Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 259 (2.9.1932)
- Date
- 1932-09-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 DIE NEUE WELT Nr. 259 m em Fötderet, H*rtn DAVID NEBENZAHL gratuliert xum 60. Geburtstag herzlichst Wien, Im Ab J. W. S. V. Haganah U»nv3 rch,;di*- Entwicklung der betharistisch^ twu giei ent?t?ht von selbst die Möglichkeit, daß der flefnar als solcher gewisse Einstellungen zu Fragen hat, SS i n^^^«o'nwnuis beschäftigen; denn die Grenze, welche die Fragen, au denen der Bethar eine Be- S« SfJL°* t u,ms?ainnt. kann nicht an einer bestimmten Stelle abgehackt werden. Der Bethar ist keine SfSJiJMt^ti^u rtei'. Ab?f es muß dem Bethar die Möglichkeit bleiben, seine Empfindungen in Dingen, (he den .Revisionismus beschäftigen, auszudrücken. Hieraus mueaeff ^vielleicht bestimmte o r g a n i s a t o r iscli e Konsequenzen gezogen werden. Eine Konsequenz wäre, daß das Wahlalter der revisionistischen Union um einige Jahre heraufgesetzt werde. Eine andere Konsequenz wäre vielleicht, daß die Betharim sich in fragen, die nicht die revisionistische Weltkonferenz, sondern lokale oder landesorganisatorische Angelegenheiten betreffen, der Abstimmung enthalten sollen. Ich mache kerne praktischen Vorschläge, aber wenn man eine Konsequenz aus dieser neuen Tatsache der betnanstischen Ideologie ziehen will, so glaube ich, daß Jn bethanstischen Kreisen kein Widerstand dagegen herrschen ward. ö ° / Ein zweites Problem ist das Problem der H e b r a is i e r un g. In bezug auf Hebraisier-mg steht der Bethar unter den zionistischen Jugendbewegungen durchaus nicht an; der vordersten Stelle. Ich will es nicht eht- . schuldigen. Aber ich will versuchen, auf die tiefere Ursache dieser Tatsache zu kommen. Ich betrachte die. Hebraisierüng von dem Standpunkt, daß sie heute eine Aufgabe der jüdischen Jugend ist, aus einem Ghettotypus allmählich in einen neuen Typus, herauszuwachsen. Wenn wir die Hebraisierüng von diesem Standpunkt aus, betrachten, so müssen wir feststellen, daß es zwei Formen der Hebraisierüng gibt. Der erste Grund Hebräisch zu lernen, ist allgemein: nationale Pflicht Man denkt nicht hebräisch, man spricht nicht immer miteinander hebräisch, man lernt aber Hebräisch, wie man auf Briefe KKL.-Marken klebt, diese Einstellung ist die verbreitetste. In anderen Kreisen, insbesondr in sogenannten „chalu zischen" Kreisen, herrscht eine andre, Form der Hebraisierüng, die viel lebendiger und viel aussichtsreicher ist. Es wird Hebräisch nicht nur aus einem nationalen Pflichtbewußtsein gelernt, sondern weil diese Menschen auf eine ganz persönliche Zukunft in Palästina ingestellt sind. Im Kibuz ist Hebräisch die lebendige Sprache und die Erlernung dieser Sprache ist ein, Teil der Vorbereitung für das Leben in Palästina. Beide Formen genügen nicht für den Bethar. Außer der nationalen Pflicht und der Vorbereitung auf Palästina ist hoch ein besonderes Stimulans notwendig, um den Hebraisierungsprozeß durchzuführen. Wenn die hebräische Sprache von vielen zionisischen Jugendlichen und-Erwachsenen als einfaches Verständigungsmittel, ohne besondere Beachtung der Aussprache und Form gesprochen wird, so befriedigt di#s-einen Menschen, für; den *das Hebräisch ein Bestandteil eines Herauswach"- sens. aus dem Ghetto ist, nicht, weil sie nichts anderes als eine neue Variation der Ghettoart, zu sprechen, ist. Die Sprache ist nicht nur ein nationales, sondern auch ein ästhetisches Phänomen. Wir streben eine neue jüdische Aesthetik an (Hadar Bethari)* Die Sprache ist vor allem eine Angelegenheit des Ohres und nicht der Augen. Hebräisch war nur eine geschriebene und gelesene Sprache. Die Lautgesetze des Hebräischen, interessieren die wenigsten von uns. Eine kleine Operation an dem Punkt, welcher es am leichtesten ermöglicht, daß der vokalisch-ästhetische Faktor zu seinem rtecht kommt, ist die Aenderung der hebräischen Orthographie. Dia hebräische Orthographie ist die Decke, hinter der sich jede Aussprache verbergen kann. Es muß eine solche Reform der hebräischen Schrift eintreten, welche von vornherein die Lautgesetze des Hebräischen zum Ausdruck bringt, so daß der ästhetische Wert prachtvoll zutage tritt und mit ein Stimulans für uns wird, Hebräisch zu lernen. Diese Reform ist nicht nur wünschenswert, weil die heutige hebräische Schrift unpraktisch ist. Es ist a-uch Schwierig, Palästina zu kolonisieren. Nicht um die Schwierigkeit handelt es sich — sie ließe sich überwinden. Es handelt sich um das Prinzip, daß die hebräische Sprache kraft ihrer Rechtschreibung endlich zu jenem vokalischen und ästhetischen Wert gelangt, der es uns fühlen lassen soll, wie wichtig die Hebraisierüng für das kulturelle Verlassen des Ghetto ist. Es sind Tendenzen im Bethar, z. B. in Paris, und wir bekamen auch entsprechende Mitteilungen aus Bulgarien, wonach die Latinisierung der Schrift verlangt wird. Ich spreche hier nichttim Namen des Bethar, sondern stelle auf eigene Verantwortung Tatsachen fest. Es wäre sehr ratsam und ein sehr wichtiges Mittel, daß zur Hebraisierüng z. B. Schailpla/tten hergestellt werden sollen: zur Erlernung der hebräischen Aussprache. Solche Schallplatten haben zum mindesten dieselbe Bedeutung für die wahre Hebraisierüng der jüdischen Jugend wie Lehrbücher. Eine ganz besondere Bedeutung hat natürlich die Frage des Hebräischen in Palästina nicht nur für Palästina, sondern für das ganze jüdische Volk. Es ist bekannt, daß wir dort vielleicht bald vor der Aufgabe stehen werden, die englische Assimilation bekämpfen zu müssen. Man müßte vielleicht in Palästina etwas Radikales in dieser Hinsicht unternehmen. Es gibt in Palästina Gruppen, die das tun und die uns nahestehen, z. B. der „Gedud Meginne ha Safa'. Es wäre eine Aufgabe der revisionistischen Bewegung, sich für diese Gruppen zu interessieren, für den Kampf gegen die englische Assimilation. Ich will zur Jugendfrage zurückkehren. Ich habe Ihnen nichts berichtet und nichts berichten können über die ungeheure Füll« von organisatorischen, ideologischen und anderen Problemen, die die Betharbewegung beschäftigen. Ich will nur noch einmal betonen, daß zwischen dem Hebraisierungsteil und dem eigentlichen Jugehdreferat ein Zusammenbang besteht. Ein großer Teil der Ursache dieses sehr traurigen Zustandes in bezug auf die Hebraisieruug ist auf Geldmangel, auf Mangel an Initiütive und Pflichtbewußtsein im Bethar zurückzuführen. Aiber es steckt noch etwas mehr dahinter. Wir brauchen einen Motor dafür, der dem „Hadar Bethari" entspringt. Der erste Pogrom in Jerusalem Pfadias Rufhenbergs Zeusenaussage über den Pog om und den jüdischen Selbstschutz Von Elijahu Ben Horin Vor zwölf. Jahren, um Pessach 1920, brach in Jerusalem der erste antijüdische Pogrom aus, den die arabischen Führer in stillem Einvernehmen mit der britischen Militärverwaltung organisiert hatten. Es war der erste organisierte arabische Versuch, die Juden durch einen Pogrom zum Aufgeben ihrer politischen Aspirationen zu zwingen. Nach dem ersten Versuch kam der zweite: der Pogrom im Mai 1921 in Jaffa und in den jüdischen Kolonien, und schließlich — die Unruhen vom August 1929, die noch in frischer Erinnerung sind. Zunächst soll die Aufmerksamkeit auf ein ungewöhnlich interessantes Dokument gelenkt werden, das sich auf die ersten Pogrome vom Jahre 1920 bezieht. Während die britische Regierung nach dem zweiten und dritten Pogrom öffentlich Recherchen pflog, in offenen Sitzungen Nachforschungen anstellte und Berichte veröffentlichte, wurde das Material betreffs des ersten Pogroms der britischen Oeffentlichkeit nur teilweise bekanntgegeben. Viele bemerkenswerte Zeugenaussagen, die den Ablauf der Pogrome beleuchten und die antisemitische Einstellung der Palästina-Regierung erhärten können, wurden bis zum heutigen Tage geheimgehalten. Das Dokument, das hier zum erstenmal veröffentlicht wird, betrifft die Zeugenaussage Pinchas Rüthenbergs, eines Menschen, der mit den in Palästina wirkenden jüdischen und nicht jüdischen Faktofen gut vertraut ist und dessen Worte nicht in Zweifel gezogen werden können. Folgendes hat Pinchas Ruthenberg vor der militärischen Untersuchungskommission ausgesagt: Ruthenbergs Lebensroman „Ich bin Zivilingenieur und wurde durch den WaadHazirim (so hieß damals die zionistische Exekutive) beauftragt, Projekte über Bewässerungsanlagen und Elektrifizierungen auszuarbeiten. Ich befinde mich seit sechs Monaten im Lande. Zur Zeit des Kerenski- Regimes war ich der Hauptleiter für zivile Angelegenheiten in der Petersburger militärischen Verwaltung. Als dieses Regime fiel, wurde ich verhaftet und von den Bolschewiken vier Monate lang in der Petropawlowsker Festung gefangen gehalten. Bei* den Bolsche-1 wiken hatte ich kein Amt inne. Im September 1918, als; die Terrorherrschaft anbrach, war ich gezwungen, Moskau zu verlassen und nach Südrußland zu fliehen, wo die Bolschewiken zu jener Zeit noch nicht die Macht besaßen. Ich kam nach Odessa, das unter französischer Okkupation stand. Dort wurde ich von der französischen Armeeleitung eingeladen, an der lokalen Regierung teilzunehmen. Ich übernahm das Portefeuille für Handel, Industrie, Arbeit und Verproviäntierung/h Ich verließ Odessa, als hier die Bolschewiken eindrangen und die Franzosen die Stadt evakuierten. Ich begab mich nach Paris, wo ich russische Geschäfte liquidierte, für die ich verantwortlich war, und fuhr nach Palästina." Fragen und Antworten Frage: „Wissen Sie etwas über die Selbstschutz- Organisation?" Antwort: „Ich war der Initiator dieser Organisation. Ich sah die erste arabische Demonstration vom 27. Februar und sie übte großen Eindruck auf mich. Hätten die Demonstrationen in diesem Stil weiter- Pedauert, so wäre es in Jerusalem bestimmt zu einem 'ogrom gekommen, wie dies in Rußland zu geschehen pflegte. Ich lenkte daher die Aufmerksamkeit des Vorsitzenden des Waad Hazirim auf die Stimmung und schlug vor, er möge den Regierungschef bitten, weitere Demonstrationen dieser Art zu verbieten. Der Regierungschef aber willigte nicht ein. Die zweite Demonstration vom 8. März, deren Zeuge ich war, zeigte mir deutlich die Gefahren für die palästinensische Judenheit. Ich hielt eine Konferenz mit den verantwortlichen jüdischen Führern in Jerusalem ab und klärte diese über meine Absichten in bezug auf erforderliche Maßnahmen dar. Die Konferenz kam zu folgenden Entschlüssen: 1. Ein Selbstschutz ist notwendig. 2. Der Selbstschutz kann aus prinzipiellen und praktischen Gründen keine geheime Organisation sein. 3. Der anwesende Jabotinsky hat die Organisierung des Selbstschutzes zu übernehmen. 4. Sobald eine Anzahl jüdischer Männer bereit ist, muß an die Militärverwaltung mit der Forderung herangetreten werden, den Selbstschutz zu legalisieren und ihn mit Gewehren zu versorgen. Da ach zu jener Zeit sehr beschäftigt war, konnte ich an den Vorarbeiten nicht teilnehmen. Ich fuhr nach Galiläa und erfuhr nach meiner Rückkehr, daß Jabotinsky bereits 300 bis 400 Mann organisiert habe. Ich begab mich zum Stabskomraandanten Colonel Waters- Tylor, um ihn mit der Lage in Jerusalem vertraut zu machen, berichtete ihm üiber die bereits organisierte ECKSTEIN'S lllillllllllllllillllllllilllin FAMILIEN-PENSION ftaatauratlon, KaHaahaus / Täglich «.Utir.Ta* {EMMERING l:LVnh8"o,V.>HÄ-°°43 Maßige Preise, vorzugliche Küche, Zimmer mit Pension S 12, - aufwärts. Zentralheizung, fließendes Warm« und KaUwasser in jedem Zimmer. / Auskunft unter Telephon U-27-6-34 . Gruppe und forderte deren Bewaffnung durch die Militärverwaltung. Colonel W. Tylor antwortete, daß die Frage durch den Regierungschef erledigt werden müsse, und versprach, hierüber mit General Bolls zu sprechen. Einige Tage darauf erhielt ich durch das Mitglied des Waad Ha' zirdm, Heran Dr. Ed er, die Antwort des Generals Bolls, daß er es nicht für möglich halte, die jüdische Jugend in Jerusalem zu bewaffnen. In dieser Zeit war die Lage noch ernster geworden. Wir erfuhren von der Vortbereitung der Araber zu einem Pogrom.- Wir beschlossen hierauf, Gewehre zu beschaififen,* und baten die Juden, die Gewehre hätten, sie dem Selbstschutz abzuliefern. Leutnant.Jabotinsky begaib sich nochmals zum Militärgouverneur wegen der Legalisierung der jüdischen Selbstschutzalbteilung und wegen der Zustimmung zur Bewaffnung. Zu jener Zeit war ich zwar nicht in Jerusalem, weiß aber, daß Leutnant Jaibotinsky den Colonel Tylor über die Existenz des jüdischen Selbstschutzes informiert hat. Es ist unmöglich, daß die militärische Verwaltung von der Existenz dieser Organisation noch nicht gewußt hat, zumal Jabotinsky an jedem Moigen mit ihr in der Nachbarschaft der Lerne 1-Schule Uebungen gemacht hat. Freitag, den 2. April, kam ich nach Jerusdhsm zurück. Man erz?hlte mir, daß das Nebd-Musa-tFest an jenem Tag begonnen habe, daß alle Passanten Jerusalem verlassen hätten und daß die Selbstschutzgruppen mit Wissen der Polizei auf der Hut gewesen seien; der Tag sei ruhig verlaufen. Frage: „Waren Sie bewaffnet?" Antwort: „Ja. Ich sagte bereits, daß man sich ein paar Gewehre beschafft habe. Man hatte angenommen, daß die Gefahr eines Pogroms schon vorüber sei. Sonntagsmorgen, den 4. April, erledigte ich meine Arbeiten. Um halb 11 Uhr vormittags teilte man mir mit, daß-ein Pogrom ausgebrochen sei. Ich ging sofort auf die Straße, kam am Rothschild-Spital vorbei und sah die ersten Verwundeten. Ich traf Leutnant Jabotinsky. Er erzählte mix, wie der Pogrom begonnen habe, und daß die a r abische Polizei am P o g r o m teilnehme. Er erzählte mir ferner, daß der jüdische Selbstschutz sofort zu Hilfe gerufen worden sei und daß es nur die militärische Verwaltung sei, die seine Tätigkeit störe. Jabotinsky und Ruthenberg sollen verhaftet werden Ich ging zusammen mit Leutnant Jabotinsky zum Militärgouverneur. Wir trafen ihn unweit des Rothschild-Spitals und schlugen ihm auf Grund der Situation vor sich des Selbstschutzes und unser beider zu bedienen. Der Militärgouverneur Colonel Storrs erklärte, er sei sehr beschäftigt, und bitte uns, ihn an einer Stunde zu besuchen. Inzwischen sollten wir durch; die jüdischen Gassen gehen und die jüdische Bewölkeiaing beruhigen. Wir baten Colonel Storrs, uns einen Passiefschein oder einen seiner Offiziere als Begleitung mitzugeben, da wir sonst verhaftet werden könnten. Colonel Storrs antwortete, wir würden nicht verhaftet werden, falls wir nicht provozierten und nicht bewaffnet seien. Wir säten ahm, daß wir bewaffnet seien. Leutnant' Howes, der bei dieser Unterredung anwesend war, erklärte, er sehe sich gezwungen, uns zu entwaffnen. - Da Leutnant Jaibotinsky demobilisierter en g 1 i scher Offizier war, mußte er dem Befehl des militärischen Gouverneurs Folge leisten. Ich lehnte ab, meine Waffe abzuliefern. Vielmehr erklärte ich, daß es meine Pflicht und mein Recht sei, Frauen, Kindern und Greisen, wenn sie von Mordbanden überfallen werden, zu helfen, und daß es töricht und absurd sei, dies ohne Waffe tun zu wollen. Colonel Storrs erklärte hierauf, er 6ehe eich gezwungen, mich zu einem gewissen Offizier zu beordern. Ich fragte ihn, ob ich denn verhaftet sei. Er antwortete: „Nein." Colonel Storrs warf mir vor, daß ach Htm Schwierigkeiten in den Weg lege, anstatt ihm zu helfen, der Lage Herr zu w e rde n, und bat mich nochmals, meine Waffe auszufolgen. Ich lehnte ab. Er sagte mir hierauf, er hätte die Absicht gehabt, mich und Leutnant Jabotinsky in seine Wohnung zu bitten, um mit uns die anzuwendenden Mittel zu besprechen. Er könne aber bewaffnete Menschen nicht zu sich laden. Hierauf erklärte ich mich bereit, während der Zeit des Besuches nieinen Revolver beiseite zu legen, und Colonel Storrs willigte ein. Wir ginge» nun in seine Wohnung: Colonel Storrs, Leutnant Howes, Leutnant Jabotinsky und ich. '' , Colonel Storrs eröffnete folgendermaßen das Gespräch: „Ich weiß, daß Sie vor einigen Tagen Waffen nach Jerusalem gebracht haben." Leutnant Jabotinsky antwortete; „Ja, es stimmt!" n , , Colonel Storrs sagte hierauf, er werde uns verhaften müssen. Wir antworteten ihm, daß wir darauf vorbereitet seien. Er bat uns, ihm mitzuteilen, wo unsere Leute sieh befinden und wo die Gewehre aufbewahrt seien. Wir fragten ihn, ob die Militärverwaltung die Absicht habe, unsere Leute zum Schutz der jüdischen Bevölkerung zu rerwenden. In diesem Fall würden wir ihm sagen, wo. sich unsere Leute und Gewehre befinden, und uns selbst zur Verfügung stellen. Wir müßten aber durch die Verwaltung U. Z. Grinberg in Wien Seit einigen Tagen weilt in Wien der berühmte hebräische Dichter aus Palästina Uri Zwi Grinberg. Er nimmt ah nationaler Dichter heute in der hebräischen Literatur einen hervorragenden Platz ein. Er fand wie kein zweiter nach den Ereignissen in Erez Israel im August 1929 für die damaligen Leiden der Judenheit in Palästiua und in der Galuth den tiefsten Ausdruck. Ueber Einladung der Histadruth Iwrith spricht der Dichter am Samstag, den 3. September, 8 Uhr abends, im „Herzr-Saal, II., Untere Augartenstraße 38, über ein aktuelles literarisches Thema. Im Anschluß daran wird der Dichter au«'eigenen Dichtungen vorlesen.