Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 7 (1933)
- Issue
- Heft 297 (19.5.1933)
- Date
- 1933-05-19
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 2Ö7 DIE NEUE WELT Seite ii lind Wolfsohn. Die dreiaätzige „Stempenju"-Suite von .Achron, eine der Glanznummern des Szigeti-Programms, gelang überraschend gut. Blochs „Nigun", in Wien aus früheren Konzerten bereits bestens bekannt, und zwei Stücke von W o 1 f s o h ti wurden lebhaft akklamiert. Während Bloch vom Tropp herkommt und seine Themen in der Art seiner Schule verarbeitet, schöpft Wolfsohn seine Musik aus dem lebendigen Quell der liedimd tanzhaften Volksmusik. Wolfsohn stammt aus dem Osten und hat die jüdische Musik gleichsam mit der Muttermilch eingesogen. Sein ganzes Fühlen und Denken bewegt sich auch in dieser Sphäre; man ist versucht, «einen Melodien Texte zu unterlegen, mitzusingen nach Art der Chassidim, wehmütig und trunken zugleich. Emmy H a u s e r, bereits von früheren Konzerten bestens bekannt, sang Lieder von Achron, Engel, Krein, Nadel und Kopit. Ihre hohe Musikalität konnte sie besonders bei dem Liede „Mohne" von Achron und bei dem rührend einfachen Vortrage des Volksliedes „Des Miliners Tränen" zeigen. Die warme, ausgeglichene und ausdrucksvolle Stimme hat viel zum Gelingen des Abends beigetragen. Von den Ausführenden ist das beste zu sagen. Der Gesangsverein unter Leitung seines Chormeisters, Israel Brandmann, der den Chor erst zu seiner jetzigen Höhe geführt hat, Robert Walter Spitz am Klavier, Jelia Peßl (Orgel), Dr. Hans Lewitus (Klarinette) und die Solisten der Chordarbietungen, O. Schärf, M. Lichtmann, Ing. P. Kohn und Kapellmeister R. Beck, sangen und spielten mit gewohnter Meisterschaft. Kämmermusikabend Lilienthal-Voigt-Trio Dieser populären Musikervereinigung hat ihr Führer Fritz Lilienthal zu besonderem Rang verholfen. Aus der Fülle der sogenannten Saisonabende ragt das Lilienthal Trio schon ob der Programme hervor, die sich nicht mit den obligaten Stücken begnügen, sondern die Wege der „Neuen" begleiten. An dem jüngsten Abend gab es zunächst ein Klaviertrio des jungen jüdischen Komponisten Julius C h a j e s, voller Melodik und romantischer Heiter' keit, wobei insbesondere die jüdisch-orientalische Thematik interessierte. Den Abschluß bildeten das Klaviertrio C-Mdll von Brahma und das B-Dur-Klavierquintett von Leopold W e 11 e b a, einem Musiker, bei dem unerhörte Phantasie mit Beherrschung der technischen Mittel gepaart ist Fritz Lilienthal konnte mit seinen Mitarbeitern einen durchschlagenden Erfolg erzielen. Eine Grammophonplattc jüdischer Kunstmusik L.:; jetzt war Ernest Blochs „N i g u n" in der Wiedergäbe des berühmten Geigers Jehudi Menuhin das. einzige Werk' jüdischer Kunstmusik auf Platten. Nun sind die zwei beliebtesten Paraphrasen Julius Wolfsohns („Äff dem Pripetschek" und „Oj Awrum" — Liebeslied) bei „Odeon" erschienen, vom Komponisten selbst gespielt. Infolge der Popularität dieser Werke und ihres Interpreten und Schöpfers wird diese Platte mit großem Interesse aufgenommen werden. Palästina-Vortrag mit KurziUm.' Fräü Dr. Grete Kernegg, die kürzlich aus Palästina zurückgekehrt ist, spricht im Saale des Hotel „Post", Wien, I., Fleischmarkt 24, am Donnerstag, den 18. Mai, um 8 Uhr abends über „Wirtschaftliche Möglichkeiten Palästinas". Bei diesem Vortrage gelangen letzte Aufnahmen aus Palästina zur Vorführung. Karten zum Einheitspreise von 1 S im Keren-Hajessod-Büro, I., Kärntnerstraße 28, Tel. R-27-4-20 (9 bis 1 und 3 bis 7 Uhr). Hebräischer und jiddischer Liederabend! Ein interessantes Programm bot uns Samstag, den 13. Mai d. J. Konzertsänger I. Segal-Rosenbach. Er ist im Besitze einer besonders schönen, weichen und großen Tenorstimme mit besonderen Qualitäten — die bis auf einige kleine technische Fehler — in allen Lagen und Registern gut ausgeglichen ist. Er brachte u. a. eine ganze Reihe bis jetzt noch in Wien unbekannte Lieder und Volkslieder wie Schklar: Jefej nof, J. Engel: G'dud bair, E. W. Binder: Sirmu galin (das besonders auch vom Publikum akklamiert wurde), und noch einige Lieder, die uns noch von seinen früheren Konzerten in bester Erinnerung sind. Sehr charakteristisch brachte er ein jemen (arabisches Volkslied), das sich sehr interessant auswirkte. Auch die Wiegenlieder interpretierte er mit einem tragfähigen Piano gut und bezauberte die Zuhörer. Er mußte viele Zugaben gewähren. I. Segall-Rosenbach ist ein begabter Künstler, ein Meister des jüdischen Liedes! Dr. J. M. Ein neuer jüdssdier Film Onkel Sidney Nalsh längerer Pause wird demnächst in Wien wieder ein jüdischer Film erscheinen. Er spielt im New Yorker Ghetto und wird in hunderten amerikanischen Kinos mit großem Erfolg aufgeführt. Hauptträger des Stücks ist der kleine jüdische Geschäftsmann im Ghetto, Onkel Sidney genannt, der im Kampfe um die Rettung seines Ziehkindes Mildre w zum Helden emporwächst. Alexander Carro, der den Onkel Sidney spielt, ein Meister der Mimik, wird heute in Amerika als vollwertiger Konkurrent Jannings geschätzt. Trägerin der Rolle der kleinen Ziehtochter ist das Wunderkind Bettie Jane Graham, ein Wunderkind in des Wortes wahrster Bedeutung. Ebenso entzückend wirkt in einer großen Knabenrolle Dickie Moore, der an Jackle Cogan in seiner besten Zeit heranreicht. Der Inhalt des Films ist äußerst spannend und ein Serienerfolg scheint gesichert. Aus der Fflmwelt „Onkel Sydney*' Dieses in seiner ethischen Absicht au den Film ..Huiging Fool" gemahnende Kunstwerk ist in Amerika mit größter Wärme begrüßt worden. Die Hauptgestalt des Films, der New Yorker Kaufmann Sydney Cohen, ■- wird von dem amerikanischen Charakterdarsteller Alexander Carr verkörpert. Die weiteren Hauptrollen spielen zwei Kinder, Dickie Moore und Betty Jane Graham. Premiere nächste Woche im Elite-, Burg-, Schottenring- und Flottenkino. An anderer Stelle des Blattes bringen wir einen ausführlichen Artikel über diesen Film. Mit dem „Liebestaxi" nach Paris, Nizza, Cannes Das neue Schlagerlustspiel „Das Liebestaxi" mit Bouboule- Georges Milton, dem berühmten lustigen „König der Blitzer", in der Hauptrolle, zeichnet sich durch reichen Wechsel der Schauplätze ab. Bs beginnt in Paris, der Heimat Bouboules, und £_Uhrt dann nach Nizza und Cannes, in die Spiels&le, die Hotels der vornehmen internationalen Welt und an den Meeresstrand. Bouboules Urwücfipigkeit bewSlirt sich Werdften. Bekanntlich bringt „Das Liebestaxi" zwei neue Schlager, die diesmal, ebenso wie der ganze Film, in deutscher Sprache gehalten sind. Premiere heute, "Freitag, im Opern-, Imperial-, Maria-Theresfen- und Flieger-Kino. Ein neuer Film mit Philipp Holmes Der überaus sympathische amerikanische Darsteller Philipp Holmes ist unserem Publik um kein Fremder. Er hat in „Amerikanische Tragödie" und vor allem auch in dem Sensationsfllni „Verrufene Gassen" die Hauptrolle gespielt, Unsffr Publikum wird demnächst Gelegenheit haben, den Künstler wiederzusehen, u. 7.w. abermals in einem Sensationsfilm. Es handelt sich um den von W. S. Van Dykc inszenierten Metrofilm „Korruption". Holme.-? spielt einen jungen Chauffeur, tler ganz allein den Kampf gegen eine überaus müchfige Vei-brYWterorganisaffon aufnimmt, um seine junge Frau zu retten. Entlassene Sträflinge als Mitwirkende In dcMdemnächst im Apollo zur Erstaufführung gelangenden Zuchthuusballade „Ich bin ein entflohener Kettensträfling" wirken außer Paul Muni, dem Hauptdarsteller, eine Anzahl ehemaliger BagnostrHfiinpe mit. Der Film schildert das Leben jener Kettensträflirige, die den Grausamkeiten des amerinischen Strafvollzuges schutzlos preisgegeben sind. Zum ersten Male weiden die Zustände, die dort herrschen und seinerzeit der Anlaß flammender Proteste waren, mit unerbittlicher Realistik vorgeführt. Der Film wurde nach dem autobiographischen Roman von Robert Elüot Burns gedreht. Regie rührte Mervyn Le Roy. „Das letzte Erlebnis" Amerikas berühmtestes Film-Liebeapaar, die si'höne Kay Francis, die zuletzt in Lubitsch' ..Trubel im Paradies" die Hauptrolle spielte, und William Powell, spielen die Hauptrollen in dem amerikanischen Gesellschaftsfilm in deutscher Sprache „Das letzte Erlebnis", der demnächst1 In der Scaia zur Erstaufführung gelangt. Schauplatz der Handlung Ist ein Ueberseedampfer, der die Route Hongkong--San Franziska berührt. In den weiteren Rollen eine Reihe namhafter Schauspieler. Rejrie führte Tay Garnett, der Regisseur von „Verrufene Gassen". „Zigeuner-Symphonie" So betitelt sich der erste Film, der den größten und bekanntesten Zigeunerprimas, Maxim Rode, bringt, in dem er mit seinem grüßen Orchester persönlich mitwirkt. Die Hauptrollen spielen Brigitte Helm. Joseph Schildkraut und Dorolhy Boucher Unter der Regie von Herbert Willcox. Die ungarische Puszta und Budapest geben dem Film die Schauplätze. Dieser Film, der als die musikalische Höchstleistung de« tönenden Bandes angesprochen werden darf, erscheint am 26. Mai im Rotenturm-Kino in Ur- und Alleinaufführung. Zu Pfingsten nach Polen und Czernowitz. Der von der Landsmannschaft „Buchenland" und dem „Czernowitzer Morgenblatt" veranstaltete Pfingstausflug - dauert vom. 28. Mai bis 6. Juni. Preise ab S 40 aufwärts. Keinerlei Paß- oder Visagebühren. Ermäßigungen für Reisende auch in einer Richtung. Reseryierte Plätze. Veranstaltung geselliger Natur. Anschlußreise nach Bielitz und Mähr.- Qstrau. Nähere Auskünfte.über diesen interessanten Ausflug hei „Buchenland", Kanzlei R;-A. Dr. Poras, I., Singerstraße 27, Tel. U-25-702, ..Universal", t, Kärntner* Ving 12, Tel. U-40-4-42: E; üdifdtf §|>or4* lind .....IjÄÜH T jjj? j$fj ,<e w e # uh 9 Schiedsrichter Göbel abringt Hakoah, um, beide Punkte . Nach den Erfolgen gegen, ß. A. Cv und Sportklub erlitt,. Hakoah -gegen C,.'^Wieri/eirie erfindliche. 0 : 4- Niederlage. Der Mißerfolg ist in erster ,Reihef auf die parteiische Leitung j des Schlichters Göbel" Zurückzuführen, der durchseine ^n^j^eldjungen' 'die;'&akoah- Mannschaf t - völlig aus wde&; fRu#e.,.brsehtß. Es ist nicht das; erstemal, daß Hakoah1 unten«den*Benachteiligungen dieses Schiedsrichters zu leiden hat. ,,;..] Noch vor Beginn Ties Kampfes bekundete Schiedsrichter Göbel seine Antipathie^ gegenüber der Hakoah. Obwohl der Platz duftihj denr Starken Regen und durch das vorher stattgefundene Spiel wacker—B. A. C. völlig aufgewühlt war, erklärte Göbel auf Verlangen des F. C. Wien den -Platz für geeignet. Der Ball versank im Kot und mußte jede Weile gewaschen werden. Das Publikum forderte erregt den Spielabbruch, . aber der Schiedsrichter war dazu nicht zu hajjeu. Zu großen Demonstrationen gegen den Schiedsrichter, kam es, als er wenige Minuten .nach Beginn einen „Elfer" gegen F. C. Wien verweigerte. Als die Favoritner sahen, däß Göbel auf ihrer Seite steht, setzten sie mit einer Spielart ein, die als lebensgefährlich bezeichnet werden muß. Es gab massenhafte Stürze, und es ist ein Wunder, daß nicht mehrere Hakoahner schwere Verletzungen davontrugen. Besonders tat sich Cernic hervor, der den Hakoahner Mausner in gemeinster &rt , zu Boden warf. Herr Göbel sah aber nichts, auch ^weitere Roheiten blieben ungesühnt und mit Göbels Hilfe, gelangten die Favoritner mit 1:0 in Führung. Nach der Pause artete das Spiel in eine Schlacht aus. Es wurde gehackt,. geohrfeigt, die Zuschauer gerieten in höchste "Erregung, aber Göbel, der seinerzeit einen Zuruf Häuslers-sofort hörte und energisch einschritt, sah und hörte nichts! Er erwachte erst, als Mausner die Sitten seiner Gegner kopierte, und wies den Hakoahner sofort vom Platze;., Das Spiel mußte unterbrochen werden, weil die hinter, dem HäkoahiTör angesammelten. Burschen LÖwy mit Steinen bewarfen. Hakoah, verbittert über die Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, gibt das Spiel auf und die Gegner erzielen innerhalb sieben Minuten drei weitere Treffer. Hakoah spielte in folgender Aufstellung: Löwy; Amster, Feldmann; Donnenfeld, Stroß, Platschek; Ehrlich I, Heß, Stern, Mausner, Reich. WasserbaUmeisterschaft Hakoah gegen W. A. C. 2:3 .(1:1). Aufstellung: Korhmehl, Dr. Lichtenstein, Mehler II, Beck, Flesch, Rosenblatt, Mehler I. Trotz sehr guter Leistung eine unglückliche Niederlage. Die Hakoah-Mannschaft war klar besser als. der W. A. C, der seinen knappen Sieg nur dem Schiedsrichter verdankt, der die Blau-Weißen in entscheidenden Phasen des Kaöipfe« schwer benachteiligte. Die Umstellung der Mannschaft (Mehler I in den Sturm) hat sich sehr bewährt. Der verletzte Klein wurde von Kornmehl glänzend ersetzt. Die Verteidiger waren gut In der Defensive, aber sebwiramerisch schwach. Die Mitte gut wie immer, Beck diesmal besser als Flesch. — In der IV. Runde der Meisterschaft ist unser Gegner, der Touringklub, nicht angetreten, so daß das Spiel mit 6 : 0 für uns verifiziert wurde. Die Reserve schlug Touringklub 6:2. Hakoah-Leichtätnleten Heuer kam die neu ausgeschriebene, als Ersatz für „Quer durch Wien" gedachte Internationale Wiener . Praterstaf f ei zur» Durchführung., Von den fünf, Hakoah-Staff ein,: die am Start erschienen waren, konnten sich nicht weniger als vier Mannschaften Plätze erobern. ,Die Hakoah mußte sich als gleichwertige Mannschaft geschlagen geben und mit dem ehrenvollen zweiten Platze bescheiden. Das Resultat 21:37,8 gegenüber dem Sieger W. A.F. (21:37,6) zeigt deutlich, daß keinerlei. Unterschied in der Qualität der Läufer vorhanden ist.* Am besten in der Mannschaft liefen der österreichisch« Meister Deutscher und das Talent der Hakoahy König. Deutscher holte den ganzen Vorsprung des W. A. F. (zirka 40 Meter) auf, verlor allerdings bei der* Uebergabe zirka 8 Meter, da er sich schon zu sehr ver* ausgabt hatte. König konnte in der letzten Etappe dent Vorsprung des W. A. F.-Mannes Gudenus (zirka 35 Meter)] beinahe zur Gänze aufholen und so der Hakoah eineö sicheren zweiten Platz erringen. Wieder konnte sich dia Damengruppe der Leichtathletiksektion der Hakoah einigt sehr schöne Erfolge holen. Sie wird bald zu den führenden Vereinen in der Damenleichtathletik gehören. Vom Schwimmklub Hakoah Es ist uns heuer wieder gelungen, das Hietzin<j g e r S t r a n d b a d für das Sommertraining zu bekommen. Nachdem das Bad durch die günstige Lage und die verhältnismäßig niedrigen Preise große Vorteile bietet, wird sich hier die Möglichkeit bieten, recht viele neue Mitgleder zu werben. Ab Donnerstag, den 11. d. M„ sind die Monats* (Saison-) Karten zu folgenden Preisen bei unserem Abendtraining im Dianabad und in unserem Sekretariat zwischen 11 und Yi\ Uhr zu haben: Mai-Juni für Zöglinge S J.50. für Mitglieder S 2.—, für Mitglieder anderer jüdischer Organisationen S 3.—; für die übrigen Monate Juli, August und September für Zöglinge S i.—, für Mitglieder S 1.50, andere Organisationen S 2.50. — Neue Trainin g s e i n t e i 1 u n g: Ab 15. Mai 1. J. beginnt die neue Trainingseinteilung, wie folgt: Montag, Mittwoch und Freitag ab 5 Uhr im Hietzinger Strandbad. Alles Nähere bei den einzelnen Trainern und in der Vollversammlung. Ab 15. Mai 1. J. findet im Dianabad kein Training mehr statt, nur mehr Familienbad. — Max Reiser hat ehrenamtlich die Leitung des Schwimmtrainings übernommen, nachdem er deweit nur mehr halbtägig beschäftigt ist. — Jügendklubkampf gegen die Austria: Samstag, den 20. Mai 1. J., findet im Hietzinger Strandbad ein Jugendklubkampf im Schwimmen und Wasserball statt. Die' näheren Ausschreibungen werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben was^'-n. Vom Schwimmklub Hakoah Zsigo Wertheimer. Seit 30. April ist Zsigo Wertheimer nicht mehr unser Trainer. Mehr als zwanzig Jahre hat er an dem Aufbau des Schwimmklubs Hakoah mitgeholfen. Er war es, der mit ununterbrochener Zähigkeit und Begeisterung alles daransetzte, die Hakoah vorwärtszubringen und zu immer größeren Erfolgen anzuspornen. Alle Rennschwimmer und Wasserballer wissen ihm Dank dafür. Leider mußte gerade die jetzige Leitung sich zu dem schweren Schritt entschließen, das Vertragsverhältnis mit Zsigo Wertheimer aufzulösen. Die Mittel aufzubringen, um sein weiteres Verbleiben zu sichern, war nicht möglich. Wir konnten Herrn Wertheimer keine entsprechende Summe mehr bieten, die ihm ein weiteres Verbleiben ermöglicht hätte. Wir hoffen jedoch, falls es nur halbwegs wieder möglich sein wird, Zsigo wieder als Trainer in unserer Mitte begrüßen zu können, um neue, noch größere Erfolge für den jüdischen Schwimmsport zu erzielen. Sport in Palästina Aus Palästina schreibt Ernst W ,e igler ' ah die Hakoah: In Leichtathletik und Schwimmen finden Ende Mai in Haifa die Landes-Meistersc haften, statt. Es werden jetzt schon große Vorbereitungen getröffen untl wir glauben, daß dle' VörV eine Makkabi-Tel-Awiw, -Haifa und -Jerusalem sehr gut abschneiden werden. Ende April eröffnet der J. M. C. A. Jerusalem sowohl eine Athletiksportanlage wie auch seihe Schwimmhalle (25 Yard lang, 10 Yard breit, sehr schön eingerichtet) mit Sportfesten. Die Hockey man nschaft von Makkabi (Tel-Awiw) führt in der Landesmeisterschaft und hat ihre stärksten Gegner, die englische Fliegermannschaft von Ramleh als auch andere englische Mannschaften, geschlagen. Die Boxer von Makkabi (Haifa) hatten sehr schwere Wettkämpfe: Zuerst gegen dieschottischeMilitärmannschaft, in welcher eines unserer Mitglieder einen K.-o.-Sieg gegen den englischen Militärmeister im Schwergewicht erringen konnte. In einem Kampf gegen eine arabische Mannschaft aus Syrien siegte Makkabi überlegen; diesmal schlug unser Schwergewichtler Flnn in der 27. Sekunde seinen Gegner, einen Neger, den Meister von Syrien. Am Ende des Sommers findet in Haifa anläßlich der Eröffnung des Hafens ein ganz großes Schwimmfest statt. Es werden dazu von jüdischer Seite große Vorbereitungen getroffen, weil es sich um eine Demonstration des jüdischen Schwimmsports vor dem englischen Publikum, u. a. vor dem Prinzen von Wales, handelt. Makkabi (Haifa) hat für die Jugend aller Sektionen den obligatorischen Schwimmunterricht eingeführt, und bis das geplante Bad am Hadar Hakarmel (bei Haifa) eröffnet ist, werden auch alle Schulen Haifas mit dem Schwimmunterricht beginnen. Hakoah-Anhänger lesen den „Sport-Sonntag". Reichhaltig illustrierte Wochenschrift mit Mannschaftsaufstellung. Preis 10 Groschen. Herausgeber: Emanuel Flscus. Erhältlieh auf allen Sportplätzen. In der kommenden Ausgabe Bilder sämtlicher Hakoah-Spieler. Hakenkreuzler stänkern schon wieder im Dianabad Die Hakenkreuzler, die im Sport der Hakoah weit nachstehen, versuchen dieses Manko durch Krawall wettzumachen. Bei der letzten Runde der Wasserball-Meisterschaft im Dianabad kam es wieder einmal zu wüsten Ausschreitungen der Nazi. Wache mußte mit Gummiknüppeln einschreiten und mehrere Verhaftungen vornehmen. Bei einem Nationalsozialisten fand man eine Hundspeitsche und einen Schlagring. Die sportlichen Ergebnisse waren: Hakoah siegte gegen Austria 3:3 während der W. A. C. es vorgezogen hatte, gegen den Naziklub Ewask nicht anzutreten. Schlagermatch im Präger Im Rahmen einer Doppelveranstaltung spielt H akoah Sonntag, den 21. d., auf dem W. A. C.-Platz gegen Austria. Die Spiele zwischen diesen beidta Klubf