ehrenrechte befindliche Apotheker, werden, der im Sinne des Beamtengesetzes deutscher Volksgenosse ist. Sämtliche, nicht arischen Standesgenossen sind unverzüglich der Standesleitung zu melden. Dieselben, werden mit s ofortiger Wirkung aus der Standea^emeinsenaft ausgeschlossen. . Bis zum 1. Jänner 1800 Aus Berlin: Wer Bauer sein d$ff, wird durch das Erbhofrecht bestimmt. Erat wurde das Erbhöfrecht für Preußen erlassen. Danach darf nur Bauer mit eigenem Grunde sein, dessen Großeltern keine Juden waren. Nun ist Erbhofrecht für ganz Deutschland, das Reichserbhof recht, erlassen worden. Die Erfordernisse, die in diesem Gesetze an die Abstammung de« "Bauern gestellt. werden, sind gegenüber dem preußische)» Gesetz strenger geworden. Als nicht deutschen oder stammesgleichen Blutes gilt, wer unter «einen Vorfahren väterlicher- oder mütterlicherseits jüdisches oder, farbiges Blut'hat. Die Nachforschungen Uber die Blutsreinheit werden hiebet bis zum 1, Jänner IftQQ SUEttfikffgtUart, Da§ Wehj'udeiifiim ist schuld ♦ ♦ ♦ Aus Berlin: Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß gewisse einflußreiche nationalsozialistische Kreise den Au s t r 1 tt Deutsch 1 an ds aus dem Völkerhund zum Ausgangspunkt neuer :Judenverfolgungen in Deutschland und einer neuen gefährlichen Juden- Hetze über Deutschlands. Grenzen, ljinaus nehmen woilen. In der offiziellen nationalsozialistischen Presse sind bisher nur Andeutungen darüber gemacht worden, daß ' es die Schuld des Wettjudentums sei; daß Deutschland den Völkerbund und, die Abrüstungskonferenz verlassen mußte. Die kleinere, aber nicht weniger verbreitete Provinzpresse spricht schon eine deutlichere Sprache. Das , dritte Oktoberheft (Nr. 43) der von dem einflußreichen nationalsozialistischen Führer F. C. Holtz herausgegebenen weit verbreiteten Berliner Wochenschrift „Fridericus" scheint bereits data unzweideutige Signal zu neuen Judenverfolgungen geben zu wollen. " . „Fridericus" schreibt unter der Riesenüberschrift „Hüte dich, Juda!" einen Über zwei Seiten gehenden Artikel, der durchwegs In fetten Lettern gesetzt ist und in dem die ausgesprochenen gefährlichen Verdächtigungen und Drohungen gegen die Juden noch durch eine besonders große Fettschrift herausgehoben und titelmäßig gesetzt sind. F. C. Holtz, der persönlich den Artikel zeichnet, geht davon aus, daß weder Deutschland noch andere Staaten an dem Völkermorden von 1914—1918 die Schuld tragen und meint, man sollte glauben, daß der Ruf Deutschlands an die übrigen Völker der Erde nach" '■ dauerndem Frieden, den der deutsche Kanzler erschallen läßt, übe'räll Zustimmung und' Gehör finden müsse. Das würde, fügt Holtz hinzu, auch der Fall'sein, „wenn nicht nach dem großen Kriege ein anderer Kampf ausgebrochen wäre, den die Geschichte einst als einen" der größten Kämpfe! aller Zeiten bezeichnen wird: der Kampf des Welt Judentums gegen Deutschland". < Nach Höltz ging Deutschland fn; seinen! ,,Abwehrjkampf" gegen das Judentüth nicht weit ge^ug. 'Deutschland, schlug, den Kommunismus bis zur Vernichtung zu Boden. Aber das Judentum blieb am Leben. Holtz Weist wiederholt auf das berüchtigte- Pamphlet „Protbkolle der Weisenf von : Zibh" hin und behauptet, dieses „Weltprogramm zur ..Aufrichtung der Herrschaft des Weltjudentums".- liege sett,19Q6rim Britischen Museum zu London. Nach diesem Programm sollen die Massen für den K o m m u nism u s1 begeistert und so Schritt für Schritt befähigt werden, den Organismus der Staaten, zu zerstören■: und;in, y^lqaimmenen Anarchismus aufzulösen. . . . . r','.. ., \'.. (" „Wir haben", fügt Holtz hinzu; .„Beweise ohne "Zahl aus anderthalb; Jahrzehnten, daS diese Regeln nicht nur auf dem Papier stehen, sondern, "daß große Teile des Judentums sich bemüht•.haben,,sie';i.n die Tat: umzusetzen;. Deshalb mußte mit dein.' kömmümsmft|9'auch das Judentum in Deutschland rücksichtslos, außer Gefecht gesetzt werden. Ohne ^Ausnahme, ohne Schonung, denn der Staat kann nicht unter seinen geschworenen Feinden diejenigen heraussuchen, die vielleicht weniger gefährlich sind als. die anderen. Es ist von jeher so gewesen, daß, wenn ein; ganzes; Geschlecht,, eine ganze Horde,, eine ganze Art als schädlich undzur Beseitigung"reif erkannt würde, sich der "R e i n i g u n gs k a m p f' gegen alle richtete." ■ Holtz meint, das gesamte Judentum sollte Deutschland'dafür dankbar sein, wenn es nicht ganz energisch durchgriff,. und Juden, die sich öffentlich nicht politisch betätigten, „weiter in Deutschland leben, handeln, verdienen und Geld stapeln" dürfen.'Aber 'das Gegenteil sei der Falh.^Kaum^haben die Juden gesehen, daß es ihnen nicht an den Hals geht, daß sie weiter handeln und feilschen'und" betrügen und1 wuchern können, daß sie ih prächtigen Villen-Und schönen Warnungen leben, daß sie Landgüter besitzen und von allein Lukus umgeben " im deutschen Lande umherreiseh -können, daß sie niemand stört, wenn 'sie, verborgen vor aller Kontrolle, ihre Kultusängelegehh'äiteiv in ihren- Synagogen Und Tempeln; in ihren Wohnungen und'Zusammenkunftsstellen erledigen, da erhebt sich das,' was neben der F e i g h-e it der Juden das größte ist: die Ünverschämthei t„ die Frechheit. UeberaJl ■* aus 'dem Deutschen Reich kommen derartige Klagen: Der Jude frech,, der Jude überheblich!" * Holtz unterscheidet drei Phasen aus dem Verhalten der Juden seit November 1918. Die erste: eine wahnsinnige Unverschämtheit und Ueberheblichkeit. Die Juden benahmen sich so, als sei der Deutsche ein Paria in seinem eigenen. Vaterlande. Die zweite Phase: nach der Neueinrichtung des Deutschen Reiches eine bis zum Beiden kriechende Unterwürfigkeit. Die dritte, jetzige Phase: ein niederträchtiger Hohn, der den Juden aus den Äugen leuchtet, wenn sie .Nichtjuden, insbesondere solchen Deutschen begegnen, die auch äußerlich ihre Zugehörigkeit zum neuen Staate dokumentieren. Es ist so, als ob einem aus diesen jüdischen Gesichtern die Worte entgegenstrahlten: Wartet nur, eure Zeit ist bald um, dann triumphiert Juda wieder! .. .Die.Juden haben das. Geld auch heute noch und die Welt ist ihnen dienstbar. Darum kann man hinter jedem, der irgendwo in Her Welt gegen Deutschland spricht, der Deutschland verleumdet, der Deutschlands Friedensliebe bezweifelt, der Deutschland vor der Welt verächtlich machen will, . den Kopf eines Juden sehen, der ihm einflüstert, was er sagen soll." „Das ist", schreibt Holtz weiter, „die jüdische Methode, das ist der schleichende jüdische Nihilismus, das ist der jüdische Vampyr.x der den Kommunismus, den Bolschewismus fest in Händen hat, : ihn niit Geld spickt, ihn. dreht und wendet,, wie er will, aber die Hände nicht losläßt, damit der' Kommunismus und Bolschewismus sich wohl, gegen alle, Welt, nicht aber gegen die Juden richtet." In seinen weiteren Ausführungen macht F. G. Holtz kein Hehl daraus, daß er befugt sei, Im Namen der maßgebenden Stellen in Deutschland zu sprechen. „Es kann der Tag kommen, wo die von den Juden bell H e o Ii a I u i H a i e ü ' m I | Verein zur Förderung der Palästina-Wanderung I EINLADUNG i zu dem am Samstag, den 4. November 1933, in den I Festsälen de? Jüdischen Heimes, II, Unt. Augartenstr 38 §-../.'' stattfindenden triebene Verhetzung der anderen Völker der Welt gegen Deutschland solche Früchte bringt, daß es aus mancherlei Gründen notwendig ist, jetzt von Staatswegen ohne aiie Rücksicht gegen die Juden vorzugehen. Die ganze Welt rüstet die Luftwaffe auf, Deutschland, bat dank der Hetze der Juden kein einziges Kampfflugzeug, Deutschland hat nicht einmal Einrichtungen, um die wehrlose Bevölkerung gegen feindliche Fliegerbomben zu schützen. Wer wird es dann — um nur an einem einzigen Beispiel den Juden zu zeigen, was möglich wäre! — der deutschen Regierung verdenken, wenn sie an den besonders durch die feindlichen Flugzeuge gefährdeten, nicht militärischen Stätten und ) Punkten die Juden zusammentreibt und s i e j als Luftschutz hinstellt. Es sind ja die Freunde der j Juden und die Vollstrecker ihrer Hetze, die dort oben, in {. der Luft herumschwirren und bereit sind, Tod uöd Veri derben auf friedliche deutsche Menschen herabzusenden. Und wer will es den Verantwortlichen in Deutschland I verdenken, wenn sie die Juden zu gegebener Zeit in Ghettos sperren, um sie zu schützen vor:der Wut,des betrogenen, des schimpfierten deutschen Volkes." ..... Die Not der jüdischen Kinder in Berlin Aus Berlin: Im Hinblick auf die wachsende Not der jüdischen Bevölkerung Berlins und ,das. infolgedessen zunehmende Kinderelend hat sich die Jüdische Gemeinde entschlossen, in ihren Schulen unentgeltliche Kinderspeisungen vorderhand für. 600 Kinder einzurichten. Die Zahl der hungernden Kinder in den jüdischen Gemeindeschulen schätzt die Gemeinde' auf etwa 1000. Die meisten, dieser Kinder gehören .der i;n t e l 1 ig e n z s c h i c h t an; ihre Väter haben infolge der neudeutschen Gesetzgebung ihre Existenz in den freien Berufen oder als Angestellte verlören. Gfegen die Ausbildung jüdischer Handwerker für * Palästina Aus Königsberg: Die „Östpreußisehe Handwerkszeitung", Königsberg, veröffentlicht in Nr. 10 eine Mitteilung, wonach der „Deutsche Handwerks- und Gewerbekammer-Tag" < eine Instruktion erlassen hat, worin Handwerker aufgefordert werden^ etwaige zionistische Wünsche . betreffend Handwerkeräusb i 1 d u ng j ü%d i s c h e r junger Menschen, die sich für Palästina vorbereiten, abschlägig zu bescheiden. Zür Begründung wird angegeben, daß die Gefahr bestehe, die„, ausgebildeten jüdischen, Handwerker könnten dann nicht nach Palästina auswandern, sondern in Deutsch» ' 1 and bleiben, wobei sie später Mitglieder der Hand- ' werkerorganisatiohen werden würden, so daß diese Orgai nisationen fr e m d sjfc.ä n^m.ig je n., geistigen' Eiihfl'üssen ausgesetzt würden. on in Palästina TANZABEND & Beginnt Halb 9 Ubr abd*. mitreichhaltigem Programm 1 Entite 51.» — IlljWHiiiinnj} Das Büro des „Mifal Arlosoroff" veröffentlicht folgenden Aufruf: Boden und Freiheit! ist der Ruf des Jüdischen Volkes. Wieder wütet brutalster Judenhaß, schon sind die verschiedensten Länder Uberflutet von flüchtigen Opfern niedrigster Verfolgung. Ihnen Heimat zu bereiten, Ist dringendste jüdische Verpflichtung. Es gilt, im Lande der jüdischen Zukunft eine feste und dauernde jüdische Basis zu schaffen. . Ein neues Siedlungswerk in Palästi na wird verknüpft mit dem: Namen Arlosoroff, zur ewigen Ehrung. des. Führers, der auf so tragische Welse seinem Wirken entrissen worden ist. An alle Juden ergeht der Ruf, dieses Werk durch Opfer zu ermöglichen. Jeder Jude, der fühlt, wie sehr neue Siedlungstätigkeit in Palästina not tut, damit das jüdische Volk wieder Hoffnung schöpfe, ist aufgefordert, an diesem Werk mitzuarbeiten, das ebenso jüdischen Arbeitern wie Mittelständlern und Opfern der brutalen deutschen Judenhetze zugute kommen soll. Die Größe dieses Werkes hängt ab Von der jüdischen Opferbereitschaft.' Es gilt, die weitesten jüdischen Kreise zu erfassen. Jeder leiste seinen' angemessenen Beitrag und stelle» diesem Werk seine Kraft als W e r b e r und Sammler zur Verfügung! In vorbildlicher Weise haben die Juden i n Palästina selbst den Ertrag dreier Arbeitstage geopfert und bisher schon 18.000 Pfund aufgebracht. Wir erwarten, daß auch die Judenschaft Oesterreichs ihre Pflicht tue! Dir. Siegfried Altmann, Dr. Paul Berger, Dr. Max Bernhardt, Adolf Böhm, Dr. Fritz Ekstein, Blanka Federn, Prof. A. Freud, Dr. Desider Friedmann, Dr. Leo Goldhammer, Dr. Wilhelm Knöpfmacher, Obering. Otto Krasny, Dr. I, H. Körner, Dr, Josef Lövvenherz, Sophie Löwenherz, Dr. Jakob Ornstein, Dr. Leopold Plaschkes, Dr. Siegfried Plaschkes, Dr. David Rothblum, Mendel Singer, Dr. Michael Steinberg, Dr. Chaim Tartakower, Dr. Walter . Werner, Sandor Wolf. Erklärung. In der am 29. November 1933 erschienenen Nr. 272 der Zeitschrift „Die Neue Welt" habe ich gegen Herrn Ignaz Roßraann, Gremial- und Kultusrat in Wien, den Vorwurf unkorrekten Verhältens in einer Standesvertretung gemacht, wobei ich mich auf Informationen von dritter Seite gestützt habe. Herr Ignaz Boßmann hat dleserhalb die Ehrenbeleidigiings« klage gegen" mich erhoben» Ich stehe nun nicht ah .zu erklären, daß .ich mich auf Grund des Verlaufes des Ehren« beleldlgungsproz^sses beim Strafbezlrksgerioht I in Wien zur G, Z. 5 U 658/S2 überzeugt h>be, unrichtig informiert worden zu sein und ziehe daher den oberwähnten Vorwurf fegen Herrn Ignaz Roßmann mit Entschuldigung zurück« Wien.,, am 24..Oktober iöSS. De».Herausgeber: .'$'ojtert 1 j Stricker»