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Die neue Welt · 1933-06-16 · Heft 301 (16.6.1933) · page 6

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 301 (16.6.1933)
Date
1933-06-16
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 DIB NEUE WELT Kr. 301 ] »Die Vorgänge in Deuf Idiland m at** ■ a i Ii ,. .1 . BAD GLEICHENBERG 300 Meter Steiermark K ÜB ZfilT MAI BIS OKTOBER. Berühmte Heilquellen, natürlich-kohlensaure Bäder, Inhalatorien, pneumatische Kammern usw. Hervorragende Erio.lge bei. Katarrhen / Asthma / EmphysemV j Herzleiden Schönster Erholungsaufenthalt. Volle Pension ab 8 S. Auskünfte und Prospekte Mattonl-Ungar, Wien, I., Jasomirgottstraße 4, sowie alle Reisebüros. JÜDISCHE VOLKSPARTEI ÖSTERREICHS LDonneritag, den 82. Juni, Uhr abdi.,lm Restaurant Karl Kolorlk, Wien V, Maf»<ireten|>latt 7 GROSSER VORTRAGSABEND Referenten: Oberbaurat Ing. Robert STRICKER / Dr. Desider PRIEDMANN mmmmmmmm^^ Ereignisse, um mit den Worten des VölKerbundpakts zu sprechen, das gute Einvernehmen zwischen den Völkern beeinträchtigt haben. Die deutsche Regierung hat gegen eine Gruppe deutscher Bürger gerichtete gesetzgeberische und administrative Maßnahmen getroffen, ausschließlich aus dem Grunde, weil sie rassenmäßig dem jüdischen Volke zugehöreri. Diese Diskriminierung kann nicht nur nicht mit dem Geist des Völkerbündpaktes, sondern auch nicht mit dem Fortschritt der abendländi sehen Zivilisation innerhalb der letzten zWei oder drei Jahrhunderte, an dem Deutschland in so hervorragendem Masse beteiligt ist, in Einklang gebracht werden. Der Verband der Völkerbundligen bringt die Hoffnung und die Ueberzeügung zum Ausdruck, daß in Zukunft nichts geeigneter wäre, gute Beziehungen zwischen Deutschland und anderen Ländern zu fördern, als der deutliche Beweis, daß alle Bürger des Reiches künftighin ohne Unterschied ihrer Rasse, Sprache dder Gesinnung auf gleiche Behandlung vor dem Gesetze vertrauen können." Abschließend wäre zu sagen, daß die Haltung des Weltverbandes viel von jener Entschlossenheit entbehrte, welche in der kurz Vorher abgehaltenen Sitzung des Völkerbündrates in der Frage der deutschen Juden zum Ausdruck kam. erhalten 12.0 0 0 Dun am f rachtbaren Bodens, der innerhalb von 12 Jahren abzuzahlen ist. Die erste Rate Ist erat nach 3 Jahren zu zahlen. Die Regierung hat sich verpflichtet, die ersten Ameliorierungsarbeitefi durchzuführen, Wohnhäuser für die Siedler zu errichten, ihnen für den Umzug aus Wadi Hawarith eine Entschädigung zu bezahlen und ihnen Kredite zu gewähren. Für die Erwerbung des Bodens in Tel Shok hat die Palästina-Regierung etwa 4 0.0 00 Pfund ausgegeben, weitere 10 0.00 0 Pfund werden zur Durchführung der Umsiedlungsaktion erforderlich sein. Bei den Vorbereitungsarbeiten in Tel Shok sind derzeit 150 arabische Arbeiter beschäftigt. * : Das alles vollzieht sich und die verantwortlichen Referenten den Zionistischen Exekutive unternehmen Besuchs- und Agitationsreisen. . VölkerbundcLi'gen zur deut§dien Judenfrage v Die. Tagung des Weltverbandes. der;1 Völkerbundligen, welche am 1. Juni in Montreux;eröffnet wurde, schloß am 7. Juni. In Vertretung-der jüdischen Völkerbundliga für Oesterreich nahmen die Herren Dr. J. Mar-? gulies und Dr. O. Grünbaum teil, in Vertretung Palästinas Dr. Benzion Mossensohn. In der letzten Sitzung erstattete die holländische Delegierte Frau Bäk ker van Bosse einen Bericht über die L a g e der Juden in Deutschland. Eine; Resolution, die unter Sft i m m e n th a 1 t u n g der deutschen Völkerbundliga angenommen wurde, spricht die Hoffnung aus, daß mindestens die. gleichen Rechte, die den Minderheiten der Sprache, Religion oder Rasse durch die Verträge: garantiert sind, von allen Mitgliedstaaten des Völkerbundes beachtet werden. Sie erinnert an das ständige Eintreten der d e u tschen Delegationen beim yölker^bund>.fürV'.die_Be-_ Achtung der .Minderheitenr.echte; ,und gjbt der Mömung Ausdruck, daß die Aufr^chterhaltung* der Maßnahmen, die in. Deutschland ergriffe^ wordenjsind,, ger eignet sein könnte, das gu.te. Einvdrnehm en zwischen den Völkern zu stören. . Schließlich ersucht die Resolution;den Präsidenten des Weltverbandes, Lord Robert Geci 1, sich in einem Appell an die deutsche Liga zum Dolmetsch der. Gefühle des Weltverbandes der Völkerbundgesellschaften zu machend 1 •' ' - . Dr. Benzion M o s s i n s o'b n erklärte namens der palästinensischen - Vö'lkerlbundliga; ' die jüdischen Delegierten seien bereit, für die Von der Kommission vorgeschlagene Resolution-zu stimmen,* o-b W o h l sie ihnen zu milde abgefaßt .-erscheine; um so dem .Geist der Versöhnung Rechnung zu tragen. Doch behalte sich die palästinensische Liga das Recht vor, auf dem nächsten Ligenkongreß Judenfrage und FaläS-tina-Problem breit auf zurollen. Von den folgender» Rednern brachte die englische Deleiprierte Mrs. Dugdale, die Nichte Lord Balfours,i ferner die Delegierten Giannini und Stronski sowie der Präsident' des Kongresses der uropäischen Nationalitäten (Minderheitenkongreß) , W i 1 f a n, ihr Mitgefühl angesichts der tragische» Jüdischen Situation zum Ausdruck. Der: von Lord Robert Cecil über Ersuchen der Tagung an den Führer der deutschen Delegation, Gouver-- neurr'Dr.t Sc ha e e, gerichtete Brief eühält folgende be-t zeichnende Stelle: „Die gegen jüdische Bürger iJ"vDeutschland ergriffenen Maßnahmen haben in vielen Teilen der Welt ein sehr ernstes Unbehagen hervorgerufen. Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man behauptet, daß diese Sprachenkundige, repräsentationsBuiige in allen Zweigen der Haueu. Küchen- Wirtschaft versierte Dame sucht Stellung als: Leiterin oder Stütze des' Inhabers; in Hotel oder Pension in Zuschriften unter ,8. R." an die Administration des Blatte« Judenfeindliche Ausschreitungen in Algier Aus Paris: Soeben in Paris eingetroffene Berichte über die vor kurzem in der algerischen Stadt Constantine stattgefundenen judenfeindlichen A u s s c h r e i t u n g e n bringen ergänzende Details. über Ursache und Verlauf dieser Vorfälle, in Constantine war der Journalist Lautier eingetroffen, der in Algier die Zeitung' „L^clair*' herausgibt, die eine äußerst gehässige judenfeindiiehe Propaganda treibt. Er wurde von einem jüdischen Einwohner Xonstantines auf der Straße erkannt und wegen der von ihm' betriebenen antisemitischen Hetze z u r R e d'Pg'e s teil t. Nach kurzem Wörtwechsel "wandte sich Lautier zur Flucht, kehrte aber nach'- einerhalben,; Stünde,• $ön - ein i gen hundert Jtfrabern begleitet, die sofort mit Attacken gegen die jüdische Bevölkerung begannen, in das jüdische Viertel zurück. Die. Juden organisierten eine Selbst verteidig gung, bis Polizei eintraf und die Streitenden schied. Das jüdische Viertel wurde unter strenge polizeiliche und militärische Bewachung gestellt. Der P.olizeipräfekt ordnete die sofortige Ausweisung Lautiers aus Constantine an und erließ ein Verbot gegen den Verkauf des von ihm herausgegebenen Blattes in pUeser ^Stadt. Deutsch-jüdische Filmleute in Frankreich unerwünscht Aus Pia r i av Die „C i n e" xti,a t o g r a p h i e ..F r a nc a i s e", eines der bedeutendsten Fachblätterder, ffan-" zösischen Filmindustrie, nimmt diese Woche sehr -'scharf Stellung gegen die, Betätigung jüdischer Filmleute, die in den letzten Monaten infolge, der. Gleichschaltung in Deutschland ihren Wirkungskreis aufgeben mußten. •.• ,: „Wir haben dagegen protestier t", so schreibt das Blatt -in' einem größaüfgemachten- Lei t är ti ke V; „daß die Filmarbeit der . deutschen Juden in Deutsch 1 a^rid abgebrochen werden müßt^ aber wir konstatieren mit zunehmender Unruhe, daß diese geschätzten Kollegen sich in Farjs mit der Absicht niederließen, hier ihre Tätigkeit, auszuüben. Wenn es sich darum handelte, mit neuen Kapitalien, zu arbeiten, so könnte man das zulassen. Das aber scheint uns .bei der,, augenblicklichen Situation Zentraleuropas eine Ju t o p i e.; Vielmehr geht es diesen Prem den lediglich, darum,, sich in Frankreich um Stellungen zu bewerbeji. Wir . zögern nicht, uns den Pf otest der Übergangene n einheimischen Leute vom Fach zu eigen zu fachen,,; und fordern, diese' u h erwünschten Konkurrenten zu"t entfernen. Bei aller Sympathie, die wir mit den deutschen, Filmemigranten haben, ist es uns unmöglich, anders als 1 mit dem Gegehseitigkeitsprinzi^ zu rechnen.. 23« Saisonwoche des Kurortes in Luhacovice .• *ÄÄ> jk MMMk**™ ml' *j ^***^«»«^^ t * S;s^'ww««^i>„^_ , illliiu^, "*M>*°>*~ V " M ' x tS&W — - 5^_,x_^ Verurteilung durch das Berliner Sondergericht Aua Berlin: Das Berliner Sondergerioht verur-* teilte die ehemals im Fahkower Ambulatorium der- Ortskrankenkasse ' beschäftigte jüdische Krankenschwester' Else Sc b 1 e si n g e r zu zwei Monaten Gefängnis, weil' sie kurz nach Veröffentlichung der Verordnung; zum Schutze von Volk und Staat gegen heimtückische Angriffe zu Kolleginnen geäußert hatte:1 „Es wird schon etwäs passiert sein. Täglich verschwinden Juden; Am'Sohntag haben sie wieder 25 Juden beerdigt in Wefßeh-' ,se^e, von denen man nicht weiß; wie und'wo sie; ums. Leben gekommen sind." Während der letzten Junitagc hatte der Stand der Kurgäste im Kurorte Luhacovice bedeutend zuge« nommen, insbesondere zu den Pfingstfeiertagen besuchten zahlreiche Exkursionen des In- und Auslandes den Kurort und wirkte der Kurplatz gelegentlich dieser Frequenz unter dem Eindruck der Hochsaison auf den Besucher ein. Dies dokumentiert nicht bloß die allgemein große Beliebtheit, mit welcher dieser Kurort aufgesucht wird, ea Sind auch die äußerst bewährten Heilmittel — die stärksten natürlichen Kohlensäuremineralbäder Europas —, die Trinkheilquellen, welche in mannigfaltigster Art in den modernst eingerichteten Heilanstalten des Kurortes Luhacovice ihre Anwendung finden, die Gesundheit wiedergeben und erfrischend auf den Organismus einwirken. Hervorragende Persönlichkeiten besuchten dieser Tage den Kurort: Justizminister Dr. A. Meißner, Jeanna und Yvonne Morin, Schriftstellerinnen aus Paris, Generaldirektor der Närodni banka Aug. Noväk usw. Der gesamte Kurgästestand ist ein sehr günstiger und weist die statistische Abteilung zum heutigen Tage einen Besuch von 7578 Personen gegen 7103 des Vorjahres aus. Iii der heurigen Saison wird eine ganze Reihe großartiger Veranstaltungen getroffen, wovon in den allernächsten Tagen stattfinden: Am 24. und 25. Juni die Autotage mit der Sternfahrt am 24. Juni abends, Concours d'Elegance den 25. Juni vormittags und die Autoturniere am selben Tage nachmittags. Die zahlreich eingelaufenen Anmeldungen bezeugen allgemeines und reges Interesse an ' dieser^ ^er» ansiältüng. Justizminister Dr. A. Meißner traf am ^Sonntag, den 4. Juni, im Kurorte Luhacovice ein und logiert im Hause Bedf. Smetana. * . S. K. LäznS Luhaßovice gegen S. K. Pferov 2:1 (1:1)^ Montag, den 5. Juni, besiegte der hiesige Sportklub nach einem schönen Kampf die Mannschaft S; K. Pferov 2:1, das Tor Pferov gab Adolf, beide Tore Luhacovice Polda. B _HoteI Smetana Bad Luhacovice Mähr e'n Gegründet 1872 Haus mit 50 gut eingerichteten Zimmern, fließendem-Wasser, in zentraler Lage, Caf6 und Restaurant im Hause, streng rituelle Verpflegung. Preise für die Vorsaison: Zimmer mit kompletter Verpflegung von Kö 40.— aufwärts Pension .Austria' Kinderheim Vöslau (OL.GÄ KADISCH) JfigermayerstraBo 16 Telephon Hr. 14t Für Dauer' and Erholungsaufenthalt Jeder Unterricht, im Hause, auch Nachhilfe für öffentl. Schulen besuchende Kinder. Pädagogisch einwandfreie- Leitung durch staatlich geprüfte Lehrerin. Erstklassige Verköstigung. Mütterliche Pflege. Mäßige Preise! Pensiöh „Sonnenhof" Seefeld in Tiroü200 m Modernes Haus, fließende» Kaltu. Warmwasser, sonnige Uegeterrasse, staubfrei, freier Rundblick, Pensionspreis S10.— bis 12.— Besitzer; Andrew Main LESET UND VERBREITET // DIE NEUE WELT"!

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