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Die neue Welt · 1932-09-30 · Heft 263 (30.9.1932) · page 1

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Journal
Die neue Welt
Volume
6 (1932)
Issue
Heft 263 (30.9.1932)
Date
1932-09-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Preis 35 Groschen Freitag, den 30, Sepier * /J?»*38 1*1 REVUE jährig Schweizer Francs 4.90 monatlich Zloty 2.—, vierteljahrig Zloty 6.— eljährlg Dinar 40.—: Rumänien monatlich irten monatlich Lewa 40.—, vierteljährig monatlich Schweizer Francs 1.50, viertel« HE RAUSGEBER; ROBERT STRICKER Redaktion a. Verwaltung: Wien IX, Universitätssir. 64, lel B-48-504 — Erscheint jeden Freitag , . Die DAMPFBÄDER für Damen und Herren im . DIANA BAD sind weltberühmt und unerreicht an Größe und Eleganz der Räume, Zahl und i Ausstattung der Bassins, Komfort und Hygiene Die angenehmste und gesündeste GEWICHTSABNAHME BILLIGE ABONNEMENTS auch kombiniert mit . SCHWIMM- und. WELLENBAD HÖHENSONNE-BESTRAHLUNG; gegen S 1.— Zuschlag Feststellungen?v . .Nach der Wiener Weltkonferenz der Zionisten- Reyisionisten hat eine heftige Diskussion eingesetzt, iri; ivel^^ unwahre oder; entstellende - Bericht- Über den Verlauf und die Beschlüsse der Konferenz den r Ausgangspunkt bildeten.. . Zum Teile waren es bewußte Entstellungen, die den Zweck hatten, die Konferenz: zu diskreditieren, zum großen Teile aber waren ti« auf unrichtige Meldungen der Jüdischen Telegraphenagentur und anwesender Journalisten zurückzuführen, die dann auch von objektiven und gutgläubigen Zeitungen übernommen wurden. (So ist auch die Meldung von einem Beschluß, der nie gefaßt wurde, nämlich der Beschluß über den Primat der revisionistischen Disziplin irrtümlich in einen. Sitzungsbericht der „Neuen Welt" geraten.) Um jeden Zweifel bezüglich wesentlicher Punkte zu zerstören, sei hier auf einige in der Presse aufgestellten Behauptungen Bezug genommen. Es wurde berichtet, daß in einer Interpellationsbeantwortung auf der Konferenz behauptet wurde, daß die revisionistischen Mitglieder der Aktionskomitees der Zionistischen Weltorganisation (A. C.) vor zwei Monaten im A. C. gegen die Disziplinbeschlüsse der Zionistischen Organisation gestimmt hatten. Das ist unwahr. Die revisionistischen . A.-C.-Mitglieder haben in dieser Sitzung für'die Punkte 1 und 2 einer Erklärung gestimmt, in -welcher die Disziplin gegenüber den Satzungen der Zionistischen Organisation ausgesprochen wird. Sie haben das .mit der Erklärung getan, daß sie hierin keinen Gegensatz zu ihrer Disziplinverpflichtung gegenüber der Revisionistischen Union erblicken. Sie-haben aber die Punkte 3, 4 und 5, in welchen unter Androhungen von Strafen, den Satzungen der Zionistischen Organisation widersprechend, die Ausschließlichkeit dieser Disziplin festgelegt wird, unter Berufung auf das Statut der Zionistischen Weltorganisation als nicht bindend abgelehnt.' Das ist der Sachverhalt und nichts anderes hat die Interpellationsbeantwortung auf der revisionistischen Konferenz ausgesprochen. . Im Londoner Organ der Zionistischen Exekutive s„H.;a o 1 a m" wird wohl zugegeben, daß auf der revisionistischen Konferenz kein Beschluß über den Primat, >d.;h, über die Ausschließlichkeit der revisionistischen Disziplin gefaßt wurde. Aber — so schreibt „Haolam4* Jabdtinsky, der Führer/hat in der Debatte den Primat 'gefordert und n i e m a n d hat widersprochen. Festgestellt sei, i daß Präsident Jabotinsky sich nicht an der Debatte .beteiligt, sondern erst das Schlußwort zur Debatte 'ergriffen hat. In diesem Schlußwort hat er die Frage des Primats aufgeworfen. Eine weitere Erörterung im Plenum war also ausgeschlossen. Die Angelegenheit : würde dann - eingehend in der Organisationskommission, .welch« die der Konferenz vorzulegenden Anträge zu beraten hatte, diskutiert. Das Resultat war, daß ein Antrag auf , Ausschließliclikeit der revisionistischen Disziplin n'icht eingebracht wurde, .'-r , In einem Teil der Presse wird der revisionistischen Konferenz zum Vorwurf gemacht/ sie hätte den Gedanken, vom Juden Staat fallen gelassen. Worauf gründet sich dieser Vorwurf einer Presse, die gerade jenem Teil der zionistischen Bewegung dient, welcher auf dem letzten Kongreß in Basel den Judenstaat-Antrag der Revisionisten niedergestimmt, also den Judenstaat- Gedanken verleugnet und dadurch Spaltungserscheinungen in der Zionistischen Weltorganisation verschuldet hat? Dieser Vorwurf, wird erhoben, weil in den Richtlinien für den Inhalt der Massenpetition, welche die Konferenz einzuleiten beschlossen hat, das Wort Judenstaat nicht vorkommt. Demgegenüber sei festgestellt, daß die Massenpetition als Protest des jüdischen Volkes gegen die mandatswidrige, antizionistische und antijüdische Handlungsweise der britischen Palästina-Regierung geplant ist. Das ist in allen Ausführungen unzweifelhaft und eindeutig zum Ausdruck gekommen. Diesem Sinn entsprechend, wurde in den Richtlinien — die definitive Fassung des Wortlautes der Petition wurde nicht beraten, sondern der Leitung überlassen — jener Punkte Erwähüng getan, gegen die sich die Palästina-Regierung seit einem Jahrzehnt versündigt. Gegenüber der mandatswidrigen Handlungsweise dieser Regierung wird freie Einwanderung, Bodenverteilung und Bodenreform, Oeffnung des geraubten Ostpalästinas (Transjordaniens), Schutz der jüdischen Einwohner und der jüdischen Kolonisation, Förderung der jüdischen Kolonisation durch die Regierung, also gründliche Aenderung des Regimes im Lande, gefordert. Aus dem Um- Achtung! Große Persertepplch-Okhaslon Zu Beginn der Jetzigen Saison werden herrliche echte Perserteppiche von Qualität, fabelhaften Farben sowie Dessins in grober Auswahl zwecks Reklame bis 50 Prozent reduziert. Teppichhaus„0RIENT"'Ä^^ O stand, daß in dieser Aufzählung von Beschwerden und Wünschen das Wort Judenstaat fehlt, zu folgern; daß die Revisionisten die Idee vom Judenstaat haben fallen lassen, ist wohl ein starkes Stück. Vielleicht besser gesagt, ein schwaches Stück. Denn, wenn das ein Argument gegen den Revisionismus sein soll, ist es wirklich um den Bestand antirevisionistischer Argumente sehr schwach bestellt. Diese sonderbaren Hüter des Judenstaat-Gedankens, die ihn vor einem Jahr in Basel verleugnet und verraten haben, können beruhigt sein. Der Zionismus-Revisionismus ist Herzl-Zionismus, Judenstaats-Zionismus. Die Leitung der Revisionistischen Union wird dafür sorgen, daß keinerlei Handlung oder Manifestation, welche von der Union ausgeht, einen Zweifel darüber wird aufkommen lassen. Die Sorge darum brauchte wirklich den Schlaf der Herren Judenstaätler allerneuester Prägung nicht zu stören. Für Auslösung des Bodens in Erez Israel Rosch-haschana-Aufruf der Zionistischen Exekutive London, 22. iSeptember. (J. T. A.) Die Zionistische Exekutive erläßt aus Anlaß der bevorstehenden hohen jüdischen Feiertage einen Aufruf, in dem alle Zionisten und! Freunde,;! darauf alifmöfksam1 gemacht werden, daßi der/ MönÄt Tischri 5693 als Monat. der Auslösung des Bodens in Palästina zu gelten hat und daß in diesem Monat Sonde r s amm-, lungen für den Jüdischen Nätionalfonds durchzuführen seien. Die Kampagne für den Keren Kajemeth im Monat Tischrii heißt es in dem Aufruf, wurde vom XIV, Zionistenkongreß als traditionell erklärt; der. XVII. Zionistenkongreß hat dann den ganzen Monat Tischri als Monat des Keren Kajemeth Lejisrael pro* klamiert. Die Saminlungen für den Keren Kajemeth' W«i strecken sich also aiif den ganzen Monat -f-.y •" Zum Schluß des Auf ruf s beißt es: Auslösung d«* Bodens in Palästina ist vornehmstes und dringendstes Gebot der Stunde. Die Zionistenhaben die Pflicht, ini kommenden Monat des Jüdischen Nationalfonds ständig zu gedenken und mit aller Kraft darauf hinzuarbeiten, daß die Sammlungen einen beträchtlichen Erfolg ©»■« bringen. neues jüdisches Jahr Freundliche palästinensische Perspektiven Wir stehen vor einem neuen jüdischen Jahr, vor dem Jahr 5693 in der jüdischen Geschichte. Das verflossene ist ein Glied in der Kette unruhevoller Jahre. Wir sagen „unruhevoll", wenn wir auch heute noch nicht ganz die Schlußlinien der Ereignisse zu ziehen vermögen. Auf dem Horizont zeigten sich bald drohende Wolken, bald freundliche Lichter, und wenn wir heute eine ungefähre Bilanz ziehen wollen, so können wir bei strenger Prüfung für das kommende Jahr keine allzu freundlichen Perspektiven zeichnen. Das Land der jüdischen Hoffnung, Erez Israel, hat ein reiches, arbeitsreiches, fruchtbares Jahr hinter sich. Alle Zeichen sprechen für die Gesundheit der palästinensischen Wirtschaft, für das gesicherte Fundament aller neuen und noch kommenden Existenzen. Die Orangenkultur hat in weitestem Maße Fortschritte gemacht und das bevorstehende günstige Zollabkommen mit dem britischen Weltreich, wie es die Imperialkonferenz in Ottawa in die Wege leitete, wird ihr weitere Impulse geben. Auf der anderen Seite hat die Industrialisierung einen Schritt vorwärts getan: neue Werkstätten, neue Fabriken, neue Unternehmungen aller Art sind die Meilensteine auf diesem Weg. Hauptsächlich war es der jüdische Mittelstand, der seine Kräfte und sein kleines Kapital dieser Entwicklung geliehen hat. Amerika und Polen, die zwei größten jüdischen Zentren, waren in hohem Maß an dieser seit langem geforderten Erschließung neuer Wirtschaftsmöglichkeiten Alle im redaktionellen Teil befindlichen entfielt« liehen Notizen s'nd durch ein beigefügtes E bezeichnet Montag, den 3. Oktober, '/s9 Uhr abends, im Hotel Post, 1, Fleischmarkt Großes jüdisches Massenmeeting Redner: Dr. Nahum Gold mann (Berlin) Gegenstand: Die Bedeutung des Jüdischen Weltkongresses Juden! Erscheinet in Massen' Regiebeitrag 30 Groschen für das Land beteiligt. Neben Fabriken, Geschäften, Siedlungen aller Art schössen Wohnbauten in die Höhe, die die Gruppen der neuen jüdischen Einwanderer beherbergen. In diesem Jahr war es unseren palästinensischen Brüdern beschieden, das Ruthenbergsche Elektrizitätswerk in seiner vollen Funktion als Kraft-..und Lichtspeicher für hunderttausende Palästinenser zu. sehen. Eisenbahnen, Autos und Autobusse durcheilen auf kultivierten Linien das Land. Tel-Awiw, die stolze jüdische Stadt, immer noch in angestauntem Wachstum, konnte unter der Führung seines genialen Grunders und Bürgermeisters, Dizengoff, die Levante-Messe beherbergen, ein Organisationswerk, das zahllosen Besuchern aus aller Welt ein Beispiel von jüdischem Geist, Erwerbsfleiß und Produktionsmut gab, während' gleichzeitig ein großes nationales Fest, die erste Weltmakkabiah, die Wiedergeburt der jüdischen-Wehrsportjugend ankündigen konnte. Das sind nur einzelne Züge des Konsolidierungsprozesses, den das Land seit Rosch Haschana 5692 in aller Stille durchgemacht hat. WÖCHENTLICHE ^1 KREUZFAHRTEN im ÖSTLICHEN MITTELMEER 18 TAGE AUF DER SEE ITALIEN ÄGYPTEN PALÄSTINA und SYRIEN RHODOS und CYPEHN TÜRKEI GRIECHENLAND Fahrpreise für die ganze Fabit von zirka S700.- aufw. Auskünfte und Prospekte: Lloyd Triestlno, Wien I, Karntnerrlng 6. Tel. U-47-5-60 LLOYD TRIESTINO FLOTTE RIUNITE LLOYD TRIESTIMO-MAKmiMA ITAUANA-S1TM AR

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