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Die neue Welt · 1932-11-04 · Heft 268 (4.11.1932) · page 9

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 268 (4.11.1932)
Date
1932-11-04
Page
– (sequence 9)
Language
German
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Nr. 268 Dlß NEUE WELT Seife | , Begeistert strömt ganz Wien zu Schiffmanns tftp Ißwmmidtdii i f" JDt&vnetin 2CaZ6-~ •Mfia/ui, , e/Cc stiegt 76*SS?^> ZB-19S6-93 \0-37S?'&) jjSOuzAz 4 WC ^ÄSj Wir wollen im Jubiläumsjahr 10.000 flßllß. Zllf f lBClßllß KUIldMl durcn beispiel ose Sonderleistungen in Qualität1 und Preis werben. Jätä ersten Preis \SSS^ kleinsten Preis. H8JP Jedes Angebot-eln So hl ag er! Damen-Wäsche: Refnseiden-Putztücher. Creoe-de-Chlnc od. Georgette, reich gestickt . S —.60. —.40, BemberK-Selden-Hemden mit reizend.-Stickmustern und SchnllrlabschluQ . . . .. S Bemberg-Seldeii-Naclithemden. reich Rest., Schnlirlabsehluß. alle Färb. u. Qr. . . S Flanell-Nachthemden, m. langen Aenneln u. Bubikrafren. reich «est., alle Farben . S Flanell-Pyjamas, moderne Pastclliarbcn. neueste Fasson, m. VerschnUrunK . . S Wfrtschaftsschürzen aus Kiitem Kern. Blaudruck, mit ti ohne Volant . . S —98, Gumml-Wlrtschaftsschiirzen mit Träger, reiz, dessiniert festes Material . . . 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S »••»»♦••»••»»•••♦♦»»♦•«♦«»♦»♦»♦ WM« Verlangen Sie unseren reichillustrierten Jubiläums - Preiskatalog! SCHIFFMANN II.TABORSTR.4Ö kerung war die Tatsache wichtig, daß man endlich ein Ende gemacht hat mit der Beschuldigung, der Kaufmann Jakob Ankri hätte während der arabischen Ueherfälle, auf den geistlichen Führer der Araber geschossen und auch den arabischen Richter (Kadi) am Auge verletzt. Jakob Ankri wurde, nachdem er 50 Tage verhaftet war, in Freiheit gesetzt, hauptsächlich dank des Eingreifens des französischen Kommissärs beim Gerichtsbezirk Sfax, der auf Grund des Bewersmaterials die Freilassung Ankris beim arabischen Gericht forderte und erwirkte. Aber die arabischen Richter behandelten nach der Forderung des französischen Kommissärs die Angelegenheit noch nach ihrer arabischen Methode. Die arabischen Führer von Tunis luden die jüdischen Führer zu einer „Unterhaltung" ein. Auf dieser „Unterhaltung" erkärten die Araber, sie seien brave, friedliche Lämmchen, und ließen sich sogar zu Liebeserklärungen an die Juden herbei. Sie erklärten, den „Mißverständnissen" ein Ende machen zu wollen, die die Spannung verursacht hätten;. Geschwisterkinder und Mitbürger hätten. Gehässigkeiten nicht notwendig, Iakob Ankri würde freigelassen .werden,- aber.... die Juden müßten 7000 Francs bezahlen.... Das teilt das französisch-jüdische Wochenblatt „Univers Israelite" mit. Man fing an zu handeln. Die Araber waren nicht bockbeinig und gaben sich schließlich mit 2000 Francs zufrieden. Die Anklage gegen Ankri wurde zurückgezogen, er hatte nicht,(geschossen, er hatte niemanden verwundet und'.der Kadi .mit dem schwerverletzten Auge ist plötzlich heil erschienen. So hätte die tragische Ge- . schichte ein komisches, Ende. Die jüdischen Fühfejc haben das geringfügige Lösegeld bezahlt. Aber die jüdische Oeffentlichkeit verlangt von der französischen Administration,, sie möge die ganze W ah rhe U ü b er d i e a r a b i s c h e n U tb er f ä 11 e in Tunis aufklären, und die Machenschaften der arabischen Hetzer enthüllen, welche die Schüld den Jüden zuschreiben wollen. Tatsächlich hat Frankreich sehr rasch und gründlich mit den dunklen 1 Elementen aufgeräumt. Und die Söldlinge des Jerusalem er Mufti werden bald aus Tunis unverrichteter Dinge verschwinden. 'JPii üdifdie Sport* und iiilliiliuii Turn bewegung Hakoah vor einer Kraftprobe Sonntag in Hutteldorf gegen Rapid Nach einer zweiwöchigen Unterbrechung greift Hakoah kommenden Soorijta^. wieder in die Meisterschaft ein. Die BlaUrWeißen spielen in Hütteldorf gegen den führenden Sportklub Rapid, der vergangene Woche Admira überlegen abfertigen konnte. Die Spiele zwischen Hakoah und Rapid verliefen bisher sehr erbittert, wobei die Grün-Weißen in letzter Zeit die Oberhand behielten. Ein gutes Abschneiden gegen diese spielstarke Elf würde das Ansehen der Hakoah erhöhen. Parteiische Schiedsrichter bringen die Hakoah um Erfolge Die Belgien-Frankreich-Reise der Hakoah brachte dem jüdischen Verein auch überraschende Niederlagen. Abgesehen von der 0:5-Niederlage gegen die belgische Nationalmannschaft, die auf vollständig einwandfreie Art zustande kam, sind die anderen Mißerfolge mehr durch die parteiische Leitung der verschiedenen Schiedsrichter verursacht worden. Das Debakel in Belgien war in erster Reihe darauf zurückzuführen, daß* das Treffen bei Abendbeleuchtung durchgeführt wurde, an die sich die Wiener nicht gewöhnen konnten. Nach dreifiigstündiger Reise trug Hakoah ein Spiel in Montpellier aus . und wurde von dem dortigen Vereiu Sport Olympiques 3:6 besiegt. In der Mannschaft der Franzosen waren nicht weniger als neun Ausländer tätig, davon zwei ehemalige ungarische Internationale. Gin Kapitel für sich bildete der Schiedsrichter, der die Gäste stark benachteiligte und zwei unbegründete Elfmeterßtöße gegen sie verhängte. Für Hakoah waren Mausner, Ehrlich und Eisenhof f e r erfolgreich. — Vergangenen Sonntag blieb

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