Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 311 (25.8.1933)
- Date
- 1933-08-25
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nf . 311 ■riUMHAMOlMiH .»« 4» « W** «** Dte mm wftt;< '"V . V V . fielt« 7 . ,^:;^v ßtf tykuk von Ttl-Awiw Von Oskar R6s$n*fetd I. >m .«.v xuzssst,. -.ttttt. . Die WwcÄt der CeÄeteÄnisM ist dfcamaj kleiner als tfto der ÖerftcÄte. Äaj «r<fcm> MÖrdfaU AtldSötoff einen Tf&ueJftmd, uM^den ufäjliejranatiker der Wahrheit "beneiden könnten. Am SO. Juni wurde ein „Verdächtiger" in Tel-Awiw verhaftet. Zehn Wochen später befand er Üch immer Hoch in polizeilichem GemhriMn. Aber diese zehn Woohen sind nicht ertignism VerHosseW. Im- Gegenteil: Die Bestie Mensch nahm «fcft die Freiheit, Orgien zu entert!«.« J:J~ J . Freitag, den iq« ÜUni an einem wenn man den Schilderer* m rmunmeheri Tatbestandes glauben darf dunklen Abend machte Frau, Arlosoroff ihren Mann auf »wei verdächtig~$ (Letten aufmerksam, die sie und ihn in seftetftbaf mWiooTieliide'r Weise verfolgten. Der eine tfefowSKtetg Dr. Ärtosoroffs Gesicht mit einer elektrischen T&dHMldfeThe, der andere t, schoß . aus einem Revolver. Man tejalifä §(ch an den äanfidünen von Tel-Awiw. Doktor AflöSÖroff fiel, tödlich getrojfen. Was Frau Arlosoroff Während dieser Mordszene tat, wissen wir nicht. Wir wissen nioht, 6b sie vor Schreck stumm geblieben ist oder vor Entsetzen aufgeschrien hat, Passanten liefen herbei. Oer zu Tode getroffene Dr. Arlosoroff wurde ine Spital gebracht* Einige Minuten vorher^ sagtet):^«-rwemt man den Schilderern des romantischen Tatbestandes glauben darf —, die Mörder Seien keinesfalls Juden gewesen und verschied* Daß der UngHüdktiche verschiedt Ist eine leider von alten Beteiligten, den peripher und unmittelbar Betroffenen, besfäfigfe Tatsache. Das, was niemand wahr haben möchte, das allein ist wahr. . Jede) Mordnachricht, sogar in. der Mordrekordstadt Chicago, ruft ein Gefühl des Entsetzens, der Angst vor der Bestie Mensch hervor. Bei allem Schreck vor dein Geschehnis, bei aller Teilnahme Jürdas, Opfop+wünseM jeder, der Täter möge in der Finsternis versinken und dort die BluiScfiüld sühnen, wo menschliche Gerechtigkeit, irdisches Gesetz nicht Hinreichen. Bier aber genügte, daß ein Anhänger des patriotischen Zionismus verdächtigt wurde, um die nüchternsten, banalsten und fädenschemigsten Momente zu einem furör hebraicus aufzupeitschen, der verderblich hätte werden kennen. Und die Tragikomödie ging weiter.. Frau Arlosoroff, die einzige Zeugin der Tat, die mit sohärfstem Erkennuitgsv'ermögen -ausgestattete "Frau, nicht geblendet vom stechenden Schein fer Taschenlampe, erkannte unter zahlreichen Photographien den 2?e* leuchtet. Ais ihr Gatte zusammenbrach, behielt sie ihre starken Nerven. Als sie den Verdächtigen unter einem . .. , -iiJ ,i..'...: ,V'.< .1 .> . 1 Dutzend vorgeführter Personen erkannte, fiel sie in Ohnmacht. Frau Arlosoroff ist die einzige Zeugin der Tat. Was sie den Uniersuchungsfunktionäreh erzählt, können diese, Subaltern in fiferist, Intellekt und psychör logischem Spürsinn, nicht widerlegen. Schon hat der böse Geist auch diese erfaßt, er nistet in Hirn und Nerven, und niemand im jüdischen und nichtjüdischen Jischuw wird verlangen, daß Fräit Arlosoroff, die einzige Tatzeugin, auf den WährKeits- oder Wahrscheinlichjteiisgehalt ihrer Aussagen, Verdächtigungen, Beschuldigungen geprüft werde) nicht etwa in ihrer Pension, sondern im ZimmeY des Jäjfäer GeHchts}MU^es,— sie.,.Frau Arlosoroffs, die sogar (ich erinnere mich an den- Zeugen im sogenannten Ritualmordprozeß Leopold Hilsner, den scharfäugigen Peschak, der m der trübsten Dämmerstunde die Farbe des Anzugs Hitsnifs zu ernennen vorgab) den ---- ► %• --.--i .. .7« .-u^ifu.r -v Anzug des Beschuldigten erkannte. Die Tragikomödie ging weiter; verdichtet dureh den Versuch, aus einem kriminellen Tatbestand eine politisch-moralische Angelegenheit zu machen — zum Schaden eines Anhängers des patriotischen Zionismus....... ........ Aber nicht einmal das Bild des T atbe.stJU&des war so gezeiohnet, daß äs einen "auch nur mittelmäßig begabten KHmtnälisten Mtfö MfrieÜtg'elri können. Im Anfangsstadium der polizeilichen Erhebungen war also von zwei Ausführern der Mordtat die Rede, vom Beleuchter und vom Schießer, und damit. $0 Mordnacht nur ja nicht des Romancharakters entbehre} setzte, sioh die Dienstbotenphanfdäie in Szene, die. Phmtdsie kleinbürgerlicher Romantik, auf dessen Boden von zwei Uebeltätern der eine immer ein Größer, der andere ein Kleiner sein muß, kurzum das Filmduo Pitt und Patachoni... Der eine, der Große, schien gefütiüßh tu sein. Zwar waren seitens der englisch-arabischen Harun-äl-RäsbhU-Polizisten die unentbehrlichen Requisiten der Tat und der Flucht nicht gefunden worden man konnte keines dieser Werkzeuge dem Verdächtigen unter die Nase reiben^ weder den Jtevolver noch die Taschenlampe, weder das ratternde Motorrad noch das sausende Aufö — 3a aförjder Biisker Jüngling die Kühnheit Hatte, in Seiner^Wqhftmg einen revisionistischen Fanatiker zu beherbergen,,,legte man ihm die Schlinge des Verdachtes um den Hals, bereit, sie zusammenzuziehen. Und der »weite, der Kleinere, 'der .Schießer f.. Auch der soUte bald zur Stelle sein. BeMnen wt£ uns^.Folgen sei» den Berichten aus der SteM Tel-Awiw^ dAe.AnwiSAhen vom Gifthauch bösester Instinkte vernebelt worden war. BonnQnglut, Strandluft, äanddunen, Häuser und Gärten mtton m Berb+rgev *mmww8*w mwommaohmt, die sich gegen die WuöHt der realen AusforsehungsresuU täte zu wehren hatte. Ütd Linken, vor altem im Sinne des Volksmundes, der link» mit verkehrt gleiehSetut, hielten Wache vor jedem Mund, der Sich gegen Verteumdüngen etwa wehren söltte, wiederholend das Spiel der Verfemung, worin sie^-66 »ur Virtuosität gebracht haben. Die einzige Tatzeugin, die Insassin der Pension Käte Dan, hatte nun also auch den Bj)k££ß*J' erl^n^ti Sein Anblick — auch die roten Fäden seines Anzngstoffes wollte sie agnosziert wissen wirkte unheimlioh auf sie. Wiederum fiel sie in Ohnmacht. Vor den Menschen, die sie verdächtigt, hat sie schwache Nerven. Früher schon hatte Frau Sima ihr mnemotechnisches Talent betätigt. Nicht lange nach der Freitag-Mordnacht bezeichnete sie einen Zeitungsadministrator, ebenfalls einen fanatischen Revisionisten, als Täter. Als dieser ob solcher Beschuldigung starr wurde, rief sie triumphierend aus: „Seht, er ist blaß geworden." Nachdem aber der patriotische Zionist sein Alibi für die Mordnacht hatte erbringen können —1 er warmit zahlreichen Misrachi- Freunden in einer Hochzeitsgesellschaft'— bekam'die einzige Tatzeugin es mit der Angst zu tun und bat, man möge den. von ihr Bezeiöhtneten aus dem A^est entlassen. Wie denn übrigens das Alibi in der Affäre Sima Arlosoroff seltene Kapriolen zeigt. Der Brisker Jüngling, der verdächtige Beleuchter, ^Hatin-der kritischen Nacht im Jerusalemer Hotel Turgeman geschlafen. Turgeman bezeugt es. Aber die Linken wollen es nicht wahr haben und irrlichtem mit dessen angeblich schlechtem Leumund, der jede seiner Aussagen unglaubwürdig mache. Nach diesem Weltbild wird ein übelbeleumundeter Hotelwirt niemals wahtl^sfähig^seifk. iß \ diese, ethosbesessenen^ Q,enbßsen! O diese englisch-arabischen. Polizisten, die im. Lichtschein des Mondes von Tel-Awiw und der Stadt Jaffa djle. Wahrheit suchen—und-Mach neun XJnterauöhüngswoohen sogar schon ein Pat- und Patachon-Paar gefunden haben! Eine übermenschlich-geniale Leistung, wenn man .bedenkt, daß den nämlichen „Ausförscliern'' in Angelegenheit der letzten vier arabischen Morde nicht einmal ein bißchen karkelmist in die Hände geraten ist, in unserem Sima-Arlosoroff- FaW&bef äußer dem Schießer und Beleuchter sogar dessen Fußspuriii im Sand dm Strand von Tel-AWiw! FuÄsp^ren^ sinjjLieine gute Sache. Fein ^e$efi der Sand der Dünen von Tel-Awiw, niemand betrittjhn jahraus jäWeini es sei dejnn. ein^ Ehepaav und. ein. Mörderpaar, das ohne Unterlaß hinterher ist, sich jeden Augenblick dem weiblichen Teil des Paares darbietet, mit einer elektrischen Tä^chmia^mpe spieii und gar an einem Abend, den die Lichter von Jaffa erhellen. Auch av^rejkj^ohen wurden ..wenn man den. Schilderern., des romantischen Tfttbestdndes glauben darf — von dem witzigen und vqr- Idüt'en ^äMerpäÄr hhakespearisöhen. fcu,sqhriitis beteuchlei. Es sieht so aus, als wäre das Beleuchten promenierender Menschen ein beliebter Sport am Strande von Tel-Awiw. Abefl=^'h6hrnen wir Jetzt Abschied von der Tascheniaicrne ~ Fußspuren waren da 'ünd"ein petäntecl£er. FäpKmfäin deutete sie. Er kann , zwar weder .lesen noch schreiben noch zeiöhßen, doch — seeliger Winnetou, erwachte! ~ in^UHkisitäert wie Beduinen Itp einer söäenannten 'nicittariscJien "Mor^affäre[ sohon. erhsnnt _ er*" «te * ate die Fußstapfen des jüngen Mannes, der laut Aussage des HöVeiwirts Turgefadn in JeiwQlem die kritische Näöht verbracht hät. JÖer Sand dm Meer ist ein schönes Symbol -B^fih^^oa^^fr^r-'-die Galuth -und für Emz^srmb «PPÜ m Die RevisioiYisleHV^rhaftungen in Palästina ";. ^plk'.'jiu^^r Äe^huldl^ung,1 einem <Gf e fi i in* frun'^Yn ahgehörl'ziu haben, verhaftete^ palästlherislsoheiii Re\istötiistert_ erklären eliieni än die Kriminalpolizei gerichteten Brief, öle Wörden, faüs sie nicht '■■'n^v^t^ß am Dienstag, den 15. August, dem dichter vorgeftÜift oder freigelassen werden sollten, in den Hungerstreik treten. *.wvi» n<i- J— * t>fcP Te^SloSüÄtlsöhe Wochensonrift „tihasit Haara", deren' Schriftleiter -Dr. H a r-I^e' n bei >0«r Rafegi& «iif di<? BeYlBidnl|iten„ehpnj(aUs S^ha/^^^^^^ab^ wg&..ttynf anderen Revisionisten gegen, Kajutioir auf freiem Fuß gesetzt wura^ erklärt,^dt^ gechs freigelassenen ]EläviSioh1$f&n "wundert;: fall« es zu einem"Hungerstreik kommen söüte, ihre Kautiölien iürückfordern uhd zu ihren früheren Mitgefangenen ins Gefängnis zurückkehren, um am Hungerstreik teilzunehmehf ____ - - * t>* >* * ' . #• . A, - * * Afii;-i5^"ÄÜgüsV vfaräeh neuerlich vf§r -von: den /wegen fGeheinlbündeie.l vethaftäte» .ReyJstomjäUn*. nftmUßb Hafaon. Neumanj», K.ipni,« und HalnVrn, auf i.r eie n. F,u ß gesellt.\ Die "Frage der Freilassung'"der übrige^ lEraftlinge gegen Kaution wird von der Polizei nben geprüft. - .'X vo-:>/;^;. «V.rr?/*.-. ...; Gegen, den Revisionistischen. Jugendführer Achi Meir. der'vor iinigeTi'TägeC^üs Jaffp. In das.'Gefängnis voll Jef^ÄW» ^erfiiM Wb^tt - wuMe neuerdings eine ^Onttirsüchung t^werfen Mitsdhuld.. an. der .Ermordung i^Artpsorofia. j§iPg$ieite^t.-.sDi§ . Be|ch«ldigungw gegen Achi >teir, der noch nich!^ .e&Ve.r#ommeii yvurde, soil auf Gfund^§ÄADb^umelten, die^! tlinilm JT«l*durcnlefuhTtml< Hä^ucliu^r^vbes^hragnahhlt wurtfen, v,/er»oWeh werdeii. Die Polizei hat in dieser Sache den Führer der Revisionisten von Tel-Awiw Dr. Jacob Weinschal ver- *»sms$: tüeemal hät m aon der patäsUnenslschen PdUem eAnge» fangener- Beduine dem Symbol einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was immer auch sein möge — da* Wichtigste ist, daß die Untersuchung im Dünensand von Tel-Atoiti uM einen Schritt Weiter gekommen ist! EHe ritmschliche Vernunft muß sich hier wie in aUen Indizienschlüssen bescheiden. Schuld oder Unschuld Wiri sich vtotleicht erweisen. Aber die menschliche Tücke wacht darüber, daß eiH Verdächtiger, da er zu den patriotischen Zionisten gehört, ja nicht entrinne. Die menschliche TÜCke verlangt von der öffentlichen Meinung, Sich ä priori gegen den Brisker Jüngling und seinen PatAchoh zu entscheiden» Den seetigen Winnetou auferstehen #tt lassen. Und die britischen Behörden fahnden ohnmächtig einem V0Q:ihnen erzeugten, lähmenden Orient. Die Pflege des Rechts ist wichtig, wichtiger aber die - Pflege der Tenkispläize. II. Nachdem nun einmal die Substanz des Verdachts und der vermeintlichen Täterschaft aus dem Sand der Untersuchung herausgeschlämmt worden war — unter freiwillig angebotener Assistenz jener duckmäuserischen Gesellen, die an den bisherigen Palästinenser Morden ein zynisches Desinteressement an den Tag gelegt hatten — galt es, diese Substanz nur ja nicht aus den Händen zu geben. Die Verhaftung zweier Araber wurde aufs Eis gelegt. Die Grenzen nach Transjordanien und Syrien sittd ja den Untergebenen des Großmufti offen. Die dicke Luft Tel-Awiws verdickte sich zum Ersticken. Etwaige Nei~ gungen, der Mordaffäre sachlich nachzugehen, wurden von den Führernder '' Arbeiterzu Verbrechen an der — Beinheit des jüdischen Nationalheims gestempelt. Die Herren der Histadruth fühlten wohl, daß ihre Giftiräufeleieh vör kein Gericht kommen werden, weder vor das strafende der britischen Administration noch vor das moralische der zionistischen Oeffentlichkeit; wie sie denn auch fühlten, daß mit der Verhaftung von schwerverdächtigen Revisionisten noch nicht alles für. ihren, Vorteil getan sei... "Frau Sima Arlosoroff bekam ein Viertildützefid Verteidiger Und? die Gasse von Tel-Awiw freie Bahn für Gerüchte. Die Herren der Histadruth mahnten zur Ruhe! Sie taten so, als müßten sie der ob der Empörung über den Mord kochenden Volksseele ein „Stop" zurufen. In einem Zeitpunkt, da die Untersuchung gegen den Brisker jüftgen Statin nöch gar nicht begonnen hatte, veröffentlichte die Histadruth einen' Aufruf, worin CS ü~. ä. Meß: „Die Mörder sind keine Araber, keine Kommunisten. Einer der Mörder, den die: Genossin Arlosoroff agnosziert hat, ist Abraham Kaspi, der.im Hause des Aba Achi-Meir, des .Redakteurs des revisionistischen „Chasit Haam"y verhaftet wurde, Der Mörder, hatte schon. einen Ausreisepaß vorbereitet, um aus Palästina zu fliehen." Soviel Worte, soviel leichtfertige Schwindelmachereif Aber es. ging ja den Herren, wie. sie nach allen vier Enden der Welt verkündeten^ um die Wahrheit und Wahrhaftigkeit, die sie auch sonst — so. heißt es im nämlichen Auf' ruf — in ihren Kampfmethoden betätigen. Der Mephisto des Warschauer „Hajnt", gelegentlich einiger Extempores. gestellt, wand sich geradezu vor Schmerzen im Ringen um die Wahrheit. Er wußte mehr als die- Untersubhüngsbehörden, als Frau Arlosoroff, als die arabischen Polizisten, als das .beduinische' Fußspuren- Wunderkind. Hätte er-sich nicht allzusehr auf die „Wahrheit? versteift, .er hätte vielleicht der Wahrheit besser dienen können. Aber in Warschau selbst, im polnischen Jischuw, gab es nicht minder fixe Wahrheitsfanatiker. Herr Jizchak. Grünbaum klimperte mit dem letzten Kleingeld seiner Popularität, um vorzutäuschen, daß er noch ein Vermögen davon in seinem Portefeuille habe. Alle schönen Seelen fanden sich rings um die Affäre Arlosoroff, die allmählichäu einer antirevisionistischen Kampagne, also zum vorbedachten Ziel vorgetrieben worden war. Wenn ein Mordkomplott bisher nicht erwiesen werden konnte^ So zweifellos ein Komplott der palästinensischen und'- außerpalästinensischen Genossen gegen den Revisionismus. Aber das Mordkomplottf Auch das muß herbeigezaubert werden. .. ^- Wenn ein-jugendlicher Anhänger des Revisionismus in die irre gegangen sein/ von der Sucht nach seelischer Befreiung bedrückt zum Revolver gegriffen haben sollte ~ wer könnte sein Mitleid mit solch einem Unglücklichen verleugnen, wer könnte einem ganzen Kreis feuriger, tatenbereiter, hingebungsvoller Menschen die Verantwortung, unterschieben für ein Opfer auf dem Weg zur nationalen Befreiung? Hier aber war der Appetit auf die Sohändung des politischen-Gegnevs. größer als der Schmerz um den dahingegangenen Führer; hier war der Schrei nach Rache naturechter als der Ruf nach Besinnung^ inmitten der von den „Hütern der Wahrheit und Wahrhaftigkeit" verpesteten Luft. All das mußie Palästina erdulden und dulden, vornehmlich seitens jeuer, die ins jüdisohe Nationalheim kommen, „weil es als Emigraiiohsiand die besten öÄ6nbih.ischen A^sighten \at", und nicht etwa deshalb, „weil es xder gesdhichjtJichen Ueberlieferung des jüdischen Volkes verbunden, ist", Dieise hisiallhelle Feststellung stammt nicht von den verfemten Revisionisten; sie stammt voteebpn dem Manne, aus dessen Tod die Herren Klassenkämpfer ium den Preis„jiytionaler Verwirrung Kongreß- Stimmenkapite&^g£$cjilageii haben, von Chaim Arlosoroff. „Die H ö ch s t s p'annun g des nationalen I dealismus" — Chaim Arlosoroff hat sie in sein#t! Schrift „Der jüdische Volkssjo%ialis7nus" dem /t&tprifcAit