Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 318 (11.10.1933)
- Date
- 1933-10-11
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 318 DIE NEUE WELT Seite 9 «in milderes Urteil. In der Tat wurde ihnen durch die von der Anklageseite geführten Zeugen Mustafa All und Toha Achmed Toha, letzterer Beamter der Irak Petroleum Company, nachgewiesen, daß sie einer arabischen Terrororganisation angehörten, deren Ziel es ist, Mordanschläge auf Juden zu machen. Das Zentrum dieser Organisation wurde erst kürzlich von der Polizei in Saffouri in der Nähe von Nazareth ausgehoben. Man fand dort eine Liste der zu tötenden jüdischen Persönlichkeiten, in der auch der Name des Präsidenten der Jüdischen Gemeinde von Haifa, M. G. Lewin, verzeichnet war. Die Terrororganisation wurde 1932 von Führern der Gesellschaft „Junge moslemitische Männer" gegründet und zahlte neunzig Mitglieder. Das Gericht erklärte in der Urteilsbegründung, die Mörder seien nicht als politische Attentäter, sondern als gemeine Verbrecher zu betrachten, da festgestellt wurde, daß ihre Organisation Bombenattentate zur Er« mordung von Juden ohne jede politische Richtung plante. Der Mord an Josef Jacobi und seinem Sohn in Nahalal sei ein Beweis hiefür. Die Trauung des Fräulein Ey Reisz, Tochter des jüdischen Abgeordneten für die cechoslovakische Republik Dr. Julius Reisz, mit dem Advokaten Dr. Eugen Jelinek aus Bratislava wird Sonntag, den 15. Oktober, nachmittags 3 Uhr, im Seitenstettentempel stattfinden. E Spezialist für Palästina gesucht. Hefefabrik in Petach Tikwah sucht erstklassig ausgebildeten jüdischen Fachmann. Offerte an „Austro-Palästinensischen Wirtschaftsdienst", Wien, IX., Berggasse 16. Erstaufführung von „Ahasver" in Wien Bilder von jüdischer Not und jüdischem Aufbau Die Aufführung findet am Mittwoch, den 18. Oktober, abends 8 Uhr im großen Saal des „Bayrischen Hof", Taborstraße 89, statt. Ein 80köpfiger Massenchor unter der Leitung von Isi Reiß wird den Rahmen dieser Aufführung bilden. Karten zum Preise von S 1.— bis 3 — sind im Büro des KKL., Kärntnerstraße 28, und in der Jüdischen Kunststelle, AspernbrUokengasse 2, erhältlich. —-Der Abend wird vom Jüdischen Nationalfonds veranstaltet. Vortrag Nahunt Sokolow Präsident Nahum Sokolow spricht Montag, den 16. Oktober, 8 Uhr abends im Großen Konzerthaussaal Über das Thema »Der Zionismus und die Lage der Juden in der Welt". Karten im Zionistischen Landeskomitee. — Näheres Inserat. Die Jüdische Bühne wird ihre Spielzeit im rer novierten Theater, II., Praterstr. 60, demnächst beginnen. Dem heimischen Ensemble werden einige erstklassige Kräfte aus Polen und Amerika angegliedert werden. Jüdische Kunststelle IL, Aspernbrückengasse 2 Telephon: R-48-2-91 Zu den bereits gewonnenen Theatern sind5 nun auch die Staatstheater getreten. Ab nächste Woche sind auch ermäßigte Karten für Staatsoper, Burg- und Akademietheater zu haben. — Konzerte: Friedrich Schorr (15. Oktober), Wladimir Horovitz (20. Oktober), Joseph Schmidt (28. Oktober) und Bronislav Huberman (6. November). Ermäßigte Karten schön jetzt zü haben. Juristische Vorbereitungskurse Dr. Walther Baß, Wien, IX., Nußdorferstraße 6/16. Neueste Skripten. — Honorar: S 12.— monatlich. (Für Gg. weitestgehendes Entgegenkommen.y Beginn des nächsten (rechtshistoriSchen) Kurses (Apriltermin 1934): 16. Oktober 1933, 7 Uhr abends, IX., Nußdorferstraße 6/16. Rabbi Meir Berlin (Jerusalem) in der Histadruth Iwrith Ueber Einladung der Histadruth Iwrith spricht Rabbi Meir Berlin (Jerusalem), Präsident der Weltmisrachiorganisation, Samstag, den 14 d., pünktlich 8 Uhr abends, im Saale der .Stanislauer", II., Praterstraße 11, I. Stock, über das Thema: „Die jüdische Erziehung im Sinne des Misrachi". Eintritt nur für Hebräischsprechende, Nach Beginn des Vortrages kein Einlaß. * Oneg Schab bat für" die hebräischsprechende und hebräischlernende Jugend Wiens. Die Histadruth Iwrith veranstaltet jeden Samstag von 4 bis 6 Uhr nachmittags im Saale der „Mirjam", I., Jordangasse 7, ein Oneg Schabbat für die höbräischsprechende und hebräischlernende Jugend. Nächster Oneg Schabbat Samstag, den 14. Oktober, von 4 bis 6 Uhr abends, im Heim der „Mirjam", Wien, I. Jordangasse 7. Programm: Referate, gehalten von Dr. Ch. Tartäkower und M. Ungarfeld. Gesang: Oberkäntör F r ä n k e 1 und Konzertsänger J. K r i b u s. ' # Hebräische Schule, III., Erdbergstraße Nr. 15. Der Unterricht beginnt am Montag, den 16. Oktober, 2 Uhr nachmittags. Einschreibungen täglich von 2 bis 3 Uhr nachmittags. * Die Generalversammlung der Histadruth Iwrith findet am 28. d. statt. * Junge palästinensische hebräische Lehrerin, Absolventin des hebräischen Lehrerseminars, gewandte Pädagogin, erteilt hebräischen Unterricht für Erwachsene und Kinder in ihrer Muttersprache.: Zuschriften an Ch. J e d i d j a h, bei Infeld, IX., Berggasse 20. Das Eröffnungsprogramm des „Theater der Komiker" Freitag, den 13. d. M., eröffnet das „Theater der Komiker" mit einem Programm, das 100 Prozent auf Lustigkeit eingestellt ist. Dafür bürgen schon die Namen Annin Berg, Sander Rott und Armin Springer. Das Theater will keine Revuebühne Bein und nicht durch Ausstattungseffekte, sondern nur durch Humor sein Publikum zufriedenstellen. Es wird als Rauchr theater mit billigem Restaurationsbetrieb geführt. Neben Armin Berg, Sandor Rott und Armin Springer, die in i 19 M IIIlbQf tllS"Mällt6l aus Kärntner Loden, Trench-F&ston, gute Qualität .......... . S Sfc-S 29.-. 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Hakoah rangiert jetzt mit sieben Punkten an dritter Stelle, Admira und Rapid sind nur mit einem Punkt im Vorteil. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß die Hakoahner in der Herbstkampagne »als Erste durchs Ziel gehen. Das Schmerzenskind der Hakoah, der Angriff, wies diesmal eine prachtvolle Leistung auf. Häusler hat von seinen Fähigkeiten nichts eingebüßt, er spielte klug und geschickt, wie anno dazumal und Weißkopf wurde von ihm gemanaget wie seinerzeit Neufeld. Auch Stern scheint wieder seine alte Form! zu finden. Die beiden Verteidiger bonnenfeld und' Feldmann brächten die schönsten gegnerischen Angriffe zum Stillstand. Mit heftigen Angriffen leitete die Hakoah das Spiel ein. Eine gute Chance wird von Mausner vergeben. Auch eine. Bombe Häuslers verfehlt das Zi'el. Zahlreiche Angriffe der, Krieauer wurden vom Schiedsrichter Lusenitzky, der mit den Regeln auf Kriegsfuß stand, gehemmt. Auch nach der Pause hatte Hakoah bedeutend mehr vom Spiel und. erzielte 14 Minuten vor Schluß durch Zwiebel den siegbringenden Treffer. Hakoah spielte in folgender Aufstellung: Löwy; Donnenfeld, Feldmann; Breitfeld, Stroß, Piatschek; Weißkopf, Häusler, Stern, Zwiebel, Mausner. Hakoah gegen F. A. O« Im Rahmen einer Doppelveranstaltung' spielt Hakoah kommenden Sonntag auf dem neuen Admira-Platz gegen F. A. C. Hakoah Hatte gegen die Floridsdorfer .immer schwer zu kämpfen und .wird mit gleicher Begeisterung wie gegen W. A. c. spielen müssen, um erfolgreich zu bleiben. Statt Zwiebel wird diesmal Reich mitwirken. Der Angriff wird daher in folgender Zusammensetzung spielen: Weißkopf, Häusler, Stern, Mausner, Reich. Touristik- und Skiklub „Hakoah". Wienerwald: Sonntag, den 15. Oktober, Zusammenkunft halb 9 Uhr Neuwaldegg, Endstation der Linie 43. Führer: Austerlitz. Unsere geselligen Zusammenkünfte finden während der Renovierung des Klubhelmes bis auf 'weiteres in den Räumen der „Emunah", I., Salzgries 14, statt. Belm Schwimmfest der Danubia errangen die Vertreter Hakoahs. mehrere schöne Erfolge. Im 100-Meter- Damencrawlen besetzte Löwy (1:18,2) den ersten Platz. Die Hakoah-Wasserballer siegten gegen Ewask II 7 :1. Die Tore erzielten Beck (2), Meier (2), Oscharoff (2) und Flesch. In der Hockey-Meisterschaft siegte Hakoah gegen Schwarz-Rot 2:1. Die Damen unterlagen gegen W- A. CO: 5. Der jüdische Boxer _Seelig, Halbschwergewichtsmeister Deutschlands, siegte in Paris gegen den belgischen Halbschwergewichtsmeister Etienne in der 15. Runde durch k. o. Der „Wiener Jüdische Turnverein Makkabi", Wien, IX., Liechtensteinstraße 20, hat den Turnbetrieb in sämtlichen Abteilungen wieder aufgenommen: Turnen, Freiübungen, Kinderturnen, Alt-Herren-Turnen, Boxen, moderne rhythmische Gymnastik für Frauen und Mädchen, Geräteturnen, Ausflüge uew. — Großer Turnsaal, Zuschauerraum, Garderobekäatchen, kalte und warme Duschen, moderne Heizungs- und Lüftungsanlage usw. Mäßige Beiträge für alle Abteilungen, für Minder- Landesverband der Zionisten-Revisionisten Montag, den 16, Oktober 1933, 20 Uhr, Cafe Produktenbörse. II, Taborstraße 10 Vortrag Kultusvorateher S. Groubart Dr. David Biikipan »Wirtschaftliche unc/ politische Aussichten der Juden in Europa und Pa/äsf/na" AncohllePcnd Dlakmtlon —- Gl«te Willkomm««