Die neue Welt
- Journal
- Die neue Welt
- Volume
- 6 (1932)
- Issue
- Heft 249 (24.6.1932)
- Date
- 1932-06-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 DIE NEUE WELT Nr. 249 ■ VERBAND ZIONISTISCHER HOCHSCHÜUftINNEN ■ Donnetstag, den 30. Juni 1932, 9 Uhr abends, I im reservierten Garten des Caf4-Restaurant Mj^Lr KonstantinhUgel (bei ungünstiger Witterung ' im Saale) GARTENFEST Eintritt: S 8 50. Moslems fordert. — Die seinerzeit mit Ermächtigung des Völkerbundes durch die englische Regierung ernannte Kommission zur Regelung der Frage der Klagemauer, die aus einem Schweizer, einem Holländer und einem Schweden bestand, hatte die Entscheidung getroffen, wonach das Besitzreoht der Moslems an der Klagemauer bestätigt, aber auch das durch die Tradition erworbene Recht der Juden, ungestört nn der Klagemauer beten zu dürfen, anerkannt wird. Geht der Großmufti? Die arabische Jerusalemer Zeitung „Meraat el Shark" teilt als zuverlässig mit, daß im Juli d. J. Neuwahlen zum Obersten Mösle mitisischen Rat Palästinas stattfinden werden. In informierten Kreisen hält man es für wahrscheinlich, daß der Mufti JJai Amin el Hussetni im Ergebnis dieser Wahlen sein Amt als Präsident des Rates nicht behalten wird, per High Commissioner General Sir Arthur Wauchope, heißt es in der' Mitteilung weiter, hatte vor kurzem eine Ünterredung mit den Mitgliedern des Obersten Moslemitischen Rates, in "der auch die finanzielle Situation des' Rates erörtert und sodann beschlossen wurde, die •Ratswahlen für Juli auszuschreiben. Seit der im Jahre 1921, während der Amtszeit Sir -Herbert Samuels, vorgenommenen Bildung des des Obersten Moslemitischen Rats, fand keine Neubildung des Rates statt. Wohl wurden im Jahre 1926 •Ratswahlen vorgenommen, diese wurden aber auf Grund eines Wahlprötestes, der. den Großmufti bekämpfenden Moslem-Opposition vom Obersten Gericht Palästinas für ungültig erklärt. In dem gleichen Jahr setzte der damals amtierende High Commissioner Feldmarschall Lord Plumer eine Kommission ein, deren Aufgabe es war, e)he Revision des Statuts des Obersten Moslemitischen Rates auszuarbeiten, dergemäß Wahlen, zum Rat ' periodisch stattzufinden haben. Der Bericht dieser Korn-; mission wurde 1929 der Regierung unterbreitet, aber bisher nicht veröffentlicht. Die Regierung erklärte^ daß „eine Aktion auf Grundlage des Berichtes wegen der Unruhen Im August 1929 verschoben* worden sei'Man :nimmt nun an, daß der neue High Commissioner, Sir Arthur Wauchope, entschlossen sei, auf diesen Bericht zurückzugreifen und Wahlen zum Rate auszuschreiben. Gegenüber der Meldung des „Meraat el Shark" erklärt der Jaffafjr Korrespondent der Zeitung „Ahram", er habe erfahren, daß wohl Wahlen zum Moslemitischen Obersten Rat ausgeschrieben werden sollen, daß es sich aber nur um Teilwahlen handeln werde; es werden vier Mitglieder neu gewählt werden, aber der President des Ratzes, der Mufti, behalte sein Amt und bleibe unabsetzbar. , Herabsetzung des Zehent in Palästina infolge ] '. schlechter Ernte Mit Rucksicht auf die diesjährige schlechte Ernte in Palästina hat der High Commissioner, Sir Arthur Wauchopaj, den Zehent (Erntesteuer) für dieses Jahr auf 7,5 Prozent herabgesetzt. Außerdem hat der High Comraisioner die Distriktskommissare ermächtigt, notleidenden Landwirten, je nach ihrer Lage, Entgegenkommen bei der Zehentzahlung, bzw. weitere Nachlässe zu gewähren. Brilh Trumpeldor (Vom Shilton-Büro in Paris) Lettland. In der landwirtschaftlichen Haciischara sind bis jetzt 23 Betarim und 23 Betariot eingeordnet worden, davon auf der eigenen Schulfarm bei Baldon 11 Chaverim und 7 Chaverot. Die Arbeitsplätzesuche geht weiter. Der lettländische Netziv berichtet über den befriedigenden Stand der Wehrsport-Hachschara in Lettland und hebt hiebei die ganz erfreulichen Fortschritte der Provinz hervor. Die Wanderinstruktoren beenden nun die Instruierung der letzten Ortsgruppen. In diesen Tagen wird das Sommeririternat für die kleinen Betarim eröffnet. Die Leitung befindet sich in Händen von Pädagogen und Betarinstruktoren. Das Internat liegt am Meeresstrandc, in Assein. D&s Ü^andolinen-Orohestcr des Rigaer Betar gaib ein öffentliches Konzert, das unter großem materiellem und moralischem Erfolg verlaufen ist. Von der Einnahme wurden 5 engl. Pfund den Pelugpt Avoda in Palästina t|berwiesen. In einem Aufruf au die jüdische Bevölkerung gibt die Netzivut das Programm des „Jörn Berit" und der Manöver im Juli 1932 bekannt. Paraden und große Sportfeste in Riga, Lager-Wettkämpfe am Meeresstrande, feierliche Akademien zum 15jährigen Jubiläum der jüdischen Legion. Alles wird in einem speziellen Klaugfilrn aufgenommen werden. Auf dem diesjährigen Sportfeste des K.K.L. in Lettland siegte der Betar ganz üherlegen mit etwa 220 Punkten. An zweiter Stelle folgt der Makkabi mit etwa 60. Polen. Demnächst wird eine interne Zeitschrift für die Instruktoren und Führer erscheinen. Name ,,Ha- Madrich". Der Kampf um Zertifikate für den Betar dauert fort Di« Revisionisten und der Betar wollen es «ich nicht gefallen lassen, daß ihnen 4 Prozent der Zertifikate gnädigst zugestanden werden. Es werden die verschiedensten Aktionen unternommen, um einmal für immer der Willkür der Palästina-Aemter ein Ende zu setzen. Vereinigte Staaten Amerikas. Das Lager des amerikanischen Betar wurde im Beseih von 150 Gästen und Betarim feierlich eröffnet. Herr Prof. Smertenko hat seine aktive Tätigkeit im Betar, in der Netzivut aufgenommen. Die Werbeaktion neuer Mitglieder geht mit Erfolg weiter. Besonders erfreulich sind die Resultate der Propaganda innerhalb der verschiedenen; Jugendklubs. So wurden letztens in New York 20 Mitglieder aus den Jugendklubs des Agudas Jisroel, Haschomer Hazair, Misraohi und Poale Zion gekeilt. Bukovina. Auf Grund des Briefes des Rosh Betar wegen der Prüfungen aus der Wehrsport-Hachschara hat die Mifkada Gelilit dieselben auf den 1. August anberaumt. Am 1. Juli wird das jährliche Lager des Betar eröffnet Werden. Die Lageraktion beginnt am 19. Juni. Ungarn. 9 Betarim sind in einer glänzenden landwirtschaftlichen Hachschara in einer jüdischen Farm eingeordnet worden. Die „Zsido Szemle", die führende jüdisch-ungarische Zeitnng, an derer Spitze ein Freund des Beter, Dr. Schönfeld, steht, veröffentlidit oft Artikel und Informationen über den Brith Trumpeldor. Deutschland. Resultate des Besuches des stellvertretenden Netziv P, Feiwel in Magdeburg: Inspiziert den Ken von 30 Leuten. Oefferitliche Versammlungen. Ein Instruktor für längere Zeit wird hinübergeschickt. Prüfungen im Schießen wurden im Berliner Betar durchgeführt. Im anschließenden Wettbewerb siegte mit 22 Punkten Plugat Hcrzl. Mercurbank In der am 15. d. unter Vorsitz des Vizepräsidenten S. Bodenheimer abgehaltenen Sitzung des Verwaltungsrates der Mercurbank, wurde die Bilanz für das Geschäftsjahr 1931 vorgelegt und genehmigt. Es wurde weiters der Beschluß gefaßt, der Generalversammlung vorzuschlagen, die in früheren Jahren angesammelten Reserven in der Höhe von S 4,810.000.— aufzulösen, das Aktienkapital Von Nom. S 20,000.000.— auf Nom. S 10,000.000.— abzuwerten und durch die Ausgabe von Nom. S 5,000.000.— neuen Aktien auf Nom. S 15,000.000.— zu erhöhen. Zur Ausgabe gelangen Stück 500.000 neue, den alten gleichberechtigte Aktien ä Nom. S 10 mit einem Aufgeld von 20<y0, welche durch ein unter Führung der Dresdner Bank stehendes Syndikat übernommen werden und zu Originalbedingungen den Aktionären angeboten werden sollen. Zufolge dieser Transaktion wird die Mercurbank über ausgewiesene eigene Mittel in der Höhe von S 16,000.000.— verfügen. Der bisherige Reservefonds und der sich aus der Abwertung des Aktienkapitals ergebende Buchgewinn wurden zu Abschreibungen und Rückstellungen verwendet. Herr Direktor S. Ritscher, Vorstandsmitglied der Dresdner Bank in Berlin, wurde in den Verwaltungsrat kooptiert. _ e Vom revisionistischen Studentenklub Die Leitung des revisionistischen Studentenklubs ersucht um Veröffentlichung, folgender Erklärung: „Die revisionistische Studentenschaft steht mit dem neugegrühdeten „Verband zionistischer Hochschüler" in keinerlei Verhältnis. Der Titel dieser Neugründung ist insofern irreführend, als er nur Gruppen der „Allgemeinen Zionisten" (A-Gruppe, B-Gruppe und Brith Schalom) umfaßt, * Revisionistischer Studentenklüb. Donnerstag, den 23. d. M., 8 Uhr abends, im Heim, gemeinsam mit Brith Trumpeldor und Verband der ziqn.-rev. Jugend große Prot est Versammlung,. Thema: Die unerhörten Zustände in den Palästina- Aemtern, Referent: Dr. D. Bukspan, J. Frankel, J. Gold st ein, K o 1 b. — Donnerstag, den 30. d. M., um H9 Uhr abends, im Heim, letzte Versammlung in diesem Semester. Thema: Probleme der Weltkonferenz der Revisionisten und der revisionistisch e n'Ho c hs ch ü 1 e r. Referent: Dr. D. Bukspan, Dr. Willy Perl. * Wir teilen den revisionistischen Hochschülern und Organisationen Rumäniens mit, daß Herr David Bernsohn (Radauti str. Reg. Maria 23) von uns beauftragt wurde, in Rumänien die Aktion der „10.000 Unterschriften" und die Organisierung der revisionistischen Hochschüler in revisionistischen Studentenklubs durchzuführen.__ Zeitschrift „Palästina", Redaktion (im Ehrenamt) Adolf Böhm, Wien, Nr. 5/7, die eben erschienen ist, bringt einen Artikel über „Die Eu t wickIn n g stendenzen der palästinensischen Landwirtschaft" von David Horowitz. — Dr. Walter Preuss bearbeitet „Die Ergebnisse der Volkszählung". Er zeigt u. a., daß nur in Orten, die im Kontakt mit der jüdischen Kolonisation stehen, sich die moslemische Bevölkerung stark vergrößert hat. — Dr. Karl Hilht schreibt über „Die Grundlagen der Rechtseutwicklunsr in Palästina". Er zeigt, daß in bezug auf die Rechtsgestaltung eigentlich ein chaotischer Zustand herrscht. — Pastor D. Emil Lind, Speyer, schreibt über „Ländliches Volksleben' in Palästina". Der christliche Autor schildert mit warmer Anteilnahme seine Eindrücke bei den Chaluzim und beschreibt auch in sehr lebendiger Weise das Leben der Fellachen und der Beduinen. — E. N. Moll, Direktor der Kreditbank, schreibt über „Die Finanzierung der Industrie". Die Erfolge waren in jeder Beziehung sehr gute. — H. Frumkin schreibt über den „Arbeit er bedarf im Frühjahr und SommeT 1932". Er weist den guten Stand der jüdischen Wirtschaft in Stadt und Land nach und zeigt, daß für 5000 neue Einwanderer Arbeitsplätze vorhanden wären. Bekanntlich hat die Regierung nur 2000 Zertifikate bewilligt. ~ Ein Artikel über „Die hebräische Presse in Palästina" prientiert über diese Materie in eingehender Weise.. — Der „Jahresbericht des Handelsdepartments und der Bericht des Landwirtschaftlichen Amtes für 1927/3 0" werden in ihren wesentlichen Zügen wiedergegeben. — Ein Artikel über „Die Erfahrungen mit Neukolonisation in anderen Ländern** zeigt, daß Kolonien mit genauester Planung in Amerika viel größere Schwierigkeiten und Verluste aufweisen, Herrliches Erholungsheim Hotelpension Schlott Herrenriol, Eichgraben an der Westbahn, Telephon Nr. 4. Erstklassige Küche, auch Diät, großer Park, eigenes Schwimmbad, Autogarage Weekend, mäßige Preise. Unter Leitung des Besitzers A d q 1 f B o j k o. Bowa-Wasser im Hause. Auskunft auch Telephon Nr. A-13-5-60. als die jüdischen in Palästina. — Nebst der Rundschau, Politik und Wirtschaft enthält das Heft reichhaltige Rubriken an Nachrichten und Daten sowie; Bücherbesprechungen. — Jahresbezugspreis für Oesterreich! 12 Schilling, Ausland 2 Dollar. —- Administration Rudolf Langer, Wien, 19. Bez., Weimarerstraße 90. Tanzabend Hilde Holger. Am 27. Juni, 8 Uhr abends, findet im Burggarten der Tanzabend der bekannten Tanzkünstlerin Hilde Holger statt. Auf dem Programm stehen Solo- und Gruppentänze. Hilde Hodger tanzt u. a. einen griechischen Tanz zur Musik Graupners* Synagogen-Einweihung im XX* Bezirk Zwölf Jahre lang hat der Vorstand des Bethaus¬ und Unterstützungvereins „B eneBerit h, Wien XX, mit Energie und Aufopferung gearbeitet, um das große Werk, die Errichtung einer Synagoge, zu schaffen. Nun ist es gelungen. Sonntag, den 19. Juni, fand die Einweihung der Synagoge (XX., Kaschlgasse 4) statt, die sich zu einer erhebenden Feier gestaltete. Nach Abwicklung des religiösen' Zeremoniells durch Oberkantor Müller und seinen Chor wurden die versammelten Festgäste durch den Vereinsobmanh; Herrn S. A r a k begrüßt. Die Festrede hielt Oberrabbiner Dr. David Feuchtwang, der in gewohnt formvollendeter und inhaltsreicher Weise die Bedeutung dieser Neuschöpfung hervorhob. Gerade in den schlimmen Zeiten, in den Tagen seelischer und wirtschaftlicher Not, erklärte Dr. Feuchtwang, kann der Tempel zum Sammelpunkt aller Kräfte des Volkes werden. Nach Begrüßungsreden des Rabbiners B a b a d und des Präsidenten Professor Alois Pick, der die Glückwünsche der Kultusgemeinde übermittelte, hielt der Vizeobmann Herr J. Seidmann an die erschienenen Festgäste und Vereinsmitglieder eine längere Ansprache, in d^r er den Sinn und die Bedeutung des neuen Tempels darlegte. In den Gotteshäusern, führte Herr Seidmanri historisch und gedanklich aus, hat das jüdische Volk gelernt, sich zusammenzuschließen und die Gebote der Heiligen Schrift sich einzuprägen. Hier wurden die Gelder der Zodakab, die Mittel für die Erhaltung der armen Stammesbrüder, beschafft, hier fand der Jude Trost in allen Tagen der Verfolgung' und des Leidens, hier war auch der Ort, wo unsere Kinder die' erste Erziehung genössen und wo die Grundlage und Pflegestätte der jüdischen Kultur vom Anbeginn geschaffen wurde. Die Juden der Diaspora haben alle Jahrhunderte hindurch im Gotteshaus seelische Erbauung und Stärkung des Nationalgefühls gefunden. In der Lehre liegt die Kraft — diese Weisheit hat sich beim jüdischen Volk stets bewahrheitet. Zum Schluß hob Herr Seidmann die Tätigkeit des Vereinsvorstandes und der hilfsbereiten Mitglieder hervor, dankte allen Gönnern und Spendern für ihre Mithilfe, gedachte der seit Angriffnahme des religiösen Werkes verstorbenen Mitglieder und erflehte den Segen des Allmächtigen für die ganze jüdische Gemeinde. Seine ausgezeichnete Rede wurde mit tiefer Andacht aufgenommen. Dem Eröffnungsakt wohnten zahlreiche Rabbiner, Vertreter der Kultusgemeinde, der Bezirkssektionen, der Bauleitung, zahlreiche Delegierte jüdischer Bethausvereine und viele Tempelvorsteher bei. Mit einem von Oberkantor Müller und Chor ausgeführten „Hallelujah" schloß die Einweihung des „Bene-Berith"-Tempels im XX. Bezirk. 1 udifdte Sport* und illlliiiiiii! Tuvnbewegungn Erfolge jüdischer Schwimmer. Im Rahmen des Damen-Länderkampfes Oesterreich gegen Ungarn kämpften auf Seite der Oesterreicher einige Vertreter, der Hakoah mit großem Erfolg. So konnte Löwv das 400-CrawF gewinnen, während im 200-Meter-Brustschwimmen Frau Wertheimer den ersten Platz besetzte. In den sonstigen Bewerben endete Nassau im 100-Meter an zweiter Stelle und auch die Hakoah-Crawlstaffel (Guth, Goldberger, Beck, Liechtenstein) endete am zweiten Platz. I Ohrfeigen für „Juda, verrecke!" Die Hakeiikreuzler scheinen ihr Betätigungsfeld auch auf den Sport ausgedehnt zu haben. Ihr Debtü auf diesem Gebiet fiel aber so unglücklich aus, daß sie es kaum bald wieder wagen werden, jüdische Sportler anzustänkern. Die Hakeiikreuzler, die vorigen Sonntag gemeinsam mit dem „Deutschen Turnerbund" ein Turnfest im Stadion abhielten, nahmen das im benachbarten Stadionbad abgehaltene Wasserballmeisterschaftsspiel zwischen Hakoah und E. W. A. S. C. zum Anlaß, üin gegen die Hakoahner zu demonstrieren. Sie erschienen in ansehnlicher Stärke und riefen unausgesetzt „Heil Hitler — Juda, verrecke!". Als die jüdischen Zuschauer, darunter viele Sportler, die Störer zur Rede stellten, wurden diese tätlich und gingen mit Latten und anderen Gegenständen auf die Juden los. Dieser Angriff fand eine geschlossene Abwehr. Die Hakenkreuzler wurden gehörig verprügelt. Der Vorfall beweist, daß die Nationalsozialisten auch im Sport Krawalle provozieren wollen. Es ist Sache der zuständigen Verbände, Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen. Im Spiel gegen E. W. A. 'S. C. erlitt, die Hakoah eine unglückliche 2:3-N'iederlage. In der Handballmeisterschaft siegte Hakoah gegea Rapid 5:3. Die Reserve unterlag gegen den gleichen Verein 7:15, während die Damen von Donau 3 i2 besiegt wurden. 1 ■, i