Mannheim
Compact Memory

Die neue Welt · 1933-10-20 · Heft 319 (20.10.1933) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 319 (20.10.1933)
Date
1933-10-20
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2711613-2711899-2711941--3986-2717411
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 310 DIB NEUE WEHT Seite* J w^f*** '«-rsöS^s***11 *£s£>*s?*»Hvr M°WÄ>*?Ue"'s 3*--8 »"f.? St»rt ««— 98 w-V»*"1 w tf1"1» oteg»'"^^ °aw. it" ^i^^iw- «roß«* „f ge^tte . . ' 'anetW»*- teUerlAicU- <*er s ^intettttc» flegtauettv ^ntelße«v. Cd « %r sus%a^w.t^?BW dUtt«0« *c . . ' 'tpi &rt '^agonaV^Äuß; *|f «5äÄM.^ , «*u»***e ttiei»**'.„..«eia« Ate- 4^S^9 •lett« A«^1 «leitet 4a«~ >&?g*2h*%. a«» ^«arüetv . A^^iiddtf ,lBt0tfa^utZ ^^Ur '?ESZ~&~**ito "SS?*s«S^£^" »»^.il-«1*** v. HO»" ■sSs^.^11 aati* *t» . * v°n' pttu^ev ^C^en' A^O :, -Piittover TÄlJo, ^lode-rtt" ^ter 0 l&fttü*»'*1* , 40PP^ß * ^S^ö^* .t*"» ßcrr04et *eVY«Mftovet 'r S£ " «aueste pä?L -aepl o^iie, *~*\* &S^9Z r -SsTSSeast** V WdetJL,neUe d, *l<*: 1 Velou^f^ut&t. Äter . 8 «c^ete ^niftttoc^ der- ^JL** „ ^»Wl po**^* ' veUÄ'. ' , a-W Vutft - Sctt*1« \v^»?^^Ä - -s «wrf^i »u«* r, sät»* «.90 ,öc*»' Viüetfetf» nön| & 5>ffW; ' * 8 " «ortest. * fctett jL 3^J%*^tt***-9 «l^ÄoS^ .i j^ssn«-^ v ^*5sS^**i «• ^fe^-T)s V «&ssä5^*?s*» L B * »ne SS.-»»***«• Sls^»-1, 90 *t6Litt*>»Sft" ^.Ve^ _ ö.a0 vottvo^ ftQüCte'^^ HoW^fe»-** ^gr^s^6 tovin« ftU •90 OI»V~ tfoa«»wjt . 9ö ^^Watf»**- YatlaeTi. -.retl9*a'n A aU« yjrett. » Ä i--s^ ria*«**, f fruv Ihr Heim Fußbodenbelag, neue Muster (Reste bis 3 m). . per m* S Indanthren-Vorhangstoffe, Mode-Streifen, 130 cna . . S [ndanthren-Noppen-Seide, für- Vorhänge, 130 cm . . . . S K.-Seiden-Steppdecken, Ton in Ton desalniert.....S Gestickte Bettwäsche-Garnitur, aus Ia Webe (2 Pülster 60X85, 1 Tuchent 120x180) , . . S Etamlne-Doppelbettdeoken, echt Filet-Motiv. Einsätze u. Spitzen........S Wlrtsohafts-Topplcli, 2x3 m, moderne Desaina . , . . S 1380 32» kommen, jedenfalls nicht vor der Ankunft des Messlas. Ich habe In Genf gesagt und wiederhole es auch hier: Weite Teile des jüdischen Volkes werden zum Weltkongreß kommen, wenn er ein fait aocompll sein wird. In jeder derartigen Bewegung gibt es die Gruppe derer, die die Initiative ergreifen, die vorangehen, und die Gruppe der anderen, die folgen, wenn aus der Parole ein Faktum geworden ist. Ein großer Teil derjenigen, die noch nicht gekommen sind, blieb abwesend nicht aus prinzipieller Opposition, sondern aus Zweifel, aus Skepsis, aus Vorsicht. Die Geschichte unserer Zeit entwickelt sich mit ungeheurer Schnelligkeit und die Angriffe auf die jüdische Position in der Welt werden von Tag zu Tag stärker, ganz gleich, ob wir bereits so weit sind, uns zu v e r t e i d i g e n oder nicht. Daher kann man nicht mehr warten. Natürlich wird es erwünscht und notwendig sein, mit wichtigen jüdischen Organisationen, die noch nicht ver treten waren, in der Zeit bis zur Einberufung des Weltkongresses zu verhandeln. Es wird einen Teil des Judentums geben, mit dem die Verhandlungen aussichtslos sind, weil er grundsätzlich nicht zu einem Weltkongreß kommen kann, der die Einheit des jüdischen V o 1 k e s in der Welt proklamiert. Aber alle anderen Teile des Judentums, und es sind glücklicherweise heute 80 oder 90 Prozent, die die Einheit des Volkes, die Gemeinsamkeit seines Schicksals und die Solidarität seines Kampfes anerkennen, werden und müssen zum Weltkongreß kommen und sie werden um so eher kommen, je mehr sie davon überzeugt sind, daß der Weltkongreß nicht mehr eine Parole, nicht mehr eine gute Sache ist, für die jeder sich platonisch einsetzt, ohne sie ernst zu nehmen, sondern daß er ein Faktum ist, mit dem man rechnen muß. Literarische Vorlesung. Der bekannte Lemberger Schriftsteller und jiddische Humorist Siegmund Schorr liest Samstag, den 21. Oktober, 8 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraße, aus eigenen Schriften. Der Vorlesung des glänzenden Humoristen sieht man mit gespanntem Interesse entgegen. Bin Abend jüdischer Musik. Am 7. Oktober sang vor einem ausverkauften Hause der hebräische Liedersänger J. Segal-Rosenbach. Ein Abend mit echt jüdischem Rhythmus. Auf dem Programm standen an erster Stelle Palästina-Lieder, hebräische GeBänge unserer neuen Jugend in Erez-Israel, in welchen die Freude an der Rückkehr zu nationaler Freiheit betont wird. Konzertsänger J. Segal-Rosenbach verstand diese Lieder im richtigen Stile den Anwesenden zu vermitteln. Das Publikum jubelte dem Künstler zu. Mit Bialik, Tschernichowski, Perez, Rosenfeld — Kompositionen namhafter jüdischer Musiker, wie Engel und Müllner, Nadel Saminsky u. a., füllte der begabte Künstler den Abend und mußte außerdem viele Zugaben gewähren. Mitwirkend Konzertmeister Professor Josef Zimbler, welcher in vollendeter Weise ostjüdische Weisen, bearbeitet von Elman, Achron, Bloch u. a. zum Vortrag brachte, mußte auch viele Zugaben gewähren. Seine Mitwirkung hat diesen Abend noch glänzender gestaltet. Am Flügel begleitete mit viel Verständnis Kapellmeister Rudolf Beck. Emeth. Konzert Max Lichtmann-Walter Pirk. Am 7. Oktober fand im ausverkauften Festsaale des Handelsmuseums das Konzert M. Lichtmann-Walter Pirk statt. Man kann ein vollständiges Gelingen dieser Veranstaltung konstatieren, da die beiden'jungen Künstler hervorragend aufeinander abgestimmt waren und auch die Wahl des Programmes glücklich war. Max Lichtmann, ein Prof.-Fuchs-Sqhüler, bewies, daß er auf dem besten Wege ist, ein hervorragender Tenor zu werden. Er hat seit seinem letzten Auftreten sehr viel zugelernt. Seine Stimmittel sind ausgezeichnet, die Kopftöne noch nicht sicher. Walter Pirk zeigte sich als ausgezeichneter Begleiter. In seinem eigenen Programm, das er vom Blatt absolvierte, zeigte er starkes Einfühlungsvermögen. Als Komponist stellte er sich mit Erfolg durch sein Lied „Heiße Sehnsucht" dem Publikum vor. Reicher, verdienter Beifall, lohnte die beiden Jungen Künstler. H. K. Wiener judischer Gesangverein (gegr. 191Ö). Alle Juden, die sich für unsere schöne Kunst interessieren, kommen jeden Dienstag von -V28 bis ValO Uhr abends in den Holländersaal (Konzerthaus, I., Lothringerstraße) und singen mit uns. Auch Sie laden wir herzlichst dazu ein. Sollten Sie sich musikalisch noch nicht genug sicher fühlen, so werden sie uns dennoch in Kurzer Zeit folgen können, denn Bie lernen bei uns auch den theoretischen Teil, das Lesen der Noten. Also, bitte, kommen Sie und «Ingen Sie mit uns.' Judifdie Sports und Jiillllllllll TurnbewegiiiiSi, Unglückliche Niederlage Hakoahs Nach einer Reihe von Siegen wurde Hakoah von F. A. C. 8:2 geschlagen. Die Unterlegenen waren die Besseren. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Hakoahner sind mit ihren eigenen Waffen geschlagen worden'. Sie ließen sich gleich zu Beginn überrumpeln. Binnen sechs Minuten wurden den Krieauern zwei Treffer versetzt. Trotz allem wäre wenigstens ein Punkt zu retten gewesen, wenn Hakoah einen Elfmeter nicht, vergeben «hätte. Die Mannschaft wurde dadurch stark nervös und konnte sich lange Zeit zu keiner einheitlichen Aktion zusammenfinden. Die Floridsdorfer nützten diese Verwirrung aus und erhöhten den Vorsprung. Bei einem Stand von 3 : 0 gibt sich fast jede Mannschaft geschlagen, aber nicht Hakoah. Angriff auf Angriff rollte gegen das Tor der Floridsdorfer, aber Platzer, Oesterreichs. Auswahltormann, wehrte alle Schüsse sicher ab. Die Nervosität der Ötürmer trug auch dazu bei, daß nicht placiert geschossen wurde. Drei Minuten vor Seitenwechsel gelang es Stern, einen Treffer aufzuholen. — Die zweite Spielzeit stand im Zeichen der Hakoah. DJe Floridsdorfer kommen selten über die eigene Spielhälfte und es sah so aus, als könnte Hakoah das Kunststück zustande bringen, das Spiel auszugleichen. Reich, Mausner und Stern überboten sich im Vergeben von sicheren Torchancen und brachten ihren Anhang zur Verzweiflung. Erst in der 30. Minute gelang es abermals Stern, den Vorsprung zu verringern. Die jetzt durch ihren Anhang angefeuerten Hakoahner setzten zum* Generalangriff ein, aber sie konnten gegen die jetzt mit allen Mitteln verteidigenden Floridsdorfer keinen Erfolg mehr erzielen. Hakoah spielte in folgender Aufstellung: Löwy; Donnenfeld, Feldmann; Breitfeld, Strohs, Platschek; Weißkopf, Häusler, Mausner, Stern, Reich. Trotz der Niederlage hat Hakoah den dritten Platz in der Tabelle nicht eingebüßt. Die Rangordnung der ersten sechs Vereine lautet: Rapid (10 Punkte), Admira (10), Hakoah (7), Donau (7), W. A. C. (6), Austria (6). Kommenden Sonntag spielt Hakoah im Stadion gegen Vienna. Der vorjährige Meister hat durch den Überlegenen Sieg gegen den F. C. Wien bewiesen, daß er sich wieder in Form befindet. Hakoah wird sicherlich alles daransetzen, um gegen den alten Rivalen erfolgreich zu bleiben. Hasmouea-Makkabl siegte in der Meisterschaft der zweiten C-KIasse gegen Heimhilfe 4:2. Die jüdisch«

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.