Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 316 (29.9.1933)
- Date
- 1933-09-29
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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- Haifa 1× ep/1047930
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 316 PaIästma*Rei'sende FINDEN IN TELrAVIV T8 hatarkonstr. ERSTKLASSIG MODERNES HAUS AM MEER MIT. ALLEM KOMFORT. SCHATTIGEM GARTEN VORZÜGLICHER UNGARI¬ SCHER KÜCHE, STRENGE MÄSSIGEN PREISEN Hotel-Pension ,GAT»RIMMON' Inh.: Frau Dr. Lea Vadas Magister der Pharm. J. Bauer der neue Besitzer der Schweden-Apotheke wünscht allen seinen verehrten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten pdiü navin na* H. Strom und Familie II, Rottterng» 11 wünscht seinen Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten nna rurnn n&j Die Misrachi-Jugendxentrale für Oeslerreich gratuliert herzlichst ihren hochverdienten Vorstandsmitgliedern Markus TQrki und Klara Scheuermann anläßlich ihrer Vermählung und wünscht ihnen zu ihrer Uebersledlung nach Erez Jisroel „ZIACH URCHAW" ilie) Kerzner Isak Kerzner geb. Brumberger empfehlen sich als Vermählte Wien, im Tischri 5694 Professor Rosenblü Wien, II. Bezirk, Glockengasse h 1 erteilt Unterricht in Klavier, Orgelspielen, Harmonielehre, in und außer Haus. _ Probeunterricht halber Monat 3rat's'^J^ Größte Durchschlagskraft *mmmmmmmmmmmmm*wmm*mammmmmemmmawmmmm Generalvertrieb von Royal- Schreibmaschinen Dir. Louis Tiefehbacher Wien IX, Alserplats 3 (Phönixhaus), Tel. B-42-4-44 Standard Portable Signet die vollkommensten, modernsten und elegantesten Schreibmaschinen Leichtester Anschlag, daher nie ermüdend Unbegrenste Dauerhaftigkeit Bequeme Zahlungserleichterungen Kostenlose, unverbindliche Vorführung iiiinwiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiü VI. Levante-Messe 1934 in Tel-Awiw Die Vertretung der VI. Levante-Messe, die vom 26. April bis 26. Mai 1934 in Tel-Awiw stattfindet, wurde fttr Oesterreich den Herren Bruno Rabinowitz und Richter (Wien, I., Rotenturmstraße 25) übertragen. Die Ernte soll zunächst in Frankreich abgesetzt werden; es ist jedoch geplant, für den Fall, daß sich die Möglichkeit einer umfangreicheren Rizinuskultur im Emek herausstellen sollte, im Lande selbst eine Fabrik für Rizinusöl zu errichten. / Eine neue Vorstadt in Haifa Aus Haifa! Auf Grund der Pläne des Ingenieurs J. Levi wird im Haifa-Bay-Gebiet an der Chaussee Haifa—Acco eine Gartenstadt mit zunächst 60 Häusern errichtet. Jedes Haus wird zwei Zimmer, Halle, Küche und Nebenräume und zwei Dunam Gartengrund haben. Auf diese Weise soll Arbeiterfamilien in Haifa billige Wohngelegenheit und die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Gemüse geboten werden. Sachverständige haben den Boden als geeignet für Gemüsekultur erklärt. Ein Brunnen und ein Wasserreservoir werden angelegt. Beschäftigung für Aerzte Die Arbeitskammer der jüdischen Aerzteorganisation in Tel-Awiw fordert beschäftigungslose Aerzte auf, sich unverzüglich bei der Kammer zu melden, da moir.fcntan Beschäftigung vorhanden ist, insbesondere für Sp ezialärzt e. Gemeinsame Organisation jüdischer und arabischer Landwirte in Galiläa Aus Safed: In Anwesenheit von über 100 Delegierten jüdischer und arabischer Dörfer Galiläas fand im Hause von Hussein Ibn Chaj Mohammed el Ali zu Safed eine Beratung statt, die zur Bildung eines Verbandes der arabischen und jüdischen Landwirte Galiläas führte. Die Mitglieder des neuen Verbandes leisteten auf Bibel und Koran einen Treueschwur. Auf der Beratung wurde die Notwendigkeit einer gemeinsamen organisierten Aktion der jüdischen und arabischen Landwirte zur Bekämpfung der Notlage der Landwirtschaft nachdrücklich betont. Der neue Verband soll die Aufgabe haben, den Getreidebau zu verbessern, Märkte zu erschließe" und eine Agrarbank zu errichten. Der Verband verfolgt keinerlei politische Ziele. In die Leitung wurden 29 Araber und 12 Juden gewählt. Pavillon der jüdischen Kunst auf der Levante-Messe Aus Tel-Awiw: Auf einer Konferenz unter Vorsitz des Bürgermeisters Dizengoff wurde ein besonderes Komitee gewählt, welches sich mit der Aufstellung eines großen Pavillons für die jüdische Kunst in der ganzen Welt zu befassen hat. Ein jugoslawischer Pavillon auf der Levante-Messe in Tel-Awiw Aus Belgrad: In Belgrad hielt das Jugoslawischpalästinensische Komitee unter Vorsitz von Dr. Friedrich Popps, dem Präsidenten des Bundes der jüdischen Ger meinden in Jugoslawien, eine Sitzung ab, an der auch Vertreter des Außen- und des Handelsministeriums des Königreiches teilnahmen. Es wurde beschlossen, auf der nächsten Levante-Messe in Tel-Awiw einen Jugoslawischen Pavillon zu errichten. Demnächst wird ein Repräsentant des Komitees Palästina zu diesem Zwecke besuchen. Die jugoslawische Regierung fördert die Arbeit des Komitees und wird sich an der Messe beteiligen. Benachteiligung von Tel-Awiw durch den Bau des Hafens in Jaffa Aus Tel-Awiw: Die Tageszeitung „Davar" führt in einem Leitartikel Klage darüber, daß die Palästina- Regierung Tel-Awiw durch ihren Beschluß, den Häfen von Jaffa auszubauen, benachteiligt hat. Im Zusammenhang mit der Besprechung der gegenwärtig im Jaffaer Hafen herrschenden anormalen Verhältnisse, durch die der Schiffahrt und dem Handel schwere Hindernisse bereitet werden, erinnert das Blatt daran, daß vor etwa acht oder neun Jahren der Plan, in Tel-Awiw aus privaten Mitteln ohne Inanspruchnahme irgend einer Regierungssubvention eine M o 1 e zu bauen, von der Regierung abgelehnt worden war. Damals habe die Regierung Kompensationen dafür versprochen, daß die geplante Mole nicht gebaut wurde, habe aber ihre Versprechungen nicht gehalten. So habe man vorgeschlagen, eine Zweiglinie dejr Eisenbahn Kantara-Haifa nach Tel-Awiw zu führen und den Knotenpunkt dieser Linie mit der Jaffa-Jerusalem-Bahn dorthin zu verlegen. Ferner hätte eine Straßenverbindung zum Jaffaer Hafen längs der Küste geschaffen und der Hafen selbst weiter nach Norden an eine zwischen Jaffa und Haifa gelegene Stelle verlegt werden sollen, Keine dieser Versprechungen, auf Grund deren der Plan der eigenen Mole in Tel-Awiw aufgegeben wurde, sei eingehalten worden. Jetzt werde der Jaffaer Hafen, im Rahmen des Programms der neuen Palästina- Anleihe in einer Weise ausgebaut, die Tel-Awiw aufs stärkste benachteiligt. Tel-Awiw werde zwar seinen Teil an den Kosten des neuen Hafens tragen müssen, jedoch keinen Vorteil von der Neuanlage haben. Wien—Krakau und retour um S 02.— inkl. aller Paß-'" und Visagebühren. Das polnische Verkehrsbüro „Francopol" arrangiert vom 3. bis 17. Oktober d. J. obige, besonders billige Sonderfahrt nach Polen. Rascheste Anmeldungen: III., Rennweg 1, Telephon U 16-4-90. E LESET UND VERBREITET //DIE NEUE l/tTELT''! Aus der jüdischen Weif Für Erleichterung der jüdischen Einwanderung nach Nordamerika Aus New York: Der Vorsitzende der Immlgratlonskommission des Repräsentantenhauses Kongreß* mitglied Samuel Dickstein hat sich an Präsident Roosevelt mit dem Ersuchen gewandt, die von Präsident Hoover erlassenen Einwanderungsvorschriften so abzuändern, daß „unter entsprechenden Sicherungen'* politische Flüchtlinge und aus konfessionellem Gründen aus Deutschland Ausgewanderte in die Vereinigten Staaten einwandern können. Das Quoteneinwanderungsgesetz möge in großzügigerer Welse als bisher gehandhabt werden. Der Präsident wird aufgefordert, gegen den Bürokratismus in Einwanderungsfragen Stellung zu nehmen und zunächst die Erlaubnis zur Einwanderung von tausend jüdischen Kindern, die von; amerikanischen Bürgern adoptiert werden sollen, zu geben« Dickstein weist bei dieser Gelegenheit darauf hin, daß infolge der Hoover-Verordnung 75.000 deutsche Staatsangehörige, die auf Grund des Quotengesetzes Anspruch auf Einwanderung gehabt hätten, verhindert worden sind, von diesem Rechte Gebrauch zu machen. Die American CivilLibertiesUnion hat an Präsident Roosevelt eine Petition gesandt, in der er gebeten wird, die bestehenden Einwanderungsvorschriften so abzuändern, daß politische Flüchtlinge und Personen, die wegen ihrer konfessionellen Zugehörigkeit ihre Wohnländer verlassen müssen, besonders solche aus Deutschland, in die Vereinigten Staaten einwandern können. Der Zeitungsherausgeber William Randolph Hearst, der Leiter, des größten amerikanischen Zeitungskonzerns, hat erklärt, er trete dafür ein, daß eine entsprechende Zahl deutscher Flüchtlinge zur Einwanderung nach Amerika zugelassen werde. Durch die Unterstützung Hearsts hat die einwanderungsfreundliche Strömung in Amerika eine wesentliche Stärkung erfahren. Keine Zwangssonntagsruhe für sabbathaltende Kaufleute in New York Aus New York: Das Polizeiinspektorat von Bronx (New York) hat auf Intervention der Rabbiher Reichmann und Fr e dm an jene jüdischen Kaufleute, die ihre Geschäfte an Sabbattagen regelmäßig geschlossen halten, von der Einhaltung der Zwangssonntagsruhe befreit. Das Recht zum Offenhalten der Geschäfte am Sonntag kann nur auf Grund besonderer Erlaubnisscheine ausgeübt werden. Anerkennung der hebräischen Universität; Jerusalem durch die polnische Regierung Aus Warschau: Das Innenministerium hat an alle Wojwodschaften und an den Regierungskommissär in Warschau ein Rundschreiben gerichtet, in dem mitgeteilt wird, daß die polnische Regierung die hebräische Universität in Jerusalem als Hochschule anerkannt hat. Demzufolge sei polnischen Bürgern, die sich zum Studium an der hebräischen Universität nach Jerusalem begeben, ebenso wie allen anderen Hochschulhörern ein Aufschub der Militär Dienstzeit zu gewähren. Das Rundschreiben des Innenministeriums wurde im Hinblick darauf, daß in diesem Jahre zum ersten Male eine bedeutende Zahl jüdischer Studierender aus Polen zur Fortsetzung des Studiums nach Jerusalem geht, an die politischen Behörden gerichtet. Das Horn König Sobieskis — Schenkung eines Straßburger Juden an Marschall Pilsudski Aus Warschau: Vor einigqn Tagen . fand im Schloß Belvedere in Warschau die feierliche Uebergabe des elf enbeinernen Hornes statt, das die Stadt Wien anläßlich ihrer Befreiung von der Türkenbelagerung dem König Johann HI. Sobieski von Polen als Ehrengabe überreicht hat. Das Horn, das jahrelang in einer russischen Sammlung aufbewahrt worden war, wurde 1921 von dem in Straßburg ansässigen polnischen Jud.en Simon Fischel von einem russischen Fürsten um den Preis von 30.000 holländischen Gulden erworben. Fischel hat beschlossen, das historische Horn M a rschall Pilsudski zu schenken und war in Begleitung des polnischen Konsuls von Straßburg, Lechowski, persönlich nach Warschau gekommen, um seine Gabe anläßlich des 250. Jahrestages der Befreiung Wiens von den Türken dem Marschall zu Uberreichen. Die ukranische Minderheit in Rumänien und der j Antisemitsmus Aus Bukarest: Im Hinblick auf die in der Bukarester Presse gegen die Ukrainer in der Bukowina erhobene Beschuldigung, daß .sie sich an judenfeindlichen Kundgebungen und Ausschreitungen in Czernowitz beteiligt hätten und daß sie mit. den antisemitischen Parteien Rumäniens in Verbindung ständen, hat das Sekretariat der ukrainischen Nationalpartei allen rumänischen Zeitungen eine Erklärung Ubergeben, in der festgestellt wird, daß die ukrainische nationale Bewegung in Rumänien antisemitischen Bestrebungen vollkommen fernsteht. Gleichzeitig dementiert das Sekretariat die Gerüchte, denen zufolge der Vorsitzende der ukrainischen Nationalpartei, Senator Zaloziecki, Besprechungen mit Führern antisemitischer Gruppen anderer Minderheitsnationalitätea Rumäniens abgehalten haben «oll«