Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 265 (14.10.1932)
- Date
- 1932-10-14
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 265 DIE NEUE WELT Sterte I cKt£^^ «ß!*9£ BrfRl «v*£^<eA^^ 39 1?5C^ Gestanzte Reibbürste | Rasierpinsel I Waffel Handtooh Wirttdnftt-Hfubdiin, gep. 2 Doppelst. Kernseife, 40 dkg Horrenkragen, steif od. halbst. Kaffeesohaie mit Untertasse Suppenteiler, flach oder tief Paar Schweißblätter Kochlöffel' Garnitur, 3teiiig Roh-Molino, per Meter Re nborsten-Zahnbtirste c49, ViW- | S i Ü R ■ Mode-Schal od. -Tucb. 1 m Shantung-Selde Im Velour-Flanell Wasohseiden-Bluse Wo Ihaar-Oamenfllzhut, gcp. Selden-Raye-Pelzhose, f Dam. Klnder-Pelz-Anzügerl, Gr I. Orlg. Pumlian-Kappe, 2. Wahl Agfa-Waschseiden-Strümpfe Roßhaar-Kehrbesen, Sreihig la Emall-Lavoir. B2 cm Im Kleider-Tweedette-Noppe I § Unterziehhöschen Wai'tftjeldin-tfröiripfe mit kleiner) Fehlern Mode-Laokgürtel 50-g-Verbandwatte V« kp Bodenpasta in Dose Gr. Zitronenpressei aus Glas Alpaka-Spel8egabel Fleischklopfer, Gasanzünder Rehrüoken-Backform Mode-Halsketten, gr. 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Die Situation der Hafcoah Der Präsident der Hakoäih, Herx Max Schiffmann, äußerte sich in einem Gespräch, über die Leistungen des jüdischen Vereines wie folgt: Unsere Niederlage yon 2:3 gegen Wacker wird erklärlich, wenn man in Berücksichtigung zieht, daß zwei unserer Spieler, Mausner und Platschek, bereits verletzt antraten, 'trotzdem lieferten sie ein offenes Spiel und ein Unentschieden wäre sicherlich gerecht gewesen. Gegen B. A. C. zeigte unsere Mannschaft am Sonntag ein grandioses Spiel, bei welchem unsere Neuerwerbung Reich als linker Außenstürmer sich besonders bemerkbar machte. Was den Fall Heszky anbelangt, haben wir bereits die notwendigen Schritte unternommen, um zu unserem Rechte zu gelangen. Tatsache ist, daß der Bevollmächtigte unseres Preßburger Bruderklubs Makkabäa yon uns in Wien die Ablösesumme erhielt. Tatsache ist ferner, daß der jüdisches Unterverband' in Prag die Freigabe bewilligte und daß der tschechoslowakische Hauptverband in Prag diese auch bestätigte. Es ist traurig, daß ein jüdischer Bruderverein derart gegen einen großen Vorkämpfer des jüdischen Sports, wie es die Hakoah ist, handelt Die beiden verletzten Spieler Mausner und Platschek wirken bereits am Sonntag gegen F. A. C. mit. Hafcoah fo Form B. A. C. 3:0 geschlagen Nach der unverdienten Niederlage gegen Wucker gelang es den ' Weißen, einen eindrucksvollen Sieg über den alten m>alen B. A. C. zu feiern. Hakoah trat verstärkt mit dem neuen Stürmer Reich an, der sich glänzend einführte. Ueberhaupt konnte man mit der Leistung des Angriffes, der bisher der schwächste Mannschaftsteil der Krieauer war, zufrieden sein. Aus dem Quintett ragte Eisenihoffer hervor und sein Treffer bildet ein Kapitel für sich. Heß hatte mit seinem Schießen Pech und Weißkopf wurde von Wiesbauer besonders stark gedeckt. In der Deckung brillierte Drucker, während Donnenfeld und Stroß sich zu viel in überflüssige Spielereien einließen. In der Verteidigung übertraf Amster zeitweise seinen Nebenr mann Feldmann. Löwy hatte keine besonders schweren Aufgaben zu lösen. Hakoah eröffnet das Spiel mit gut angelegten Angriffen, aber es dauert sieibzehn Minuten, bis es Reich gelingt, die Führung zu erzielen. Die Krieauer bedrängen fortwährend und kommen in der 31. Minute durch Ehrlich zum zweiten Treffer. Auch nach Seitenwechsel ist die jüdische Mannschaft in Front. Ein Elfmeter wird von Feldmann verschossen. Drei Minuten vor Schluß erzielt Eisenhoffer aus einem Freistoß von fast fünfzig Meter Entfernung den dritten Treffer. Es hat sich schon seit Jahren auf Wiener Sportplätzen nicht ereignet, daß ein Spieler von so großer Entfernung durah einen Schuß erfolgreich geblieben wäre. Hakoah rückte durch den Erfolg über B. A. C. auf den sechsten Platz vor. Die Sieger spielten in folgender Aufstellung: Löwy; Amster, Feldmann; Stroß, Drucker, Donnenfeld; Weißkopf, Ehrlich, Heß, Eisenhoffer, Reich. Kommenden Sonntag spielt Hakoah auf der Hohen Warte gegen F. A. C. Hakoah führt in der Hockey-Meisterschaft Die Hockey-Mannschaft $er Hakoah hat sich in den bisherigen Spielen glänzend gehalten und konnte durch den 3 :1-Sieg über Baden die Führung erringen. Alle drei Tore erzielte Ulimann. Auch die Hakoah« Damen blieben erfolgreich, und zwar über V. F. B. 1 :0. Blau-weiß unterlag gegen W. H. C. 0 :1 Mannschaftsmeisterschaft von Oesterreich im Tischtennis Die Tischtennissaison nimmt in der Zeit vom 21. bis 3t. Oktober ihren Anfang. In der ersten Runde trifft Makkabi auf Baden, während Hakoah spielfrei ist. In der erste» Damenklasse spielt Makkabi gegen W. A. G, während in der zweiten Damenklasse Makkabi II gegen T. T. C. und Hakoah gegen Fair antreten. Hakoah unterlag in der Handlballmeistersehaft gegen Siemens 4:7. J Hasmonea spielte in der Meisterschaft gegen den Penzinger Fußballklub 1:1. Für Hasmonea war Arm erfolgreich. 25 Jahre Makkabi. Am 6. d. hielt der Makkabi, Verein für Turnen und Sport in Brünn, die 25. ordentliche Vollversammlung ab. Der Verein zählt 700 ausübende Mitglieder. Das erste /, jüdische" Schutzhaus Europas wiederaufgebaut! Das neue Schutzhaus des Bielitzer Touristen- Makkabi Bis vor wenigen Jahren gab es in ganz Europa noch kein einziges Schutzhaus im Besitze eines jüdischen ' Vereines. Trotz des gewaltigen Aufschwunges, den die Touristik und der Skisport in jüdischen Kreisen genommen hatten, waren jüdische Bergwanderer auf die Gastfreundschaft fremder Vereine angewiesen, welche ihnen zum Teil, wie in Oesterreich, versagt Wurde. Erst 1Ö27 faßte die damals aus nur wenigen Mitgliedern bestehende Skisektion des' jüdischen Turnvereines in Bielsko (Bielitz, Polen) den Entschluß, eine eigene Schutzhütte zu errichten.' Ursprünglich nur als primitive Skihütte für die Mitglieder der Sektion gedacht, erwies sich die Hütte, die auf der Böracza in den Saybuscher Beskiden in Westgälizien in 854 Meter Höhe errichtet wurde, bald als eine touristische und skisportliche Notwendigkeit. Infolgedessen sah sich die Skisektion, die inzwischen über tausend Mitglieder gewann, gezwungen, die. Schutzhütte-ständig auszugestalten. Im April 1932 ist nun diese Schutzhütte — ein Holzbau — einem Brande zum Opfer gefallen. Unter Einsatz aller Kräfte und weitgehender Unterstützung der jüdischen Bevölkerung der ganzen Gegend ist es dem Touristen-Makkabi gelungen, an Stelle der alten Schutzhütte einen stockhohen, massiven, in modernem Stil gehaltenen Bau zu errichten, der an Bequemlichkeit, moderner Ausstattung und zweckmäßiger Ausgestaltung mit jedem anderen Schutzhaus wetteifern