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Die neue Welt · 1933-03-03 · Heft 286 (3.3.1933) · page 8

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Journal
Die neue Welt
Volume
7 (1933)
Issue
Heft 286 (3.3.1933)
Date
1933-03-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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DER NEUE WELT Nr. 286 ' Verband zionistischer Mittelschüler Mittwoch, 8. Mttrs 1933, 3 Uhr abends, Bayrischer Hof, II, Taborstraße Nr. 39 2. Aufführung (neuinss«ni«rt) HO — RUCK NACH PALÄSTINA Revue von Hobby Weiser, aufgeführt vom Zionistischen Politischen Kabarett Karten an der Abendkassa su haben mit, daß während der Maiunruhen dreiundzwanzig jüdische Läden erbrochen und ausgeplündert wurden und dreiundzwanzig Juden durch Mißhandlungen Verletzungen erlitten. Eine Gruppe Moslems drang in eine kleine Synagoge ein und richtete dort Schaden an. Daß Juden nicht schwer oder gar tödlich verletzt wurden und daß nicht auch in jüdische Wohnungen eingebrochen wurde, ist der polizeilichen Wachsamkeit zu danken. Die Polizei verhaftete 120 Araber und wies etwa 60 bis 70 aus. Metcalfe gab zu, daß einige an die Jüdische Telegraphenagentur gerichtete Telegramme über die Unruhen durch den Chief Commissioner von Aden auf Grund der indischen Zensur v.o r. Schriften zurückgehalten wurden, weil in diesen Telegrammen die Lage als sehr bedrohlich geschildert wurde. Brith Trumpeldor (Vom Büro des Shilton in Paris) S h i 11 o n. Der Shilton trat an die Bearbeitung einer offiziellen ideologischen Broschüre des Betar heran. Die Broschüre wird im Rahmen eines Seminars unter Beteiligung des Rosch-Betar und der in Paris wohnhaften Ketzine ha-Shilton redigiert. — Im Auftrage des Shilton wird von einer Gruppe Betarim in Oesterreich, Deutschland, Polen und Lettland das Material eines Instrüktionsbuches für Leiter der Darga Alef („Sefer ha Nesharim") bearbeitet. Die Redaktion dieses Buches besorgt Dr. Helene Liebertal, Riga. Palästina. Die Genossenschaft der auf dem Boden des K. K. L. sich ansiedelnden revisionistischen und betaristischen Arbeiter „Ramat-Tjomkin" bericht dem Shilton über die Schwierigkeiten der „Eroberung" ihres Bodens: Die Araber der Umgebung versuchten, die Siedler am Pflügen und Besäen des Bodens zu hindern, um auf diese Weise ihre (maßlos übertriebenen) Entgeltansprüche geltend machen zu können, bevor die Juden ihre Besitzrechte durch Bearbeitung des Bodens festgelegt haben. In Anbetracht der großen zahlenmäßigen Ueberraacht-der Araber, die alle Dörfer der Umgegend mobilisiert'hatten, müßte die Leitung der „Pelugot-Avoda" des Betar den Siedlern ihre Leute zur Verfügung stellen, damit sie während der Abgrenzung des Bodens und der Aufstellung der Zelte dem arabischen Widerstand standhalten können., Während der Arbeit, die unter einer gespannten Stimmung vor sich ging, erschien ein arabischer Pölizeioffizier aus Tul-Kerem, der den Befehl erteilte, die j Arbeit „bis zur Gerichtsentscheidung" einzustellen. — Die Genossenschaft „Ramat-Tjomkin" leidet an Kreditmangel zum Baracken- und Häuserbau in der neuen Siedlung, da sie — als nicht zur „Histadrut" gehörig — von der „Arbeiterbank" keine Kredite erhält. Die Leitung der „Pelugot-Avoda" beschloß, die nicht zum Betar gehörigen jungen Revisionisten aus Oesterreich, die kürzlich eingewandert sind, in der Kolonie Rehoboth als „revisionistische Pelugat-Avoda" einzuordnen. ' Aus Anlaß des vierzigsten Geburtstages des Natziv, Dr. Julius Fröhlich, fand m Tel-Awiw eine Feier statt, an der u. a. die Herren Meir Großmann, und Heinrich. York-Steiner teilnahmen. Es wurden Begrüßungsschreiben des Rosh-Betar und des Shilton verlesen. Die Netzivut beschloß, zu Pessach einen allpalästinensischen Kinnus des Betar in Tel-Awiw zu veranstalten. — Der Ken in Haifa entwickelt sich zufriedenstellend. Es wurden zwei Fechtgruppen gebildet Und eine Aktion zur Erwerbung eines Bootes für die maritime G r.u pp e eingeleitet. — Der Ken in Tiberias wurde vom Instruktor Samoilinsky besucht; die. Tätigkeit des Ken erlangte dadurch einen neuen Aufschwung. Tschechoslowakei. In Bratislava wurde im Rahmen des Ken eine separate Hochschülergruppe gegründet. Tournee J. Segal-Rosenbach Der in Wien populäre Interpret des jüdischen und hebräischen Liedes, J. Segal-Rosenbach, ist soeben von einer Auslandstournee zurückgekehrt, die ihn unter anderem auch nach Palästina und Rumänien führte. Die hebräische Presse Palästinas widmete J. Segal- Rosenbach warme Begrüßungsaufsätze. Sein Konzertprogramm bestand aus Opernarien, deutschen, italienischen und neuhebräischen Liedern, jemenitischen und arabischen Volksmelodien und ostjüdischen Volksliedern in hebräischer Uebersetzung. Sein erstes Konzert fand in der Stadt. Tel-Awiw statt, die weiteren in Ohel-schem. Anwesend waren u. a.: Bürgermeister Dizengoff, Ch. N. Biälik u. a. Außer in Tel-Awiw gab J. Segal-Rosenbach mehrere Konzerte in Jerusalem und Haifa. Der gesamte JUschuw hat ihm viel Anerkennung gezollt. In Rumänien sang J. Segal-Rosenbach in den größeren Städten ausschließlich hebräische und jiddische Liöde'r. Das Publikum zeigte für die neue Richtung der jüdischen Musik großes Interesse. In Bukarest und in Czernowitz sang J. Segal-Rosenbach in einigen Konzerten, welche unter dem Protektorate der Zionistischen Organisatin Rumäniens standen, wobei der bekannte und bedeutende jüdische Folklorist Dr. Imanuel Olsvanger das einlegende Referat „Ueber das jüdische Volkslied" hielt. Im Rahmen der Chamischa asnar-Feier des „Brith. Trumpeldor", sang Herr Harry S t e i n (aus Lettland) hebräische und jüdische Volkslieder. Herr Stein, der hier beim bestbekannten Gesangsprofessor Max Spector studiert, besitzt einen schönen lyrischen Bariton und erntete wohlverdienten Beifall. Gesellschaftsreise zu Ostern nach Palästina Dem ReisebUro Comp^ss Tours ist es gelungen, eine bedeutende Verbesserung für die für den 5. April ausgeschriebene Reise nach Palästina und Aegypten zu erreichen, und zwar werden die Teilnehmer, die die Rückreise von Aegypten antreten, auf dem Expreßdampfer „Ausonla" nicht die Spezialklasse, sondern die r eguläre zweite Klasse bekommen. Die Hinreise geht, wie schon gemeldet wurde, auf dem S6.000 Tonnen großen Luxus-Motorschiff „Vulcania" vor sich, die schon am 24. März von New York abgeht. Von Amerika aus nimmt eine Anzahl prominenter ameri kaniscÄer Juden, die sich unter dem Namen „Theodor Herzl-Gruppe" zusammengeschlossen haben, an dieser Reise teil. Das Schiff geht am 5. April von Neapel ab und kommt am 9. April In Haifa an. Der erste Teil der Pessachfeiertage wird in Tel-Awiw, die letzten Tage werden in Jerusalem zugebracht. Von Wien aus hat sich eine Gruppe der Bne-Brith- Logen unter Führung des Altpräsidenten Herrn Dr. Walter Werner dieser Tour angeschlossen. Außerdem haben sich auch Bne-Brith-Gruppen aus der Tschechoslowakei und R umänien sowie eine besondere Gruppe jüdischer amerikanischer Aerzte zu dieser Reise gemeldet, so daß die ganze Reise neben allen Bequemlichkeiten und sonstigen Vorteilen sich auch zu einem großen gesellschaftlichen Ereignis gestalten wird. Der Preis der Ueberfahrt mit Aufenthalt und Besichtigungen in Palästina beträgt S 640 plus 15 englische Pfund. Für den Aufenthalt und die Besichtigungen in Aegypten kommt ein Zuschlag von 9 englischen Pfund hinzu. Es sind nur noch wenige Plätze zu vergeben und wird daher den Interessenten dringend empfohlen, ihre Anmeldungen so bald als möglich vorzunehmen. Anmeldungen werden bis zum 10. März im Reisebüro Compass Tours, Wien, IX., Spitalgasse 3, entgegengenommen. Tel. B-42-5-38. Ho — ruck nach Palästina. Die zweite Aufführung der neuinszenierten zionistischen Revue „Horuck — nach Palästina" von Bobby Weiser findet am Mittwoch, 8. März im „Bayrischen Hof" statt. üdifdie Sports und liiiiiiniiii Turn Bewegung. Hakoah in der Meisterschaft Der jüdische Verein wird in dieser Saison einen schweren Kampf führen müssen, um sich in der ersten Liga zu behaupten. Derzeit nimmt Hakoah mit sieben Punkten den vorletzten Platz in der Tabelle ein. Vor Hakoah sind mit je acht Punkten B. A. C. und F. A. C. placiert, zwei schwache Klubs, die von den Blau-Weißen überholt werden können. Der erste Punktekampf gegen B. A. C. mußte infolge schlechter Bodenverhältnisse abgesagt werden. Kommenden Sonntag spielt Hakoah im Rahmen einer Doppelveranstaltung auf dem W. A. C.¬ Platz gegen F. A. C. Die Floridsdorfer wurden vergangenen Sonntag von Admira 7 :0 geschlagen, und es ist zu hoffen, daß Hakoah alles daransetzen wird, die zwei wertvollen Punkte zu gewinnen. Eine Woche darauf tritt Hakoah gegen die aufstrebende Wacker-Mannschaft an, und am 19. März haben die Krieauer im Stadion Rapid zum Gegner. Im Sport-Motorboot nach Palästina Aus Jerusalem wird berichtet: In Tel-Awiw sind in diesen Tagen der Wassersportler W. Großmann, ein deutscher Jude, und seine Frau eingetroffen, die den ganzen Weg von Deutschland nach Palästina auf dem Wasser mittels eines Sport-Motorbootes zurückgelegt haben. Sie legten fast den ganzen Donaulauf zurück, durchquerten dann das Schwarze Meer und das Aegäische Meer und fuhren durch die Dardanellen und das Mittelländische Meer bis zum Strand von Jaffa. Sie wollen sich nun in Tel-Awiw als Sportlehrer niederlassen. Die ersten jüdischen Flieger in Palästina. Nach Palästina kehrten vor kurzem fünf gebürtige Palästinenser zurück, die mit Erfolg die britische Fliegerschule absolviert haben. Sie erhielten sofort alle Anstellungen in der palästinensisch-britischen Luftflotte und besorgen den Verkehr zwischen Palästina und den benachbarten Ländern. Hasnionea—Makkabi Die Amateurvereine Hasmonea und Makkabi haben sich zusammengeschlossen, um einen großen jüdischen Amateurverein zu bilden. Durch den Zusammenschluß ist der Verein in der Lage, eine starke Mannschaft zu stellen und sich in der zweiten Klasse A zu behaupten. Da die führenden Männer des Klubs sich aus bekannten Zionisten zusammensetzen, ist damit zu rechnen, daß der Klub auf seine Mitglieder in zionistischem Sinne wirken wird. Die Grazer Hakoah spielte im Wintercup gegen Südbahn 3 : 3 unentschieden. Turnzeiten im Wiener Jüdischen Turnverein „Makkabi", Sektion Wien, IX., Liechtensteintraße 2 0. Kinder (Buben und Mädel), 6 bis 14 Jahre, Mittwoch und Samstag von halb 5 bis halb 7 Uhr: Leitung: Frl. Gertrude Kraus, Ing. Patlaschenko. — Mädchen, 14 bis 17 Jahre, Mittwoch und Samstag von halb 7 bis dreiviertel 8 Uhr: Frl. Dele Degenstück; Samstag: Gymnastik: Frl. Gertrude Kraus. — Zöglinge (Knaben), 14 bis 17 Jahre, Mittwoch und Samstag von dreiviertel 8 bis 9 Uhr: Turnen: Herr S. Kertmann, Boxen: Herr Boxmeister Franz Kraus, Jiu-Jitsu: Ing. Patlaschenko. — Herren (über 35 Jahre) Montag und Donnerstag von '7 bis 8 Uhr: Leitung: Herr V. Löbl. ~- Herren (unter 35 Jahre) Montag und Donnerstag von 8 bis halb 10 Uhr: Leitung: Herr A. Schreck. — Samstag, 4« März, Ys9 Uhr abends MakkaM.Sdu.uft.rnen llllllf lllllllllllllllllllllllllllllllllf tllllf lllllllllf fl* Pun'mf est, St. Pölten (Stadiale) Veranstaltet vom Makkabi St. Polten anläßlich seines lojährlgen Bestandes unter Mitwirkung von Makkabi-Cruppen Auskünfte beim Makkabi St. Pölten, Kremsergasse 27 Damen, moderne Gymnastik für Frauen, Dienstar und Freitag von 7 bis 8 Uhr: Frl. Lotte Türk 1 — Rhythmisches Turnen für Damen: Dienste* und Freitag von 8 bis 9 Uhr: Frl. Gertrude Kraus. — Boxen (für Männer) Montag halb 8 bis 9, Donnerstag halb 8 bis 9, Samstag 9 bis 10 Uhr: Herr Boxmeister Franz Kraus. — Moderne Heizungs- und Entlüftungsanlage, Garderobekästchen, kalte und warme Duschen, mäßige Beiträge, Auskünfte bereitwilligst täglich abends (außer Sonn- und Feiertage), eigener Zuschauerraum, Ausflüge, gesellige Veranstaltungen, Bühnenschauturnen im März. — Jugendgruppe: „Makkabi Hazair- Brith Zirenu", Zentralheim, Wien. V., Wiedner Hauptstraße 130. Jüdischer Turnverein Makkabi II, Turnsaal, DT., Leopoldsgasse 3. Billigster Beitrag- und beste Leitung. Für Kinder und Erwachsene: Spezialgesundheitsturnen. Gesellige Veranstaltungen und Ausflüge. — Turnzeiten: Montag und Donnerstag, halb 8 bis 9 Uhr abends, für Damen und Herren Gymnastik und Gesundheitsturnen, für Kinder an diesen Tagen von halb 6 bis halb 7 Uhr abends. — Mittwoch, 7 bis 9 Uhr abends, ganz modernes Geräteturnen für Damen und Herren. — Die Jugendabteilungen leitet stud. techn. Ornstein. Zwack, der erste jüdische Europameister im Eiskunstlaufen, hat gemeinsam mit seiner Partnerin P a p e t z mehrere Schaulaufen in Deutschland und Budapest absolviert und großen Anklang gefunden, _ Palästina-Weine billiger! Karmelweine aus Richon le Zion haben in diesem Jahr eine wesentliche Preisreduktion zu verzeichnen. Der österreichische Vertreter der Großkellereien in Richon le Zion, Herr Gustav Wilder, gibt uns nachstehende Detail-Preise für Original-Flaschen bekannt: Rechoboth ........ S 2.40 Emek......, . , . S 2.70 Karmel .....„,.. S 3.10 Perle Saron........S 3.30 Muskat Karmel......S 4.— Die Weine sind in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Uta sich vor den vielen im Handel befindlichen Nachahmungen zu schützen, wird dem konsumierenden Publikum empfohlen,, die Bezeichnung Richon le Zion zu beachten. / Vereinsnadiriditen Vereinigung der zionistisch-revisionistischen Jugend., Wien, IL, Untere Augartenstraße 38. Samstag: 7 Uhr Chaluz-Kwuzah, Führer Ch. Kerzner. Sonntag: Gemütliche Zusammenkunft im Heim. Montag: SU8 Uhr Hebräisch-Kurse. Dienstag: 7 Uhr Arbeitsgemeinschaft „Tel-Awiw". Führer Ch. Feuer; 8 Uhr Plenarversammlung. Mittwoch: &8 Uhr Englisch-Kurs; M..9 Uhr Vortrag in der Union. Donnerstag: 3/48 Uhr Hebräisch-Kurse. Brit Trumpeldor Oesterreich. Neunkirchen. Am 19. v. M. fand hier eine öffentliche Versammlung des Betar statt, in der die Führer des österreichischen Betar, Natziv Dr. K ö pp e 1 und M. le Natziv J. Goldst ei n sprachen. Die Versammlung, der fast die gesamte Judenheit Neunkirchens beiwohnte, war ein großer Erfolg. — Wiener Neustadt. Der hiesig« Ken nimmt aktiven Anteil an der Organisierung einer revisionistischen Ortsgruppe. Ferner wurde eine starke Mädchengruppe der Darga Alef ins Leben gerufen, die unter Führung pädagogisch geschulter Betariot steht. — S t e y r. Die neue Gruppe entwickelt sich sehr gut. Die Betaria Lisi Sch. hielt ein ausgezeichnetes Referat über „Nationalsozialismus und Judentum". Es finden regelmäßig Hebräisch-Kurse und Sicliot der Darga Alef statt. — Wien. Am 11. v. M. fand eine Chamischa-Assan-Feier statt, die sehr schön verlief. Am 12. v. M. fand eine Wanderung statt, die im Helm mit einem gemütlichen Abend beschlossen wurde. Am 18. d. fand eine Versammlung der erwachsenen Betarim statt, in der M. le Natziv J. Goldstein über das Thema „Kattowitzer Fragen" referierte. Es schloß sich eine sehr interessante und rege Debatte daran, an der auch Natziv Dr. Köppel teilnahm. Am 26. v. M. fand der Monatsappell der Samalim statt. Der Jüdische Hochschulausschuß veranstaltet gemeinsam mit dem Jüdisch-akademischen Juristenverein am 11. März 1933 in sämtlichen Sälen des Handelsmuseums, Wien, IX., Berggasse 16, eine Purim-Redoute unter der Devise „Mit der Schlachmones nach Haifa". An der Fahrt nehmen teil: Damen in Kostümen und Masken, Herren womöglich in Kostümen. Anmeldungen von seetüchtigen Teilnehmergruppen bei der „Schlachmones"-Schiffahrtsgesellschaft, Wien, IX., Zimmermannplatz 8, in der Zeit zwischen 1 und 2 Uhr mittags. Karten a S 3.— im Hochschulausschuß und bei sämtlichen Fachvereinen. Jüdisch-akademischer Juristenverein, IX., Liechtensteinstraße 30. Amtsstunden: Dienstag 7 bis 8, Donnerstag 7 bis 8 Uhr. Wir teilen mit, daß wir unter der bewährten Leitung des Herrn Dr. Friedler einen Kurs für die rechtshistorische Staatsprüfung eröffnet haben. Anmeldungen für diesen Kurs in den Amtsstunden. Außerdem ist ein Kurs für die zweite Staatsprüfung bereits im Gange. Kollegen, die Ping-Pong spielen wollen, treffen sich jeden Dienstag und Donnerstag um Uhr abends in unserem Heim, wo wir gemeinsam mit den Technikern Ping- Pong-Abende veranstalten. Eine Fessachfahrt nach Polen ohne l'aß und Visa. Anläßlich der vom humanitären Verein der Lemberger in Wien veranstalteten Pessachfahrt nach Polen: Krakau, Lemberg, Stanislau usw. werden die Reisenden wie vor dem Krieg ohne alle durch die Nachkriegszeit heraufbeschworenen Erschwerungen reisen können. Weder Paß noch Visa sind nötig! Es genügt die Fahrkarte allein und auch die ist bedeutend ermäßigt. Die Veranstalter dieser Pessachfahrt sind sich dessen bewußt, daß sie dadurch allen Schichten der jüdischen Bevölkerung diese . Reise ermöglichen. Näheres und Anmeldungen im Caf6 Rappaport, I„ Franz-Josefs-Kai 45, Tel. U-25-303, und bei Dr. S. Tocker, I., Kärntnerring 12, Tel. U-40-4-42. Vortrüge im Jüdischen Lehrlingsheim. Ueber Initiative der Herren Adolf Böhm und Professpr Dr. Willy Stein werden im Lehrlingsheim „Zukunft", IX.. Grüne-Tor-Gasse 26, jeden Freitag abends Vorträge für die Heimzöglinge abgehalten, bei denen aber auch Gäste jugendlichen Alters gerne gesehen werden. Es haben bis nun folgende Vorträge stattgefunden: Am 3. Februar 1933, Dr. .Leo Goldhammer: Die wirtschaftliche Lage der Juden in Oesterreich. Am 10. Februar 1933, Professor Dr. Edmund J erusalem: Der Nationalsozialismus., Am 17. Februar 1933 Bruno Rabin owiez: Juden im vorderen Orient, Reiseeindrücke. Am 24. Februar 1933, Jakob Glemm aus New York* Die Lage der Juden in U. S. A. Freitag, den 3. März 1933 um 8 Uhr abends hält Professor Viktor Löwenfeld im Lehrlingsheim, IX., Grüne-Tor-Gasse. 26, einem .Vortrag unter dem Titel „Kunst und Handwerk". Gäste sind herzlichst willkommen» ,o tir;>ae Purimfeier der iYIisrachijugend. Montag, den 13. Marz 1933 (Schuschan Purim), um 8 Uhr abends findet im

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