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Die neue Welt · 1932-12-16 · Heft 275 (16.12.1932) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 275 (16.12.1932)
Date
1932-12-16
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr* 275 DIE NEUE WELT Seife? 1 K.-Seiden-Manllla und -Kristalline — K-Sclden-Ray6 — Rips — Lamö . . . . . . . . . . . Der Meter S ReinscIden-Cröpe-dc-Cliliic — Satin-dc-Cfilne,' ]e 90 breit — Bemborß-Waschscldc . . .' . . . . . . . S K.-Selden-Alolre' — K.-Selden-Taliett. in den schönsten Farben — K.-Selden-A\ousselin — Faille Eclalre. 85 breit S K.-Selden-Broch6. 80 breit, für Pocken. Schlafröcke und Vorhänge, in allen Farben — Rclnscideii-Bcngallno. 90 breit — Crfipc Monßol........ . . . S K-Sclden-Crepe-MonRoI.lmprirnö oder Georgette iroprimö (auch Mille-Carr6c-Dessins). schwere Kleiderware. 100 breit . S ^50 198 2-75 3 50 -Kretonne!. Untermaß-Reste per Meter Groschen S Etamln faconniS. dunkle Farbtöne — Blaudruck-Wäsche-- " Frcncli. clattfarbis: — Tehnls-Flanell . . . . '. ' . S .K.-Selden-ScIiotten. gut waschbar. Hemdcnstoüe — Kleider- Volle — Mlllo fleurs Flanelle . . ....''.• . .S Waschselde-ImprimcS ■— Cr£pc-Marocainc. Remüsfcrt — Dlrndl- Zephlrc — Spört-Fliincll; Indanthrenfarben, neueste Streifenmuster ............. . , S Orlß. engl. Madapofam. weiß und alle Pastellfarben, das Beste ' für Leib- und Bettwäsche. 80 breit — Möbel-Kretonne. Indanthren-Streifen — Cotton mel6e. In Streifen u. Schotten — Velours-Flanell, für Kleider und Schlafröcke .; . .S J.25 J.50 Besonders preiswerte Damen Mäntel — Pelze - Kleider Schlafröcke Mode-MSntct, aus gittern Flausch, mit' Lammfell-Verbrämung, neueste Fassons ... . . .....S [ugendlichc Bouclö-Mäntel. blau, schwarz öder braun, großem Scal-Kragcri, ganz gefüttert . '. .. . mit . S Feine Tuchmäntel, mit großer Pelzvcrbrämung. gute Schneiderarbelt, ganz gefüttert und watteliiert . . . . . ... S Breltschwanz-Plilscli-Abendläckchen.' ganz, gefüttert. - . S 39.. Pllssee-Schoßen. aus K.-Seide oder Wollstoff -. 29.—. S 7.90, Flotte WollstoII-KIeWer. mit Veloiirs-Chiffongarnierunsr. aparte Fassonen . . . ... . ...» . .'S 14,90. S 49.—.'. ISreltschwanz-Latnmfeli-Jäckchen, ganz gefüttert Molrö-Fohlen-Mäntel.; mit elegantem' Lammfell-Schalkragen, ganz Seide gefüttert und watteliert........S Echte Naturbisam-Mä'ntel. ganz Crepc-Mor«^plr'-ie(a[te.rt. pikiert. Schafwoir'wätteliert ,. •V S 1500 eleg. Damen-Schirme -■.mit Seidenkante, 16teilig, mit Hohlschienen, blau oder A Qfl braun........., , , , , , S ^***w 9.80 39^ 139 —f 280- Jumper- .und Blusenstoffe in schönen Streifen- und Karodessins. 100 cm breit . ,. . . . S .Rehwoll-Twecd. für Kleider. Modedessins —, tfelnwoll-Baumrinde., in Weil), mit kleinen Webfehlern, 100 cm breit . . S ,'Reinwoll-Klelderrlps, in allen Modefarben, 100 cfn breit — Fresko-Tweed, für KJeider, und Kostüme. 140 cm breit . . S Woll - Georgette, mit Seiden-Rftekt — Relnwbll - Kleldor- Schotton. 130 breit. Mantcl-Twcod oder -Flausch. R0 breit S Cr&pc-Afghaialne. in allen Modefarben — Baumrinde, der neue Olialitäts-Kleidorstoff ...".' : . . .S J.50 250 3.50 450 ß.90 Besondere Kaufgelegenheiten in Strumpfs Strick« und Wirkwaren Für Herren: Strapazsocken in dunklen Farben . . .;» - s ,t : S Tigersocken, wann, gerauht. . - . .',;;.;•> 1 1 . S Pelz-Trlköt-Hosen oder Leibchen, warm gefüttert. .QrQßc ' s;BcuRcr-Leibchen. Halbwolle, gute .Ounlitüt., Größe 3. , . S •Bciiger-Halbwoll-rlösen. gute Qualität. Qröße'3'-. "<, .'s S Noppen-Pullover, ärmellos; reine. Schafwolle* ' t'. :i S : " . Für Damen: •> Trlkot-Schlüpfer-rfandscIiuho. In" Modefarben 1 1 t ■• S Patent Rlppen-Strlimpie. dunkle Farbtöne . 1 '• S Aefa-WaschscIdenstrUmpfc.. mit. Modeferse; * s '• S Wöll-Mcphlsto-Kappen. zwei- und dreifatblg . s 3 ■ 1 5 S Scldcn-Rayc-Hosen. warm gefüttert. Oröße 3 ,: j % : S Maccb-Trlkot-Komblnegeri. alle, Farben:utld Größen/Ui « S Westen oder Pullover, bunte Mode-Dessins . . >; : S Schafwoll-Pullover. modern gestrickter Halsteil . s- » S Für Kinder: "-:.','-; Patentstrümpfe, mit Stonfkarte, Jilje; Farben .' s -;b" '■■{. ab S Warme Trikot- oder Woll-Handschuue ■ , . _ : . S Selden-PölzTiöscn."alle" Färben. Größe'^-3 ".. 's " j '5 S PcIz-AnzliKerl. licht oder dunkel! Oröße 55 . 7 s s . S Oamaschcn-Hoserl aus Pelztriko't. alle Farben ". 1 ": ab Pullover oder Westen, in bunten Mode-Dessins ..• s . « . 5 Rein Schaiwoll-Pullover. In feschen Tupfen . ... s ,. . S. -.49 -.79 3.90 3.75 4.25 4.90 -.98 -.98 1.98 -.98 1.98 1.80 2.90 6.90 -.89 -.98 -.98 1.98 3.90 2.90 4.90 mmmm m.ma es dort nicht aushalten. Die traurigen, schweren Bedingungen haben sie zur Rückkehr gezwungen. Das ist vorläufig das rein äußerliche, arithmetische Gesamtresultat von fast vier Jahren Biro-Bidschaner Kolonisation. Der kolossale Prozeß der Rückwanderung erklärt sich vor allem aus den gewaltigen, objektiven Schwierigkeiten des Landes. Das Klima ist ungünstig: ein kalter Winter (bis 40 Grad Kälte), der fünf Monate dauert, und ein heißer [(bis 50 Grad Hitze) und feuchter Sommer; die Monate Juli bis September sind regnerisch und alljährlich gibt es gewaltige Ueberschwemmungen. (Im Jahre 1927 brachten die Ueberschwemmungen 11 Millionen, im Jahre 1928 fast 30 Millionen Rubel Schaden.) Myriaden Mücken machen das Leben für Mensch und Vieh unerträglich. Anderseits haben die Sowjetagenten den Kolonisten „goldene Berge" versprochen. Der „Emess" schreibt mit Verbitterung: „In vielen Orten hat man den Leuten für Biro-Bidschan goldene Berge versprochen. Einige Kolonisten sind sehr enttäuscht, wenn sie sehen, daß. sie sehr schwer v/erden arbeiten müssen. Einige Geserd-Agenten haben ihnen von Milch und Honig erzählt." Für die ankommenden Einwanderer hat niemand gesorgt. Das" weißrussische zentrale Exekutivkomitee hat vor kurzer Zeit nach Biro-Bidschan eine spezielle Expertenkommission geschickt, welche feststellen sollte, weshalb ein so großer Prozentsatz von Kolonisten zurückkehrt. Die Kommission hat in ihrem diesbezüglichen Bericht konstatiert: Wenn jüdische Kolonisten in Biro-Bidschan ankommen, finden sie keine Wohnungsgelegenheit, keine Arbeit und keine Nahrung. Obwohl unter den Juden Sowjetrußlands die fürchterlichste Not herrscht, finden sich nur wenige zur Einwanderung nach Biro-Bidschan bereit. Selbst die kommunistischen Part ei jünger meiden es. Die Mobilisierung von 440 jüdischen Kommunisten, die als „Chaluzim" nach Biro- Bidschan fahren mußten, hat sich nicht bezahlt gemacht. Alle Provinzorganisationen haben mitgeteilt, daß sich bei ihnen zu diesem Zweck nicht ein einziger junger jüdischer.Kommunist gemeldet hat. Verführt durch die „Geserd"-Agenturen,. sind einzelne Juden aus Amerika, Deutschland, Litauen, Frankreich und Palästina nach Biro-Bidschan gegangen. Bald haben sie .die, wirkliche Situation erkannt und sind-davongelaufen. 1 "> . Das Biro-Bidschan-Experiment stellt sich als das größte Fiasko der bisherigen bolschewistischen Kolonisationspolitik auf dem jüdischen Gebiet dar. Brifh TfumpeMor Vom Büro des Shilton in Poris Belgien. Ketzin ha Shilton J. Halperin weilt zur Zeit in Antwerpen zwecks Inspektion und Instruktion des Betar in Belgien. Er wird in Antwerpen einen Kurs für „U n t e r i ns t r u k t o r e n" leiten sowie den Versuch unternehmen, in Belgien oder Holland eine Instruktorengvuppe für maritime Hachse h a r a, das heißt für Fischerei und Seetransport zu schaffen. Palästina. Die Tageszeitung „Hasit Haam" wurde zum offiziellen Organ des Verbandes revisionistischer und betarischer Arbeiter bestimmt. Die betarischen Arbeiter'der Kolonie Kfar Saba führen einen schweren Kampf gegen den Versuch der „linken" Histatlrut, in diesem Jahr zum ersten Male seit Bestehen der Kolonie zur Orangenernte arabische Arbeiter beschäftigen zu lassen. Die Htetadrut setzte sieh mit den arabischen Kaufleuten, die Yon den jüdischen Pflanzern die Frucht am Baum abkaufen, in Verbindung, , und kam mit ihnen überein, daß ein Teil der beim Pflücken beschäftigten Arbeiter „ortsansässige" Araber sein sollen — um die revisionistischen Arbeiter der Kolonie ihres Rechtes auf diese Arbeit zu berauben. Die Gruppe betarischer Arbeiter Kfar Sabas veröffentlichte einen diesbezüglichen Aufruf an die jüdische Oeffentlichkeit in der Zeitung „Hasit Haam". Das Sekretariat des Verbandes revisionistischer und, betarischer Arbeiter sowie die Redaktion der „Hasit Haam" veröffentlichen in derselben Zeitung eyien Gruß an den in Baranowicz (Polen)„von „linken Halutzim'* schwer verwundeten Betari Koczer. Rumänien, Der Kreis (Galil) des Betar in .der Bukowina umfaßtzur Zeit sieben- Ortsgruppen.-;' mit insgesamt 415 Mitgliedern. Im Monat •-Oktober har der Mefakked Geliii G. Bercoyici alle Ortsgruppen inspiziert und festgestellt, daß die wehrsportliche Hachschara in ihnen allen gemäß den Instruktionen des wehrsportlichen Departemente des Shilton geführt wird. . China. Am 29.. Oktober fand in Charbin ein von der jüdischen Gesellschaft der Stadt veranstalteter „Teeabend'* zu Ehren der betarischen Rettungsmannschaft statt. i>er Vorsitzende der Zionistischen Organisation der Stadt, Dr. A. Kaufmann, begrüßte brieflich diese Veranstaltung. Dr. S. Rawikowitz betonte,in.seiner' Rede, daß der Betar in Charbin das einzige Zentrum n a t i 0 n a 1 j ü (1 i s c h e n G e i s t e s sei. Die reguläre Tätigkeit des Betar in Charbin, welche im Zusammenhang mit der Rettu'ngsarbeit unter'»' brochen worden war, ist. nunmehr wieder aufgenommen' worden. Viele freiwillige Mitarbeiter der vom Belar ge-.. schaffenen Rettungsmannschaft haben sich der. Darga Gimel des Betar angeschlossen. Die Netzivut in Charbin geht daran, für die. zukünftigen Olim des Betar handwerkliche Kurse einzurichten. •. , Im Zusammenhang mit der Bildung des. jüdischen, Kontingents in Schanghai ist der Betari L i f s c Ii i t z zum Unteroffizier ernannt worden. Lifschitz erhielt vor' kurzem ein Zertifikat und bereitet sich zur AU ja Vor. - T heafeiv Kiinft un Literatur Ein ständiges zionistisches Kabarett in Wien Wie wir erfahren, beabsichtigt Herr Bobby Weisser, der in zionistischen Kreisen als Haupt-, darsteller und Autor des größten Teiles des „Wahlkabaretts" bekannt ist, die Gründung eines abend-, füllenden politischen Kabaretts, das in bestimmten Abständen ein neues Programm herausbringen soll Undseine Aufführungen den einzelnen zionistischen Ve»* bänden.zur Verfügung stellen wird. ...... Herr Bobby Weisser, der bereits an Mine*

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