Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 304 (7.7.1933)
- Date
- 1933-07-07
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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ISrv 304 DIE NEUE WELT _Seite 9 GRADO der schönste Platz an der Adria Thermalbad am Strand Auskünfte: RObert Herlinger / Ehrenamtl. Repräsentant der Wien I, Johannesgasse 15 / Telephon R-21-3-93 / Kurverwaltung Grado Als Gast der Propagandagruppe, welcher nachstehende Häuser aller Kategorien angehören, hat jeder Wiener Gelegenheit, die Tage der Erholung in Grado zu verbringen. In der Kategorie extra: Hotel Esplanade, Grados führendes Haus, direkt am Strande gelegen, jeder modernste Komfort, Apparatements mit Bad, Lift, allerbeste Wiener Küche. — Kategorie I: Vornehm behagliche Hotels und Pensinoen, inunmittelbarer Strandnähe, Meeresaussicht, sehr gute Wiener Küche, überall deutschsprechende Bedienung. — Park-Hotel Salute, Pension Erica, Pension Villa Reale. — Kategorie II: Gutbürgerliche Häuser: Pension Aurora, Pension Brioni, Pension Grado, Pension Iris, Pension Istria, Pension Lydia, Pension Milano, Pension Santina, Pension Saturnia, Pension Venezia. Auskünfte und Anmeldung: ehrenamtl. Repräsentant Robert Herlinger, Wien, I., Johannesgasse 15, Tel. R-21-3-93, und alle Reisebüros. Grado an der Adria Grado, im Golf von Triest auf einer Sandbank gelegen, ist der ideale Sommer- und Erholungsurlaub für den Großstädter. Die sorglose Heiterkeit des Strandlebens, die heilbringende Kraft der vom Sande reflektierten Sonnenstrahlen, die Schönheit und die stimmungsvolle Ruhe seiner Gestade üben auf den Besucher eine einzigartige Wirkung. Kein Lärm des Tages dringt in die Ferienstille dieser glücklichen Insel. Und doch, welche Fülle pulsierenden, wogenden1 Lebens und Treibens! Da ist der schöne, feinsandige Strand mit seinen farbenfrohen Zelten, den Ruderbooten, Trampolin und anderen Sportgeräten, wo sich die -onnengebräurte Schar der Gäste aus allen Ländern trifft. Das Meer selbst ist anfangs sehr seicht und geht erst allmählich in die Tiefe über, besonders für Kinder und Nichtschwimmer sehr geeignet. Die neue, mit allen modernsten Kurbehelfen ausgestattete Badeanstalt für heiße Meerbäder, elektrische Massagen, Inhalationen usw. stellt Grado in dieser Beziehung an die Spitze aller Seekurorte. Das Klima ist mild, ohne Niederschläge, die Luft salzgesättigt und ozonreich und weithin genießt das Auge einen herrlichen Rundblick von den Gipfeln der Alpen bis zum hellen Karstgebirge, das im weiten Bogen bei "Triest zum 'Meere abfällt: Ringsum liegen, von Grado bequem erreichbar, viele beliebte Ausflugsziele: Die moderne Hafenstadt Triest, Adelsberg mit seinen feenhaften Grotten, A q u i 1 e i a, von dessen vergangener Herrlichkeit noch heute der Dom und die römischen Funde zeugen. Vor allem aber Venedig, die Stadt der Sehnsucht, der Traum jedes Italienröisenden. Den Kurgästen werden alle Unterhaltungen, wie Kurkonzerte, Dancings, Tennisturniere, Schwimm- und Regattakonkurrenzen usw., geboten. Eine Anzahl erstklassiger Hotels und Pensionen, aber auch solche für bescheidene Ansprüche, sorgen für den Kurgast und stellen ihn in jeder Hinsicht zufrieden.. Groß ist die Zahl der Wiener, die Grado kennen und lieben gelernt. Wer diese Sonneninsel einmal gesehen, müß sie lieben ob ihres Reichtums an gottbegnadeten Naturwundern. Diese Eigenschaften haben Grado großgemacht und sie sind es, die diesem freundlichen Seebade in der idyllischen Adria Zeitnöte und Weltwirrnisse überdauern helfen. Hfl Grand Höfel des Basns GRADO (Bes.: Dr. med. Guido Zipser) Für verwöhnte Ansprüche / Vornehmes Familienhotel am Meer in unmittelbarer Nähe.des Strandeinganges / Eigener Garten / Alle Zimmer warm und kalt fließendes Wasser (die meisten Seebalkon und Terrassen, einige Privatbad und eigenes W. C.) / Gepflegte Wiener und französische Küche / Individuelle Kinderkost / Alle Diäten (Gerson, Bircher, Brenner) / Schilling-Einzahlung in Wien möglich / Postscheckkonto Martha Weiß) Pension Bianchische Villen GRADO Vornehmes, ruhiges Haus direkt am Strande mit eigenem schattigem Garten / Wiener Führung / Persönliche Leitung der Besitzer / Deutschsprechendes Personal / Beste Wiener Küche / Spezielle Kinderkost / Mäßige Preise / Prospekte auf Verlangen Grad Pension Goldberger Villa Riviera iiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiii O Seit 30 Jahren bestehende gut bürgerliche, streng rituelle *)WD Familienpension in ruhigster Lage, schöner Garten, Meeresaussicht / Vollpension inkl. Zimmer von Lire 20 aufwärts / Vom Preßburger Rabbiner beglaubigter eigener Schochet / Prospekte auf Verlangen PROSPEKTE jener Hotels, Pensionen, Küru. Fremden Verkehrsvereine, die sich durch Anzeigen in unserem Blatte empfehlen, sind auch In unserer Administration, II, Untere Augartenstraße 38, kostenSos erhältlich! Notizen per erajte jüdische Bürgermeister Australiens gestorben. . , Aus Melbourne: Am 25. Juni starb der ehemalige Bürgermeister von Adelaide, Sir Lewis Cohen, im Alter von 83 Jahren. Sir Lewis, der im Jahre 1849 in Liverpool geboren -und im jüdisohen College von Edmonton erzogen worden war, hatte siebenmal die Stelle eines Bürgermeisters von Adelaide, von 1921 bis 1923 den Posten dea Oberbürgermeisters bekleidet. Er war auch Mitglied des australischen Parlaments. 1911 wurde er als Vertreter der australischen Regierung und des Staatssenats von Adelaide zur Krönung König Georgs V. und zu Verhandlungen mit dem Reichsparlament in der Frage der Bestellung eines Lord Majors für Adelaide delegiert. Für den Aufbau Palästinas im Geiste der Thora Aus Warschau: Der in Polen zum Zwecke der Vorbereitung der für den 8. August einberufenen Misrachikonferenz aus Jerusalem eingetroffene Vorsitzende des Rates des Misrachi-Weltverbandes, Rabbiner J. L. Fishman, äußerte sich in'einem Gespräch mit dem Warschauer J. T. A.-Vertreter über Ziele und Aufgaben der bevorstehenden Weltkonferenz, wobei er insbesondere auf einen in misrachistischen Kreisen in letzter Zeit viel erörterten Plan, einen Weltkongreß der jüdischen Orthodoxie zum Zwecke der Förderung des Palästina-Aufbaues auf religiös-traditioneller Basis nach Jerusalem einzuberufen, hinwies. Zum bevorstehenden XVIII. Zionistenkongreß komme der Misrachi nicht mit einem neuen Programm. Er stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, daß das jüdische Nationalheim auf der Grundlage jüdischer Lehre und Tradition errichtet werden müsse. Rabbi Fishman wandte sich in diesem Zusammenhang gegen die Vorherrschaft einzelner Gruppen in Palästina sowie gegen den Gedanken eines binationalen Staates, sprach sich für intensive Förderung der Einwanderung aller Schichten des jüdischen Volkes, insbesondere des Mittelstandes, nach Palästina aus und kündigte an, daß sich, der Misrachi auf dem Zionistenkongreß für die Wahl einer Koalitionsexekutive auf breitester Basis einsetzen werde. Hilfe für deutsche Juden in der Schweiz nur in bescheidenem Umfang möglich — Die antisemitische Bewegung in der Schweiz Aus Zürich: Auf dem jetzt in Zürich abgehaltenen ordentlichen Delegiertentag des Schwelzerischen Israeli ti sehen Gemeindebundes nahmen die Beratungen über die Beteiligung der Schweizer Judenschaft an der Hilfsaktion für deutsche Juden sowie über die Abwehr der antisemitischen Bewegung, die sich in letzter Zeit in der Schweiz in-verstärktem Maße geltend macht, einen breiten Räum ein. Es würde darauf hingewiesen; daß die Schweiz im Hinblick äüf ihre eigenen 'Nöte-und ihre ge-- ringe Ausdehnung nur als Durchgangsstation für jüdische Auswanderer aus Deutschland gelten und nur. einem bescheidenen Teil der Ausgewanderten helfen könne. Hinsichtlich der Bekämpfurig der Not in Deutschland selbst müsse sich der Verband begnügen, an der international vorgesehenen Gesamthilfe teilzunehmen. Bezüglich der antisemitischen Welle in. der Schweiz wurde festgestellt, daß der Antisemitismus keine r größere Bedeutung erlangen werde, solange die mit der Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung betrauten Behörden wachsam bleiben. Die HaispF* Alle Farben und Größen (weiß, weiß-schwarz oder weiß-rot S 5.90) SCHIFFMANN H. BezüJc. Taborstraße 48 tuhg der maßgeblichen schweizerischen Tagesblätter zeige, daß man keineswegs gewillt sei, sich in Wilde Spekulationen einzulassen. Der Uebernahme antisemitischer Gedankengänge aus dem Ausland stehe insbesondere die romanische Schweiz ablehnend gegenüber. Als positive', Äbwehrmaßnahme gegen antisemitische Propaganda wurde einstimmig beschlossen, in der Presse öffentlich darauf hinzuweisen, daß die Protokoll^ der Weisen von Zion eine Fälschung sind, und die Verbreiter dieses Pamphlets als Verleumder zu erklären. Gegebenenfalls soll in dieser. Frage auch der straf- und zivil rechtliche Weg beschritten werden. Behandlung der Petition der Trennungs-Orthodoxie durch die Mandatskommission des Völkerbundes vertagt Aus Genf: Wie der Genfer J. T. A4-Vertreter erfährt, wird die Mandatskommission des Völkerbundes die von der Agudas Jisroel Palästinas unterbreitete Petition, in der die öffentliche Anerkennung 'einer besonderen orthodoxen Religionsgemeinschaft in Palästina gefordert wird, im Laufe ihrer jetzigen Session nicht mehr behandeln. Die Beratung über die Forderung der Agudah soll erst im Jahre 1934 erfolgen. Bekanntlich stehen sich Waad Leumi (Jüdischer Nationalrat in Palästina) und Agudah in dieser Frage scharf gegenüber. Beide Körperschaften hatten zur Vertretung ihres Standpunktes besondere Delegierte nach Genf entsandt, die Agudah den Jerusalemer Rabbiner Blau und den Baseler Generalkonsul Guggenheim, der Waad Leumi den Oberrabbiner von Tel-Awiw U z i e 1« Wochen-Kalender Juli 1933 roan ymn Tarnus 5693 7 Freitag 13-:p Sabbateingang 7.30 8 Samstag 14-t Sabbatausgang 8.40 spw ivitw nvn 'Ben .p?3 9 Sonntag 15-ita 10 Montag 16 -m 11 Dienstag n-v 12 Mittwoch 18 m i 13 Donnerstag 19--t^